Commander Harmon Rabb und Lieutenant Colonel Sarah MacKenzie - Ihre Geschichte von Kerstin

#1 von Petra , 04.05.2007 01:40

Commander Harmon Rabb und Lieutenant Colonel Sarah MacKenzie - Ihre Geschichte

von kerstin


Ich versuche es noch einmal, auch wenn ihr von der ersten nicht gerade begeistert wart!
Ich zwing ja keinen es zu lesen! :-)

An einem (noch) schönen Montagmorgen ging Lieutenant Colonel Sarah MacKenzie, ein Marine, zu ihrer Arbeit zum Judge Advocate General Corps. Sie arbeitete dort als Anwältin, zusammen mit ihrem Kollegen, Commander Harmon Rabb, ein Navy Anwalt. Wie jeden Montagmorgen ging sie zur üblichen Besprechung in den Konferenzraum. Dort erwarteten sie schon der Admiral, Bud und Harriet. Nur ihr Partner Com. Rabb fehlte. Er kam wie üblich zu spät.

Als der Admiral fertig war, sollten alle bis auf den Colonel zu ihrer Arbeit gehen. Als jeder den Raum verlassen hatte, sagte der Admiral zum Col.: „Es tut mir leid ihnen mitteilen zu müssen, dass ich ihnen diesen Monat ihren Sold nicht überweisen kann!“ „Aber warum nicht, Sir?“
„Wie Sie wissen habe ich mit dem Marineminister über eine Erhöhung der zur Verfügung stehenden Geldsummen geredet. Die Antwort war, dass wir keine Erhöhung, sondern eine Kürzung der Geldsummen bekommen.“ „Können Sie mir wenigstens ungefähr sagen, wann ich mit meinem Sold rechnen kann?“ „Wahrscheinlich erst nächsten Monat.“

Schweigend ging sie ihrer Arbeit nach. Als sie in ihrem Büro auf ihrem Schreintisch sah, entdeckte sie einen Stapel Briefe. Beim durchsehen dieser, forderte einer ihre ganze Aufmerksamkeit. Er war von ihrem Vermieter. „Wir müssen Ihnen leider mit bedauern mitteilen, dass Sie ihre Wohnung räumen müssen, da ich sie für meine kranke Schwester benötige. Die Frist beträgt 1 Monat.“ Sie nahm das Telefon in die Hand um ihren Vermieter die Meinung zu sagen, da entdeckte sie den Com. in der Tür. „Darf ich reinkommen?“ „Natürlich“, sagte sie und legte den Hörer auf die Gabel. „Brauchst du was bestimmtes?“ „Ich wollte dich fragen, ob du heute Abend schon was vorhast.“ „Nein, warum?“ „Ich wollte dich zum Essen einladen!“ Mac, die Kurzform von MacKenzie, schaute ihn schief an.

„Soll das ein Date werden?“ „Ich wollte mit dir unseren neuen Fall besprechen und für sich dann kochen, aber wenn du nicht willst.“ Harm, die Kurzform für Harmon, machte ein so trauriges Gesicht, dass Mac ihn nur lächelnd um Verzeihung bitten konnte und ihm versprach pünktlich um 18:00 Z-Zeit zu ihm zu kommen.

Das „pünktlich“ konnte sie weglassen. Es wusste ja, dass ihre innere Uhr immer richtig ging und sie so nie zu spät kam. Sie freute sich so seht auf den gemeinsamen Abend mit Harm, dass sie das mit der Kündigung ganz vergas.

Als sie 5 vor 18:00 Z-Zeit bei Harms Wohnung ankam, entdeckte sie einen Zettel, der an der Eingangstür des Hauses hing, in dem Harm wohnte. „4 Zimmer Wohnung zu vermieten. Bei Interesse bitte melden unter 08671 884452.“ Als Mac an Harms Tür ankam, roch es schon sehr gut nach Gemüseauflauf. Sie klingelte und von drinnen hörte sie Harm rufen: „Ich komme gleich!“ Schon machte er ihr die Tür auf. „Nur herein in die gute Stube!“ Der Tisch war mit einem kleinen Blumenstrauß und einer angezündeten Kerze aufgedeckt.

„Du kannst schon mal Platz nehmen.“ Mac setzte sich auf einen der beiden Stühle. Harm stellte den Auflauf auf den Tisch und holte noch schnell eine Flasche Rotwein. Als Mac ihn ansah, lächelte er nur und holte vom Boden eine Flasche extra kühles Mineralwasser hoch. „Du denkst wirklich an alles!“

„Nun ja, ich halte es eben schon 8 Jahre mit dir aus und durch unsere vielen gemeinsamen Einsätze kenne ich dich schon auswendig!“, grinste er. Mac boxte ihm leicht in die Schulter und sagte: „Nicht alles!“ „Und was weiß ich noch nicht?“ „Wo ich meine Tätowierung habe!“ „Das bekomme ich auch noch raus! Aber lass und erst essen, sonst wird es noch kalt!“

Der Auflauf schmeckte wirklich sehr gut und die musste zugeben, dass Harm ein sehr guter Koch war. Beim Abwasch merkte Harm, dass Mac etwas bedrückte. „Was ist los?“ „Nichts, alles O.K.“ „Sarah, ich merke genau, dass etwas nicht mit dir stimmt!“ Wenn er „Sarah“ sagte, war es ihm seht Ernst. „Du kannst mit mir über alles reden!“ „Also, was ist los?“ „Es ist wegen meiner Wohnung.“ „Ist die Wasserleitung wieder kaputt und du weißt nicht, wo du übernachten sollst? Wenn das so ist, kannst du doch jeder Zeit so lange wie es dauert bei mir wohnen!“ Mac lächelte müde. Nachdem sie fertig mit dem Abwaschen waren und Harm merkte, das Mac immer noch so traurig war wie am Anfang, hakte er noch einmal nach.

„Mac, du sagst mir jetzt den Grund für deine nicht gerade gute Stimmung, oder ich rufe den Admiral an uns der soll es dir befehlen, oder ich fahre zu deiner Wohnung!“ „Welche Wohnung?“, fiel Mac weinend in Harms Arme, der sie gerade noch auffangen konnte. „Soll das heißen, dein Vermieter hat dir gekündigt?“ „Ja und jetzt muss ich innerhalb eines Monates ausziehen und ich weiß nicht wohin!“ „Der Admiral kann mir meinen Sold nicht aufbuchen, da der Marineminister die zur Verfügung stehende Geldsumme gekürzt anstatt erhöht hat!“ „Ich habe den Zettel unten an der Tür gelesen, aber nicht einmal die kann ich bezahlen!“

„Weißt du was, ich rede mal mit meinem Vermieter und bis du deinen Sold wieder regelmäßig bekommst, zahle ich dir die Miete.“ „Nein Harm, das kann ich unmöglich annehmen!“ „Du wirst es aber und glaub ja nicht, dass ich es dir schenke, du zahlst mir natürlich jeden Penny einzeln zurück.“, lächelte Harm und Mac wusste, dass er es nicht ernst meinte. “Danke, wie mache ich das nur je wieder gut?“ „Na ja, du könntest mir ja deine Tätowierung zeigen!?“ Mac nahm das Kissen, das neben ihr lag und schlug sanft auf Harm ein. „Du Idiot!“ Nach einer kurzen Kissenschlacht schauten sich beide an und mussten laut loslachen. Sie hatten sich gerade wie 5-Jährige benommen.

Kurz nach 22:00 Z-Zeit verließ Mac nach langer Verabschiedung Harms Wohnung. So viel Spaß hatte sie schon lange nicht mehr. Als Mac zu Hause ankam, fiel sie übermüdet ins Bett. So müde war sie nur nach ihren regelmäßigen Fitnesstest. Doch nach diesen hatte sie immer einen Muskelkater. Aber jetzt nicht und mit dem Gedanken schlief sie auch schon ein. Harm wartete schon ungeduldig in ihrem Büro auf sie. Als sie dann endlich das Büro betrat, überfiel sie ein aufgeregter Harmon Rabb.

„Du kannst die Wohnung haben!“ „Harm, du hast aber nicht noch gestern Abend mit ihm gesprochen, oder?“ „Nein, heute morgen und er hat gesagt, dass du sie haben kannst!“ Glücklich fiel sie Harm um den Hals. „Du bist ein Schatz, Harm!“ „Ich weiß.“ Harm genoss die Umarmung seiner Partnerin.

„Hast du ihn auch gefragt, wann ich einziehen kann?“ „Natürlich, schließlich heiße ich ja auch Harmon Rabb!“ „Also, wann?“ „Sofort!“ „Bist du dir sicher?“ „Ja, schließlich brauche ich noch keine Hörgeräte!“ „Wenn du willst helfe ich dir beim Umziehen.“ „Hast du heute nach Dienstschluss Zeit?“ „Ja, ich komme dann am besten gleich mit zu dir.“

„Was wird dann aus deiner Corvette?“ „Die las ich hier stehen und da wir jetzt im gleichen Haus wohnen, kannst du mich morgen wieder mitnehmen.“ „O.K. bis später.“ „Ja.“ Bei Macs (noch) Wohnung angekommen, waren es nicht viele Sachen, die sie zu transportieren hatten. „Ist das alles?“ Harm schaute Mac unglaubwürdig an. „Tja, ein Marine braucht eben nicht so viel wie einer bei der Navy!“

Mac konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Als sie Macs neue Wohnung etwas hergerichtet hatten, lud sie Harm zu sich in die Wohnung ein, um auf ihren Einzug mit etwas Mineralwasser anzustoßen. So vergingen ein paar Wochen und die meiste Zeit waren sie zusammen, entweder in Harms oder Macs Wohnung. Aber zu den großen Fällen gingen sie immer in Harm seine, da diese größer war.

Einmal hatten sie einen heiklen Fall, bei dem ein Lieutenant fast gegen alle Regeln des Navy-Corps aus Liebe zu einer Frau verstieß. Harm wurde wie immer die Verteidigung und Mac die Anklage zugeteilt. „Wie weit Menschen für andere gehen.“, seufzte Harm. „Das nennt sich Liebe, Harm.“ „Du und die Liebe!“ „Was ist daran so schlimm? Liebe ist das schönste was es auf der Welt gibt!“
„Ja schon, aber der andere muss den anderen auch lieben und bereit sein, sein Leben für den anderen zu geben! Das ist wahre Liebe und nicht so wie unser junger Lieutenant, der am Ende erfahren muss, dass er von der Frau gar nicht geliebt worden ist, sondern diese ihn nur ausgenutzt hat. Aber das ist eine Erfahrung, die man einfach sammeln muss, um später zu wissen, wenn einem die Richtige über den Weg läuft! Mann darf seinen Partner auch zu nichts drängen, das ist das schlimmste was man machen kann und es ist Gift für die Beziehung!“

Mac hatte ihm sehr aufmerksam zugehört und war völlig perplex. Diese Seite kannte sie gar nicht von Harm. Sie wusste, dass er einfühlsam sein und gut trösten konnte, aber dass er so romantisch war, wusste sie nicht. Nach so einem Mann hatte sie immer Ausschau gehalten. „Was ist?“, wollte Harm wissen. Doch Mac starrte ihn weiter unglaubwürdig an.

„Wer soll da die Frauen verstehen? Entweder sie reden dich voll, oder sie sagen gar nichts!“ Da fragte Mac Harm: „Wie weit würdest du aus Liebe gehen?“ „Das werde ich dir sagen, wenn ich die Richtige fürs Leben gefunden habe. Und was ist mit dir?“ „Um diese Frage zu beantworten, muss ich den Mann fürs Leben erst noch finden.“ Damit gaben sich beide erst mal zu Frieden.

Als Harm an einem Freitagabend zu sich nach Hause kam, entdeckte er einen Brief, der in einem gelben
Umschlag steckte. Dieser lag, da er durch den Briefschlitz in der Tür geschoben wurde, vor seinen Füßen auf dem Boden. „Wir müssen ihnen mitteilen, dass die Miete für ihre Wohnung um 200 Dollar erhöht wird.“ „So viel kann sich ja gerade der Admiral leisten, aber nicht ein Commander der US Navy!“

In dem Moment klingelte es an der Tür. Er hatte ganz vergessen, dass Mac heute Abend mit ihm kochen wollte. Als es ein zweites Mal klingelte, wachte Harm aus seiner Trance auf und rannte zur Tür. „Hi, Harm!“, sagte Mac fröhlich. „Hallo, Mac“, antwortete Harm leise. „Geht es dir gut, oder soll ich später wieder vorbeikommen?“ „Nein, bleib bitte da. Ein wenig Gesellschaft lenkt mich vielleicht ab.“ „Wovon?“ „Ach, nicht so wichtig.“ „Harmon, du sagst mir sofort, welche Laus dir über die Leber gelaufen ist! Das ist ein Befehl!“ „Schon gut, schon gut! Setz dich aber erst.“

„So schlimm kann es nun doch nicht sein.“ „Bitte setz dich“ Als sie in Harms Gesicht schaute, merkte sie dass es doch schlimmer sein musste. „Ich habe diesen Brief gerade eben gefunden.“ Harm hielt ihn in seiner rechten Hand. „Darin steht, dass die Miete um 200 Dollar für die Wohnung aufgestockt wird!“ „Aber das kann sich ja gerade mal der Admiral leisten und nicht ein Commander! Was willst du jetzt unternehmen?“ „Es bleibt mir nichts anderes als mir eine andere Wohnung zu suchen, die ich mit meinem Sold bezahlen kann, oder... .“ „Was oder?“ „Nein, das geht nicht.“

„Was Harm?“ „Wenn du bei mir einziehen würdest, könnten wir uns die Miete teilen und ich bräuchte nicht umzuziehen!“ Mac schaute ihn schief von der Seite an. Als Harm das sah, sagte er sofort: „Ach, vergiss es am besten gleich wieder!“ „Nein, aber nenn mir 10 gute Gründe, warum ich das tun sollte.“ „Nun ja, da wäre 1., dass wir den gleichen Beruf haben, 2., dass wir den gleichen Weg zur Arbeit haben, 3., dass ich dir kochen beibringen könnte.“ Dafür gab es von Mac einen leichten Schlag auf die Schulter. „4., dass du und ich nicht mehr so viel Miete zu zahlen hätten, 5., dass ich keinen Wecker mehr bräuchte, 6., dass wir nicht mehr so einsam sind.“ „Du bist einsam? Du bringst doch jeden Abend eine andere mit nach Hause!“ „7., dass ich nicht mehr so viele Frauen mit nach Hause bringen würde, da ich ja schon eine zu Hause habe, 8., dass wir zusammen mehr Spaß haben als alleine, 9., dass wir mehr Zeit zum Besprechen der Fälle hätten und 10., ja...äh...ich habe ja schließlich noch was gut bei dir!“

Mac fand, dass das wirklich gute Argumente waren und dass das auch irgendwie stimmte. Am Samstag in der früh wurden dann gleich die Möbel, die noch zu gebrauchen waren von Macs in Harms Wohnung getragen. „So das war das letzte Stück!“ „Aber es fehlt doch noch was.“ „Was denn?“ „Mein Bett!“ „Willst du wirklich das alte behalten?“

„Warum? Es ist immerhin schon 10 Jahre alt.“ „Eben, es ist schon ganz verrostet und wenn man sich drauf setzt, muss man aufpassen, dass man nicht durchbricht!“ „Du weißt genau, dass ich mir zurzeit keines leisten kann!“ „Wir müssen uns eben was einfallen lassen!“ „Und das wäre?“ „Na, mein Bett reicht auch für zwei Personen!“

Harm konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Soll das heißen, ich soll mir ein Bett mit dir teilen?“ „Ja, wieso nicht? Ich kann wenn du willst, auch zwei Matratzen kaufen!“ „Für was soll das gut sein?“ „das du nicht mitten in der Nacht zu mir rüber wanderst!“

Das war für Mac eine Kriegserklärung. Sie schubste Harm auf das Bett hinter ihm und schlug mit je einem Kissen in den Händen auf Harm ein. So ging das mindestens 10 Minuten lang. Als sie damit fertig waren, fühlten sich beide so, als hätten sie den ganzen Tag Sport gemacht. Deshalb beschlossen sie sich schon einmal umzuziehen und noch etwas zu fernsehen.

Beide saßen kerzengerade auf der Couch, weil niemand zugeben wollte, dass er lieber ins Bett gehen wollte, als hier einen Film anzuschauen. Mac wurde als erstes schwach und lehnte sich müde an Harms Schulter und schlief ein. Harm bemerkte dies, trug die schlafende Mac ins Schlafzimmer, legte sie auf das Bett und deckte sie zu. Da er auch müde war, legte er sich auch zum schlafen ins Bett. Mac wachte in der Nacht auf, weil es sie fror. „Wenn er nie eine Heizung an hat, dann muss er ja selbst so warm sein.“, dachte sich Mac.

Da sie merkte, dass Harm fest zu schlafen schien, näherte sie sich ihm vorsichtig, um ihn nicht aufzuwecken. Doch Harm merkte, dass sich ihm etwas näherte und aus Angst rutschte er ein wenig nach außen. Mac merkte dies und wanderte wieder schnell auf ihre Seite. Er sah, dass es Mac war und kam sich dumm vor, dass er sich vor ihr gefürchtet und sie damit verängstigt hatte. Er legte seinen Arm auf ihre Seite und zog sie vorsichtig zu sich hin. Dabei bemerkte er, dass sie fror. Aber er wollte sie nicht bedrängen und ließ erst mal seine Hand auf ihrer Seite.

Als er merkte, dass es ihr nichts auszumachen schien, zog er sie näher an sich, bis sich ihre Körper berührten. Mac rückte in der Nacht immer näher an Harm ran und Harm nahm Mac fester in den Arm, bis er ihre ganze Hüfte umschlungen hatte. So schliefen beide bis zum Sonntagmorgen. Sie waren froh, dass sie diesen Tag wenigstens frei hatten und so blieben sie noch eine Weile im Bett liegen. Harriet suchte draußen nach dem Zweitschlüssel, den sie auch fand. Sie öffnete die Tür, um zu sehen, ob der Colonel vielleicht mit dem Commander frühstückte. Doch sie fand niemanden vor. „Wahrscheinlich liegt er noch im Bett und spannt aus, da er ja frei hat.“, dachte sich Harriet.

So ging sie leise in Harms Schlafzimmer. Was sie da vorfand, versetzte sie in helle Aufregung und Begeisterung. Der Com. und der Col. eng aneinander gekuschelt im Bett. Harriet fluchte: „Muss ich die beiden jetzt wirklich aufwecken?“ Mac, die schon wach war, sich aber nicht von der Wärme, die Harm ausstrahlte, entfernen wollte, öffnete verschlafen die Augen. „Was gibt es Harriet?“ „Tut mir außerordentlich Leid, dass ich sie geweckt habe!“ „Ist schon gut, Harriet, was brauchen sie den?“

„Der Admiral will sie und den Commander im Büro sehen!“ „Aber heute haben doch Harm und ich unseren freien Tag!“ „Um was geht es denn?“, mischte sich Harm ein, der inzwischen wach geworden war.

„Clayton Webb hat einen Auslandeinsatz, bei dem er den Colonel als Dolmetscherin benötigt.“ So machten sich alle drei auf den Weg zum Admiral. Dieser erwartete sie schon zusammen mit Clayton Webb. „Tut mir Leid, dass ich sie an ihrem Arbeitsfreien Tag ins Büro holen muss!“, sagte der Admiral.

„Aber da ich jetzt zum Verteidigungsminister muss, wird ihnen Webb alles andere erklären.“ „Nun, die Einsatzzeit beträgt 2 Tage und sie müssen nicht mehr tun, als die Sprache für die CIA zu übersetzen.“ „Also kann ich damit rechnen, dass ich wieder heil nach Hause komme, oder?“ „Genau so ist es!“ „Wann soll der Einsatz den beginnen?“ „das Flugzeug wartet nur noch auf uns!“ Als Mac und Clayton im Flugzeug in den Irak flogen, machte sich ein merkwürdiges Gefühl in ihrer Bauchgegend platz. Sie hatte doch keine Flugangst. Nein, Flugangst konnte es nicht sein. Es fühlte sich eher an als währe man verliebt. Aber in wen sollte sie sich denn verliebt haben? Doch nicht etwa in Harmon Rabb!

Harm erging es nicht viel anders. Er konnte die Nächte kaum schlafen, kaufte sich sogar ein Heizkissen und legte es neben sich ins Bett. Er nahm es sogar in den Arm, aber es strahlte nicht die Geborgenheit und Wärme aus, die er bei Mac gefunden hatte. Gut, dass Mac morgen wieder zurückkam. Dieses Gefühl in seinem Bauch spürte er nur, wenn er an Mac dachte und er kannte es nur als er noch mit Renee zusammen war. In sie war er verliebt gewesen. Aber sie hatte doch inzwischen einen Bestatter geheiratet und sonst war niemand da, in den er sich verliebt hätte, außer Mac. In wen sollte er sich denn verliebt haben? Doch nicht etwa in Sarah MacKenzie!

Als Webb und Mac im Irak ankamen, rief Clayton ein Taxi und hielt Mac die Tür auf. „Wie höflich von dir!“ „Warte, was noch alles kommt!“, grinste Webb. Mac schaute ihn unglaubwürdig an. Nach einer guten halben Stunde fahrt, kamen sie an einem 5-Sterne Hotel an. „Seit wann bucht die CIA für einen Einsatz so ein schickes Hotel?“ „Mac, ich muss dir was beichten.“ „Aha, wusste ich´s doch, dass es kein so harmloser Einsatz wird, wie du behauptet hast!“ „Es gibt überhaupt keinen Einsatz!“

„Was, was soll das heißen, es gibt gar keinen Einsatz?“ „Ich wollte mit dir ein paar Tage verbringen. Ich konnte es nicht anders arrangieren, weil ich sonst nicht frei bekommen hätte!“ „Aber du kannst den Admiral doch nicht belügen!“ „Hab ich nicht, ich habe ihm alles erzählt.“ „Und er war damit einverstanden?“ „Ja, er freut sich für dich!“ „Wieso freut er sich für mich?“ „Ich wollte es dir eigentlich heute Abend beim Essen sagen, aber ich frage dich lieber jetzt!“ „Was willst du mich fragen?“ „Ob du meine Frau werden möchtest!“ Webb holte eine kleine Schachtel aus seiner Anzugstasche und überreichte es Mac.

Sie erinnerte sich an die Vergangenheit, wo sie mit Clayton ein Date hatte und sie an eine gemeinsame Zukunft mit ihm dachte. Aus dem Gefühlschaos, das sie hatte, nahm sie Webbs Antrag an, ohne an Harm zu denken. Doch als sie wieder im JAG HQ war, sollte sie eigentlich sehr glücklich sein. Sie werde einen Mann heiraten, der sie liebte und den sie liebte.

Dennoch war ihr fast zum heulen zu mute, als sie ein freudestrahlender Harm fest in die Arme schloss. „Schön, dass du wieder da bist!“ Hinter Harms Rücken nahm sie rasch ihren Verlobungsring vom Finger und steckte ihn in ihre Tasche.

Wie jeden Abend aßen beide gemeinsam zu Abend und wuschen ab. Beim anreichen der gewaschenen Gläser berührten sich Harms und Macs Hände. Sofort breitete sich das Gefühl, dass die beiden die ganze Zeit mit sich rum trugen, in ihrem ganzen Körper aus. Nun wussten beide endgültig, was los war. Sie hatten sich ineinander verliebt. Sie müssten es nicht einmal sagen, denn ihre Blicke, die sie sich seit der Berührung zuwarfen, sagten alles. „Mac.“ „Ja, Harm?“ „Ich muss dir was sagen.“

Harm nahm Mac an der Hand und führte sie ins Wohnzimmer, wo beide auf dem Sofa platz nahmen. Er lies ihre Hand nicht los. „Ich liebe dich, ich liebe dich so wie ich noch nie eine Frau in meinem Leben geliebt habe!2 „Ich dich auch!“ Harm küsste sie sanft und vorsichtig auf den Mund um nichts zu überstürzen. Da merkte er, dass sie seinen Kuss erwiderte und trug sie langsam ins Schlafzimmer.

Eine leidenschaftliche Liebesnacht zweier Anwälte begann. Am nächsten Morgen, wachten beiden mit einem wunderschönen Gefühl auf. Mac hatte ihre Verlobung mit Clayton Webb ganz vergessen. Sie wollte nie mehr alleine sein, nie mehr ohne Harm. Er war jetzt ihr Leben. Für ihn würde sie ihr Leben geben. Kurz bevor sie gemeinsam das JAG HQ betraten, mussten sich ihre Hände voneinander trennen. Als Mac später in Harm Büro ging, um mit ihm ihren gemeinsamen Fall zu besprechen, schloss er die Tür hinter ihr und ließ die Schalossi herunter.

Danach küssten sie sich leidenschaftlich. Beide wollten damit nie wieder aufhören. Doch sie wurden durch einen Anruf gestört. Es war Tiner. „tut mir Leid, Sir, dass ich sie stören muss, aber ihr Büro war verschlossen und da dachte ich, dass sie vielleicht in Ruhe gelassen werden wollen und... .“ Harm unterbrach Tiner. „Tiner, was wollen sie?“ „Der Admiral möchte Sie und den Colonel sehen, Sir!“ „Gut, wir werden kommen.“ „Ai, Ai, Sir!“ Tiner schloss hinter dem Commander und dem Colonel die Tür zum Büro des Admirals. „Ich muss ihnen sagen, dass sie in der letzten Zeit viel weniger streiten als sonst. Wodurch das zu stande gekommen ist, ist mir egal, aber sie sollten mit dem weitermachen. Es verbessert das Arbeitsklima erheblich!“ Beide nickten zustimmend.

„Ach, bevor ich es vergesse, der Marineminister stellt uns nun die gesamte Geldsumme wieder zu Verfügung. Das soll heißen, dass ich ihnen wieder ihren Sold aufbuchen kann und werde. Wegtreten!“ Als sie zu Hause ankamen, fiel Mac über Harm her. „Was soll das werden?“ „Der Admiral hat doch gesagt wir sollen damit weiter machen.“ „Er hat aber bestimmt nicht gemeint, dass du so viel reden sollst, sondern die Theorie in die Praxis umsetzen sollst!“ Bevor Mac erwidern konnte, drückte Harm seine Lippen auf die ihren und das war ihr definitiv lieber. Mac suchte am nächsten Tag in ihrer Tasche nach den Autoschlüsseln. Aber was sie fand, begeisterte sie nicht gerade. Es war ihr Verlobungsring.

In dem Moment klingelte ihr Handy. Am anderen Ende war ihr Verlobter Clayton Webb. „Hallo mein Schatz. Ich wollte dich nur mal fragen, wen ich noch auf die Liste setzten soll.“ „Welche Liste?“, fragte Mac verwirrt. „Na, unsere Hochzeitsliste. Wer soll den noch kommen?“ „Wen hast du schon drauf stehen?“ „Ach, nur meinen Chef und ein paar Arbeitskollegen.“ „Und wen hast du von JAG eingeladen?“

„Noch niemanden, deshalb rufe ich dich ja an!“ „Ich möchte gerne, dass wir den Admiral, Bud und Harriet, Tiner und Jennifer einlade.“ „Was ist mit Harm?“ „Ach ja, Harm natürlich auch. Ich muss jetzt Schluss machen, es klingelt an der Tür!“ „O.K. bye, bye Honey!“ Es war Harm, der vom Bäcker zurückkam. „Hi!“, begrüßte Harm Mac mit einem Kuss. Mac setzte ihre freundliche Miene auf und aß mit Harm zum Frühstück. Als sie ihr Büro betrat, wartete schon Clayton auf sie.

„Was machst du denn hier?“ „Ich führe dich zum Mittagessen aus.“ „Und was soll ich dem Admiral sagen?“ „Nichts.“ „Nicht?“ „Ja, nichts.“ „Uns warum nichts?“ „Weil ich schon alles geregelt habe und ihn auch gleich zu unserer Hochzeit eingeladen habe!“ „Aha.“ In diesem Moment stürmte Harm in Macs Büro. „Mac, ich... .“ Er merkte, dass er gerade unpassend kam. „Ich komme besser später wieder.“ „Nein, bleib ruhig da! Dann kann ich dir auch gleich das geben!“ Webb übergab Harm einen Briefumschlag.

„Was ist da drin?“ „Mach es doch auf!“ „Hiermit laden wir dich herzlich zu unserer Hochzeit ein!“ „Wer feiert denn seine Hochzeit?“ „Dreh die Karte um!“ „Unterzeichnet Clayton und Mac.“ Jetzt war die Bombe geplatzt. „Oh, na dann, alles Gute.“, sagte Harm mit einem traurigen Blick zu Mac und reichte Clayton die Hand. „Hey, ist doch kein Grund so traurig zu sein. Mac wird doch weiterhin hier arbeiten, nur das sie dann Sarah MacKenzie-Webb heißen wird. Übrigens, die Trauung wird am Sonntag stattfinden.“ „Ja.“ Harm ging aus Macs Büro.

„Ja, ich muss dann auch los! Tschüss, bis später!“ Mac, die ja dank Webb jetzt freihatte, fuhr sofort zu ihrer und Harms Wohnung, packte die meisten Sachen in ihren Koffer und zog wieder in ihre alte Wohnung, ein Stockwerk tiefer. Sie hatte Harm tief verletzt. Da sie aber nicht auch noch Clayton wehtun wollte, entschloss sie sich ihn zu heiraten und sich den morgigen Freitag freizunehmen. Gleich am frühen Freitagmorgen ging sie auf Brautschau und fand ein wundervolles Hochzeitskleid, das sie auch kaufte.

Am Sonntag war sie dann so aufgeregt, dass sie Harm ganz vergaß. Erst als sie den Gang hinabschritt, mit dem Admiral als Brautvater, erinnerte sie sich an die schöne gemeinsame Zeit mit Harm. Wie viel Spaß sie mit Harm hatte. Würde sie auch so viel Spaß mit Clayton haben? Schließlich war er mehr als die Hälfte im Ausland tätig. Dann müsste sie die gemeinsamen Kinder alleine großziehen. Wollte er überhaupt Kinder? Plötzlich kam ihr Webb so fremd vor und wenn sie genau überlegte, war er das auch. Was wusste sie schon von ihm? Nur, dass er bei der CIA arbeitete. Sie hatte einen Entschluss gefasst. Sie wollte Harm und niemanden anderen heiraten. Sie war am Altar angekommen und schaute Webb mit einem Blick ins Gesicht, der ihm alles sagte.

„Ich habe so gehofft, dass ich mich nur geirrt habe, dass du Harm liebst, aber ich habe mich anscheinend getäuscht.“ Als Webb Harms Namen nannte, lief ihr eine Träne über ihr hübsches Gesicht. „Geh zu ihm und werde glücklich!“ Sie umarmte Clayton ein letztes Mal und hielt dann in der Menge Ausschau nach Harm. Doch sie konnte ihn nicht finden.

„Er hat mich vorher auf meinem Handy angerufen und dir alles Gute für die Zukunft gewünscht und gesagt, dass er nicht kommen wird, damit du mich heiraten kannst!“ Sie lief den Gang, zum erstaunen der Gäste, hinunter. Nur der Admiral wusste den Grund. Am Auto angekommen, stieg sie ein und fuhr zu Harms Wohnung. Doch nach langem klingeln, öffnete ihr niemand. Von drinnen hörte sie auch keine Geräusche. Traurig ging sie runter in ihre Wohnung.

Dort lag auf dem Boden ein Zettel. „Liebe Mac, oder wie du auch jetzt immer heißt, ich konnte nicht kommen, da ich dir den schönsten Tag im Leben nicht zerstören wollte. Ich hoffe du wirst mit Webb glücklicher als mit mir. Du wirst mir immer die Wichtigste im Leben bleiben. Ich werde mein Leben immer für das deine geben. Dein Harm. P.S. Ich liebe dich!“ Mac liefen die Tränen über ihr Gesicht. Sie wollte Harm nicht verlieren. Sie hoffte ihn am nächsten Tag im Büro anzutreffen, um ihm zu sagen, dass sie Clayton nicht geheiratet hatte, weil sie ihn, Harm, liebte.

Harm war, während er dachte, dass Mac Clayton geheiratet hatte, ziellos in der Gegend herum gefahren. Am Rose Garden kam er dann zum stehen. Hier hatte er Mac zum ersten Mal getroffen. Damals hatte sie wie seine frühere Liebe Diane Schonk ausgesehen. Aber als er Mac besser kennen lernte, fand er heraus, dass sie ihr nur äußerlich ähnelte. Ihre Charakter waren völlig unterschiedlich. Auch die vielen Einsätze, die er und Mac zusammen durch gestanden hatten, schweißten sie zusammen. Sie waren das beste Anwalt-Team des JAG Corps. In Gedanken versunken, faste er einen Entschluss.

Um Macs Glück nicht zu zerstören, wollte er wieder in den aktiven Dienst der Fliegerstaffel zurückkehren. So fuhr er in seine Wohnung zurück, um seinen Versetzungsgesuch aufzusetzen. Er war immer noch in Galauniform, da er ja auf Macs Hochzeit gehen wollte. Am nächsten Morgen war er der erste im Büro, mit Ausnahme des Admirals. Um Mac nicht antreffen zu müssen, ging er sofort in das Büro des Admirals. Mac, die in der Nacht kein Auge zugemacht hatte, machte sich früher als gewöhnlich auf den Weg zum JAG HQ, um Harm anzutreffen.

Doch dieser legte in diesem Moment seinen Versetzungsgesuch dem Admiral vor. „Es ist wegen dem Colonel, nicht?“ „Ja, Sir!“, sagte Harm schweren Herzens. „Bevor ich das hier unterzeichne, muss ich ihnen noch etwas sagen.“ „Und das wäre, Sir?“ „Der Colonel und Clayton Webb haben... .“ In diesem Moment stürmte Mac das Büro des Admirals. Sie hatte draußen gewartet, es aber nicht mehr ausgehalten. Sie wollte ihn fragen, ob er den Commander gesehen habe, weil sie ihn draußen nirgends finden konnte.

Sie hatte auch den Brief, den ihr Harm als Entschuldigung und Liebesbeweis geschrieben hatte, dabei. Als sie anfangen wollte den Admiral zu befragen, stellte sich ihr ein großer Mann in den Weg. Sie wollte ihm schon die Meinung sagen, da blickte er ihr in die Augen. Diese kamen ihr sehr bekannt vor.

Es waren die von Harm. Das erste was sie sagte, war: „Ich würde mein Leben auch für dich geben.“ „Und um mir das zu sagen, bist du hier reingestürmt?“ „Nicht nur das. Ich liebe dich!“ „Und was ist mit Webb?“ „Er hat uns seinen Segen gegeben!“ „Oh, Sarah!“ „Harm!“ Harm nahm Mac fest in die Arme. Und der Admiral freute sich für die beiden und sagte, dass er ihnen das in Kenntnis setzen des JAG-Teams abnehmen würde.

„Wenn es so weiter geht, ist bald das ganze JAG-Team miteinander verheiratet, außer mir!“, dachte sich der Admiral des Judge Advocate General Corps der Navy im Stillen. Am 18.Oktober.1990 wurde geheiratet. Mac war damals schon im 8. Monat schwanger. Am 20.November erblickten die Zwillinge Stephanie und Gemma das Licht der Welt. Daraufhin beschloss Sarah Rabb aus dem Corps auszutreten und sich ganz der Familie zu widmen. Daraus folgte, dass am 7.August 1992 Söhnchen Wyatt mit der Welt Bekanntschaft machte. Zurzeit sind der neue Admiral des Judge Advocate General Corps, Harmon Rabb und seine Frau Sarah Rabb auf der Suche nach einem größeren Haus für den, der wahrscheinlich am 18.Juni die Welt kennen lernen wird.


Extra für KATJA : THE END!


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
Petra
Chefchen/Administrator
Beiträge: 9.041
Registriert am: 16.04.2007


   

Babysitting von Amy
What if / Adrift 2 von Minishipper

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor