Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#1 von Petra , 03.05.2007 00:59

Titel: Das Tagebuch
Autor: TeaKay
E-Mail: tkrg@freenet.de
Typ / Kategorie: S / H/M-Romance
Version: 13.08.2005
Episoden: Dianes Geist (Death Watch)
Inhalt: Der Admiral wird angeklagt, H & M übernehmen die Verteidigung und dadurch führt eines zum anderen
Disclaimers: Alle Rechte an der Fernseh-Serie JAG und ihren Charakteren gehören Donald P. Bellisario, Belisarius Productions, CBS und Paramount.

Das Tagebuch Teil 1

Minuten des Wartens


„Und nun für alle unsere Verliebten dort draußen vor ihren Radios beginn wir unsere Romantische Stunde mit John Lennon und er singt für uns eine seiner Romantischsten Balladen. „Oh my Love“.“

Oh my love for the first time in my life
My eyes are wide open
Oh my lover for the first time in my life
My eyes can see
I see the wind, oh I see the trees
Everything is clear in my heart
I see the clouds, oh I see the sky
Everything is clear in our world

Ein lächeln huschte über Sarah´s Lippen und sie ging auf ihren Schreibtisch zu. Sie öffnet Langsam die unterste Schublade und holt ein kleines Buch mit einem Aufgemalten Vorhängeschloss hervor. Es ist ihr Tagebuch. Sie setzt sich mit dem rechten Bein auf ihren Schreibtisch. Als sie die erste Seite des Buches öffnete, viel ein Foto aus dem Buch und schwebt langsam mit dem Bild nach unten zu Boden. Sie zuckte vor Schreck zusammen und hob das Bild schnell wieder auf, sie dreht es langsam um und ein lächeln verzierte ihr Gesicht als sie sah was darauf zusehen war. Es war ein Foto vom Natoball wo sie es mit Harm geschafft hat Bud und Harriet endgültig zusammenzubringen. Das Foto zeigt sie mit Harm wo er in seinem White Dress mit ihr Tanzt. Dieses Foto war ein Geschenk von Bud und Harriet zum dank für alles was sie für die beiden getan haben. Sie strich langsam mit Zeige- und Ringfinger über das Bild. Eine Träne floß ihr die Wange herunter. Sie setzte sich wieder auf den Schreibtisch und lehnt sich mit dem Kopf an die Wand und hört der Musik weiter zu.

Oh my love for the first time in my life
My mind is wide open
Oh my lover for the first time in my life
My mind can feel

I feel the sorrow, oh I feel the dreams
Everything is clear in my heart
I feel life, oh I feel love
Everything is clear in our world

„Ja meine Damen und Herren das war doch mal richtig Roma.......“ Während der Radio DJ schon den nächsten Song ankündigen will hört Sahra gar nicht mehr zu und summt nur noch die Melodie von „Oh my Love“. Sie setzt sich an den Schreibtisch und öffnet wieder ihr Tagebuch und sieht mit ein wenig entsetzen das sie seit nunmehr 2 Jahren nichts mehr eingetragen hat. Sie liest sich nochmal den letzten Eintrag durch wo es um den Endgültigen Abschied von Mic ging und wie sie in einer Vision gesehen hat wo Harm abgestürzt ist.

„Liebes Tagebuch

Ich habe mich heute von Mic getrennt, denn ich habe eingesehen das es nicht Liebe ist die mich an ihn bindet sondern ein zuverlässiges und ausgefülltes Leben (und eine ganze menge Schuhe ha, ha). Ich habe verstanden das zu einer Ehe noch mehr gehört. Er konnte mir zwar auch das geben aber dazu bin ich nicht in der Lage, denn ich liebe ihn nicht. Ich weiß wenn ich liebe, aber diese Liebe wird auf ewig unerwidert bleiben. Ich Liebe den Mann dem ich mit Hilfe meiner Visionen das Leben gerettet habe. Er wollte nicht zu spät zu meiner Hochzeit mit Mic kommen, deswegen ist er im Gewitter mit seinem Flugzeug geflogen und dabei abgestürzt. Ich habe in einer Vision gesehen wo er sich befindet und konnte dem entsprechend die Rettung´s-Team´s informieren. Die haben mir zwar zu Anfang nicht geglaubt aber haben ihn dann doch noch dort gesucht und gefunden. Auch wenn er meine Liebe nie erwidern wird bin ich mir sicher das er mir auf ewig dafür dankbar sein wir das ich ihm das Leben gerettet habe.“

Ihr lief beim lesen dieses letzten Eintrags wieder eine Träne die Wange herunter die sie dann mit dem Ärmel ihres Bademantels weggewischt hat. Darauf ergriff sie den Füller den sie von A.J. Zur Verlobung bekommen hat. Sie betrachtete den Füller und las die Gravur die er für sie auf dem Füller anfertigen lies.

„Möge eure Liebe für immer sein. (Semper Fi)“

Sie setzte den Füller an und begann einen neuen Eintrag zu Schreiben.

„Liebes Tagebuch

Ich muß mich entschuldigen das ich seit nunmehr 2 Jahren dich nicht mehr an meinem Leben habe teilnehmen lassen. Ich hoffe das ich diese Zeit wieder nachholen kann.
Nachdem Mic gegangen ist habe ich einige Zeit gebraucht um mir meiner Gefühle wieder klar zu werden. Ich habe viel Zeit mit Harm verbracht und dabei festgestellt das ich diese Freundschaft niemals hätte aufgeben können. Auch wenn es nicht liebe ist die ihn an mich bindet sondern eine ganz besondere Freundschaft. Eine Freundschaft die über alles hinausgeht was ich je gesehen habe. Ich bin froh gewesen das wir wenigstens Freunde sein konnten. Bis dann eines Tages der Admiral uns zu sich in sein Büro gerufen hat. Als wir dort ankamen waren Lt. Bud Roberts und Commander Carolyn Imes schon in seinem Buro.

1635 Z Zeit 11:35 Uhr
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia

„Commander Rabb und Colonel MacKenzie melden sich wie befohlen.“ sagte Harm kurz und knapp mit den Augen starr geradeaus. Auch Mac stand im Stillgestanden und Fixierte einen Punkt hinter dem Admiral.

„Colonel, Commander........ setzen.“ sagte der Admiral mit seiner Brummigen stimme. Mac und Harm taten dies wie befohlen und machten einen kurzen Blickwechsel mit Bud und Carolyn. Als sie auch in ihren Augen Unwissenheit sahen, haben sie alle wieder den Admiral angesehen und warteten darauf das er anfängt. Der Admiral tat dies aber nicht sonder er stand erstmal auf und ging mit kurzen schritten zum Fenster um hinaus zusehen.

Die Blicke von Bud, Carolyn, Mac und Harm folgten seinen Schritten und erschraken ein wenig als er ganz plötzlich sehr tief einatmete. Darauf hin dreht er sich schnell um und ging wieder schellen Schrittes zu seinem Schreibtisch und hat sich in seinen Sessel fallen lassen. Sein Blick ging von einem seiner Untergebenen zum andern und begann zu sprechen.

„So...... ich habe hier einen sehr brisanten Fall. Es geht um einen Admiral der wegen Befehlsverweigerung gegen über dem Marine-Minister angeklagt werden soll. Ich werden ihnen das jetzt nicht Befehlen sondern ich bitte sie um folgendes. Carolyn, sie und Bud werden die Anklage übernehmen und Mac,..... sie und der Commander werden die Verteidigung übernehmen. Ich bitte sie nur darum dies zu tun ich werde es ihnen nicht befehlen. Ich sage nur eins ich möchte gerne das dies in dieser Konstellation gemacht wird, sollte einer von ihnen zu dieser Aufgabe nicht bereit sein dann wird ein anderes Team zusammengestellt.“

Der Admiral sah erwartungsvoll auf alle seine Offiziere. Bis Bud dann das Wort ergriff. „Sir,..... ich verstehe nicht ganz, um wenn geht es denn? Welchen Admiral sollen wir den verklagen. Sir.“

Der Admiral senkte seinen Kopf denn er hatte schon mit dieser Frage gerechnet. Er richtete sich schnell wieder auf, strich mehrmals mit seinem Daumen über sein SEAL Abzeichen und sah Bud dann tief in die Augen und sagte dann. „Wissen sie ich wollte eigentlich zuerst von ihnen wissen ob sie es machen aber ich denke es ist nur fair wenn ich ihnen sage um wen es dabei geht.“

Er dreht sich mit dem Sessel zum Fenster um, damit er seinen Offizieren nicht in die Augen sehen muß, dann senkte er den Kopf und sagte. „Es geht um mich,..... Bud.“ während er das sagte drehte er sich mit dem Sessel wieder zu seinen Offizieren um und sah in 4 verstörte Augenpaare.

„Sie haben schon richtig gehört. Es geht um mich. So und nun will ich von ihnen wissen ob sie ihre Aufgaben übernehmen können ohne dabei ihre Objektivität zu verlieren. Wie vorhin schon gesagt dies ist eine Freiwillige Aufgabe. Ich kann und werde es ihnen nicht Befehlen. Ich wurde vor zwei Stunden vom Marine-Minister suspendiert. Mit sofortiger Wirkung übernimmt mein Chief of Staff die Leitung von JAG. Colonel dies ist vorübergehend ihr Büro. Somit ist es von nun an ihre Sache über diesen Fall zu entscheiden.“

Der Admiral stand von seinem Sessel auf und sah zu Sarah. Er deutete ihr mit einem Kopf schwenken das sie sich auf seinen Sessel setzen soll. „Sir,..... Ich danke ihnen für ihr vertrauen in mich, ich werde mich aber nicht in diesen Sessel setzen. Ich werde meinen Stuhl aus dem Büro holen und mich damit an diesen Tisch setzen. Dieser Sessel gehört ihnen und ich möchte das sie darin sitzen wenn wir den Fall durchgehen. Ich bin damit einverstanden ihren Fall zu übernehmen.“ Sagte sie mit einem Funkeln in ihren Augen die Verraten das sie zu allem bereit ist.

Sie ging hinter den Schreibtisch und schob den Sessel hervor damit der Admiral darauf platz nehmen konnte. Sie zeigte ihm mit einem Kopfnicken das er sich hinsetzen möchte. Er sah Sahra mit ein wenig Überraschung aber auch Anerkennung an. Er setzte sich mit Verschränkten Armen in seinen Sessel wartet darauf das Sarah ihre erste Entscheidung seinen Fall betreffend bekannt gibt. Mac stand hinterm Schreibtisch und verschränkte die Arme vor ihrer Brust und sah mit einem ernsten Blick zum Schreibtisch runter. Sie sah wieder hoch und Blickte allen nochmal in die erwartungsvollen Augen und drückte dann die Taste der Gegensprechanlage. „PO Tiner, kommen sie sofort in das Büro des Admirals.“

Innerhalb von 2 Sekunden stand Tiner in dem großen Büro und machte kurzzeitig ein verstutztes Gesicht als er sah das Mac hinter dem Schreibtisch des Admirals stand. Er rief sich aber schnell zur Ordnung und sagt. „Sie wollten mich sprechen, Ma’am?“ „Ja Tiner, schließen sie die Tür. Stehen sie bequem.“

Sarah überlegte kurz, weil sie nicht wußte wie sie ihm das jetzt erklären soll und sah ihn dann mit einem Milden lächeln an. „Ich übernehme mit sofortiger Wirkung die Leitung von JAG. Das heißt das alle Anrufe und alles was die Leitung von JAG betrifft zu mir kommt. Als erstes gehen sie in mein Büro und bringen meinen Stuhl und alle meine Akten die auf meinem Tisch liegen her.“ „Aey, Aey, Ma’am“ Tiner sah mit einem verdutzen Gesicht zu dem Admiral und als der ihm leicht zunickte wollte er das Büro verlassen doch er wurde noch mal von Sarah zurückgerufen. „Ach Tiner, achten sie bitte darauf das sie meiner Akten nicht durcheinander bringen sonst haut mein Ablagesystem nicht mehr hin.“ „Aey, Aey, Ma’am“

Darauf verließ er mit schnellen Schritten das Büro des JAG und schloss die Tür hinter sich. Harm konnte nicht anders als Mac ein breites Grinsen zu zeigen. Darauf sah sie ihn scharf an aber sie konnte das grinsen auch nicht ganz von ihrem Gesicht verbannen. „Ich werde es genauso halten wie der Admiral. Wie schon gesagt ich werde dem Verteidigungsteam angehören. Ich möchte nun gerne wissen ob sie diese Aufgabe mit besten wissen und gewissen und ohne den Verlust ihrer Objektivität durchführen können. Diese Aufgabe ist freiwillig.“

Sie lies ihren Kopf wieder nach unten fallen und Atmete schnell durch die Nase aus. „Ich geb ihnen eine Stunde, dann möchte ich ihrer Entscheidungen wissen.“

Harm stand auf sein Blick ging frei gerade aus, auf eine fiktiven Punkt rechts hinter Mac. Mac musste darauf leicht schmunzeln sie rief sich aber schnell wieder zur Ordnung und legt wieder ihr ernstes Gesicht auf. „Colonel MacKenzie, Ma’am...... es wär mir eine ehre an ihre Seite zu stehen wenn sie den Admiral vor Gericht vertreten.“ Nun mußte Mac aber doch grinsen und konnte sich selbst nicht mehr zur Ordnung rufen. Sogar der Admiral sah mit einem erstaunten Gesichtsausdruck zwischen seinen beiden Top Anwälten hin und her.

Carolyn Imes sah Bud an und sie nickten sich beide zu, allerdings war es bei Bud mehr ein geknicktes nicken. Denn auch wenn es um seinen CO geht dem er eine ganze Menge zu verdanken hat, wußte er das auch solche Aufgaben zu seinem Aufgabenbereich gehören. Somit will er seine Professionalität und Objektivität unter Beweis stellen.

Carolyn stand nach dieser kurzen Wortlosen Unterhaltung, wofür eigentlich Harm und Mac berühmt und Berüchtigt sind, auf und fixierte ebenfalls einen fiktiven Punkt hinter Mac. „Colonel MacKenzie, Ma’am, Lt. Roberts und ich sind bereit die Anklage zu übernehmen und wir sind uns sicher das wir unsere Objektivität und Professionalität nicht aus den Augen verlieren werden.“ Mac nickte nur zustimmend und befahl dann allen sich zu setzen.

In dem Moment Klopfte es an der Tür und Mac stieß nur ein kurzes „Herein!“ durch ihre Lippen welches alle Anwesenden Offiziere einschließlich dem Admiral einen Schauer über den Rücken laufen lies. Tiner trat ein mit dem Stuhl und den Akten auf dem Sitz liegend. „Ma’am ihr Stuhl.“ „Danke Tiner stellen sie ihn bitte hinter den Schreibtisch.“ Sie zeigt mit der rechten Hand auf die leere stelle hinter dem Schreibtisch wo normalerweise der Sessel des Admirals steht. Tiner tat wie ihm Befohlen und legte die Akten auf den Schreibtisch.

„Ma’am, kann ich sonst noch etwas für sie tun?“ „Nein Danke Tiner das wäre alles.“ Mac nickte ihm dankend zu während er das Büro verließ Mac setzte sich erstmal auf ihren Stuhl und atmete erstmal tief durch. „Gut, Harm? Da ich von nun an die Leitung von JAG inne habe wirst du........ du der Hauptverteidiger sein und ich stehe dir zur Seite. Carolyn, Bud, da sie zugestimmt haben die Anklage zu übernehmen reichen sie bitte bis morgen 12.00UHR die Klageschrift ein.“

Carolyn und Bud nickten gleichzeitig. „Hier sind alle Unterlagen die sie benötigen werden.“ Mac reichte Carolyn eine der Aktenmappen die der Admiral ihr kurz zuvor gegeben hat. „Sie können wegtreten.“ Carolyn und Bud standen auf und sagten im Stillgestanden gleichzeitig „Aey, Aey, Ma’am“ und verließen darauf das Büro des JAG.

Nachdem Bud und Carolyn das Büro verlassen hatten blickte Sarah dem Admiral in die Augen und sagt. „Sir, ich weiß das sie Suspendiert sind ich bitte sie trotzdem mir als Administrativer Berater zur Seite zu stehen.“ Sie legte bei dieser Bitte den Dackel blick auf dem normalerweise keiner widerstehen kann außer er steht hinter einer 10m dicken Blei Wand.

Der Admiral sah sie Streng an und sagte dann. „ Ich danke ihnen, ich werde ihnen jeder zeit Beratend zur Seite stehen.“ Seine Mundwinkel verlagerten ihre Position ein wenig in Richtung Himmel während er das sagte.

„Nun gut dann wollen wir mal Anfangen. Ich würde sagen als erstes kümmern wir uns um unsere laufenden Fälle ich werde einige Fälle an andere delegieren genauso wie du auch, Harm. Wir treffen uns in einer Stunde wieder hier und besprechen dann unser vorgehen.“ Harm nickte kurz wund wollte gerade zur Tür hinausgehen da rief ihm Sarah nach hinter „Harm? Sagst du Bud und Carolyn bescheid das sie ihre Fälle auch an andere delegieren sollen. Und schicke mir bitte noch Mattony rein. Danke“ Sie warf ihm noch ein verschmitztes Lächeln entgegen während er dann das Büro verlassen hatte.

1735 Z Zeit 12:35 Uhr
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Büro des Admiral

Harm, Mac und der Admiral haben es sich auf den Stühlen um den kleinen runden Tisch gemütlich gemacht. „Admiral? Erzählen sie uns doch bitte genau worum es geht und was zu der angeblichen Befehlsverweigerung geführt hat.“ Der Admiral musterte seine beiden Offiziere und als gesehen hat das bei aufmerksam zuhören fing er an zu erzählen. „Erinnern sie sich noch an den Fall PFC Forge?“ Er sah seine beiden Offiziere fragend an.

„Ja, Sir“ sagte Harm wie aus der Pistole geschossen. „Ich hatte die Anklage gegen ihn geführt und Mac war seine Verteidigerin. Er war weg Rauschgift Handels in Miramar Angeklagt.“ A.J. Nickte zustimmend „Genau, während sie und in die Schluß Phase der Verhandlungen gekommen sind, hat mich der Marine-Minister angerufen und mir Befohlen sie sofort von dem Fall abzuziehen um sie nach Guantanamo Bay zu schicken um dort einen Mordfall zwischen einem Wärter und einem Inhaftierten zu ermitteln.“

Mac runzelte die Stirn während sie sich die Ausführungen des Admirals angehört hat. „Sir, ich verstehe nicht ganz, das ist doch nicht das erste mal das sie solchen Befehlen widersprochen haben? Es ist nämlich unmöglich eine Verhandlung so kurz vor Verhandlung sende abzubrechen.“ A.J. Nickte mit dem Kopf und bestätigte damit die Aussage des Colonels. „Genau das habe ich dem Marine-Minister auch gesagt und habe ihm zwar andere JAG Ermittler empfohlen. Die diese Arbeit auch zu seiner Zufriedenheit erledigen können.“

Harm schüttelte mit dem Kopf und sagt dann. „Sir, ich verstehe es trotzdem noch nicht, warum will der Marine-Minister sie denn nun Anklagen?“ A.J. Sah ihm direkt in die Augen als er sagte. „Das Problem ist ich habe mich inzwischen schon sehr oft geweigert solchen Befehlen nachzukommen und ich konnte den Minister eigentlich immer zu einem guten Kompromiss überreden. Nun scheine ich aber wohl das Faß zum Überlaufen gebracht zu haben. Es war einmal zu oft das ich mich gegen seine Befehle gestellt habe.“

„Nun gut, dann belassen wir es erstmal hierbei. Harm, ich würde vorschlagen du sprichst mal mit dem Minister.“ Harm nickte zustimmend und sagte darauf. „Du kannst ja dann heute abend um 19:00Uhr zu mir kommen, ich koche was zu essen und wir gehen alles nochmal durch was wir bis dann haben. Okay!“ Sarah nickte ihm zu und strahlte ihn mit ihrem Endlich-mal-wieder-lecker-Essen Blick an. A.J. Der das ganze ebend mitbekommen hat schüttelte nur leicht den Kopf und konnte sich das grinsen gerade noch so verkneifen.

2350 Z Zeit 18:50 Uhr
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

'Oh man wo bleibt sie nur. Ach sie hat ja noch 10min. Ich weiß nicht warum ich das immer wieder tue. Ich lade sie hier zu mir ein um einen Fall durch zugehen, dabei weiß ich doch ganz genau warum ich sie immer wieder zu mir Einlade. Ich will das sie in meiner nähe ist. Ich will das sie für immer bei mir bleibt. „Ich Liebe sie.“ Das ist der Grund.' Dachte sich Harm während er unruhig durch die Wohnung streifte.

Noch 9 Minuten

Mac steht unten vor Harms Haus und Blickt starr gerade aus in die Dunkelheit. '„Ich Liebe ihn“. Ich weiß nicht warum ich mich immer wieder darauf einlasse bei ihm zu Abend zu essen. Der weg nach Hause nachdem Essen ist doch immer viel schwieriger als hier her zukommen.'

Noch 8 Minuten

Harm überprüft nochmal voller Nervosität das Essen, ob es auch nicht angebrannt ist und füllte alles in Schüsseln um, die er dann in den Ofen stellte um das Essen noch ein wenig warm zu halten. Unruhig sieht er nochmal auf seine Uhr.

Noch 7 Minuten

Mac konnte nicht mehr nur in die Dunkelheit sehen. Sie fing an langsam den Weg vor Harms Haus auf und ab zu gehen. Das tat sie mit aller Vorsicht denn sie wollte nicht das sie jemand mit ihren Absätzen klackern hört. Ein Check ihrer inneren Uhr sagte ihr das sie noch 6 Minuten hat.

Noch 6 Minuten

Harm wurde immer unruhiger. Er zupfte noch mal alles auf dem Festlich gedeckten Tisch zurecht. Und trat einen Schritt zurück um sich sein Meisterwerk nochmal anzusehen. 'Oh man, ich glaube ich habe es ein wenig mit dem Tisch übertrieben, diese unzähligen Kerzen in den Kerzenständern und die Schwimm-Kerzen in den kleinen Schüsseln. Jetzt ist es aber zu spät das schaffe ich nicht mehr wegzuräumen'

Noch 5 Minuten

Mac sieht zu Harms Wohnung hoch und sieht wie dort ein Schatten Kreuz und Quer durch die Wohnung huscht. 'Was macht er den da oben. Warum huscht er den so durch die Wohnung.' Was sie nicht wußte ist das Harm sich gar nicht bewegte. Er stand einfach nur Kerzen gerade mitten im Raum, mit auf dem Rücken verschränkten Armen. Es waren die umhertänzelnden Kerzen die den Effekt erzeugten, so das es Aussieht als würde er in der Wohnung hin und her laufen.

Noch 4 Minuten

Harm stellte sich schon vor die Tür um darauf zu warten das Mac endlich klingelt. 'Großer Gott, lass diesen Abend kein Unglück geschehen.' sagte er mit einem Stoßgebet Richtung Himmel.

Noch 3 Minuten

Mac ging ganz vorsichtig die Treppe zu Harms Wohnung hoch ohne auch nur das kleinste Geräusch mit ihren Absetzen zu machen und stellte sich seitlich vor Harms Tür, damit er sie nicht sehen kann wenn er schon mal durch den Türspion blicken sollte. 'Mac was soll das, er will doch gar nichts von dir. Warum bildest du dir jetzt ein das er genauso nervös ist wie du. Er ist dein Freund, dein bester Freund und diese Freundschaft gebe ich ihm, auch wenn ich in der Lage bin ihm mehr zu geben, sehr viel mehr.' Tadelte sie sich selbst.

Noch 2 Minuten

Noch 1 Minute

Als Mac's innerer Wecker klingelte streckte sie den Finger aus und betätigt den Klingelknopf.
Harm steht direkt vor der Tür und zuckte erschrocken zusammen als er die Türklingel hörte. In Windeseile öffnete er die Wohnungstür und blickte in die tiefsten Braunen Augen die er jemals sah, nun wußte er wieder warum er sie liebt. „ Hallo Harm“ fing Mac an zu sprechen um das Eis zu brechen.

„Ja, Hallo Mac. Komm doch rein das essen ist gerade Fertig geworden“ 'alter belüg sie doch nicht, du kannst jeden belügen aber nicht die Frau deines Herzens' „Soll ich dir deinen Mantel abnehmen?“ „Natürlich, bitte!“ Mac stand mitten in der Wohnung die Hände in einander Verschränkt und hielt darin verkrampft ihre Akten Tasche fest.

Harm stand Fassungslos dar als er sich wieder umdreht nach dem er Mac´s Mantel an den Hacken gehängt hat. Mac stand seitlich mit dem Rücken zu ihm und er konnte sich erst einmal ein Bild machen von seiner Wunderschönen Partnerin. „Wunderschön“ wisperte er ganz leicht. Mac dreht sich zu ihm um und fragte. „Was? Hast du was gesagt Harm?“ „Nein, Nein......Ähm doch klar, ähm..... Wunderschön, wollen wir erstmal essen bevor wir uns an die Arbeit machen?“ Mac sah ihn ein wenig verlegen an und fragte sich innerlich wie er das mit dem Wunderschön meinte.

Harm kam langsam auf sie zu und fasste sie leicht am Arm. Ein Gefühl des Wohlbefinden durch zuckte in dem Moment der Berührung beide gleichzeitig. Sie liesen sich das aber nicht anmerken.

Als sie langsam auf dem Tisch zu kamen, sah sich Mac den Tisch an und sah ganz schnell wieder zu ihrem Freund und fragte ihn dann. „Wenn du noch Besuch erwartest dann gehe ich mal lieber.“ Sie dreht sich um, um zu gehen jedoch wurde sie von einem Starken Arm zurück gehalten. „Du brauchst nicht gehen...“ sagte Harm mit einer sanften Stimme „Mein Besuch ist gerade hier angekommen.“ Er zeigt dann mit einem Flyboy lächeln auf sie.

Mac spürte richtig wie ihr die Röte ins Gesicht stieg und wollte sich schnell von Harm wegdrehen damit er nicht sieht wie sie Rot wird. Er ergriff aber schell mit seiner rechten Hand ihr Kinn und drehte es wieder zu ihm um. Bei dieser Berührung schlossen sich unwillkürlich die Augen von Mac. 'Das gibt’s nicht warum macht er das, das macht mich noch verrückt.'

Als Harm ihren Kopf wieder zu sich gedreht hatte sah er das Mac die Augen geschlossen hat. 'Oh man, das haste ja wieder gut hinbekommen. Ich wußte ja das dieser Tisch übertrieben war aber jetzt ist es zu spät.' Sie ging langsam auf den Tisch zu und Harm rückte Mac den Stuhl zurecht. Dann ging er in die Küche um die Schüsseln mit dem Essen aus dem Ofen zu holen.

Nachdem er die Schüsseln auf den Tisch gestellt hatte füllte er zuerst Mac ihr essen auf und dann sich selbst. Mac sah ihn ganz erstaunt an als sie sah was er da gekocht hat. „Filét Mingnon in Sahne Sauce mit Spätzle und Bohnen.“ Sie sah dann was er sich aufgefüllt hat. Er hatte das gleiche nur das er kein Filét Mingnon auf dem Teller hatte sonder Gemüsetaller. Darauf mußte sie leicht schmunzeln.
„Du hättest dir doch nicht solch eine mühe machen müssen um uns etwas zu kochen. Wir hätten uns auch etwas bestellen können.“ Sagte Mac schließlich zu ihm. Harm sah sie an und bevor er überlegen konnte sagte er. „Es macht mir keine mühe für DICH zu kochen.“ Als er das sagt stieg wieder die röte in Mac´s Gesicht auf. 'Mensch Harm, überleg doch mal genauer was du das nächstemal sagst.' tadelte er sich selbst.

Sie sassen sich beide schweigend gegen über und aßen ihr essen. Mac war froh das Harm so viele Filèts gemacht hatte denn sie hatte sehr großen Hunger da der Tag als amtierender JAG doch viel härter war als sie dachte.

Nach dem Essen habe sie beide es sich auf gegenüberliegenden Sesseln des Couchtisches gemütlich gemacht und besprachen was sie bis jetzt zusammen bekommen haben, bezüglich des Fall´s vom Admiral. Sie wahren beide überrascht wie gut sie sich auf die Arbeit konzentrieren konnten.

Als sie dann fertig waren mit der Besprechung sagte Mac dann. „Gut da haben wir ja inzwischen eine Menge zusammengetragen. Allerdings befürchte ich das es für den Admiral schlecht aussieht. Wir können uns ja morgen mal mit Carolyn und Bud zusammensetzten und sehen ob wir ihnen Angebot machen können.“ Harm nickte ihr zustimmend zu. „Ja das werden wir wohl machen müssen ansonsten sich ich keine Chance für den Admiral.“

Mac stand aus ihrem doch recht bequemen Sessel auf und sagte dann. „Ich werde dann jetzt wohl mal gehen.“ Harm stand auch auf und ging mit ihr zum Kleiderständer um ihr die Jacke zu reichen.

„Hier spricht ihr Romantik Experte auf WKF und nun kommt eine kleine Ballade von John Lennon. Viel vergnügen.“ Harm hatte während der Besprechung das Radio laufen lassen. Im Hintergrund spielte eigentlich nur Rock und hin und wieder kamen die aktuellen Nachrichten. Doch Plötzlich fing diese Ballade an. Und sie sahen sich beide gegenseitig tief in die Augen.

Oh my love for the first time in my life
My eyes are wide open
Oh my lover for the first time in my life
My eyes can see
I see the wind, oh I see the trees
Everything is clear in my heart
I see the clouds, oh I see the sky
Everything is clear in our world

Oh my love for the first time in my life
My mind is wide open
Oh my lover for the first time in my life
My mind can feel

I feel the sorrow, oh I feel the dreams
Everything is clear in my heart
I feel life, oh I feel love
Everything is clear in our world

Nach Ende dieses Songs senkt Harm sein Kopf und Mac wollte sich gerade umdrehen als er dann allen Mut zusammen genommen hat und ganz leise sagte. „Ich will nicht das du gehst.“ Mac zuckte dabei zusammen und drehte sich wieder zu Harm um und hob mit ihre linken Hand langsam seinen Kopf. Sie schluckte einen großen Kloß in ihrem Hals runter und sagte dann. „Was....... wa..... was hast du gesagt.“ Ihre Stimme zitterte dabei wie sie noch nie zuvor gezittert hat. Sie sah ihm tief in die Augen.

„Ich will nicht das du gehst. Ich will das du hier bleibst. Für immer.“ 'Super Sailor, jetzt haste es geschafft diese Freundschaft hat sich dann wohl erledigt.' sagte er dann zu sich selbst und wollte sich gerade umdrehen um wieder in Küche zu gehen. Doch er kam nicht weit. Ein paar starke aber zugleich auch zarte Frauenhände hielten ihn fest.

Mac stellte sich jetzt genau vor ihm hin. Hob ihr Hände zu seinem Gesicht hoch. Sie hielt sein Gesicht für einige Sekunden in ihren Händen gefangen und spürte wie sich ihre Nackenhaare aufrichteten. Sie zog sein Gesicht zu sich runter und dachte sich dabei. 'Hoffentlich mach ich jetzt nichts falsches.' Sie zog sein Kopf immer weiter runter bis ihre Lippen die seinen traffen. Sie wollte nach 4 Sekunden schon wieder zurück weichen als sie ein stärkeren Druck von seinen Lippen spürte und merkte wie sich seine Arme um ihre Taille schlossen.

Sie versanken in einen intensiven und langanhaltenden Kuss. Nachdem sie sich von einander getrennt haben gingen sie bei gleichzeitig in Richtung Schlafzimmer hoch. Wo sie sich mit einem noch längeren Kuss aufs Bett sinken liesen. Noch während des Kusses zogen sie sich gegenseitig aus. Mac legte sich mit dem Rücken aufs Bett, Harm war direkt über ihr und sah sie mit gestreckten Armen an. Als Mac nickte drang ganz sanft in sie ein und Mac gab ein leises Stöhnen von sich. Während der nächsten Minuten bewegt Harm ganz sachte sein Becken und drang immer tiefer in sie ein aber alles mit sachten Bewegungen. Während der ganzen Zeit sahen sich bei tief in die Augen und sahen das der andere das genießt was ihm gerade widerfährt.

Nach einem nochmaligem Nicken von Mac intensivierte Harm seine Bewegungen und Mac lies sich ganz fallen. Sie beide führten sich während der nächsten 6 Stunden von einem Höhepunkt zum andern bis sie dann vor Erschöpfung eingeschlafen sind.

1010 Z Zeit 5:10 Uhr
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

Mac wachte nach einer Stunde mit einem lächeln im Gesicht wieder auf. Sie sah das sie Harms Schulter als Kopfkissen benutzt hat. Plötzlich schossen ihr alle Geschehnisse des letzten Abends durch denn Kopf und bekam Angst. Sie löste sich dann langsam von Harm ohne ihn zu wecken. Sie dreht sich nochmal zu Harm um und sah wie er sich auf die stelle um dreht wo sie noch ebend gelegen hatte. Darauf zog sie schnell ihre Sachen wieder an die um das ganze Bett verstreut waren und verließ auf schnellsten Wege die Wohnung.

1100 Z Zeit 06:00 Uhr
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

Harm wachte durch die Sonnenstrahlen auf die durch sein Fenster brachen und ihn an seiner Nase kitzelten. Ihm schossen noch mal alle Geschehnisse des letzten Abend durch den Kopf und er bekam eine Gänsehaut. 'Sind wir nun doch zu weit gegangen. Ich weiß es nicht. Ich hoffe ich muß diese Nacht nie Bereuen.'

Er stand auf und drehte sich fragend zu allen seiten um, weil er Mac nicht finden konnte. Panik stieg in ihm auf. 'Oh man, wir sind eindeutig zu weit gegangen. Sie ist nicht mehr da. Ich habe es geschafft. Ich kann froh sein wenn sie mich überhaupt nochmal ansieht.'

1230 Z Zeit 07:30 Uhr
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia

„Guten Morgen Ma’am.“
„Guten Morgen Tiner“
„Der Admiral ist schon drin, sie sollen sofort rein gehen wenn sie da sind, Ma’am.“
„Danke Tiner.“
„Ma’am, wissen sie wo der Commander ist, der soll auch gleich mit rein gehen.“ Mac zuckte kurz zusammen als sie das Wort Commander hörte und ihr schossen wieder die Geschehnisse des letzten abends durch den Kopf.
„Nein Tiner, das weiß ich nicht.“ sagt sie dann mit scharfer Stimme. So das Tiner ein wenig zusammenzuckte.
Als sie das bemerkte sagte sie gleich darauf. „Entschuldigung Tiner, nein ich weiß nicht wo der Commander ist aber er wird sicher gleich hier auftauchen und schicken sie ihn gleich rein. Danke.“ Sagte sie dieses mal mit einer Sanften Stimme.
Mac Klopfte an der Tür und brauchte auch nicht lange auf das herein warten. Sie sah ein wenig verdutzt wie sie den Admiral hinter dem Schreibtisch sitzen sah.
„Mac!.... Setzen sie sich.“ Mac tat wie ihr der Admiral befohlen und setzte sich auf einen Stuhl vor dem Schreibtisch.
„Ich möchte noch warten bis der Commander kommt.“ A.J. Sah wie sie bei dem Wort Commander zusammenzuckte und wunderte sich ein wenig. Er konnte aber nichts mehr sagen weil es wieder an der Tür Klopfte. „Herein“ Sagte der Admiral dann kurz und knapp. Harm trat ein und bevor er sich zur Meldung aufstellen konnte zeigt A.J. Ihm schon das er sich setzen soll.

„Commander, ich weiß zwar nicht wie sie es gemacht haben, aber sie haben es mal wieder geschafft.“ Sagte A.J. Mit brummiger Stimme zu seinem Untergebenen. Mac sah ihn darauf hin sofort strafend an und gab ihm mit einem Blick zu verstehen. „Danke das du mich damit rein gezogen hast.“ Und sein Antwortblick lautete „Ich weiß gar nicht worum es geht.“

A.J. Sah seinen Untergebenen dabei ungeduldig zu und ergriff dann wieder das Wort. „Colonel, Commander, ich bin ja begeistert das sie sich so gut verstehen das sie sich sogar wortlos unterhalten können aber jetzt bin ich erstmal dran mit reden.“

Beide wendeten ihren blick wieder dem Admiral zu und warteten gespannt auf seine Ausführungen. „Ich habe gestern Abend um 22:00Uhr einen Anruf vom Marine-Minister bekommen. Und er hat mir mitgeteilt das die Ermittlungen und die Klage gegen mich fallen gelassen wird. Mit sofortiger Wirkung bin ich wieder der Leiter dieser Behörde.“

Blankes erstaunen war auf den Gesichtern seiner Top-Anwälte zu sehen. Harm war der erste der etwas sagen konnte. „Sir, ich verstehe nicht was habe ich damit zu tun?“

„Nun ja, ganz einfach sie haben ihm wohl das gleiche gesagt wie das was wir hier gestern in unserer kleinen Besprechung gesagt haben. Und er ist zu dem Schluß gekommen das auch wenn er der Marine-Minister und mein Vorgesetzter ist, er nicht das recht hat mir vorzuschreiben wie ich meine Leute behandle und wie ich bei einer JAG Ermittlung vorzugehen habe.“ Ein lächeln huschte kurzzeitig über sein Gesicht während er das sagte.

Er musterte aufmerksam seine beiden Offiziere und spürte instinktiv das da etwas vorgefallen sein muß. „Ist bei ihnen beiden alles in Ordnung?“

Bevor Harm auch nur etwas sagen konnte sagte Mac schon. „Nein Sir, wir haben keine Probleme.“ Und sah ihren CO dabei fragend an.

„Nun gut, als erstes möchte ich mich nochmal bei ihnen Colonel für meine Vertretung und bei ihnen Commander für das was sie dem Minister gesagt haben bedanken. Jetzt habe ich hier noch ein schreiben das sie sich ganz genau durchlesen sollten und sich etwas dazu überlegen. Wenn sie es Unterschreiben ist gut, sollten sie es nicht unterschreiben, lassen sie das Blatt einfach auf dem Tisch liegen.“ A.J. Trat hinter seinem Tisch hervor und wollte gerade zur Tür gehen als Mac aufstand und sagte. „Sir,.... ich verstehe noch nicht so ganz was soll das.“ A.J. Sah beiden streng in die Augen und sagte dann. „Lesen sie sich das Dokument genau durch sie haben heute den ganzen Tag zeit ich werde heute ihr Büro benutzen Colonel, damit sie sich hier drin darüber Gedanken machen können.“ Er drehte sich um und verließ das Büro.

Harm und Mac sahen sich an und wußten nicht was und wie ihnen geschieht. Dann sagte Harm plötzlich. „Warum warst du heute morgen nicht mehr da?“ Mac sah ihn an und wollte auf diese Frage nicht näher eingehen und sagte nur. „Lass uns erstmal sehen was in diesem Dokument steht.“

Sie stellten sich beide nebeneinander hinter den Schreibtisch und fingen an zu lesen. Und konnten beide nicht fassen was sie da gerade lesen.

Nachdem Harm sich alles durchgelesen hat sagte er mit einem Grinsen. „Ich unterschreibe.“

Mac sah ihn mit einem strafenden Blick an konnte dabei aber seine Entschlossenheit sehen. 'Ich verstehe nicht' „Ich bin nicht irgendeine Bettgeschichte für ihn.“Sie erschrak als sie merkte das sie den letzten Gedanken laut ausgesprochen hat. Plötzlich merkte sie, wie sie langsam umgedreht wurde und Harm nun in die Augen sehen konnte.

„Du bist nicht irgendeine Bettgeschichte. Ich werde die letzte Nacht nie vergessen. Das geht gar nicht. Ich könnte diese Nachte nie vergessen denn ich habe sie mit der Frau verbracht die ich liebe. Es gab für mich seit Jahren nur noch ein Geschichte die ich erleben wollte und diese Geschichte hat gestern abend mit uns beiden begonnen. Meine Geschichte soll unsere Geschichte sein.“ Mac sah ihn an und wußte das er alles ernst gemeint hat was er gerade gesagt hat. Eine Träne lief dabei über ihre Wange die Harm mit seinem linken Zeigefinger auffing und sich auf seine Wange setzte.

„Ich möchte nie wieder einen Tag ohne dich verbringen.“ sagte er mit sanfter Stimme. Mac drehte sich darauf hin um und sagte mit zittriger Stimme. „Ich habe aber Angst, ich habe Angst davor das du irgendwann nichts mehr von mir wissen willst oder das ich dich auf sonst eine Art verlieren könnte. Ich will nicht damit leben das du irgendwann einfach weg bist und ich bin wieder alleine.“

Harm trat hinter sie und sagte dann. „Mac ich liebe dich seit dem ersten Tag den wir uns kennen, ich weiß du denkst immer noch ich lieb dich weil du mich so sehr an Diane erinnerst. Das ist aber nicht so. Diane war ganz anders als du. Ihr seit zwei vollkommen verschiedene Menschen. Ihr seht zwar gleich aus, mehr auch nicht. Ich liebe dich nicht weil du so aussiehst wie sie sondern weil du du bist. Ich habe dich in den letzten Jahren auf eine Art und weise kennen und Lieben gelernt wie es kein anderer könnte. Auch als du damals gekommen bist um mich davon abzuhalten Diane´s Mörder zu töten und ich dich dann geküsste habe. Du dachtest ich habe sie geküsst. Dem war nicht so ich habe dich geküsst.“

Mac drehte sich danach blitzartig um, ergriff sein Kopf und zog ihn zu sich runter um dann in einen langen Kuss mit ihm zu verschmelzen. Als sie sich dann von ihm löste sagte sie zu ihm. „Harm, ich Liebe dich.“

Sie ergriff dann den Stift der als nächstes auf dem Schreibtisch lag und unterschrieb das Dokument was Harm ihr dann auch nach machte.
Liebes Tagebuch

das Dokument welches wir unterschrieben haben war eine Einverständniserklärung vom Marine-Minister das wir eine Beziehung mit einander führen dürfen, obwohl wir unter dem selben Kommando stehen.

Dies war die Geschichte wie wir zusammengekommen sind. Ich werde dir noch vieles zu erzählen haben aber es ist schon ziemlich spät.“

Sarah schloss langsam mit einem Lächeln auf den Lippen ihr Tagebuch und legte es wieder in die unterste Schublade ihres Schreibtisches.

Sie Stand auf und ging in das nächste Zimmer wo ein kleines Bettchen steht, sah hinein und streichelte mit der rechte Hand ein kleines Babygesicht. Auf einmal trat jemand an sie heran und stellte sich genau hinter sie. Er umschlang mit seinen Starken Armen Ihre Taille und hielt sie fest.

„Wie geht es unserer kleinen Prinzessin.“ fragte er dann und sah in das kleine Babygesicht.

„Trish geht es gut.“

„Na dann bin ich aber froh, ich habe mir schon sorgen gemacht weil du nicht mehr ins Bett gekommen bist.“ Mac sah ihn dann mit funkelnden Augen an und sagte. „Wir werden dich nie verlassen.“

„Lass uns ins Bett gehen, Harm!“


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
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RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#2 von Petra , 03.05.2007 01:03

Titel: Das Tagebuch Teil 2
Autor: TeaKay
E-Mail: tkrg@freenet.de
Typ / Kategorie: S / H/M-Romance
Version: 13.08.2005
Episoden: Zu viele um sie hier aufzuzählen.
Inhalt: Harm und Mac haben sich gerade ihre Liebe gestanden und fingen langsam an sich an den Gedanken zu gewöhnen die Zeit mit jemanden zu verbringen dem man Liebt. Ihre Junge Beziehung wird aber auf eine Harte probe gestellt als sie zu einem neuen Auftrag gerufen werden.
Disclaimers: Alle Rechte an der Fernseh-Serie JAG und ihren Charakteren gehören Donald P. Bellisario, Belisarius Productions, CBS und Paramount.


Das Tagebuch Teil 2
(Das zweite Paar)

„Hallo Ihr da draußen vor den Radios, nachdem unsere erste Romantische Stunde vor 2 Tagen so erfolgreich war, haben wir beschlossen von nun an alle 2 Tage unsere Romantische Stunde auszustrahlen. Weil aber nicht sehr viel Platz in der Programmplanung frei war müßt ihr Montags und Dienstags auf uns verzichten. Aber ich hoffe das ihr trotzdem weiter zu hört. Und nun beginnen wir unsere Stunde mit einem Klassiker von Lois Armstrong und er bringt uns ein Ständchen über unsere wundervolle Welt.

I see trees of green, red roses too
I see them bloom for me and you
And I think to myself, what a wonderful world

I see skies of blue and clouds of white
The bright blessed day, the dark sacred night
And I think to myself, what a wonderful world

The colours of the rainbow, so pretty in the sky
Are also on the faces of people going by
I see friends shakin' hands, sayin' "How do you do?"
They're really saying "I love you"

I hear babies cryin', I watch them grow

Sarah drehte sich schnell zu dem Raum um wo ihre kleine Tochter schläft und hörte das dort alles ruhig war.

They'll learn much more than I'll ever know
And I think to myself, what a wonderful world
Yes, I think to myself, what a wonderful world

„Buh yeeaaaahhhhhh......“ sang der Radio DJ mit seiner tiefen sonoren Stimme in sein Mikro das einem sich die Nacken Haare aufrichten.

Ab dem Zeitpunkt hörte Sarah schon gar nicht mehr auf das Radio, denn ihr Blick hielt sich am Schreibtisch fest. Mit kleinen leisen Schritten ging sie dann auf den Schreibtisch zu und setzte sich auf den Stuhl um gleich danach die unterste Schublade zu öffnen und das kleine Buch mit dem aufgemalten Vorhängeschloß heraus zu holen. Sie betrachtete nur kurze Zeit das Schloß welches eine Herzform hatte und überlegte dann warum sie ausgerechnet so ein Buch hat. Das Design ist doch eher etwas für 10 oder 12 Jährige aber das war ihr egal denn sie wußte das dieses Buch ihr Leben beherbergt. Alles was sie bis vor 2 Jahren erlebt hatte steht dort drin von ihrer nicht allzu glücklichen Kindheit über das Eheleben mit Chris weiter mit Ausnüchterungs Kur mit Onkel Matt bis zum Absturz von Harm und den Abschied von Mic. Das alles war ihr viel wichtiger als dieses Design auch wenn es ein wenig Kitschig aussieht.

Sie griff wieder nach ihrem Füller von A.J. und fing an zu schreiben.

„Liebes Tagebuch

Ich habe dir vor zwei Tagen erzählt wie Harm und ich endlich zusammen gefunden haben. Nun möchte ich mein Versprechen einhalten und dir weitere Geschichten von meinem Leben anvertrauen. Es gab nach beginn unserer Beziehung viele Höhen und Tiefen die wir gemeinsam durchlebt haben. Eine unserer Schwersten Zeiten begann schon 1 Monat nach beginn unserer Beziehung. Ich möchte dir nun davon erzählen.

1100 Z Zeit 06:00 Uhr Lokal
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

„Mac?“
„Hmmmm.“ Mac lag mit ihrem Kopf auf Harms Schulter und war glücklich. Das konnte man an ihrem Lächeln erkennen.

„Ich würde mit dir ja gerne noch eine Ewigkeit hier liegen bleiben aber wir müssen uns so langsam fertig machen.“ Während er das sagte fuhr er langsam mit seinem rechten Zeigefinger die Konturen ihres Körpers entlang.

„Ich weiß. Wir müssen ins Büro. Ich will aber nicht.“ sagte sie während sie noch weiterhin mit ihrem Kopf auf Harms Schulter ruht. Ihr ist gar nicht bewußt das sie während des ganzen Gesprächs noch nicht einmal die Augen aufgemacht hat, so sehr hat sie es genossen ein fach nur bei ihm zu liegen.

„Na los komm schon Mac, oder willst du das der Admiral uns von ein paar muskelbepackten Marines abholen läßt.“ Er mußte dabei schmunzeln und wußte das die Antwort auf dem Fuße folgen würde und dem war auch so. Mac Boxte ihn mit der rechten Faust auf seinen linken Oberschenkel und fuhr dann aber als Entschuldigung mit ihre flachen Hand ganz langsam wieder die Konturen seines Körpers hoch bis zur Brust wo die Hand dann direkt über seinem Herzen zur ruhe kam um sein Herzschlag zu fühlen.

„Hab keine Angst, mit denen werde ich schon fertig. Ich werde dich beschützen.“ Harm löste sich von Mac´s Umklammerung und sagte dann zu Mac.
„Das ist mir auch klar, ich habe aber keine Lust eine Beziehung durch Gitterstäbe mit dir zu führen.“ Dabei küsste er sie nochmal auf die Stirn und verschwand im Badezimmer wo er erstmal eine kalte Dusche genoß.

Mac streckte alle Glieder von sich bis ein wohliger Schauer sie durchfuhr. „Jetzt bin ich bereit. Nun kann es los gehen.“

Harm spürte wie ein Arm an ihm vorbei glitt und sich auf den Wasserhahn legt um das Warme Wasser aufzudrehen und das Kalte abzudrehen. Als das Warme Wasser dann floß stieg Mac zu ihm in die Dusche und fing langsam an ihm sein maskulin riechendes Duschgel einzumassieren. Er drehte sich dann um, damit er Mac in die Augen sehen konnte und fing an auch ihren Körper mit ihrem Duschgel einzumassieren. Er liebte den Geruch dieses Duschgels, das zeigte sich daran das er immer wieder die Augen schließen mußte um den Geruch tief in sich aufzunehmen.
Sie standen beide noch weitere 20 Minuten unter der Dusche bis sie dann mit Tropfenden Haaren und umwickelten Handtüchern aus dem Badezimmer kamen. Als Harm gerade die Kaffeemaschine befüllen wollte klingelte sein Telefon. Ohne lange zu überlegen ging Mac ran.

„Ja?“
'Ma'am, Colonel sind sie das? Aber ich habe doch die Nummer vom Commander angerufen.'
„Bud, was ist los?“
'Ja Ma'am, Entschuldigen sie die Störung. Ich weiß es ist noch ziemlich früh aber der Admiral will sie und den Commander umgehend in seinem Büro sprechen.'
„Wissen sie schon worum es geht, Bud?“
'Nein Ma'am, das weiß ich leider auch nicht ich weiß nur das sie umgehen herkommen sollten sonst laufen wir hier den Rest des Tages mit eingezogenen Köpfen durch die Gegend.' Mac mußte darauf ein wenig Schmunzeln aber sie machte sich schnell wieder Gedanken darüber was der Admiral von ihnen wollte.
„Bud machen sie sich keine Gedanken, wir sind schon so gut wie unterwegs.“
'Danke Ma'am, da bin ich aber froh. Bis gleich Ma'am.'

Mac legte mit einem sichtlich geknickten Gesichtsausdruck den Hörer auf. Man konnte ihr die Enttäuschung ansehen, das sie nicht mehr mit Harm frühstücken kann.

„Harm?“
„Hmmm, ja Mac.“
„Du kannst die Kaffeemaschine auslassen wir müssen sofort ins Büro, der Admiral will uns sofort sehen.“ Sagte sie zu Harm während sie unterwegs zum Schlafzimmer war um sich ihre Marines Uniform anzuziehen.
„Weißt du schon warum?“
„Nein, Bud wusste nichts. Nun los komm schon beeile dich mal.“
„Ja nur keine Hektik ich bin ja schon unterwegs.“

1145 Z Zeit 06:45 Uhr Lokal
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Vorzimmer des Admiral

Nur geschlagene 15 min Später standen sie fertig angezogen vor Tiner.
„Guten Morgen, Tiner.“
„Guten Morgen, Ma'am. Der Admiral erwartet sie bereits. Sie können gleich rein gehen.“
„Danke Tiner.“

Harm und Mac musterten sich nochmal gegenseitig um zu überprüfen das ihre Uniformen auch richtig sitzen, bevor sie in das Büro ihres CO's gingen.

„Commander Rabb und Maj....“ Harm wurde vom Admiral unterbrochen der schon ungeduldig in seinem Sessel saß. „Keine Meldung, setzen.“
Er blickte von einem zum anderen und brach dann ganz erstaunt heraus. „Meine güte Commander in nur 16 min stehen sie fertig angezogen hier. Ich glaube der Colonel hat tatsächlich einen guten Einfluß auf sie.“

„Ja, Sir das hat sie.“ sagt Harm mit einem Verlegenen Gesichtsausdruck als wäre er gerade beim Lutscher klauen erwischt worden.

„Nun gut, kommen wir auf das Thema warum ich sie sprechen wollte. Der SECNAV hat sie angefordert sie sollen als Paar Undercover ermitteln.“

„Sir, verstehe ich das richtig und wir sollen als Li...“ Harm und Mac tauschten einige Momente einige entgeisterte Blicke aus bevor Harm weiter sprach. „...Liebespaar Undercover ermitteln?“

„Genau Commander, er hätte natürlich auch einfach eine Frau und einen Mann aus meinem Team anfordern können, aber da er nun mal von ihrer Beziehung weiß und diese offiziell für gut heißt, greift er auf sie beide zurück, denn er weiß das sie für diesen Auftrag nicht Schauspielern müssen. Ich hoffe sie verstehen was ich meine.“

„Ja Sir, ich verstehe.“ Mac saß weiter reglos in ihrem Sessel und hörte Fassungslos der Unterhaltung von Harm und ihrem CO zu.

„Also, ich weiß auch keine genaueren Details zu diesem Fall, ich kann ihnen nur ihre Kontakt Personen nennen und ich glaube das wird ihnen beiden nicht gefallen. Ihre Kontakt Personen sind Captain Krennick und Lieutenant Brumby.“ Harm konnte nicht glauben was er da gerade gehört hat Captain Krennick die hemmungslose Nymphomanin soll seine Kontakt Person sein.

„Ich denke sie kennen beide.“
„Nein Sir ich kenne keinen von beiden.“ Sagte Mac als sie endlich wieder ihre Stimme wieder gefunden hatte.
„Ich aber schon, Captain Krennick war hier im JAG HQ bevor du hergekommen bist.“
„Ich denke sie kennen auch Lieutenant Brumby.“
Harm und Mac sahen sich sprachlos und antworteten im Chor.
„Nein Sir den kennen wir nicht.“
„Oh doch Colonel, ich denke sie werden ihren Ex-Verlobten kennen.“
„Mein Ex-Verl...... Sir, da muß ein Irrtum vorliegen. Mic ist nicht mehr in der Royal Navy.“
„Ach ja, wissen sie das so genau. Als er nach ihrer Trennung wieder nach Australien ging, ist er umgehend wieder in die Royal Navy eingetreten. Und wenn sie mich fragen sollten warum er jetzt nur noch Lieutenant ist. Da fragen sie den Falschen. Das weiß ich nämlich auch nicht.“

„Ja, Sir, Entschuldigen sie. Wie sehen unsere Befehle aus?“
„Sie werden in 4 Stunden mit einem Linien Flug in Zivil nach Sydney fliegen und dort Kontakt zu ihren Kontaktpersonen aufnehmen. Hier haben sie die Unterlagen und Flug Tickets. Wegtreten.“

Harm und Mac erhoben sich und gaben noch ein „Aye, Aye Sir.“ zum besten bevor sie das Büro verließen.

„Harm, ich weiß nicht, ich habe irgendwie ein ungutes Gefühl was diesen Fall angeht.“ Sagte sie während sie das Vorzimmer verließen, in dem PO Tiner sitzt. Sie gingen mit schnellen Schritten in Harms Büro und schlossen die Tür hinter sich.

„Hey Sarah, Kopf hoch wir schaffen das schon, ich bin auch nicht gerade begeistert Mic wieder zusehen aber ab meisten stört mich das Captain Krennick zu den Kontaktpersonen gehört.“

„Wieso das denn, du hast mir noch nie von ihr erzählt.“ Mac legte aufmerksam ihren Kopf zur Seite und wartete auf eine Antwort, die mit Sicherheit interessant ausfallen würde, denn er hatte sie so ebend mit ihrem Taufnamen angesprochen was sehr selten vorkommt.

„Doch Sarah das habe ich, weißt du noch damals als ich dir von Dianas Mörder erzählt habe.“
„Ach ja jetzt weiß ich wieder. Und wieso stört sie dich?“
„Nun ja ganz einfach, weil sie über Leichen geht um nach oben zu kommen. Sie wollte mal was von mir aber ich habe sie abgewiesen und das sagen wir es mal so, hat ihr nicht gefallen. Weil sie normalerweise alles bekommt was sie will. Nachdem ich sie abgewiesen hatte, hat sie alles dafür getan um mir das leben bei JAG schwer zu machen. Sie hatte mich sogar als Hauptverdächtigen hingestellt bei dem Mordfall von Diana.“

Sie drehten sich einmal kurz um, um zu sehen das niemand in sein Büro sieht und umarmten sich dann mit einer Leidenschaft die sogar Stahl hätte zum Schmelzen bringen können.

„Denk immer daran, Ich liebe dich von ganzem Herzen und ich Vertraue dir voll und ganz, egal was passiert.“ Sagt er zu ihr während er sein Kopf seitlich auf ihren legte.
„Ich weiß, das gleiche gilt für mich auch.“ Sagte sie zu ihm mit dem Kopf fest an seine Brust gedrückt und einer Liebevollen Stimme.

Sie wurden erst durch das Räuspern hinter sich wieder aus ihrer Lichtjahre weit entfernten Welt zurück geholt und konnten sich gleich denken wer das ist. Denn es gibt im ganzen Haus nur einen Menschen der unaufgefordert in einen Raum geht. Sie fuhren schnell auseinander zogen ihre Uniformen wieder glatt und nahmen Haltung an.

„Sir Entschuldigen sie diese geste der Zuneigung aber....“
„Sie brauchen mir nichts zu erklären Commander, ich weiß das ihnen dieser Fall schon jetzt sehr zu Herzen geht. Ich kann es verstehen das sie ihren gegenseitigen Halt brauchen aber bitte beschränken sie sich das nächste mal auf einen unauffälligeren Ort. Der ganze Bullpen stand gerade für 10 min still.“ Er zeigte währenddessen mit seinem Arm in das Großraum Büro.
„Ich bin mir sicher das sie trotz oder gerade wegen ihrer Emotionalen Verfassung diese Mission erfüllen können. Ich wünsche ihnen viel Glück und jetzt ab nach Hause, ich glaube sie müssen sich noch ein paar Sachen einpacken.“
„Danke Sir, sie können uns vertrauen. Wir werden nicht versagen.“
„Ich weiß das sie nicht versagen werden, also los jetzt, ich will sie in 5 min hier nicht mehr sehen.“

Harm und Mac straften sich wieder vor ihrem CO und stießen im Chor „Aye, Aye, Sir.“ hervor.
Gerade als Harm und Mac ihre Sachen im Büro zusammen suchen wollten standen Bud und Harriet in der Tür.

„Bud, Harriet, kommen sie doch rein. Was kann ich für sie tun?“

Bud Räusperte sich kurz und gab Harriet mit einem blick zu verstehen das sie doch bitte weiter reden sollte.
„Ma'am, Sir, ich..... wir wollten nur das sie wissen das sie jeder Zeit zu uns kommen können. Wir sind ihre Freunde und wir wissen aus eigenen Erfahrungen...“ Harriet ergriff die Hand ihres Ehemannes und drückte sie fest an ihre Brust. „...wie schwer es am Anfang sein kann. Ich weiß sie sind unsere Vorgesetzten Offiziere aber sie sollen wissen das wir uns nichts sehnlicher gewünscht haben als das sie zueinander finden und wir wollen ihnen immer Helfen wenn sie Hilfe brauchen.“

Mac war den Tränen nah und umarmte zu Harriets Überraschung Bud und gleich danach sie selbst, auch Harm umarmte Harriet was sie nie für möglich gehalten hätte und danach gab er Bud freundschaftlich die Hand und klopfte mit seiner freien Hand auf seine Schulter und sagte dann.

„Sie beide sind echte Freunde...“ „Und Hoffnungslose Romantiker.“ warf Mac während sie sich mit verschränkten Armen vor ihrer Brust an Harm anlehnte ein bevor Harm weitersprechen konnte. „und wir wissen ihr Angebot sehr zu schätzen allerdings müssen wir jetzt zu einer Mission nach Australien und wissen leider nicht wann wir zurückkommen werden. Aber ich verspreche ihnen, wenn wir wieder da sind werden wir gemeinsam essen gehen und über alles sprechen was wir bis jetzt noch nicht ausgesprochen haben. Okay!“

Er sah Harriet dabei mit seinem Typischen Flyboy lächeln an welcher bei Harriet noch nie versagt hatte und es auch dieses mal nicht tat. „Danke Sir, ich freue mich schon sehr darauf.“

Hand in Hand verließen die Roberts das Büro bis Harm sich Räusperte, dann sahen sie schnell zu ihren ineinander verschlungenen Hände hinunter und trennten sich dann lächelnd.

„Harm?“
„Ja.“
„Manchmal frage ich mich wirklich wie wir solch wunderbaren Freunde verdient haben. Wir haben sie manchmal nicht gerade sehr gut behandelt aber es scheint ihnen nichts auszumachen.“
„Ja weißt du Sarah, ich denke das liegt einfach an ihrer Liebe zu einander und deswegen haben sie nie aufgehört an uns beide zu glauben.“

Sie lehnte nochmal ihren Kopf an seine Schulter und flüsterte dann.
„Das hast du schön gesagt. Wir müssen jetzt aber los sonst sind wir beider einen Kopf kürzer.“

Eilig packten sie ihre Sachen in ihren Büros zusammen und gingen dann dicht nebeneinander zum Fahrstuhl. In dem Moment in dem sie den Fahrstuhl bestiegen, lugte A.J. einmal kurz aus seinem Büro und sagt sich innerlich grinsend „Hoffnungslos einfach Hoffnungslos die beiden. Ich hoffe das sie sich für immer halten können.“
Auch wenn der Admiral das nach außen nie zeigte ist er doch innerlich auch nur ein Mensch der sich nach Liebe und Geborgenheit sehnt und er war froh das nun doch zwei seiner Schäfchen zu einander gefunden haben. Innerlich bezeichnet er nämlich seine Leute inzwischen als seine Familie was er aber nie nach außen zugeben würde.

1300 Z Zeit 08:00 Uhr Lokal
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

Während Harm konzentriert am Packen war schwang Mac mit einem grinsen ein Bikini Oberteil zwischen ihren Fingern hin und her. „Meinst du den sollte ich mit nehmen.“

Harm sah sie an und sein grinsen ging in die breite bis es an den Ohren stoppte. „Wenn du willst kannst du auch dein Höschen hier lassen, ich habe schon überlegt ob ich meines hier lassen sollte.“

Mac gab ihm daraufhin einen klapps auf den Arm. „Das hättest du wohl gerne das ich dich da nackt rumlaufen lasse. Da hat keine Frau hin zuschauen, das gehört jetzt alles mir.“

Sie griff ihm während sie das sagte in den Schritt und umarmte ihn intensiv ohne ihre Hand von seinem Schritt zu lösen.
„Ganz wie du meinst, oh du meine allerliebste Nymphomanin.“

1700 Z Zeit
im Luftraum irgendwo
zwischen Washington und Sydney

„Hey Mac, schau mal was ich hier gefunden habe das wird dich vielleicht interessieren.“
„Was denn, Was hast du da. Komm schon sag es mir.“ Sagt sie als wäre sie ein 5 Jähriges Mädchen das unbedingt einen Keks haben will.

„Hier ist die Akte von Mic.“ er wedelte damit als würde er sich selbst Luft zu fächern.

„Warum sollte mich seine Akte interessieren. Du weißt doch das ich mit dem Thema abgeschlossen habe und ich dachte du hättest es auch hinter dir gelassen.“ sagte sie schmollend und dreht sich wieder zu dem Flugzeug Fenster rechts von ihr um hinaus zusehen.

„Hey Mac, so war das nicht gemeint, ich meinte wir könnten doch mal nachsehen warum er nur noch Lieutenant ist.“ Das weckte wieder Mac's Aufmerksamkeit und sie dreht sie wieder mit einem Kindlichen lächeln zu ihm um.

„Na los mach schon, schlag die Akte auf.“ Harm tat was ihm Befohlen wurde und beide lasen sich den Grund durch warum er kein Lieutenant Commander mehr ist. Beide Prusteten laut los und Harm sagte laut. „Der große Mic Brumby der in jedem Gerichtssaal ein Held ist wurde wegen mehrerer Verfahrensfehlern und das in mehreren Prozessen, degradiert. Ich kann nicht mehr Mac, tut mir echt Leid aber das ist Urkomisch.“

Mac wollte sich eigentlich zusammenreißen, denn eigentlich war es ja nun mal ihr Ex-Verlobter über den sie das gerade gelesen hatte, aber sie konnte auch nicht mehr anders und stieg in Lästereien gegen Mic mit ein. Die anderen Flugzeug Passagiere drehten sich verwirrt zu den beiden um und schüttelten ungläubig den Kopf. Als Harm und Mac merkten wie laut sie bei ihren Lästereien waren steckten sie ihre Köpfe zusammen und machten in einer Lautstärke weiter die die anderen Passagiere nicht mehr hören konnten. Nur gelegentlich wurde das kichern wieder für die anderen Passagiere hörbar die es aber dann ignoriert haben.

Ein Stunde später haben sie sich wieder beruhigt und die Stewardess trat an sie heran.
„Hallo Sir, jetzt wird das Mittagessen ausgegeben was hätten sie den gerne, Huhn oder Fisch.“ Während sie das sagte zeigt sie mit den Fingern auf die Muster essen vor sich. Harm beäugte das essen vorsichtig das ihm da vorgeschlagen wurde und schüttelte mit dem Kopf. „Für mich nicht´s danke.“ Gerade als Mac sagen wollte was sie will, fischte er nach seinem Handgepäck und holte eine 30cm lange 10cm breite und 8cm hohe Dose mit Lasagne mit Hackfleisch hervor. „Ich würde mich freuen wenn sie das für mich aufwärmen könnten.“ Die Stewardess sah in verwirrt an und nahm die Dose entgegen. Als sie gerade losgehen wollte sagte Harm noch.

„Entschuldigen sie ich bin noch nicht fertig.“ Daraufhin fischte er eine Dose, die gerade mal ein viertel so groß war wie die erste, gefüllt mit Fleischloser Lasagne, aus der Tasche.

„Es wäre nett wenn sie diese Dose auch für mich aufwärmen könnten. Und bringen sie mir noch den größten Löffel den sie hier haben. Danke.“

Darauf ging die Stewardess in Richtung Küche um die ihr so ebend gereichten Dosen aufzuwärmen. Zeitgleich wühlte Harm weiter in seiner Tasche herum und holte einen 1L Bottich Schokoladenpudding hervor und stellte ihn Mac auf den kleinen Esstisch. Sie sah Harm während der ganzen Prozedur nur sprachlos und mit offenem Mund an und konnte nicht glauben was er gerade für sie getan hat. Sie riß den Deckel von dem Schokoladenpudding auf und und tauchte ihren rechten Zeigefinger tief hinein um ihn danach in ihren Mund zu stecken und ihn dann ganz sanft wieder aus ihrem Mund gleiten ließ.
Harm strahlte über beide Ohren als er sich das ganze geschehen ansah. Mac zog ihn dann zu sich herüber und zwang ihn einen langen intensiven Kuss auf, was ihn aber ganz offensichtlich nicht gestört hat.
Sie wurden erst durch das Räuspern der Stewardess wieder voneinander getrennt. Harm sah sie dann ganz Atemlos an und grinste über beide Ohren.

„Sir, hier ist der von ihnen gewünschte Löffel.“ Harm nahm ihr den Löffel ab und bedankte sich nickend. Er drehte sich wieder zu der sichtlich begeisterten Mac um und hielt ihr den Löffel über seinen Ellenbogen gelegt, galant hin. Sie schnappte sich kurze Hand den Löffel, hauchte ihm eine kurzen Kuss auf die Wange und sagte dann. „Danke, Ich liebe dich.“ Und gleich darauf machte sie sich über den Schokoladenpudding her.

Harm drehte sich wieder zu der immer noch verwirrten und in einer scheinbaren Bewegungslosigkeit da stehenden Stewardess um und fragte freundlich. „Wann sind die Lasagnen den fertig?“

„Oh Ähm..... Entschuldigung Sir ja ich werde mich sofort darum kümmern.“ Sie drehte sich um und ging ohne einmal links und rechts nachdem rechten zu schauen in Richtung der Board Küche.
Harm dreht sich wieder zu Mac um und sah begeistert zu wie Mac ihren Pudding mit voller Hingabe genoß.
Nach zwei Minuten kam die Stewardess mit den beiden aufgewärmten Lasagne Schüsseln wieder und hielt noch zwei Teller und besteck in der Hand.

„Die Teller können sie wieder mit nehmen.“ sagt er dann freundlich zu der Stewardess und nahm ihr die beiden Schüsseln ab.
Er stellte daraufhin die große Schüssel vor Mac ab und die kleine vor sich selbst. Und begann seine Lasagne zu essen währenddessen griff Mac nach der Gabel und Stach ein großes Stück Lasagne aus der Form und führte diese zu ihrem Mund. Die Stewardess war nun voll einst geschockt und setzte sich auf den freien Platz im Mittelgang. Eine andere Stewardess kam schnell angerannt und fragte sie besorgt. „Was ist mit dir, ist dir schlecht. Soll ich dir ein Wasser bringen.“

„Nein danke lass mal ich brauche nur ein wenig ruhe, du glaubst mir es ja eh nicht wenn ich es dir erzähle. Mach du mal einen Moment ohne mich weiter.“
Sie schielte während sie mit ihrer Kollegin sprach immer wieder zu Harm und Mac hinüber und schüttelte dann ungläubig denn Kopf.

„Hey Shelly ich hoffe dir geht es gut. Ruh dich ein wenig aus. Ich schaffe das schon ein paar Minuten alleine.“

Als sie sich umdrehte um wieder in die Küche zu gehen sah sie dann auch den Grund warum ihre Kollegin nun so da saß. Nun war es an ihr Atemlos da zu stehen und sich dieses Schauspiel anzusehen. Harm bemerkte dann das er soeben zwei Stewardessen ausgeschaltet hat und es war ihm dann ein wenig peinlich das auf einmal kein Passagier mehr bedient wurde. Schnell stand er auf und schüttelte die zweite Stewardess ein wenig bis diese wieder zur Besinnung kam.

„Ma'am? Ist mit ihnen alles in Ordnung. Ich will ihnen ja nicht vorschreiben wie sie ihre Arbeit zu machen haben aber mir scheinen da einige Passagiere nach ihnen gerufen zu haben.“ Sie blickte dann langsam von Mac´s Mittagstisch hoch in Harms Augen und sagte dann mit immer noch schockierter stimme.

„Ja Sir, mir geht es gut. Nur habe ich in meiner 15 Jährigen Zeit als Stewardess noch nie soetwas gesehen. Entschuldigen sie ich wollte sie nicht beleidigen.“ Sagte sie dann aufgeregt zu Mac die daraufhin nur abwinkte um sich weiter ihren sinnlichen gelüsten hinzugeben.

Die zweite Stewardess dreht sich dann um und ging wieder ihrer Arbeit nach aber das ging nicht ohne immer wieder zu Harm und Mac zu sehen. Die erste Stewardess saß noch eine ganze weile da und sah ungläubig zu wie Mac sich erst einen Bissen von der Lasagne und dann einen Löffel von dem Pudding in den Mund schob. Nach geschlagenen dreißig Minuten stand sie endlich auf und machte sich wieder an die Arbeit als sie jedoch 10 Minuten späte wieder zu Harm und Mac kamen wurde sie schlagartig wieder für 10 Minuten außer Gefecht gesetzt als sie sah das Mac alles aufgegessen hat. Die Krönung des ganzen war dann noch das Mac Harm nach dem Dankes Kuss gefragt hat. „Das war gut und lecker und auch mit so viel Fleisch. Was gibt es denn zum Nachtisch?“

Daraufhin fingerte Harm noch mal in sein Handgepäck und Fischte einen Snickers zu Tage den Mac dann auch noch mit voller Herzenslust verspeiste.
Das war einfach zuviel für die Junge Stewardess und sie fragte sich innerlich warum bin ich nicht, so wie mein Vater es wollte, Sekretärin geworden.

Nach einigen Minuten rief sie sich aber wieder zur Ordnung und machte sich wieder an die Arbeit. Harm beobachtete dann wie sich die beiden Stewardessen angeregt in der Küche unterhielten bis die ältere der beiden auf ihn zu kam. „Sir, entschuldigen sie diese Frage, es geht mich ja auch nichts an aber ....... ist ihre Frau schwanger?“

Mac riß die Augen auf welche sie gerade geschlossen hatte um ein Nickerchen zu machen und sah die Stewardess entgeistert an.
Harm löste dann die Spannung und sagte dann zu der Stewardess. „Es geht sie ja tatsächlich nichts an aber nein meine Freundin ist nicht Schwanger. Sie ist ein Offizier des United States Marine Corps und die sind es gewohnt viel zu essen weil sie sehr viel Energie für ihre Aktivitäten brauchen.“ Mac konnte sein verschmitztes lächeln zwar nicht sehen aber sie hörte die Doppeldeutigkeit in seinen Worten und belohnte ihn auch gleich mit einem kräftigen Schlag auf den Arm.
Danach ging die Stewardess wieder Kopfschüttelnd in die Board Küche und ging wieder ihrer Arbeit nach.
„Ach ich habe da ja noch etwas für mein Marine.“ Mac sah ihn dann wiederum entgeistert an und war gespannt was er jetzt zu Tage führen würde.

„Hier ich habe noch eine Thermos Kanne voll mit Marines Kaffee an Board geschmuggelt.“ Er stellte ihr einen großen Becher vor die Nase und goß etwas von dieser Pechschwarzen Flüssigkeit in den Becher.
Mac war einfach begeistert darüber wie Fürstlich sie hier bedient wurde und gab Harm darauf einen kräftigen und lauten Schmatzer auf die Wange. „Ich Liebe dich, ich weiß gar nicht womit ich das verdient habe das du mich so verwöhnst.“
„Du hast alles verdient, du bist für mich mein ein und alles und das will ich dir immer Zeigen. Selbst wenn es bedeutet das ich dir eine Lasagne mit Fleisch zu bereite.“ Sichtlich gerührt von dieser Aussage schmiegte sie sich an Harm an und flüsterte leise. „Danke.“

Für den Rest des Fluges kuschelten dich die beiden aneinander und genossen die Anwesenheit des jeweils anderen.

0200 Z Zeit 13:00 Uhr Lokal
Flughafen Sydney

Nachdem das Flugzeug sicher auf dem Flughafen gelandet ist schnappten sich Harm und Mac ihr Handgepäck und packten alles wieder fein säuberlich ein.
Als sie dann auf dem Weg zum Ausgang des Flugzeuges unterwegs waren konnten sie erkennen wie die beiden Stewardessen, die sie zur Verzweiflung gebracht haben, Mac eingehend musterten und sich wunderten das sie bei solchen Essgewohnheiten eine solche Figur haben konnte. Respekt voll verneigten sich die beiden als Mac und Harm Hand in Hand an ihnen vorbeigingen.
„Siehst du und wieder haben die Marines gezeigt das sie zu mehr fähig sind als sich zu prügeln.“ neckte Harm sie darauf. Was ihm dann ein Lächeln auf ihren Lippen eingebracht hat.
„So dann werden wir mal unsere Sachen holen um dann ins Hotel zu fahren, ich denke unsere Kontaktpersonen warten schon auf uns.“ Sagte Mac mit rollenden Augen zu ihrem Partner und Freund.
„Erinnere mich bloß nicht daran.“ Harm sah sie streng an als er das sagte. Was Mac dann auch gleich ein wenig sorgen machte.
„Harm, du weißt doch wir schaffen das zusammen. Ich frage mich nur ob die beiden wissen das wir den Auftrag bekommen haben.“
„Darüber habe ich auch schon nachgedacht.“ gab Harm zu.
„Wenn Krennick wüßte das ich komme dann hat sie bestimmt schon ihre Fingernägel an ihrem Kratzbaum geschärft.“
Gemeinsam gingen sie dann zum Gepäck band und warteten bis ihre Koffer erschienen um sich danach ein Taxi zu suchen.
Während der fahrt im Taxi waren beide still und gingen beide ihren eigenen Gedanken nach.


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
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Registriert am: 16.04.2007


RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#3 von Petra , 03.05.2007 01:06

Was sie aber nicht wußten war das sie über das selbe Thema nachdachten. 'Wird sie mich immer Lieben?' 'Wird er mich immer Lieben.' dann begegneten sich ihre Blicke und sie wußten das es so sein wird. Sie schmiegten sich Gedanken verloren aneinander und waren einfach nur glücklich bei einander zu sein und für den Moment an nichts Denken zu müssen. Der Taxifahrer sah sich dieses Bild in seinem Rückspiegel an und er wußte sofort das das was er dort sah für die Ewigkeit bestimmt ist. Ein leichtes Lächeln legt sich bei diesen Gedanken auf seine Lippen und er konzentrierte sich dann wieder auf den Verkehr. Als sie dann ankamen machten Harm und Mac keine anstallten sich voneinander zu lösen. Einige Minuten lies er sie noch ihr Glück genießen bis er dann die stille brach. „Entschuldigung Sir, ich möchte ihre traute Zweisamkeit nicht stören aber wir sind da.“
Harm und Mac bewegten sich langsam von einander weg und bedankten sich für die fahrt während sie den Taxifahrer bezahlten.

0200 Z Zeit 13:00 Uhr Lokal
Pacific International Inn

Harm und Mac traten gemeinsam Hand in Hand durch die Eingangshalle und sahen sich sorgfältig um ob sie ihre Kontaktpersonen schon sehen konnten. Als sie aber niemanden erkannte nahmen sie Kurs auf die Rezeption.
„Ich habe auf den Namen MacKenzie ein Zimmer bestellt.“ Während er das sagte sah er Mac tief in ihre Funkelnden Augen die einfach begeistert war das er ohne große Diskussion bereit war ihren Namen zu benutzen.
„Ja Sir, hier haben wir es, es ist soeben gereinigt worden. Zimmer 324. Wenn sie dem Pagen bitte folgen würden er trägt ihnen ihre Taschen nach oben.“
„Danke sehr.“ Erwiderte Harm der schon etwas älteren aber gut aussehenden Dame hinter der Rezeption.
Den Arm um Macs Taille geschlungen führt Harm Mac hinter dem Pagen her.

0210 Z Zeit 13:10 Uhr Lokal
Pacific International Inn
Zimmer von Harm und Mac

Harm und Mac ließen sich erschöpft ins Bett fallen, sie nahmen sich gegenseitig in die Arme während sie anfingen leicht einzudösen.

Währenddessen schlenderte ein paar Hand in Hand den Hotel Flur entlang.
„Tja Schatz, da bin ich ja mal gespannt wen uns der SECNAV da zur Verstärkung geschickt hat.“
„Ja da bin ich auch mal gespannt.“ während sie das sagten sahen sie sich beide gegenseitig angewidert in die Augen.

Während Harm die Umarmung von Mac in vollen zügen genoß und langsam begann einzuschlafen, klopfte es an der Tür. Ohne groß nachzudenken sagte er unvermittelt „Herein.“ und erwartete eigentlich die Putzfrau.
Die beiden anklopfenden traten auf das Herein in das Zimmer ein und ließen sich sofort angewidert los. Sie sahen sich dann im Zimmer um und ihr Blick blieb auf dem Bett haften. Gleichzeitig stießen sie dann ein „Oh mein Gott.“ heraus. Harm und Mac schreckten hoch und zogen daraufhin ihre Kleider wieder glatt.

„Allison.“ entfuhr es Harm während Mac gleichzeitig „Mic.“ sagte.

„Ich glaub das ja nicht, warum schickt der SECNAV ausgerechnet euch beide hier her.“ fragte Mic dann ganz unverblümt.

„Nun ja der SECNAV hatte sich wohl gedacht er schickt die beiden her die für diese Aufgabe wohl am besten geeignet sind.“ sagt Harm während er ganz verlegen in Mac's Gesicht schaute.

„Ja das glaube ich auch, die angeblich besten Freunde sollten das wohl am besten darstellen können.“ schnaubte Mic wütend.

„Mic ich glaube nicht das du ein recht hast über uns zu urteilen. Du warst es der mich verlassen hat, wenn du dich vielleicht erinnerst.“ brach es wütend aus Mac heraus. „Und außerdem sind wir nicht mehr nur Freunde.“ sieh sah dabei Harm tief in die Augen und drückte ihm einen Leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen.

„Jetzt seit ihr in eurer Freundschaft also schon beim küssen angekommen das ist doch Pervers. Ihr braucht uns hier keine Show zu zeigen. Das könnt ihr außerhalb dieses Hotelzimmers machen.“
„Ich glaube das reicht jetzt Mic. Ich will dir eines sagen und ich hoffe du kapierst das auch schnell, Harm und ich sind seid einem Monat ein Paar.“ Nun stand Mic Regungslos mit offenem Mund vor ihnen und wußte nicht was er sagen soll.

Jetzt schaltete sich auch Allison Krennick in das Gespräch ein die ein wenig erstaunt darüber war das die drei sich kannten. „Ich glaube nicht das das dem SECNAV gefallen wird wenn ich ihm nachher darüber berichte.“

Darauf sah Harm sie scharf an. „Das können sie gerne tun und ich bin überzeugt davon das er ihnen sagen wird das sie uns seine grüße ausrichten sollen, denn der SECNAV weiß von unserer Beziehung. Sie ist offiziell von ihm abgesegnet und somit dürfen wir auch wenn wir ein Paar sind unter dem selben Kommando arbeiten.“ Fauchte er sie an während er nur noch einen halben Meter von ihr entfernt stand.

„Commander ich glaube sie vergessen sich gerade. Sie sprechen hier gerade mit einem Captain der US Navy.“ sagte sie dann in einem selbstgefälligen Ton in der Absicht die Kontrolle zu bekommen.

Dann vergessen sie wohl das wir hier gerade ein Privates und nicht irgendein Dienstliches Gespräch führen.“ Das unterstützte er mit einem grinsen während er wieder zu Mac zurückging und ihr seitlich die Arme um die Taille schlang.

„Harmon Rabb Jr. Fliegerheld und Frauen Schwarm, ich kann nicht glauben das sie in einer angeblich festen Beziehung stecken was ist denn mit Maria Elena Carmelita Moreno Guttierez?“ Fragte sie dann herablassend um immer noch zu versuchen die Führung zu bekommen.
Mac sah ihn darauf hin fragend an was Harm ihr mit einem Mach-dir keine-Gedanken-darüber Blick beantwortete.

„Nun ja Allison, ich will ihnen ja nicht zu nahe treten aber ich hatte nie etwas und werde nie etwas mit Maria Elena Carmelita Moreno Guttierez haben. Der einzige Grund warum sie an dem Tag in meiner Badewanne saß, war um sie endlich davon zu überzeugen das sie mich in ruhe lassen. Ich war einmal mit ihr aus ansonsten ist nie etwas mit ihr gewesen.“

Das traf Allison wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht und sie stotterte darauf nur. „Aber ich habe doch von ihnen eindeutige Zeichen bekommen.“

„Ich habe ihnen nie auch nur das kleinste Zeichen gegeben, um es mal so auszudrücken, sie haben nur das gesehen was sie sehen wollten.“

Allison faste sich dann aber schnell wieder und holte zum Gegenschlag aus. „Und was ist mit Meg Austin? Haben sie ihr nie ein Zeichen gegeben?“

„Was hat Meg damit zu tun?“ Harm schnaubte vor Wut.

Herablassend sagte sie dann zu ihm. „Ach hat sie ihnen das nie gesagt. Sie war verliebt in sie und wollte unbedingt mit ihnen Schlafen.“

Harm grinste dann nur noch und antwortete darauf. „Meg Austin und ich waren ein gutes Team und ich habe gemerkt das sie etwas für mich empfindet aber ich hätte nie zu gelassen das ich mich in ihrer Gegenwart gehen lasse. Sie war für mich mehr wie eine kleine Schwester. Ganz im Gegensatz zu Mac...“ er sah ihr dabei wieder tief in ihre braunen Augen. „...bei Mac wußte ich vom ersten Moment an das uns etwas ganz besonderes verbindet. Und wenn sie denken sie können mit ihren Argumenten unsere Beziehung schädigen oder auch kaputt machen. Das können sie vergessen. Ich habe keine Geheimnisse mehr vor Mac und sie weiß um meine Vergangenheit.“

Tief gerührt schloß Mac ihre Arme fest um seine Hüfte und ihr lief eine Träne die Wange herunter die er dann ganz gekonnt mit seinem Finger auffing und auf seiner Wange platzierte, so wie er es schon einmal getan hat als er ihr seine Liebe gestand.

„Bitte, ...... das ist ja pervers was sie beide hier veranstalten.“ sagte Allison wieder in einem Herablassenden Tonfall, welcher Mac wieder aufs Spielfeld holte.

„Wenn sie das so Pervers finden, mit anzusehen wie zwei Menschen die sich lieben mit einander umgehen, dann tun sie mir echt Leid. Ich finde der Ausdruck Arme alte Jungfrau trifft auf sie ganz gut zu, obwohl ich bezweifle das sie noch Jungfrau sind so wie sie sich geben. Wenn sie meinen das sie jeden ins Bett kriegen können, dann können sie ja Mic nehmen, der ist sowieso nur auf Bettgeschichten aus. Selbst als wir noch zusammen waren, waren wir eigentlich nie so richtig zusammen. Ich glaube so langsam ihn hat nur mein Körper interessiert, denn der Gesprächsstoff war schnell zu ende bei ihm wenn wir zu hause waren und dann wollte er nur noch eins. Ich habe ihn dann auch gelassen aber sonderlich gut war er da auch nicht.“

Sichtlich stolz auf seine Mac das sie nun beiden einen Tiefschlag versetzt hat, umarmte er Mac und hauchte ihr einen Kuss auf die Lippen.

In Allison's Gesicht stieg die Zornes röte auf. „Das geht so nicht. So können wir nicht zusammen arbeiten. Ich werde umgehend den SECNAV anrufen und ihm mitteilen das ich sie nach hause schicken werde.“

Sie wollte gerade zur Tür rausstürmen als Harm sie dann zurück rief. Sie drehte sich wieder um und grinste als würde sie jeden Moment eine Entschuldigung erwarten, das bekam sie aber nicht.

„Ich würde das an ihrer Stelle nicht tun. Der SECNAV ist zur Zeit gar nicht gut auf sie zu sprechen, weil sie seit nunmehr 3 Wochen keine Ergebnisse vorlegen konnten. Was meinen sie wie der wohl reagiert wenn sie die einzigen zurückrufen die das ganze ohne Vortäuschung falscher Tatsachen über die Bühne bringen können.“

Sie wußte das Harm damit recht hatte und deswegen kochte sie schon innerlich vor Wut. „Ich habe jetzt erstmal genug ich geh mich mal eine Stunde ausruhen.“ Ohne das jemand etwas sagen konnte stürmte sie aus dem Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu.

Harm und Mac beantworteten diese Reaktion mit einem Kopfschütteln. „Jetzt weiß ich wie du das gemeint hast als du sagtest du hättest keine Lust dieser Frau zu begegnen.“

So langsam kam auch Mic wieder in die reale Welt zurück. Er hatte das ganze Gespräch ebend mit bekommen war aber nicht in der Lage auch nur ein Wort zu sagen.

Er drehte sich zu Harm und fragte dann. „Haben sie was dagegen wenn ich mich mal unter 4 Augen mit Mac unterhalte?“ Harm sah ihn ein wenig verunsichert an.

„Da müssen sie nicht mich fragen. Das ist ganz alleine Mac's Entscheidung.“ Er sah wieder zu Mac runter die er immer noch an der Taille festhielt und wartete gespannt auf ihre Reaktion.

„Mac können wir uns mal irgendwo ungestört unterhalten, bitte.“ fragte Mic dann nachdem er sich nochmal Mut zu sprechen mußte.

Sie sah nochmal in Harms Gesicht und sah das Vertrauen in seinen Augen.

„Ja Mic wir können ja runter in die Bar gehen.“ Kurz darauf verließen Mic und Mac das Hotelzimmer und Ham ließ sich erschöpft in das Bett fallen.

Als sein Handy klingelte fuhr er schnell wieder hoch.
„Rabb.“
'Chegwidden, haben sie schon ihre Kontaktpersonen angetroffen?'
„Ja Sir das haben.“
'Gibt es irgendwelche Probleme von denen ich wissen sollte?'
„Nein Sir eigentlich nicht.“
'Was heißt eigentlich? Gibt es Probleme oder gibt es keine?'
„Es kann sein das sie einen Anruf vom SECNAV bekommen werden aber ich denke ich konnte Captain Krennick überreden uns nicht von dem Fall abziehen zu lassen.“
'Sehe ich das richtig das Private Probleme die Lösung des Falls behindern könnten?'
„Sir, nein natürlich nicht ich denke wir werden unsere Probleme klären bevor es zu Komplikation kommen könnte die die Aufklärung des Falles behindern.“
'Na gut, sollten aber trotz allem weiterhin Probleme vorhanden sein Privater oder Dienstlicher Natur dann möchte ich das sie mir unbedingt bescheid geben. Wenn es nötig sein sollte werde ich dem Captain den Fall entziehen und sie über nehmen den Fall alleine mit dem Colonel. Habe ich mich klar ausgedrückt?'
„Ja, Sir. Ich denke aber nicht das das nötig sein wird.“
'Gut, Chegwidden ende.'

Währenddessen in der Bar
„Mac, ich möchte das du weißt das ich nie aufgehört habe dich zu lieben.“ Mac verschluckte sich beinahe an ihrer Tonic als sie das hörte.

„Mic hast du mir da oben eigentlich nicht zugehört?“

„Doch natürlich aber das interessiert mich nicht. Ich will dich nur glücklich machen und mein Heiratsantrag steht immer noch.“

„Sag mal hast du jetzt ganz den Verstand verloren? Ich bin mit Harm zusammen und endlich gibt es für mich eine Chance mit jemanden glücklich zu sein den ich Liebe.“

„Du hast mich doch auch wegen ihm verlassen, warum kannst du ihn denn nicht auch für mich verlassen.“

„Ich glaube du verdrehst da gerade die Tatsachen. Du warst es der mich verlassen hat. Ich war zwar die erste Zeit sehr verletzt aber dann nach einiger Zeit ist mir aufgefallen das ich dich nie geliebt habe.“

„Und warum hast du dann meinem Antrag zugestimmt?“

„Weil Harm mich zurückgewiesen hatte.“ Mac sah ihm bei dieser Antwort direkt in die Augen um zu sehen das ihre Antwort ihre Wirkung nicht verfehlt.

„Soll das heißen du hast mich benutzt um Harm endlich zu einer Reaktion zu bringen?“

„Wenn du es so ausdrücken willst, ja das habe ich.“

„Und was wär vor dem Traualtar gewesen? Hättest du mich da sitzen gelassen?“

„Nein das hätte ich nicht, weil dann war ich entschloßen dich zu Heiraten aber auch nur weil du mir Stabilität geben konntest und nicht weil ich dich liebe.“ Mit diesen Worten stand sie auf und ließ Mic an der Bar alleine zurück.


5 Minuten später im Hotelzimmer von Harm und Mac

„Dieser Idiot, ich kann das echt nicht glauben da macht dir mir tatsächlich wieder einen Antrag.“ Sagte sie während sie wütend ins Badezimmer geht. Harm ist darauf sofort hoch gesprungen um zu Mac zu gehen, er blieb dann aber in der Badezimmertür stehen als er sah wie Mac weinend vor dem Spiegel stand. Sie drehte sich dann zu ihm um.
„Ich weiß nicht ob ich diese Mission durchstehe.“ Sie stand weinend da und Harm konnte nicht anders als sie fest in seine Arme zu nehmen.

„Mac egal was passiert, wir beide gehören einfach zusammen. Die beiden haben kein recht uns auseinander zubringen.“

„Und warum habe ich jetzt ein Schlechtes gewissen was Mic angeht ich hätte ihn nie gehen lassen dürfen.“ Das traf Harm wie ein schlag und er ließ Mac wieder los um sich auf die Geschlossene Toilette zu setzen.

„Soll.......soll das heißen du liebst ihn und willst zu ihm zurück.“ während er das sagt ging er wieder ins Schlafzimmer zurück um sich seine Reisetasche zu nehmen. Er wurde jedoch von Mac festgehalten.

„Was willst du noch von mir, du hast mir doch gerade unmissverständlich mitgeteilt das du zu Mic zurück willst.“ Sagte er in einem für ihn überraschender weise ruhigen Tonfall.

„Du verstehst nicht wie ich das meine.“

„Was gibt es daran nicht zu verstehen, Mac. Sag es mir oder brauche ich inzwischen ein Hörgerät. Ich weiß gar nicht warum ich jetzt mit dir darüber Diskutiere.“ Er dreht sich wieder um und nahm seine Reisetasche.

„Ich will mit dir nicht Diskutieren, ich will einfach nur das du mir zuhörst wie du es den ganzen letzten Monat getan hast wenn ich was gesagt habe. Aber du willst ja wieder nur auf Durchzug stellen und abhauen.“

„Was sollte ich auch anderes tun wenn du mir sagst das du wieder zu ihm zurück willst.“

„Ich will nur dich und das weißt du ganz genau.“

„Und warum sagst du dann solche dinge, was erwartest du von mir. Soll ich dir sagen ich verstehe dich ich bereue es auch? Das kann ich nicht. Es war einer meine schönsten Tage als er gegangen ist.“

„Für mich war es leider nicht einer der schönsten Tage sondern einer der schlimmsten.“

„Siehst du genau das ist es doch was ich meine. Du gibst mir jetzt die Schuld daran das er gegangen ist.“

„Ja, Nein, ich alleine bin schuld. Jetzt setzt du dich erstmal hin und hörst mir zu. Ich werde nicht zu lassen das du einfach wieder vor der Wahrheit davon läufst.“

„Welche Wahrheit denn, ich kenne doch jetzt die Wahrheit. Es gibt nichts mehr was du mir erzählen könntest.“

„Setz dich sofort hin.“ brüllte sie ihn an und wiederholt ihre Aufforderung danach in einem gemäßigten Tonfall.„Setz dich bitte hin und hör mir doch erstmal zu.“

Harm tat das dann auch weil er noch nie mitbekommen hat das Mac so laut werden konnte. Er hatte schon beinahe Angst. Er konnte aber nicht sagen ob er Angst um sie hatte oder um sich selbst.

„Für mich war das der Schlimmste Tag nicht weil Mic gegangen ist sondern weil du nicht für mich da sein konntest. Renee's Vater war gestorben und du musstest für sie da sein. Heute kann ich das vielleicht auch verstehen aber damals konnte ich es nicht . Ich stand nach dem ich bei dir war vor deinem Haus im Regen und habe weinend zu deinem Fenster hoch gesehen, ich habe dann gesehen wie du SIE in die Arme genommen hast um sie trösten. Das war für mich der schwerste Anblick den ich je gesehen habe.“

In Harm stieg die Reue auf, über die sachen die er ihr ebend noch gesagt hat.

„Als ich da unten in dem Regen stand war der einzige halt den ich hatte mir vorzustellen das ich jetzt an ihrer Stelle da stehen würde. Ich habe Renee gehast dafür das sie da war. Und was ich vorhin gesagt habe hängt damit zusammen. Hätte ich Mic nicht gehen lassen dann wäre mir dieser Anblick erspart geblieben.“ Harm stand nach dieser Erklärung auf und nahm sie dann weinend in die Arme.

Mac sah erstaunt zu ihm hoch. „Warum weinst du denn jetzt?“

„Denkst du wirklich dieser Moment ist spurlos an mir vorbei gegangen? Es war einfach unerträglich ich wollte nichts sehnlicher als dich in die Arme zu nehmen.“ Bevor Harm weiter sprechen konnte drückte Mac ihn ein wenig von sich weg damit sie mit ihrer Hand an sein Gesicht kommen konnte. Sie nahm eine seiner Tränen und setzte sie sich auf ihre Wange. Obwohl Harm noch immer weinte musste er kurz lachen.

„Das ist meine Aufgabe.“ Sagte er noch immer mit zittriger Stimme.

„Nicht mehr, du weißt das hier ist unsere Geschichte und wir teilen uns alles, egal ob es deine Tränen sind oder meine.“ sagte sie zu ihm um ihn wieder aufzumuntern.

Sie drückte sich wieder fest an Harm während er sein Arme wieder fester um sie schlang. Auf einmal bemerkte er wie nun Mac anfing zu Weinen, er schob seinen Finger unter ihr Kinn und hob es zu sich hoch.
„Warum weinst du denn jetzt?“

Ihr flossen die Tränen einem Sturzbach gleich aus den Augen.
„Ich habe alles kaputt gemacht, wir haben uns noch nie so gestritten. Ich weiß nicht was ich tun soll.“

„Wenn du es nicht weiß, dann werde ich dir sagen was ich weiß.“ Er strich ihr sanft eine Strähne aus ihrem verweinten Gesicht und führte langsam sein Lippen in die Richtung ihrer Lippen, er tat es ganz vorsichtig als er merkte das sie sich nicht wehrt versiegelte er sanft ihren Mund mit dem seinen. Sie küssten sich für die beiden eine Ewigkeit bis sie sich langsam von einander trennten dann lehnte er sanft seine Stirn gegen ihre und sah ihr dabei in die Augen.

„Ich verspreche dir, von nun an nicht mehr weg zu laufen wenn du mir etwas sagen willst. Du bist nicht schuld daran das es beinahe kaputt gegangen währe, ich bin schuld daran. Es ist nun mal meine Angewohnheit vor sachen weg zulaufen die mir Angst machen was Beziehungen angeht. In einer TomCat hatte ich nie Angst weg zulaufen.“

Mac unterbrach ihn bei seiner Rede. „Wie kannst du auch in einer TomCat weglaufen. Da kann man sich ja kaum drin bewegen.“ Sagte sie dann wieder mit einem Lächeln auf den Lippen. Auch Harm konnte sich das lächeln nicht verkneifen.

„Du weißt wie ich das meine, ich will nur das du weißt, das du noch viel Erziehungsarbeit an mir zu leisten hast. Und das ich dich mehr Liebe als es irgend ein Liebserklärung es sagen könnte.“

„Doch das hast du gerade getan, das war das schönste was ich je gehört habe.“
Sie legten sich dann Arm in Arm ins Bett und genossen es wieder bei einander zu sein bis Allison unaufgefordert in ihr Hotelzimmer stürmte.

„Was wollen sie hier Allison, wir wollen alleine sein.“ Allison stand geschockt in der Tür als sie die beiden verweinten Gesichter auf dem Bett liegen sah und sagte dann ganz Schüchtern. „Entschuldigen sie aber wir müssen noch einen Fall durchgehen.“

„Nicht mehr heute wir wollen jetzt erstmal alleine sein.“ sagte er dann mit Scharfer stimme.

„Ja natürlich, ich verstehe ich lasse sie auch gleich alleine, aber können sie mir noch sagen wo Mic ist!“ fragte sie dann leise als sie merkte das ihre Anwesenheit hier unerwünscht ist.
Mac hob darauf hin ihren Kopf und sagte dann mit ruhiger Stimme.
„Der läßt sich bestimmt gerade in der Bar die Birne zulaufen.“

„Allison, lassen sie uns bitte wieder alleine. Wir reden dann morgen beim Frühstück über den Fall, einverstanden.“ sagte Harm dann wieder mit ruhiger und sanfter Stimme als er merkte das Allison sich unwohl fühlte wegen dem was sie noch vor einer Stunde gesagt hatte.

„Ja, natürlich. Gute Nacht.“

Harm schaltete ganz unwillkürlich das Radio an und wollte es eigentlich gleich wieder ausmachen aber als er dann hörte welches Lied angekündigt wurde lies er das Radio an. Und zog Mac noch fester an sich heran, wofür sie sich mit einem leichten stöhnen bedankte.

„..................Lois Armstron mit What a Wonderful World.“

I see trees of green, red roses too
I see them bloom for me and you
And I think to myself, what a wonderful world

I see skies of blue and clouds of white
The bright blessed day, the dark sacred night
And I think to myself, what a wonderful world

The colours of the rainbow, so pretty in the sky
Are also on the faces of people going by
I see friends shakin' hands, sayin' "How do you do?"
They're really saying "I love you"

I hear babies cryin', I watch them grow
They'll learn much more than I'll ever know
And I think to myself, what a wonderful world
Yes, I think to myself, what a wonderful world


Zur gleichen zeit in der Hotelbar.

„Mic da sind sie ja. Ich habe sie schon gesucht. Mac hat mir gesagt das sie wohl hier sind.“

„Ach hat sie das.“ Lallte er ihr dann entgegen.

„Mic sie sind ja besoffen. Kommen sie wir setzen uns erstmal dort an den Tisch und dann trinken sie einen starken Kaffee. Okay!“

„Okay.“

Nachdem Sie den Kaffee von der Bedienung bekommen haben fragte Allison dann Mic über Harm und Mac aus und er hat ihr alles erzählt.

0800 Z Zeit 07:00 Uhr Lokal
Pacific International Inn
Frühstücks Saal des Pacific International Inn

Harm und Mac gingen Hand in Hand in den Frühstücks Saal und sahen wie Allison ihn zu winkte. Sie sahen sich beide in die Augen und sagten dann gleichzeitig „Auf in die höhle des Löwen.“

Als sie am Tisch von Allison ankamen sahen sie ganz erstaunt auf den Tisch weil jeder das was er zum Frühstück gerne mag auf dem Tisch fand.

„Allison, woher wiss...“ weiter kam er nicht als Allison ihn unterbrach.

„Setzen sie sich erstmal hin.“

Die beiden taten wie Befohlen und setzten sich auf ihre Stühle.

„Es tut mir Leid.“ Schoss es zu Harm und Mac's Überraschung aus Allison heraus.

„Was meinen sie?“ Fragte Mac nach kurzem überlegen.

„Es tut mir Leid das ich gestern so, naja sie wissen schon war.“

„Sie brauchen sich nicht zu Entschuldigen.“ Warf Harm dann ein.

„Oh doch das muß ich, lassen sie mich bitte Ausreden.“ Harm und Mac nickten ihr kurz zu und warteten auf das was sie zu sagen hat.

„Harm, Mac, ich habe mich gestern vier Stunden lang mit Mic unterhalten und er hat mir alles über sie beider erzählt. Wie sie zueinander stehen, wie sie zusammen Arbeiten und wie sie manchmal die Gedanken des anderen schon kennen bevor er sie ausgesprochen hat. Ich habe nach seinen Ausführungen erkannt das ich einfach nur gemein war. Möglicherweise haben sie ja recht mit ihrer Aussage das ich eine alte Arme Jungfrau bin. Aber das ist nun mal so, ich habe meine Ziele immer vor Augen gehabt und da war es mir immer egal, wer darunter zu leiden hat. Vielleicht war ich auch eifersüchtig auf das was sie beide nun haben. Sie haben sich beide und können auf einer bisher erfolgreiche Karriere zurück blicken. Ich habe zwar auch eine erfolgreich Karriere hinter mir aber ich habe niemanden mit dem ich mein Glück teilen kann. Und deswegen wollte ich mich bei ihnen entschuldigen. Ich hoffe doch das sie beide gestern nicht wegen mir so geweint haben aber wenn es so sein sollte dann tut es mir wirklich leid. Ich habe nach Mic's Ausführungen erkannt das sie beide einfach zusammen gehören....“

„Das habe ich auch endlich erkannt.“ Unterbrach sie eine männliche Stimme hinter Harm und Mac. Er nahm dann neben Allison platz und erzählte weiter.

„Es tut mir leid was ich gestern abend in der Bar zu dir gesagt habe, Mac. Aber du wirst immer einen Platz in meinem Herzen einnehmen. Ich denke ich habe es einfach mal gebraucht mit einem, der eure Beziehung gar nicht kennt, über euch zu reden. So wurde mir auch klar was ihr einander Bedeutet. Es tut mir so Leid welchen Schmerz ich euch zu gefügt habe. Ich kann von euch nicht verlangen mir zu verzeihen dafür ist zu viel passiert. Aber ich möchte das ihr wisst das ich euch alles Glück der Welt wünsche. Ihr habt es Verdient.“
Harm und Mac konnten vor Rührung ihre Tränen nicht mehr zurück halten. Darauf stand Allison auf und nahm von jedem eine Träne von der Wange auf ihre Finger und setzt sie dem anderen auf die Wange bevor sie sich wieder setzte.

„Ich habe noch nie so eine Geste gesehen aber nachdem ich gestern gesehen habe wie Harm das bei ihnen tat und nach Mic Ausführungen war mir klar was diese Geste ihnen bedeutet.“

Harm und Mac bekamen vor Rührung nur ein leises „Danke.“ heraus.

Nachdem sie einige Minuten ohne sich zu bewegen da saßen, war es Mac die als erstes wieder sprechen konnte. Sie sah zuvor aber nochmal Harm in die Augen um zu sehen das er das gleich sagen würde.

„Wir danken euch beiden für das was ihr ebend gesagt habt. Es bedeutet uns sehr viel und eigentlich muß ich mich auch für das was sie gestern gesagt haben bedanken, auch wenn es keine schönen Worte waren aber das hat uns beide noch fester zusammen geschweißt. Wir hoffen das auch ihr beide eines Tages euer Glück finden werdet.“ weiter konnte Mac nicht sprechen als Allison ihre Hand anhob und die Hand von Mic darin festhielt. „Ich denke wir haben unser Glück gefunden oder denken sie wirklich das sie beide 4 Stunden Gesprächsstoff abgebt.“ sagt sie mit einem Schmunzeln.

Nachdem Harm und Mac sich von dem ebend gesehenen Schock erholten, lächelten sie wieder und reichten den anderen beiden die Hände.

„Wir hoffen das ihr beide mit einander Glücklich werdet, wenn es das ist was ihr wollt. Aber ich denke ihr werdet euch schon zusammenraufen ich kenne euch beiden Dickköpfe ja ganz gut und kann mit gutem recht behaupten das es nicht immer einfach sein wird. Auch wir haben noch viele Klippen zu um Schiffen aber die meisten und höchsten haben wir schon hinter uns gebracht und ich glaube ihr werdet es auch schaffen.“ Mac drückte Harm während er das sagt zur Bestätigung die Hand.

„Ich würde vorschlagen wir kümmern uns so langsam um unseren Fall.“ Mac wollte so wieder eigentlich wieder auf das Thema umschwenken warum sie hier sind aber Allison war damit nicht einverstanden.

„Nein Mac, jetzt essen hier erstmal 2 Paare zu Frühstück und dann können wir uns auf eines unsere Zimmer zurückziehen um über den Fall zu sprechen. Ich möchte erstmal nur den Augenblick genießen und ihn nicht mit der Arbeit kaputt machen wie ich es die letzten Jahre getan habe.“ Alle drei nickten ihr dabei bestätigend zu.

Eine Woche Später

1300 Z Zeit 08:00 Uhr Lokal
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Büro des Admiral

„Stehen sie Bequem und setzen sie sich. Colonel, Commander, wie ich sehe haben sie den Auftrag erfolgreich beenden können und sind wieder bereit sich hier in die Arbeit zu stürzen.“
„Ja, Sir. Das sind wir.“ beantwortete Mac für Harm gleich mit.
„Na dann bin ich aber froh das sie das ganze ohne Blut vergießen hinbekommen haben.“
„Ja das haben wir.“ Dieses mal war Harm schneller mit der Antwort und die beiden grinsten sich dabei an. Was dem Admiral natürlich gleich auffiel.

„Gibt es irgend etwas zu dem Fall was ich vielleicht wissen sollte?“
„Nein, Sir. Nur das für die Lösung des Falles 2 glückliche Paare erforderlich waren und die waren anwesend.“ A.J. Zog bei diesem Kommentar die Augenbrauen zusammen und sagte nur.
„Na dann bin ich ja froh das sie das mit dem 2. glücklichen Paar hinbekommen haben.“ Man konnte nur unschwer den Unterton dieser Aussage überhören.

„Ja, Sir. Das haben wir.“
„Gut, danke, wegtreten.“
Harm und Mac sprangen beide auf und gaben ein „Aye, Aye, Sir.“ von sich das sich gewaschen hat.

Als sie durch den Bullpen gingen fragte Mac dann Harm. „Sag mal meinst du wirklich die beiden sollten jetzt schon Heiraten? Ist das nicht ein bisschen zu früh.“ Darauf antwortete Harm nur.
„Es gibt kein zu Früh es gibt nur zu Spät.“ Danach lies er eine sichtlich verwirrte Mac mitten im Bullpen stehen und schloß grinsend seine Büro Tür hinter sich und lehnte sich dann lächelnd an die selbige.

Liebes Tagebuch

Dies war die Geschichte über unseren ersten großen Streit. Ich hatte schon von Anfang an gewußt das ich kein gutes Gefühl bei dieser Mission hatte. Aber glücklicherweise hat dann doch alles seine richtigen Bahnen gezogen.“

Sie schloss wieder das Tagebuch und legte es wieder in die unterste Schublade.

„Was machst du denn schon wieder so spät hier draußen.“

„Nichts Harm, ich mußte nur noch ein versprechen erfüllen.“

„Und das fällt dir Nachts um 02:30Uhr ein. Ach Mac was soll ich nur mit dir machen. Aha, jetzt weiß ich es.“
Harm nahm Mac und warf sie sich über die Schulter bevor er lachend mir zum Schlafzimmer läuft.


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
Petra
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Registriert am: 16.04.2007


RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#4 von Petra , 03.05.2007 01:12

Titel: Das Tagebuch Teil 3
Autor: TeaKay
E-Mail: tkrg@freenet.de
Typ / Kategorie: S / H/M-Romance
Version: 15.08.2005
Episoden: Bevor du stirbst (Second Sight), Eisige Zeiten (Ice Queen Part 1 - Meltdown Part 2) usw...
Inhalt: Harm und Sarah sind das erste Mal voneinander getrennt und dann passieren folgenschwere Dinge.
Disclaimers: Alle Rechte an der Fernseh-Serie JAG und ihren Charakteren gehören Donald P. Bellisario, Belisarius Productions, CBS und Paramount.

Es kommen einige Charaktere vor, die eigentlich erst sehr viel später in der Serie auftauchen, und auch einige Fakten habe ich mir in der Zeit nach vorne gelegt. Also bringt mich nicht gleich um. Ich fand das passte nur gerade gut.

In eigener Sache: Ähnlichkeiten zu anderen FanFic sind nicht beabsichtigt.
Hiermit möcht ich mich bei Inque für ihre hilfe bedanken. Sie hat das Beta Readen übernommen.
Fettes Merci.



Das Tagebuch Teil 3
(Allein)

Sarah tapste auf leisen Sohlen aus dem Schlafzimmer, wo Harm den Schlaf der Gerechten schlief und schaltete das Radio ein.

“Hallo ihr Verliebten und Liebesuchenden vor den Radios, ich habe heute eine ganz besondere Überraschung für euch. Wir haben einen Gast im Studio. Es ist Bill Withers. Einige unserer jüngeren Zuhörer wissen mit dem Namen vielleicht nichts anzufangen, aber seine Songs kennt ihr alle. Da wäre zum Beispiel “Just the Two of Us“, was vor einigen Jahren von Will Smith gecovert wurde. Oder „Lean on Me“ und vor allem der Song, mit dem er seinen Durchbruch gefeiert hat: „Ain't No Sunshine“.


Ain't no sunshine when she's gone
It's not warm when she's away
Ain't no sunshine when she's gone
And she's always gone too long anytime
She goes away

Wonder this time where she's gone
Wonder if she's gone to stay
Ain't no sunshine when she's gone
And this house just ain't a home
Anytime she goes away

And I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know I know, I know, I know

Hey I'll leave the young thing alone
But ain't no sunshine when she's gone
Ain't no sunshine when she's gone
Only darkness everyday

Ain't no sunshine when she's gone
And this house just ain't no home
Anytime she goes away
Anytime she goes away
Anytime she goes away
Anytime she goes away

“Willkommen im Studio Bill Withers..........”

Noch bevor das Lied zu Ende gespielt war, wusste Sarah schon, was sie jetzt tun würde. Sie ging weiter mit leisen Schritten zu ihrem Schreibtisch und holte mit sanften und langsamen Bewegungen ihr Tagebuch aus der Schublade. Sie setzte sich auf den Stuhl vor dem Schreibtisch und öffnete das Tagebuch. Sie erstarrte innerlich, als sie sah. welche Seite sie aufgeschlagen hatte. Es war der Eintrag von dem Tag, als ihre Mutter abgehauen war.

“Liebes Tagebuch.

Heute ist mein 15. Geburtstag und meine Mum ist abgehauen, und ich weiß nicht was ich machen soll. Ich habe solche Angst mit Dad alleine zu sein. In zwei Tagen ist wieder Zahltag und dann wird er auf jeden Fall wieder betrunken nach Hause kommen. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Warum hilft mir denn keiner.”

Man konnte auf dem beschriebenen Blatt einige getrocknete Tränen sehen, zu denen plötzlich frische dazu kamen. Sarah wurde in dem Moment von so vielen Emotionen durchflutet, dass sie die Tränen nicht mehr zurück halten konnte. Sie wischte sich daraufhin schnell die Tränen mit ihrem Bademantelärmel aus dem Gesicht und schlug die Seite auf, wo sie ihren nächsten Eintrag vornehmen wollte.

“Liebes Tagebuch.

Es ist mal wieder so weit, mein Versprechen dir gegenüber einzulösen. Ich möchte dir von einer Zeit berichten, in der wir das erste Mal von einander getrennt waren.

1415 Z-Zeit (09:15 Uhr EST)
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Büro des Admiral

Harm stand mitten im Büro und konnte nicht fassen, was der Admiral ihm gerade erzählte.
“Palmer ist geflohen, was...... wie?”
“Bleiben Sie ruhig, Commander. Wir wissen leider auch nicht, wie er entfliehen konnte. Wir wissen nur eines. Er wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Sie abgesehen haben.”
“Webb, wenn ich heraus finde, das Sie hinter der ganzen Sache stecken, dann sollten Sie froh sein, wenn der Admiral Ihnen nur die Nase bricht.”
“Commander, das reicht!” fuhr es aus dem Admiral heraus, als er sich diese Diskussion lange genug angehört hatte.
“Ja, Sir, entschuldigen Sie, Sir.”
Der Admiral baute sich mit seiner vollen Grösse vor Clayton Webb auf und sah ihm dabei tief in die Augen.
“Wie zum Teufel kommen Sie darauf, dass Palmer ausgerechnet hinter Rabb her sein sollte.”
“Ja Admiral, darauf wollte ich ja gerade zu sprechen kommen. Nach seiner Flucht haben wir seine Zelle durchsucht und das hier gefunden.” Er legte dabei eine Akte auf den Tisch des Admirals.
Der Admiral öffnete die Akte, und sah sie dann sorgfältig durch. Seine Augenbrauen zogen sich dabei zusammen. Harm, der das ganze beobachten konnte, aber keinen freien Blick in die Akte hatte, wurde innerlich immer unruhiger, weil er wissen wollte, was in dieser Akte stand.
“Commander, stehen Sie bequem. Hier, setzen Sie sich und sehen Sie sich das selbst an.” Der Admiral hielt ihm, während er das sagte, die Akte entgegen.
Harm nahm diese dann auch zögerlich und setzte sich auf einen freien Stuhl vor dem Tisch des Admirals. Er öffnete die Akte und sah sich die Bilder an, die da darin aufbewahrt wurden.
Er rutschte nervös auf seinem Stuhl hin und her, während er die Akte studierte. Dem Admiral und Webb, die auf der anderen Seite des Tisches standen, entgingen nicht, wie Harm immer unruhiger wurde, bis der Admiral das ganze unterbrach.
“Geben Sie mir die Akte wieder her, Commander.” Harm sah ihn dabei an und fragte: “Woher hatte Palmer diese Fotos?” Er hätte ja verstanden, wenn es alte Fotos wären, aus der Zeit, als Palmer noch auf freiem Fuß war. Es waren aber alles neue Fotos, teilweise nicht älter als drei Monate.
“Das wissen wir leider auch nicht”, sagte Webb mit bedauernder Stimme und die Augen auf den Boden gerichtet.
“Webb, Sie wissen doch noch irgendwas. Sagen Sie schon, was gibt es noch?” fauchte Harm ihn ohne zu zögern an.
“Ich weiß wirklich nicht mehr als das, was ich ihnen gerade erzählt habe. Ich kann nur noch sagen, dass das Außenministerium und der NCIS an der Sache dran sind.”
“Das reicht mir nicht”, brummte der Admiral mit verschränkten Armen.
“Admiral, was soll ich denn sonst noch tun?” fragte Webb ganz erstaunt.
“Ich werde ihnen Mattoni und Roberts zur Verstärkung überlassen.”
“Admiral, das ist wirklich nicht nötig. Wir haben genug Personal.”
“Das ist mir schon klar. Ich will aber, dass die beiden bei den Ermittlungen dabei sind, damit ich immer auf dem Laufenden gehalten werde. Haben Sie mich verstanden?”
“Ja, Sir. Natürlich, Sir”, sagte Webb dann sichtlich geknickt und aus Angst, dass der Admiral wieder ausholen könnte, um ihm die Nase zu brechen.
Nach kurzem Zögern drückte A.J. den Knopf der Gegensprechanlage.
“Tiner, schicken sie mir umgehend Mattoni und Roberts in mein Büro.”
‘Ja Sir, wird sofort erledigt.’
Bis Mattoni und Roberts da waren, herrschte eine eisige Stille im Büro des Admirals.
“Commander Mato.....”
“Ohne Meldung, stehen Sie bequem. Sie sind ab sofort der Abteilung von Webb unterstellt. Er wird sie unterwegs instruieren, und ich erwarte von Ihnen, dass Sie mir jede Information zukommen lassen. Haben Sie mich verstanden?”
“Aye, Aye, Sir”, sagten die beiden im Chor und verließen mit Webb das Büro.
A.J.’s Finger drückte wieder den Knopf der Gegensprechanlage.
“Schicken Sie mir jetzt den Colonel rein.”
‘Ja, Sir.’

Während Harm im Büro des Admirals war, stand Mac wartend im Vorzimmer des Admirals und wunderte sich, das Mattoni und Bud in das Büro gegangen waren und kurze Zeit später wieder mit Webb herauskamen.
Sie wurde aber bei ihren Gedanken von Tiner unterbrochen.
“Ma’am, Sie können jetzt reingehen.”
“Danke, Tiner.”

“Colonel, setzen Sie sich gleich hin. Wir haben dem Commander gerade mitgeteilt, dass Clark Palmer aus dem Gefängnis entflohen ist, und wir gehen zur Zeit davon aus, dass er hinter dem Commander her ist. Sehen Sie sich die Akte an. Diese Fotos wurden in Palmers Zelle nach seiner Flucht gefunden.” Der Admiral reichte Mac die Akte, und als sie sich die Bilder ansah, erkannte sie sofort das gleiche wie Harm.
“Wie kommt er an diese Fotos, die sind doch kaum älter als drei Monate?”
“Ja Colonel, das wissen wir auch nicht. Ich muss jetzt aber eine Entscheidung treffen, um den Commander zu schützen. Das wird Ihnen aber möglicherweise nicht gefallen.”
“Sir, ich bin mit allem einverstanden, um den Commander zu schützen.” Mit einem traurigen Blick sah sie dabei Harm an. “Du machst alles, was der Admiral sagt, da gibt es keine Widerrede, und wenn ich dich dazu zwingen muss.” Harm sah dabei ihre Entschlossenheit in ihren Augen und wusste, dass es keinen Sinn machte, zu protestieren.
“Commander, Sie werden sich mit Bargeld irgendwo ein Auto mieten, und dann fahren Sie irgendwo hin, wo Sie noch nie waren. Hier, diese Telefonnummer rufen Sie einmal am Tag an. Das ist die Nummer meiner Schwester, sie wird Sie immer auf dem Laufenden halten. Haben Sie mich verstanden?”
Harm nickte darauf und fragte ihn dann erstaunt: “Sir, warum kann ich denn nicht mit Ihnen Verbindung aufnehmen?”
Der Admiral machte eine bedeutungsschwangere Pause, bevor er anfing zu erzählen.
“Ich denke, dass ist die beste Möglichkeit, um Palmer auf eine falsche Spur zu locken. Wir wissen ja alle, welchen Einfallsreichtum Palmer besitzt. Es könnte ja sein, dass er schon in einer seiner Verkleidungen hier war und unsere Telefone verwanzt hat.”
“Ich verstehe, Sir”, sagte Harm nickend.
“Und Sie, Colonel, müssen jetzt die Akten vom Commander, von Mattoni und von Roberts übernehmen. Ich werde Sie dabei unterstützen, und Sie haben die volle Verfügung über alle Leute im Bullpen. Damit meine ich, dass Sie die Arbeiten delegieren und sich nicht in die Arbeit stürzen sollen. Sie sind jetzt der einzige Anwalt mit Erfahrung hier und müssen den anderen dementsprechend ein Vorbild sein.”
“Ja Sir, ich habe verstanden.”
“Gut, jetzt gehen Sie in ihre Büros und verabschieden sich voneinander. Ich will Sie in 15 Minuten hier nicht mehr sehen. Verstanden, Commander?” Dies sagte er mit einem bedeutungsvollen Blick.
Harm und Mac standen beide auf und gaben ein ruhiges “Aye, Aye, Sir” ihrem CO entgegen.

Zwei Minuten später in Mac´s Büro
Harm und Mac lagen sich in den Armen, um sich gegenseitig zu trösten.
"Mac? Hättest du gedacht, dass der Admiral mich wegschickt?"
"Nein, eigentlich nicht. Aber ich habe es gehofft."
"Also willst du auch, dass ich gehe?"
"Ja und Nein."
"Ja und Nein?"
"Ich will, dass du in Sicherheit bist, solange Palmer auf freiem Fuß ist. Ich will aber nicht, dass du mich alleine lässt."
"Das will ich auch nicht. Ich habe Angst."
"Ich habe auch Angst, Angst dich zu verlieren, Angst dass du nie mehr zurück kommen wirst."
"Ich werde zurück kommen, das verspreche ich dir."
"Ich hoffe es, aber ich habe trotzdem Angst."
"Hey..." Er hob ihr Kinn mit seinem rechten Zeigefinger an, damit sie ihm in die Augen sehen konnte. "Du brauchst nicht in deine Wohnung zurück. Du kannst in meiner Wohnung bleiben, und Jingo kannst du auch mitnehmen."
"Gut, dass du das sagst, ich hätte sowieso nicht in meiner Wohnung schlafen können."
Harm und Mac drückten sich noch einmal fest aneinander, bevor er ihr einen Kuss auf die Lippen hauchte.
Danach verließ er langsam Mac´s Büro und ging in sein eigenes Büro, um sich seinen Aktenkoffer und seine Mütze zu holen. Er ging dann mit langsamen Schritten zu dem Fahrstuhl und drehte sich dann noch mal um. Er sah Mac in ihrer Bürotür stehen, die ihm die ganze Zeit nachgesehen hatte. Ihr rollten einige Tränen die Wange herunter, und er formte mit seinen Lippen den Satz “Ich liebe dich”, was sie dann wieder zum Lächeln brachte.

Er stieg rückwärts in den Fahrstuhl und sah ihr die ganze Zeit in die Augen, bis sich die Fahrstuhltür schloss.

Mac stand noch einige Minuten regungslos in ihrer Bürotür und merkte dann auf einmal, dass sie die ganze Zeit von ihren Kollegen im Bullpen beobachtet wurde. Verlegen drehte sie sich um und schloss die Tür hinter sich, um sich dann daran anzulehnen und ihren Tränen freien Lauf ließ.

Ihre Kollegen sahen sich unsicher an und überlegten, ob diese Beziehung gerade beendet wurde.

Als der Admiral aus seinem Büro kam, machten sich alle wieder schnell an die Arbeit. Er konnte sich aber denken, was hier gerade passiert war und ging zu Mac´s Büro hinüber. Als er sah, dass die Jalousien geschlossen waren, klopfte er nur an und wartete auf eine Reaktion.

“Herein.” Der Admiral trat darauf in ihr Büro und sah in ihr verweintes Gesicht.
“Col......., Mac,....... Sarah, ich kann mir vorstellen, wie Sie sich jetzt fühlen...” Mac unterbrach ihn dann mit zittriger Stimme. “Ich glaube nicht, dass Sie das können, das kann keiner.”
“Da haben Sie vermutlich Recht. Aber ich will nur, dass Sie wissen, dass ich alles, was in meiner Macht steht, tun werde, um Palmer wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen.”
“Danke, Sir.”
“Wenn Sie reden wollen, meine Bürotür steht für Sie immer offen.”
“Nein Sir, es geht schon. Ich brauche nur einen Moment alleine.”
“Na gut. Kümmern Sie sich um ihre eigenen Akten. Ich werde die Akten von Rabb, Mattoni und Roberts übernehmen. Sie haben mit sich selbst genug zu tun.”
“Ja Sir.” Der Admiral wollte gerade das Büro verlassen, als Mac noch etwas zu ihm sagte. “Sir.....” Er drehte sich wieder zu Mac um.
“Ist es vielleicht möglich, das Tiner in meine Wohnung fährt und meinen Hund herholt? Ich wollte nach der Arbeit gleich zu Harms Wohnung fahren.”
“Nein, das geht nicht. Ich werde das selbst übernehmen, geben Sie mir Ihren Wohnungsschlüssel.” Mac gab ihm daraufhin ihren Wohnungsschlüssel, und er wollte sich gerade umdrehen, als Mac ihn noch einmal ansprach.
“Sir,.......” Er sah ihr in die Augen, die drohten, jeden Moment wieder zu den Niagarafällen zu werden.
“Danke, Sir. Für alles.” Ohne zu antworten, aber mit einem Lächeln auf den Lippen, verließ er dann ihr Büro.

Mac blieb für den Rest des Tages in ihrem Büro und kam auch nicht zum Essen heraus. Harriet machte sich schon Sorgen, aber der Admiral hatte ihr befohlen, Mac für heute in Ruhe zu lassen.

1600 Z-Zeit (11:00 Uhr EST)
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

Auf der Fahrt nach Hause kaufte Harm noch das größte Glas Nutella, das er finden konnte. Zuhause angekommen schrieb er noch einen Liebesbrief über vier Seiten an Mac, den er dann zusammen gerollt vor dem Glas Nutella auf dem Esstisch platzierte.
Er wusste genau, dass Mac das Glas Nutella an dem Abend brauchen würde.

Beim Packen seiner Sachen, packte er auch Mac´s Kopfkissen mit ein.

Nach 30 Minuten ging er dann zu Fuß zur nächsten Autovermietung und bezahlte bar.
Nachdem er das Auto übernommen hatte, fuhr er los. Einfach immer gerade aus. Ihn interessierte nicht, wohin er fuhr. Er fuhr einfach, bis es dunkel wurde. Daraufhin suchte er sich ein Hotel, in dem er übernachten konnte.

2300 Z-Zeit (18:00 Uhr EST)
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Mac´s Büro

Mac schloss die Akte, die vor ihr lag, und legte den Stift bei Seite. Sie war froh, dass sie die Arbeit als Ablenkung hatte, und dass Jingo bei ihr war. Jingo lag unter ihrem Schreibtisch auf ihren Füßen und wärmte diese dadurch. Sie rieb sich mit Daumen und Zeigefinger ihre Nasenwurzel und stand dann auf. Sie nahm die Hundeleine und ihre Tasche und wurde vor ihrem Büro von Harriet überrascht.
“Ma’am?”
“Harriet, Sie haben mich fast zu Tode erschreckt.” Sie legte sich, während sie das sagte, ihre Hand auf die Brust.
“Entschuldigen Sie Ma’am, ich wollte Sie heute Abend zu mir zum Essen einladen.”
“Danke, Harriet, aber nicht heute. Ich brauche noch ein wenig Zeit.” Freundschaftlich strich sie ihre Hand über Harriets Rücken.
“Ich dachte nur, Sie würden gerne mal wieder mit A.J. spielen, und ich habe schon soviel zum Essen vorbereitet, aber Bud ist vorübergehend nicht da.” Auch wenn Harriet das nicht wollte, hatte Mac nun Schuldgefühle, dass ihr Mann nicht zu Hause war, weil ihr Freund beschützt werden musste.
“Na gut. Ich hoffe, Se haben nichts dagegen, dass ich Jingo mitbringe?”
“Nein Ma’am, natürlich nicht.”
“Gut, ich habe gerade Schluss gemacht, wollen wir dann gleich los?”
“Ja Ma’am. Ich hole nur noch meine Tasche.”
2400 Z-Zeit (19:00 Uhr EST)
Haus der Roberts'

Harriet saß in ihrem Sessel und sah glücklich zu, wie Mac mit ihrem Sohn und Jingo spielte. Sie war richtig froh gewesen, als sie gesehen hatte, dass Mac wieder lachen konnte. Sie ließ ihren Sohn an diesem Abend länger als sonst auf, weil sie Mac nicht stören wollte. Ein halbe Stunde später war der kleine A.J. fast auf dem Teppich eingeschlafen. Mac hatte ihn dann hoch gehoben und wollte mit ihm in sein Zimmer gehen.
“Nein Ma’am, das brauchen Sie nicht machen, ich mach das schon.” Mac wurde dann ein wenig ungeduldig und sagte dann zu ihr. “Harriet ich habe doch schon oft genug gesagt, dass wir uns hier oder bei mir duzen können. Und außerdem möchte ich das auch mal machen. Vielleicht ist es ja schon eine gute Übung.” Harriet strahlte dabei über beide Ohren und konnte nicht glauben, was ihre Freundin da gerade gesagt hatte.
“Mac, heißt das etwa, du bist schwanger?” Mac drehte sich schnell wieder zu Harriet um.
“Wie kommst du denn darauf.”
“Ach du hattest gerade so einen Unterton, als du das sagtest.”
“Nein Harriet, ich bin nicht schwanger. Aber du weißt doch, dass ich mir ein Kind wünsche.”
“Mit Harm?” fragte Harriet dann mit einem verschmitzten Lächeln.
“Mit keinem anderen vor Harm konnte ich mir vorstellen ein Kind zu haben, aber bei Harm ist das was anderes. Ich weiß, wie er mit Kindern umgehen kann und weiß, er wird ein super Vater sein.”
Mac konnte gar nicht glauben, was sie da gerade gesagt hat. Hatte sie Harriet tatsächlich ihre Gedanken über Kinder und Harm verraten? Sie sah verlegen zu Boden. Harriet hob ihr Kinn mit einem Finger hoch.
“Sarah, wir sind Freundinnen und glaube mir, dass das was du gerade gesagt hast jeder im Büro vom ersten Tag an wusste, als man euch nebeneinander stehen sah.”
“Hat das wirklich immer so ausgesehen?”
“Ja, das hat es.”
“Aber waru.....” Harriet schnitt ihr das Wort ab.
“Ihr wahrt einfach zu schüchtern, um über das Thema zu sprechen. Ihr habt euch lieber in die Arbeit gestürzt oder euch andere Partner gesucht, aber innerlich wusstet ihr es schon immer.” Während Harriet das sagte, legte sie ihre Hand auf Mac´s Brust direkt über dem Herz. Als Dank für diese Worte nahm sie Harriet in den freien Arm, weil sie ja immer noch mit A.J. im Arm im Wohnzimmer standen.

Harriet und Mac gingen dann, gefolgt von Jingo, die Treppe hoch in A.J.’s Zimmer.

Während Mac den kleinen A.J. für das Bett fertig machte, sah Harriet ihr dabei genau über die Schulter und beschloss mit Mac später darüber zu reden, was sie eben sah.

10 Minuten später saßen die beiden Frauen wieder im Wohnzimmer mit zwei dampfenden Kaffeebechern in ihren Händen.

“Mac?”
“Ja.”
“Ich wollte mit dir darüber reden, was ich gerade da oben beobachtet habe.”
“Ich verstehe nicht, wie meinst du das? Habe ich etwas falsch gemacht?” fragte Mac aus Angst, etwas falsch gemacht zu haben.
“Nein, nein, du hast alles richtig gemacht. Wenn ich mich richtig erinnere, hattest du noch nie mit so kleinen Kindern wie A.J. zu tun.”
Mac bestätigte die Aussage von Harriet mit einem Kopfnicken.
“Aber was ich da oben gesehen habe, das sagt mir, dass du ein Naturtalent bist. Du hast A.J. noch nie ins Bett gebracht, aber du hast gerade alles richtig gemacht. Wenn ich mal überlege, wie lange ich gebraucht habe, bis ich alles richtig hinbekommen habe, und du machst das gleich beim ersten Mal richtig.” Mac sah dann wieder verlegen zu Boden.
“Mac, das muss dir nicht peinlich sein. Nicht jede Frau ist zur Mutter geschaffen, aber was ich eben gesehen habe, sagt mir, dass du einfach perfekt sein wirst.”
“Danke, aber ich habe trotzdem Angst.”
“Wovor hast du Angst?”
Sie atmete tief durch und begann zu sprechen. “Du weißt doch, meine Kindheit, ....... wenn man es denn überhaupt Kindheit nennen kann, war nicht gerade schön. Ich habe Angst, dass ich wie meine Mutter werde.”
“Deine Angst ist vollkommen unberechtigt. Ich sage dir, du bist dafür wie geschaffen, und ich glaube, deine schlechten Erfahrungen in deiner Kindheit haben dich dazu gebracht, dass du Kinder mit dem allergrößten Respekt behandelst.” Das bestätigte Mac mit einem Kopfnicken. “Das stimmt, da hast du Recht. Das hat mir Harm auch schon vorgeworfen.”
Harriet blickte Mac entrüstet an und fragte dann: “Was hat er?”
“Das ist nicht so, wie du denkst. Wir waren Gegner in einem Fall, wo ein Mann seine Frau umgebracht haben sollte, und Harm wollte mit mir um ein möglichst mildes Urteil verhandeln. Das Problem war, dass da noch sein Sohn war, und ich habe ihm dann vorgeworfen, dass es für ihn typisch sei zu verhindern, dass dieses Kind vaterlos aufwächst. Darauf hat er mir dann das gleiche mit weiblichen Opfern vorgeworfen. Wir haben uns in solchen Fällen eigentlich immer bemüht, dass wir ein Urteil bekommen, womit auch der Sohn oder die Tochter leben kann.”

“Mac?”
“Hmmm. Ja?”
“Weißt du eigentlich, warum Bud und ich uns entschlossen hatten, euch beide zu den Pateneltern von A.J. zu machen?”
“Nein, eigentlich nicht.”
“Einmal weil ihr unsere besten Freunde seid, und weil wir gehofft haben, euch damit zusammenzubringen, falls uns etwas passiert. Und ich sage dir eines, wir haben es nicht bereut, euch zu Pateneltern gemacht zu haben. Es ist einfach ein schöner Anblick, wenn ihr euch gemeinsam um den Jungen kümmert. Selbst wenn ihr euch vor Gericht wieder gegenseitig ausgestochen habt, wart ihr bei A.J. wieder so, wie es sich gehört. Eine Familie.” Als Mac gemerkt hatte, wie richtig Harriet damit lag, musste sie gleich wieder lächeln.
“Ich danke dir Harriet. Ich finde es wunderbar von euch, dass ihr so für uns da seid. Ich muss jetzt aber los. Ich bin schon müde, sei mir nicht böse.”
“Aber nicht doch Mac, du kannst heute Nacht auch hier schlafen.”
“Nein danke, Harriet, ich schlafe in Harms Appartement.”
“Ja ich glaube, das ist eine gute Idee. Da spürst du wenigstens seine Nähe. Ich gebe dir noch einen Tipp, zieh dir eines von Harms T-Shirts über. Das mache ich auch immer so, wenn Bud nicht da ist.” Mac lachte Harriet dann laut an.
“Weißt du Harriet, ich habe mir, ehrlich gesagt, schon vor Jahren eines von Harms Navy-Sweatshirts geklaut Und ich muss sagen, es wirkt.”
“Siehst du, genau das meinte ich, als ich dir sagte, ihr habt es schon immer gewusst.” Harriet legte ihr dabei wieder die Hand auf die Brust. Mac bedankte sich mit einer kräftigen Umarmung für den Abend.
“Danke Harriet, für alles.”


0100 Z-Zeit (20:00 Uhr EST)
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.


Als Mac das Apartment von Harm betrat, war das erste, was sie sah, das große Glas Nutella auf dem Esstisch. Sie warf auf dem Weg zum Tisch alles in die nächstbeste Ecke.

Als sie dort ankam, sah sie den Brief von Harm vor dem Glas liegen. Sie wollte sich eigentlich sofort über das Glas hermachen, aber nachdem sie den Brief sah, hatte sie beides ins Schlafzimmer gebracht und dort auf dem Nachttisch abgestellt. Sie ging erst unter die Dusche und ließ sich 30 Minuten lang das warme Wasser über ihren Körper laufen.

Als sie aus der Dusche kam, zog sie sich nur Harms Navy-Sweatshirt über und setzte sich mit dem Glas und dem Brief bewaffnet ins Bett. Während sie den Brief las, ging immer wieder ihr Finger in das Nutellaglas, um anschließend in ihrem Mund zu landen.

Es war der schönste Brief, den sie je gelesen hatte. Sie wollte gerade nach ihrem Kopfkissen greifen, um sich an etwas festhalten zu können, als sie merktef dass es nicht mehr da war. Ihr war sofort klar, wo es war. Deswegen nahm sie dann Harms Kopfkissen und atmete mit dem Kissen vor der Nase tief ein, um den Geruch in sich aufzunehmen.

Sie legte sich dann seitlich auf Harms Seite des Bettes und hielt sein Kopfkissen fest umklammer, nachdem sie das Radio eingeschaltet hatte.


Zur gleichen Zeit
100 Meilen Süd-Westlich von Washington D.C.
Harms Hotelzimmer

Harm lag mit den Händen hinter dem Kopf auf seinem Bett und starte die Wand an. Ihm gingen tausende von Gedanken durch den Kopf. Aber ein Gedanke war der wichtigste für ihn. “Mac darf nie etwas zu stoßen. Ich liebe sie einfach zu sehr.”

Er griff nach Mac´s Kopfkissen und atmete tief seinen Geruch ein. Es roch nach ihrem Shampoo. Er schaltete das Radio ein und legte sich mit dem umklammerten Kopfkissen auf die Seite.

Und zeitgleich lief in beiden Radios das gleiche Lied.

Ain't no sunshine when she's gone
It's not warm when she's away
Ain't no sunshine when she's gone
And she's always gone too long anytime
She goes away

Wonder this time where she's gone
Wonder if she's gone to stay
Ain't no sunshine when she's gone
And this house just ain't a home
Anytime she goes away

And I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know I know, I know, I know

Hey I'll leave the young thing alone
But ain't no sunshine when she's gone
Ain't no sunshine when she's gone
Only darkness everyday

Ain't no sunshine when she's gone
And this house just ain't no home
Anytime she goes away
Anytime she goes away
Anytime she goes away
Anytime she goes away

Als das Lied zuende gespielt war, schliefen sie beide mit Tränen in den Augen ein. Es war einfach zu schmerzhaft, nicht bei einander zu sein




Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
Petra
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RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#5 von Petra , 03.05.2007 01:16

0500 Z-Zeit (00:00 Uhr)
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

Die Tür zu Harms Apartment öffnete sich langsam, und eine behandschuhte Hand warf einige kleine Wurststückchen in die Wohnung.

Als Jingo das mitbekam, machte er sich sofort über diese kleinen Leckerlis her. Nur zwei Minuten später brach der Hund bewusstlos zusammen.

Die dunkle und große Gestalt spähte die ganze Zeit durch die Tür und konnte es gerade so verhindern, laut aufzulachen, als der Hund zusammengebrochen war.

Er öffnete langsam weiter die Tür, damit er hindurchpasste und ging dann mit leisen Schritten in das Schlafzimmer. Er blieb vor dem Bett stehen und grinste, als er Mac dort mit dem umklammerten Kopfkissen sah.

Er beugte sich leicht über sie und gab ihr einen Kuss auf die Lippen. In dem Moment schreckte Mac hoch und sah erschrocken in Palmers Gesicht.

Sie wollte ihn gerade anbrüllen, als er dann auch schon ein mit Äther getränktes Tuch auf ihren Mund presste.
“Nana, wer wird denn hier gleich herumschreien. Ich wollte Sie doch nur mitnehmen, damit Sie mir ein wenig Gesellschaft leisten können.”

Mac versuchte krampfhaft, sich von Palmer zu lösen, aber das Äther hatte nach wenigen Sekunden gesiegt, und sie fiel bewusstlos in das Bett zurück.

Palmer trat einen Meter zurück, um sich Mac noch mal anzusehen und grinste dann wieder, als er sah, dass sie außer dem Navy-Sweatshirt, das ihr bis zur Hüfte hochgerutscht war, nichts an hatte.

“Ms. MacKenzie, Sie haben ja ein Tatoo.” Grinsend schüttelte er den Kopf.

Er nahm die Hose, die neben dem Bett lag, und zog ihr die Hose über die Beine, um sie dann weiter bis zur Hüfte hoch zuziehen und sie dort zu schließen. Er legte sich dann neben Mac und machte von ihr, als er ihren Kopf auf seine Brust gelegt hatte, eine Polaroid Aufnahme. Anschließend ging er zum Esszimmertisch und stellte das Foto an eine schwarze Kerze, die er mitgebracht hatte.

Palmer ging wieder zum Schlafzimmer hoch, hob Mac dann mit beiden Armen über seine Schulter und ging zur Tür hinaus. Auf dem Weg zur Tür versetzte er dem bewusstlos liegenden Jingo noch einen Fußtritt.

“Tja Rabb, dich brauche ich nicht umzubringen. Ich brauche dich nur zu quälen. Wo auch immer du gerade bist.” Man hörte dann ein Lachen, während er mit Mac über den Schultern den Fahrstuhl betrat.
1100 Z-Zeit (06:00 Uhr EST)
100 Meilen Süd-Westlich von Washington D.C.
Harms Hotelzimmer

Harm lag mit den Händen hinter dem Kopf auf dem Bett. Er konnte irgendwie nicht mehr schlafen. Er war diese Nacht bereits mehrere Male schweißgebadet aufgewacht.

Er überlegte, welche Alpträume er gehabt haben musste, aber er konnte sich an keinen Traum erinnern. Schließlich verwarf er diese Gedanken und fing an, sich sein übliches Frühstück vorzubereiten. Währeddessen beschloss er, um 12:00 Uhr bei der Schwester des Admirals anzurufen.

1415 Z-Zeit (07:30 Uhr EST)
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia

Der Admiral trat aus dem Fahrstuhl heraus und stieß dabei beinahe mit seinem Schreibhengst zusammen.
“Oh, rntschuldigen Sie, Sir, ich habe gerade nicht aufgepasst.” Er nahm Haltung an und begrüßte seinen CO nach Vorschrift. “Guten Morgen Sir.”
“Guten Morgen, Tiner. Machen Sie sich keine Sorgen. Es ist ja nichts Schlimmes passiert. Schicken Sie mir Colonel MacKenzie sofort in mein Büro, wenn sie kommt.”
“Ja, Sir.”
Der Admiral ging dann weiter in Richtung seines Büros und war überrascht, dass schon so viele Leute am Arbeiten waren.

Er ging weiter und schloss seine Bürotür hinter sich.

30 Minuten später

Tiner saß beschäftigt an seinem Computer, um den letzten Brief des Admirals abzutippen, als aus der Gegensprechanlage die Chegwiddens Stimme drang.
‘Tiner, ich habe doch gesagt,Sie sollen mir den Colonel reinschicken, wenn sie da ist.’
“Ja Sir, der Colonel ist aber noch nicht da.” Noch bevor Tiner den Satz ausgesprochen hatte, stürmte der Admiral aus seinem Büro und kam vor Tiner´s Tisch zum stehen.

“Es ist 8:00 Uhr, der Colonel kommt normalerweise nie so spät. Rufen Sie sie sofort an.”
“Ja, Sir.”
“Ach Tiner, rufen Sie beim Commander an.”
“Aber Sir, der Commander ist doch nicht mehr in der Stadt.”
“Ich weiß, aber der Colonel ist da.”

Erstaunt darüber, dass sein C.O. wußte, wo Mac diese Nacht verbracht hatte, wählte er die Nummer von Commander Rabb.
Er ließ es zwei Minuten klingeln, bevor er auflegte.
Um Initiative zu zeigen, wählte er anschließend die Nummer von Lieutenant Colonel MacKenzie, aber auch dort legte er nach zwei Minuten wieder auf.

‘Sir, beim Commander geht keiner ran. Ich habe es auch schon beim Colonel zu Hause versucht, dort geht auch niemand ran’, drang es durch die Gegensprechanlage neben dem Admiral, der gerade wieder in eine Akte vertieft war.
“Na gut, dann ist sie bestimmt gerade unterwegs. Sollte sie in 15 Minuten nicht hier sein, sagen Sie mir Bescheid.”
‘Aye, Sir.’

15 Minuten später

‘Sir, der Colonel ist immer noch nicht da.’
Tiner hatte seinen Satz gerade beendet, als der Admiral auch schon aus seinem Büro gestürzt kam. Er ging weiter in das Großraumbüro und geradewegs auf Harriet Sims zu.

“Lieutenant Sims?”
“Sir.” Harriet nahm sofort Haltung an, als sie sah, wer sie da sprechen wollte.
“Lieutenant, sie fahren umgehend zum Apartment des Commanders und schauen, ob dem Colonel irgendwas fehlt. Wir versuchen seit 15 Minuten, sie zu erreichen.”

In Harriets Augen machte sich Sorge breit, bevor sie sagte: “Ja, Sir ich bin schon unterwegs.” Darauf griff sie ihre Tasche und rannte auf schnellstem Wege zum Fahrstuhl.

1330 Z-Zeit (08:30 Uhr EST)
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

Harriet lief mit schnellen Schritten die Treppe zu Harms Apartment hoch, weil ihr der Fahrstuhl zu lange brauchte, um herunter zu fahren.

Als sie vor der Tür stand, sah sie, dass die Tür einen Spalt offen stand. Sie öffnete langsam die Tür und rief in die Wohnung hinein. “Colonel, sind Sie da? Colonel?”

Als sie keine Antwort bekam, machte sie sich erst recht große Sorgen. Sie stand nun komplett in dem Apartment und sah sich um, bis ihr Blick auf den am Boden liegenden Jingo stehen blieb.

Der Hund versuchte krampfhaft aufzustehen, und Harriet bekam es langsam mit der Angst zu tun. Sie ging weiter durch die Wohnung ins Schlafzimmer, wo sie niemanden fand.

Sie wollte gerade wieder zu Jingo zurückgehen, als ihr Blick auf den Esszimmertisch fiel. Erschrocken ließ sie ihre Tasche fallen.

Harriet ging auf den Tisch zu und nahm das Foto von der Kerze weg. Als sie sah, dass Mac´s Kopf auf Palmers Brust lag, ließ sie vor Schreck das Foto fallen.

Sie rannte zu dem Telefon, das in der Küche hing, und wählte die Nummer des JAG.

‘PO Tiner, Vorzimmer von Admiral Chegwidden. Was kann ich für Sie tun?’
“Tiner, hier ist Lieutenant Sims, geben Sie mir sofort den Admiral.”
‘Ja, Ma’am.’

‘Sir, Lieutenant Sims ist am Telefon’, ertönte es durch die Gegensprechanlage des Admirals.
“Sofort durchstellen.”
‘Aye, Sir.”
‘Ma’am, ich stelle Sie jetzt durch.’

‘Lieutenant, was gibt es. Geht es dem Colonel gut?’
“Nein Sir, ich weiß es nicht. Sie ist nicht da, aber ihr Auto steht vor der Tür. Und dann habe ich gerade ein Foto vom Colonel und Palmer im Bett, an einer schwarzen Kerze gelehnt gefunden....”
‘Einen Augenblick Lieutenant.’

“Tiner, rufen Sie sofort die Polizei und Webb an, die sollen sofort zur Wohnung von Commander Rabb fahren. Der Colonel wurde möglicherweise entführt.”
‘Aye, Sir.’

‘Lieutenant, sind Sie noch da?’
“Ja, Sir, natürlich.”
‘Ich habe die Polizei informiert und werde auch gleich zu Ihnen kommen. Sie fassen jetzt nichts mehr an und warten vor der Wohnung des Commander, bis wir da sind. Haben Sie mich verstanden?’
“Ja, Sir. Verstanden. Ich nehme das Telefon mit raus auf den Flur, falls Sie mich noch mal erreichen wollen.”
‘Gut, bis gleich.’

20 Minuten später

Harriet stand weinend vor Harms Apartment und wartete, dass alle eintrafen. Ihr Mann Bud kam die Treppe hochgestürmt und nahm seine Frau sofort ihn die Arme.

Mattoni und Webb folgten ihm mit einigen Metern Abstand und wunderten sich, dass Bud mit seiner Figur so schnell hier hoch gekommen war.

“Was ist hier passiert?” brach es aus Webb heraus.
Harriet legte weinend ihren Kopf an Buds Brust.
“Meine Güte, was soll denn das ganze hier, warum sollten wir umgehend herkommen?” sprudelte es aus Webb heraus, als würde er jetzt ein wichtiges Footballspiel im Fernsehen verpassen.

Bud sah ihn daraufhin mit einem strafenden Blick an. Harriet dreht ihren Kopf wieder von Buds Brust weg und sprach mit leiser Stimme zu Webb, während Bud sanft seine Hand auf den Kopf seiner Frau legte.

“Ich war hier, um nach dem Colonel zu sehen, aber alles was ich gefunden habe, war ein Foto von Palmer und Mac.”

Webb stürmte daraufhin wie ein angestochener Pudel in die Wohnung und sah sich suchend in der ganzen Wohnung um, bis er das Foto vor dem Esszimmertisch liegen sah.

Er streifte sich ein Paar Handschuhe über und hob das Foto mit zwei Fingern auf. In dem Moment kam der Admiral in Begleitung von zwei Polizisten in die Wohnung gestürmt.

“Webb, was haben sie da?” Webb sah den Admiral grimmig an.
“Ich befürchte, Palmer hat sich den Colonel geschnappt.”
“Das habe ich mir schon fast gedacht, dass so was passiert. Sie und Ihre ganzen Geheimmissionen.” Der Admiral wollte gerade ausholen, bereit Webb dieses Mal mehr zu brechen als nur die Nase, als die Polizisten ihn schon an beiden Armen festhielten.

“Ist schon gut Officers, Sie können ihn los lassen. Ich denke, der Admiral beruhigt sich gleich wieder.”
“Beruhigen? Warum sollte ich mich beruhigen. Sie sind es doch, der nicht in der Lage ist, Palmer im Gefängnis zu behalten!”

Wütend stampfte A.J. aus der Wohnung, um nach Harriet zu sehen.
Harriet lag immer noch weinend in den Armen ihres Mannes.
“Es ist meine Schuld, ich hätte sie gestern Abend überreden sollen, bei mir zu übernachten.”
“Nein Lieutenant, Sie sind nicht Schuld. Damit hätte keiner gerechnet.” Nachdem er das gesagt hatte, löste Harriet sich von ihrem Mann und umarmte ihn.

Der Admiral, unsicher was er jetzt tun sollte, weil man ihm so etwas beim SEAL Training nie beigebracht hatte, klopfte ihr nur beruhigend auf die Schulter.

Bud nahm seine Frau dann an den Hüften, um sie vom Admiral zu entfernen, und führte sie dann die Treppe runter.

Der Admiral haute ihm dann einmal freundschaftlich auf die Schulter.
“Bringen Sie ihre Frau nach Hause, und kümmern Sie sich ein wenig um sie. Sie sind beide für heute freigestellt. Mattoni wird schon alleine mit Webb fertig werden.”

Bud nickte Mattoni zu, der die ganze Zeit im Abseits gestanden hatte, um das Treiben nicht zu stören, woraufhin Mattoni einmal seine Hand kurz anhob, um zu zeigen, dass alles in Ordnung war.

Der Admiral drehte sich zu Mattoni um. “Haben Sie mit Webb schon irgendetwas herausgefunden?”
“Nein Sir, tut mir leid.”
“Ja, mir auch”, brummte er vor sich hin und überlegte, wie er das Harm bloß erklären sollte. 'HARM! Oh Gott, ich muss meine Schwester anrufen.'
Er griff nach seinem Handy in der Brusttasche und wählte die Nummer.

Mattoni sah ihn während dieser Prozedur verwirrt an, weil er noch nie ein solches Minenspiel im Gesicht seines CO gesehen hatte.

‘Wanda O`Neill?’
“Hallo Schwesterchen, ich bin es A.J. Pass auf, es ist dringend! Wwenn Rabb anruft, sag ihm, er soll umgehend wieder herkommen. Ich warte im JAG Hauptquartier auf ihn.”
‘Ja natürlich mache ich das. Was ist los bei euch?’
“Tut mir leid, Wanda, ich habe jetzt keine Zeit, dir das zu erklären. Richte Rabb einfach aus, was ich dir gesagt habe.”
‘Alles klar.’
“Chegwidden Ende.”

Jetzt wusste Mattoni gar nichts mehr zu sagen. Er hatte seinen Admiral noch nie bei einem so persönlichen Gespräch gesehen. Nun wusste er, was Mac und Harm ihm bedeuteten. Er war aber keineswegs eifersüchtig, ganz im Gegenteil. Er war froh, dass er sich für seine Leute so einsetzte und wusste nun, dass er wirklich zu seinem CO kommen konnte, wenn er Hilfe brauchte.

Chegwidden rannte wieder in das Apartment und fiel beinahe über den immer noch verkrampft daliegenden Hund.

“Was soll denn das hier?”
“Ich glaube, das ist der Hund des Colonel.”
“Das ist mir auch klar, Webb. Ich meine, warum liegt er hier so merkwürdig? Officers, rufen Sie sofort einen Tierarzt, der soll sich den Hund mal ansehen. Es würde mich nicht wundern, wenn Palmer ihn vergiftet hat, um ohne Probleme in die Wohnung zu kommen.”

Einer der beiden Officers drehte sich um und griff nach seinem Funkgerät.

A.J. machte ein paar Schritte auf Webb zu.

“Haben Sie sonst noch was gefunden?”
“Ich denke schon, Admiral. Das Bild stand doch an der schwarzen Kerze, oder?”
“Ich glaube schon, aber worauf wollen Sie hinaus?”
“Ich glaube nicht, dass Harm schwarze Kerzen hat, dafür ist er nicht der Typ. Ich denke Palmer hat sie mitgebracht. um uns zu zeigen, dass er Mac töten wird.”
“Was erzählen Sie denn da für einen Mist?”
“Na überlegen Sie doch mal, Admiral, wie können Sie einem Menschen am meisten weh tun? Sie quälen ihn, habe ich Recht?”
“Stimmt, da haben Sie Recht.”
“Er wird niemals das Ziel haben, Rabb zu töten. Sein Ziel ist es, die zu töten, die ihm nahe stehen. Und was ist da besser, als den Menschen zu töten, der ihm am nächsten steht.”
“Ich sage Ihnen eins Webb, wenn Mac auch nur ein Haar gekrümmt wird, dann können Sie wirklich froh sein, wenn ich Ihnen nur die Nase breche.”

1420 Z-Zeit (09:20 Uhr EST)
100 Meilen Süd-Westlich von Washington D.C.
Harms Hotelzimmer

Harm wanderte ungeduldig in seinem Zimmer auf und ab. Er hatte ein ungutes Gefühl. Er konnte sich das auch nicht erklären, fühlte sich aber nicht wohl dabei, hier zu sein.

“Oh Mann, ich halt es nicht mehr aus. Ich rufe jetzt an.”
Harm holte den kleinen Zettel von A.J. aus seiner Tasche und wählte an einem Münztelefon die Nummer.

‘Wanda O’Neill?’
“Guten Tag, hier spricht Commander Rabb”
‘Ach der Commander, da bin ich aber froh das sie anrufen.’
“Ist irgendetwas passiert, Ma’am?”
‘Das weiß ich nicht. Mein Bruder hat mich vor einer halben Stunde angerufen und hat mich gebeten, Ihnen etwas auszurichten.’
“Ja und was sollen Sie mir ausrichten?”
‘Das weiß ich nicht, ich bin in letzter Zeit so vergesslich.’

“Ma’am, ich bitte Sie, es ist wichtig. Was sollen Sie mir ausrichten?”
‘Einen Moment bitte, ich suche gerade den Zettel. Ich habe es mir ja aufg..... Ahhhhh da ist er ja, er lag unter den Zeitungen.’
Harm war zu allem bereit, dieser Frau jetzt gegenüber zu stehen und ihr die Leviten zu lesen, auch wenn er es danach zwanzigmal mit dem Admiral aufnehmen müsste.
‘Ja gut, hier steht, Sie sollen umgehend zurückkommen. A.J. wartet auf Sie im JAG Hauptquartier.’
“Danke Ma’am.” Er legte auf, bevor A.J.’s Schwester auch nur irgendetwas sagen konnte und war froh, dass er wieder zurück durfte.

Er hoffte, dass Palmer gefasst worden war. Harm setzte sich ins Auto, nachdem er noch Mac’s Kopfkissen aus dem Zimmer geholt hatte, und fuhr sofort los.

Die anderen Sachen, die er mit hatte, waren ihm egal. Hauptsache, seine Sarah bekam ihr Kopfkissen wieder.

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen interessierten ihn nicht. Er fuhr einfach so schnell er konnte. Nach zwei Stunden war er am Hauptquartier angekommen.

1715 Z-Zeit (11:45 Uhr EST)
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Büro des Admirals

“Hallo Schwesterchen, ich wollte mal fragen, ob Rabb schon bei dir angerufen hat?”
‘Hallo A.J., ja hier hat ein Commander Rabb angerufen. Der war ganz schön unfreundlich, hat einfach aufgelegt, nachdem ich ihm deine Nachricht übermittelt habe.’
“Mach dir keine Gedanken, Wanda. Das hat er nicht mit Absicht gemacht. Ich werde ihm sagen, dass du ihn nicht sehr freundlich fandest, dann ist er es beim nächsten Mal.”
‘Danke A.J. Tschüß.’
“Hmm Ja, Tschüß.”

Zur gleichen Zeit vor dem Hauptquartier

“Oh Mann, endlich bin ich da. Aber jetzt brauche ich einen Anwalt. So viele Gesetze, wie ich gerade übertreten habe, gibt es gar nicht”, flüsterte Harm vor sich hin, während er über den Parkplatz lief.

Auf einmal hielt er inne. 'Warte mal, irgendwas stimmt hier nicht, Sarahs Wagen ist nicht da. Harm, du machst dir zu viele Gedanken, sie ist bestimmt zu einer Zeugenbefragung rausgefahren.'

“Hallo Tiner, kann ich reingehen?”
“Ja Sir, der Admiral wartet bereits auf Sie.”
Tiner wahr nun richtig verunsichert. Warum grinste der Commander denn so, wenn seine Freundin entführt wurde. 'Oh mein Gott. Er weiß es noch gar nicht!' schoss es ihm durch den Kopf.
Tiner wurde kreidebleich, als ihm diese Erkenntnis kam.

“Herein.”
“Comm.....” Harm wurde bei seiner Meldung von dem Admiral unterbrochen.
“Setzen Sie sich.” Harm spürte nun so langsam, dass etwas nicht stimmte.
“Commander, ich habe eine schlechte Nachricht für Sie. Hier habe ich eine Kopie eines Bildes, welches wir in Ihrer Wohnung fanden.”
Der Admiral überreichte Harm das Foto. Während Harm es sich ansah, fing er ungläubig an, mit dem Kopf zu schütteln.
“Nein..... Nein.....Neeeeeeiiiiiiiiiinnnnnnnnnnn. Das glaube ich nicht! Dieser Bastard!”

Ihm stiegen, während er das sagte, die Tränen in die Augen. Er stand auf und haute mit der Faust auf den Tisch des Admirals.
“Ich will ihn haben, und Sie werden mich nicht mehr wegschicken! Das werden Sie nicht schaffen. Davon kann mich keiner abhalten!” brüllte Harm seinen CO an.
“Commander, Sie vergessen sich. Setzen Sie sich sofort hin! Sie sind in diese Sache zu stark involviert. Ich kann nicht zulassen, dass Sie jetzt anfangen, ihn zu jagen.”
“Was wollen Sie machen? Wollen Sie es mir befehlen? Das brauchen Sie nicht. Wenn ich von Ihnen keine Unterstützung bekomme, dann haben Sie in zwei Minuten mein Abschiedsgesuch auf Ihrem Tisch liegen. Das ist jetzt Ihre Entscheidung.”
“Ich verstehe, Commander.”

Harm saß da und erwartete eine Standpauke.

“Commander? Wissen Sie noch, wie ich Ihnen einmal gesagt habe, ich zitiere: 'Wenn ich richtig gezählt habe, dann haben wir bereits gegen sieben verschiedene Bestimmungen des Truppen-Stationierungs-Abkommens mit Italien verstoßen, also nennen sie mich besser A.J.' ?”
“Ja Sir, damals habe ich Ihnen geholfen, Ihre Tochter aus den Händen von Waffenschiebern zu befreien.”
“Richtig, und ich habe Ihnen niemals dafür gedankt, dass Sie mir damals geholfen haben. Nun sehe ich eine Chance, denn bei so vielen Vorschriften, die wir ab jetzt brechen werden, nennen Sie mich wieder A.J.”

A.J. hielt ihm nach dem Gesagten seine Hand hin, die Harm dann auch allzu gerne nahm.

“Ich muss aber erst noch einen Anruf tätigen.”
Der Admiral wählte höchstpersönlich die Nummer, die er jetzt anrufen wollte. Das sagte Harm, dass er sich ab jetzt voll und ganz auf den Admiral verlassen konnte.

‘Roberts.’
“Lieutenant Roberts, Chegwidden hier.”
‘Hallo Sir, gibt es irgendetwas neues?’
“Nein, Bud, leider noch nicht. Ich rufe eigentlich an, weil ich Ihre Hilfe brauche. Können Sie umgehend herkommen? Sie sollen mich als JAG vertreten. Ich muss unbedingt weg, und Sie sind dann der Dienstälteste im Gebäude. Bringen Sie Ihre Frau mit, sie kann sich hier auf die Couch legen.”
‘Ja Sir, natürlich komme ich und danke für Ihr Vertrauen.’
“Chegwidden Ende.”

“Sir, ich hoffe, Sie wissen, dass seine Brust nun ganz schön anschwellen wird”, sagte Harm zu A.J. vor Freude, weil er nun einen Verbündeten hatte.
“Comm... Harm, wenn Sie mit ihrem Ego durch diese Türen passen, dann kommt Bud da ohne Problem durch”, gab A.J. ihm mit seinem SEAL-Grinsen zurück.

‘Sir, ich habe hier einen Anruf für den Commander’, kam es aus der Gegensprechanlage.
“Stellen sie ihn hierher durch.”
‘Ja Sir.’

“Commander Rabb.”
‘Hey Hammer, du bist ja ganz schön schwer zu finden.’
“Hallo Keeter, schön von dir zu hören, ich habe jetzt aber keine Zeit.”
‘Hammer? Irgendwas stimmt nicht mit dir. Was ist los?’
“Hey Keeter, das ist nicht der richtige Moment dafür.”
‘Hammer, sag mir endlich was los ist!' kam es dann so energisch durch das Telefon, dass selbst A.J. es hören konnte.
“Okay, Mac wurde entführt.”
‘Bleib wo du bist, ich bin in 20 Minuten bei dir.’
Bevor Harm auch nur etwas dagegen sagen konnte, hatte Keeter schon aufgelegt.

Harm stand nun da und betrachtete ungläubig den Telefonhörer.

“Harm, stimmt irgendetwas nicht?” fragte A.J. ihn ein wenig unsicher.
“Nein Sir, aber ich glaube, ich habe gerade noch jemanden rekrutiert, der uns hilft. Er ist in 20 Minuten da.”


20 Minuten später im Hauptquartier.

Die Roberts waren inzwischen angekommen, und der Admiral hatte Bud in alles eingewiesen.

“Sir, ich wünschte, ich könnte Ihnen dabei helfen”, sagte Bud schüchtern zu Harm.
“Bud, machen Sie sich keine Gedanken. Sie haben Frau und Kind, deswegen machen Sie das hier. Wir haben nicht soviel zu verlieren”, erwiderte Harm, während er Bud auf die Schulter klopfte.

“Keeter, da bist du ja.” Die beiden Freunde nahmen sich in die Arme und begrüßten sich erst mal innig.
“Hey Alter, ich habe gerade zwei Wochen Landgang bekommen und wollte dich besuchen kommen, und wie ich merke war das keine Sekunde zu früh. Was muss ich wissen?”
“Nicht hier und jetzt, wir fahren zu mir nach Hause und bauen uns dort unseren Kommandobunker auf. Gehen wir Admiral?”
“Von mir aus.”

1800 Z-Zeit (13:00 Uhr EST)
Nördlich der Union-Station
Washington D.C.

“So Mann, jetzt erzählst du mir erst mal, was hier los ist.” In dem Moment klingelte es an Harms Tür.

“Entschuldigt mich einen Moment.” Er öffnete die Tür und war sprachlos. Nach einigen Sekunden fanden seine Worte wieder den Mund.
“Skates, was machst du denn hier?”
“Hey nur nicht so unfreundlich, ich wollte nur mal wieder meinen alten Vornesitzer besuchen.”

Sie kam rein und umarmte ihn. Keeter und A.J. saßen am Küchentisch und sahen gespannt zu, was da an der Tür los war. Dann kam Harm mit Skates zum Küchentisch und stellte seinen alten RIO vor.

“Meine Herren, darf ich vorstellen, der wohl härteste RIO, mit dem ich je geflogen bin, Skates. Skates, das ist mein CO Admiral Chegwidden.” Kaum hatte Harm diesen Satz ausgesprochen, nahm Skates Haltung an.
“Rühren, Skates”, brummte A.J. mit belustigter Stimme.
“Aye, Aye, Sir.”

Harm stellte danach weiter vor. “Und das ist mein alter Akademie- und Zimmerkollege Keeter.”
“Ähm Harm, wenn ich zu einem ungelegenen Zeitpunkt komme, dann kann ich auch wieder gehen.”
“Nein Skates, ich denke du bist genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Setz dich erst mal hin. Willst du was trinken?”
“Ja, ein Wasser bitte, wenn es dir nichts ausmacht.”
Harm gab ihr sein Flyboygrinsen. “Ich mache doch alles für dich.”
“Macho.” Skates warf ihm eine Serviette entgegen. Harm kam zurück und gab Skates das Wasser. Darauf setze er sich auf den freien Stuhl neben Skates.
Er blickte nach unten und fing an zu erzählen. Er erzählte ihnen alles bis auf die Sache, dass er mit Sarah zusammen war, bis A.J. eingriff.

“Harm, ich denke Sie sollten den beiden alles erzählen.” Der Admiral nickte Harm aufmunternd zu.
“Nun ja, vielleicht solltet ihr wissen, dass ich nicht mehr auf dem freien Markt bin, was Frauen angeht.....”
Skates ergriff dann das Wort. “Sag mir jetzt bloß nicht, dass du mit Mac zusammen bist.” Harm nickte darauf leicht.
“Alter, Ich glaube es nicht, ihr habt es endlich geschafft”, brach es aus Keeter heraus. “Ich glaube es nicht, hat Mac dich also umgedreht. Das ist echt ein klasse Weib.”
“Hey, was soll denn das, weiß etwa die halbe Navy, dass wir zusammen gehören?”

“Die ganze Navy, Commander. Die ganze Navy weiß das, wofür Sie sechs Jahre gebraucht haben. Ich glaube ich kann mit gutem Recht behaupten, dass ich der erste war, der es gesehen hat, als ich Sie damals im Rosengarten des Weißen Hauses miteinander bekannt gemacht habe”, antwortete der Admiral.

“Und woher wusstet ihr es?” fragte Harm neugierig sein beiden Freunde.

Skates begann bevor Keeter etwas sagen konnte. “Ich habe es gesehen, als ich dich umarmt habe als sie mal neben dir stand. Ich hatte gedacht, Mac würde mich umbringen.”

“Tja und ich habe es in der Wüste gemerkt, als wir alleine waren. Ich habe immer versucht, mit ihr zu flirten. Aber sie hat immer abgeblockt und gesagt, dass du es mir wohl übel nehmen würdest, und dabei hatte sie dieses Glitzern in ihren Augen, das nur ein verliebte Frau hat.”
“Oh Mann, warum haben wir denn so lange gebraucht, um es zu sehen.”
“Weil ihr zwei blinde Idioten wart, aber das hat sich ja scheinbar gebessert”, gab Skates als Antwort. A.J. und Keeter nickten zustimmend.

“So und was machen wir nun?” fragte Skates ganz unverblümt.
“Hey Skates, ich kann nicht von dir erwarten, dass du dabei mitmachst. Das erwarte ich noch nicht mal von Keeter und dem Admiral.”

“Das lass mal meine Sorge sein. Ich werde schon ganz alleine entscheiden können, ob ich einem Freund helfe oder nicht. Also, was machen wir jetzt?”

Harm konnte nicht mehr und nahm seinen alten RIO in den Arm und sprach mit zittriger Stimme: “Ich weiß echt nicht, wie ich euch allen danken soll.”

“Danken kannst du uns, wenn wir dein Mädchen da raus geholt haben”, gab Keeter zum besten, während er seinem alten Kumpel Harm auf die Schulter klopfte.

“Danke, das bedeutet mir viel, das ihr hier seid.” Harm wurde wieder von einem Klopfen an der Tür unterbrochen.

“Entschuldigt mich.”

Harm ging zur Tür und konnte wieder nicht glauben, wer vor der Tür stand und Haltung angenommen hatte.

“Sir, ich bitte um Erlaubnis, offen sprechen zu können.”
“Erlaubnis erteilt.”
“Sir, ich kann nicht glauben, dass Sie so etwas idiotisches tun.”
“Wie bitte?” Harm verschränkte seine Arme vor der Brust und hob seine linke Augenbraue.

“Sir, ich meine, ich kann nicht glauben, dass Sie vergessen konnten, mich in ihren Plan einzuweihen. Es wäre idiotisch von Ihnen, mich nicht helfen zu lassen.” Darauf musste Harm lachen.

“Kommen Sie erst mal rein, Gunny.”
“Ja Sir, danke Sir.”
“Gunny, wenn Sie tatsächlich vorhaben, uns zu helfen, lassen Sie das 'Sir' weg. Das ist eine rein unmilitärische Operation.”

“Das glaube ich nicht”, kam es auf einmal vom Hausflur, als Harm die Tür schließen wollte. Harm drehte sich zum Hausflur um, um zu sehen, wer sich näherte.

“Gibbs, was zum Teufel tun Sie denn hier?”
“Das würde ich gerne mit Ihnen in Ihrer Wohnung klären.”
“Solange Sie mich nicht wieder festnehmen. Kommen Sie rein.”

Als A.J. Gibbs sah, sprang er auf und gab in seinem besten Kommandoton von sich: “Was zum Teufel tun Sie hier, Gibbs?” Dabei verschränkte er seine Arme und die beiden Sturköpfe starrten sich gegenseitig in die Augen, als würden sie einen Hahnenkampf ausfechten.

Harm unterbrach dann den stillen Kampf der beiden.
“Meine Herren, lassen Sie das doch bitte, wir haben zur Zeit andere Probleme.”
Harm führte die beiden Streithähne zum Tisch und bat auch den Gunny, Platz zu nehmen.

“Gunny, warum sind Sie hier?”
“Sir, wenn Sie sich erinnern war es Colonel MacKenzie, die mir meine neue militärische Karriere ermöglicht hat, und ich werde ihr auf ewig dafür dankbar sein. Hiermit möchte ich meiner Dankbarkeit Ausdruck verleihen.”

“Sehr lobenswert Gunny, ich möchte aber, dass Sie wissen, wenn Sie hier mitmachen, kann es ganz schnell mit ihrer neuen Kariere zu Ende sein. Wir werden eine ganze Menge Gesetze brechen, wenn wir das hier durchziehen.” Harm wurde in seinem Redefluss jedoch unterbrochen.

“Und damit genau das nicht passiert, bin ich hier.” Alle sahen ganz erstaunt den Special Agent vom NCIS an.

“Ich habe die Genehmigung von meinem Direktor bekommen, Ihnen jegliche Unterstützung, die meine Behörde liefern kann, zu geben.”

“Warum tun Sie das, Gibbs?” kam es mit missmutiger Stimme von A.J.

“Ganz einfach, ich kann Webb nicht leiden und da dachte ich mir, arbeite ich mit dem kleineren Übel. Ich hätte mir aber nie vorstellen können, dass Sie dafür eine halbe Division rekrutieren könnten.”

“Sehen Sie Gibbs, im Gegensatz zu Ihnen gibt es Menschen, die Freunde haben. Und die, die Sie hier sehen, sind die besten Freunde von Commander Rabb und Colonel MacKenzie.” Dies beantwortete Gibbs erst mal mit einem kurzen Lachen.

“Das stimmt Admiral, ich glaube nicht, dass sich so viele Leute um mich Sorgen machen, wie das hier der Fall ist.”

Harm dreht sich auf seinem Stuhl, so dass er Gibbs genau in die Augen sehen konnte.
“Was wollen Sie, Gibbs?”

“Ich will, dass Sie in meinem Team mitarbeiten und uns helfen, diesen Bastard zu finden.”

Der Admiral beugte sich über den Tisch zu Gibbs.
“Das können Sie vergessen! Wenn, dann arbeiten Sie in unserem Team mit, und der Commander hat das Sagen!”

“Das hätte ich nicht von Ihnen erwartet, Admiral. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie auf die Befehle eines Commanders hören.”

“Nun sehen Sie, das ist so: der Commander gibt mir keine Befehle sondern Vorschläge, die ich gedenke zu tun”, sagte der Admiral mit einem verschmitzten SEAL-Lächeln zu Gibbs.

“Nun weiß ich, warum Sie Anwalt geworden sind.”

“Können wir diese ganze Zuständigkeitsscheiße jetzt mal hinter uns lassen, wir haben noch was zu tun!” warf Keeter mit einem energischen Tonfall ein, um diese unsinnige Konversation zu beenden. Das hatte Harm aber keineswegs überrascht, denn er kannte seinen Kumpel gut genug, um zu wissen, dass der kein Blatt vor den Mund nahm, auch nicht vor einem Admiral.

“Also, gut Gibbs, was haben Sie bis jetzt heraus gefunden?” fragte Harm den Spezial-Agenten.

“Um ehrlich zu sein, haben wir bis jetzt gar nichts. Das hängt möglicherweise auch damit zusammen, dass dieser Webb gar nicht weiß, was er tut. Haben Sie denn schon eine Idee?” fragte Gibbs den neben ihm sitzenden Harm.

“Nun ja, ich habe mir da schon einige Gedanken gemacht. Haben Sie die Fotos schon gesehen, die Palmer in seiner Zelle hatte?”

Gibbs sah ihn erstaunt an. “Was für Fotos, ich weiß von keinen Fotos.”

Alle fielen für kurze Zeit in missmutiges Schweigen, bis Harm vor Wut auf die Tischplatte schlug.

“Webb, wenn ich diesen Mistkerl zwischen die Finger kriege! Ich will gar nicht wissen, wie oft wir ihm schon sein mieses Leben gerettet haben, und dann macht der so was!”

“Harm, beruhigen Sie sich wieder. Ich verspreche, dass seine Nase das harmloseste sein wird, was ich ihm brechen werde.”

Harm setzte sich wieder auf seinen Stuhl. “Entschuldigen Sie, Sir.”

“Haben Sie diese Fotos?” fragte Gibbs dann neugierig.

“Nein, die Fotos haben wir nicht, aber ich habe Kopien.” Der Admiral reichte Gibbs die Akte mit den Kopien der Fotos, und Harm begann zu erklären.

“Sehen Sie das Foto hier, das war vor vier Wochen. Da war ich mit Sarah im Einkaufszentrum.”
“Woher wissen Sie, dass es genau der Tag war?”




Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
Petra
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RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#6 von Petra , 03.05.2007 01:19

“Sarah konnte sich mal wieder nicht entscheiden, was sie anziehen soll, und da habe ich ihr dieses Outfit zusammengestellt.” Auf dem Bild war zu sehen, dass Sarah ein schulterfreies Top und einen knöchellangen Wickelrock trug.

Gibbs sah seinen Nachbarn skeptisch an. “Sagen Sie mal Harm, warum stellen Sie Ihrer Partnerin ein Outfit zusammen?” Ein Raunen ging durch alle Anwesenden.
Gibbs sah sich einen nach dem anderen der Anwesenden an, bis ihm im Hintergrund etwas auffiel. Sein Blick blieb im Schlafzimmer hängen.

“Also, wie ich das hier gerade sehe, führen Sie eine illegale Beziehung mit dem Colonel, oder die Navy trägt inzwischen auch die Uniformen der Marines.” Er sah Harm dabei fragend an, als würde er ihm am liebsten wieder Handschellen anlegen.

“Ich befürchte, Sie haben Unrecht Gibbs. Der Commander und der Colonel führen eine offiziell genehmigte Beziehung miteinander. Ich habe das sogar schriftlich vom SECNAV.” Der Admiral zeigte Gibbs danach gleich wieder sein verschmitztes SEAL-Grinsen.

“Hey, das reicht mir so langsam. Ich habe die Befürchtung, Sie sind auf einen Zweikampf aus. Gibbs, Admiral, entweder Sie gehen raus, um sich zu prügeln, oder wir machen hier weiter und versuchen Harms Freundin da rauszuholen. Harm sag doch auch mal was.” Keeter haute seinem Kumpel als Unterstützung für seine Argumente auf die Schulter, was Harm wieder aus seinem Tagtraum aufschrecken ließ.

“Oh entschuldige Keeter, hast du was gesagt?”
“Hey Harm, was ist mit dir los?” fragte Skates ganz besorgt.
“Ich weiß nicht, ich bin mir nicht sicher. Ach was, es war nichts.”
“Commander, sagen Sie uns endlich, was los ist!” kam ihm A.J. im Kommandoton entgegen.
“Ja Sir, natürlich. .......... Ich habe Sarah gesehen...”
“Wo haben Sie sie gesehen?” fragte der Admiral weiter.
“Ich weiß nicht, Sir. Es war so undeutlich.” Nachdem er das sagte, sackte er auf dem Stuhl zusammen.

“Gunny, rufen Sie sofort einen Arzt. Keeter, helfen Sie mir mal, Harm zur Couch zu tragen.” Gibbs sah sich das Ganze an und verstand nicht, warum alle so auf diesen Traum eingingen.

Als sie Harm zur Couch getragen hatten, kam er langsam wieder zu Bewusstsein.
“Commander, Harm, hören Sie mich?” Der Admiral schüttelte ihn an den Schultern.

“Ja, Sir. Was ist passiert?” Er rieb sich mit beiden Händen die Augen in der Hoffnung, damit seine Verwirrung auszutreiben.

“Bleiben Sie liegen, Harm. Ein Arzt wird gleich hier sein. Wann haben Sie das letzte Mal was gegessen?”

“Heute Früh.”
“Und wie haben Sie die letzte Nacht geschlafen?”
“Zuerst eigentlich ganz ruhig, aber ab Mitternacht ungefähr bin ich immer wieder von Alpträumen wach geworden. Wieso?”
“Das habe ich mir gedacht.”
“Sir?” Harm sah ihn verunsichert an und fragte sich, auch warum sein CO das alles so genau wissen wollte.

“Nun ja, der Hund vom Colonel wurde von Palmer vergiftet, aber machen Sie sich keine Sorgen, dem Hund geht’s wieder gut. Aber nach der Abbaurate des Giftes und der Art der Krämpfe, die der Hund hatte, haben die Tierärzte einen Vergiftungszeitpunkt um Mitternacht festgestellt.”
Jetzt begriff Harm, worauf sein CO hinaus wollte.

“Sir, ich habe aber noch nie Visionen gehabt, so wie Sarah. Okay, ich hatte schon mal Visionen, aber die waren in einem ganz anderen Zusammenhang. Die hatten psychologische Gründe.”
“Harm, Sie haben so viele gemeinsame Fähigkeiten, warum denn nicht auch diese?” erwiderte sein CO.

“Sir, wenn dem so wäre, warum hatte ich bis jetzt nie Visionen?”
“Weil Sie es nie brauchten.”

Harm sah ihn immer noch skeptisch an und wunderte sich, als er merkte, dass sein CO mit ihm sprach, als wäre er sein Vater.

Der Admiral drehte sich zu Skates um.
“Skates, gehen Sie doch mal ins Schlafzimmer und gucken mal, ob Sie irgendetwas Persönliches von Mac finden.”
“Aye, Sir.”

Skates stürmte sofort los, weil sie wusste, wie wertvoll diese Fähigkeit wäre. Sie erinnerte sich in dem Moment genau daran, wie Sarah sagen konnte, wo er nach dem Absturz war.

Gibbs stand immer noch ohne ein Wort zu sagen da und sah sich das ganze Schauspiel an. 'Sind die denn jetzt alle verrückt geworden? Was soll denn diese Scheiße mit den Visionen?'

“Sir, mir ist da gerade was aufgefallen.”
“Was denn, Commander?”
“Ich saß gerade auf dem Stuhl, auf dem Mac immer saß, wenn sie hier war.”

Skates kam mit einem USMC T-Shirt wieder, das sie gerade aus dem Wäschekorb gefischt hatte.

“Hier Admiral, ich denke das sollte helfen.”

Der Admiral nahm ihr das T-Shirt ab.

“Was besseres war wohl nicht zu finden”, sagte er grinsend, als er die Aufschrift las.

“Hier Harm, nehmen Sie das und lehnen Sie sich zurück.” Nachdem A.J. das gesagt hatte, kam der Gunny von hinten an.

“Hier Sir, vielleicht sollte der Commander erst mal was trinken.”
“Danke Gunny. Und fangen Sie den Arzt unten ab und sagen Sie ihm, es sei falscher Alarm gewesen.”
“Aye, Sir.”

“So wie es aussieht, geben Sie ja jetzt doch noch die Befehle”, sagte Harm dann mit einem Lächeln auf den Lippen, bevor er das Glas Wasser in einem Zug weggetrunken hatte.

“So Commander, nehmen Sie das T-Shirt und legen Sie sich zurück, wir lassen Sie in Ruhe.”

Die Gruppe ging dann wieder zum Tisch zurück, außer Skates, die sich neben Harm auf die Couch setzte und seine Hände hielt, in denen er das T-Shirt festhielt.

Er öffnete noch mal seine Augen und sah sie an. “Danke Skates.” Danach schloss er seine Augen wieder und versuchte, sich zu konzentrieren.

Als alle wieder am Tisch saßen, fragte Gibbs: “Was soll das Ganze mit diesen Visionen?” Er sah dabei alle fragend an.

Der Admiral begann dann, ihm das zu erklären.
“Als der Commander seinen letzten Absturz hatte, konnte Mac mit Hilfe von Visionen sagen, wo er war und das, obwohl sie meilenweit voneinander entfernt waren. Die beiden verbindet irgendetwas, ich weiß nicht, wie ich es klären soll. Die beiden können sich unterhalten, ohne dass auch nur einer ein Wort sagt.”

“Ich habe mal gesehen, wie sie das zehn Minuten lang getan haben, und das einzige, was sie dann gesagt haben war “einverstanden”. Wenn ich mich richtig erinnere, haben sie in diesem wortlosen Gespräch ihre Verteidigungstaktik besprochen”, warf der Gunny dann ein.

“Sie wollen mich doch verarschen, oder was?”

“Nein, Sie können uns das glauben. Es ist so”, erwiderte der Admiral.

“Und was hoffen sie jetzt durch diese Vision zu finden?”

“Vielleicht kann er dann sehen, wo Mac ist.”

Keeter fiel in diesem Moment auf, worauf Harm vor seiner Bewusstlosigkeit hinaus wollte. “Hey, ich glaube, ich weiß jetzt was Harm vorhin sagen wollte. Hier, sehen Sie die Fotos? Wenn diese gemacht wurden, als dieser Palmer noch im Knast saß, dann heißt dass, er hat einen Komplizen.” Die anderen nickten ihm zustimmend zu.

Gibbs wurde klar, worauf er hinaus wollte. “Kann ich die Kopien mitnehmen? Vielleicht kann Abby darauf etwas entdecken.”

“Abby?” fragte A.J. nach.
“Ja, Abby ist unsere Labortechnikerin und ein As, wenn es um Bildbearbeitung geht.”

“Gut, machen Sie das. Hier haben Sie meine Handynummer. Wenn Sie etwas finden, geben Sie uns sofort Bescheid.”

Harm lag auf der Couch, der Schweiß rann ihm die Stirn heruntern und seine Pupillen tänzelten wie wild unter seinen Augenlidern hin und her.

In dem Moment, als Gibbs das Apartment verlassen wollte, fuhr Harm hoch.
“Dieses Schwein, er hat beide.”

Gibbs drehte sich sofort um und kam mit den anderen auf ihn zu gestürzt. Harm flossen die Tränen das Gesicht herunter, und vor lauter Verzweiflung umarmte er Skates, die die ganze Zeit neben ihm gesessen hatte.

Die Anwesenden ließen ihn einen Augenblick gewähren, bis der Admiral die weinende Stille brach.
“Harm, sagen Sie uns, was sie gesehen haben.”

Harm löste sich aus der Umarmung und wollte sich gleich bei Skates entschuldigen, aber bevor er etwas sagen konnte, legt Skates einen Finger auf seinen Mund.
“Schhhhht......... Dafür sind Freunde da.”

Er drehte sich mit seinen verweinten Augen zu seinem CO um.
“Sie leben beide, sie sind zwar bewusstlos, aber sie leben.”
“Wenn hat er noch?” fragte A.J. ungeduldig.

Harm schluckte, bevor er weiter erzählte.
“Sie haben auch Renee. Ich glaube, ich habe auch den Komplizen erkannt.”
“Wer ist der Komplize?”

Bevor Harm antwortete, setzte er sich erst mal richtig auf die Couch hin und rieb mit seinen Händen seine Augen.
“Major Hartcastle.”

Gibbs griff sofort nach seinem Telefon.
“Tony, überprüfe umgehend einen Major....”, er sah Harm an, um zu sehen, ob er ihm auch den Vornamen nennen konnte.
“Jon”, sagte Harm mit zittriger Stimme.
“Major Jon Hartcastle. Beeile dich! Melde dich sofort, wenn du was hast.” Noch bevor Tony ihm antworten konnte, hatte Gibbs schon aufgelegt.

Gibbs drehte sich zu dem Admiral um und fragte ihn dann: “Wer ist dieser Major Hartcastle?

“Major Hartcastle stand wegen Veruntreuung vor Gericht. Colonel MacKenzie war die Anklägerin und hat ihn regelrecht auseinander genommen. Und der Commander war sein Verteidiger. Hartcastle wurde verurteilt und dazu unehrenhaft entlassen mit Verlust aller Pensionsansprüche. Hartcastle wollte eine Beschwerde einreichen, weil er sich nicht ausreichend verteidigt gesehen hatte. Die Beschwerde wurde aber von der Richterin zurückgewiesen, weil sie dafür keine Zeichen sehen konnte.” Harm nickte unterstützend, und zur gleichen Zeit machte sich Gibbs einige Notizen in seinem Notizblock.

“Und wer ist Renee?”

“Renee ist meine Ex-Freundin”, sagte Harm frei gerade raus.

“Wie ist ihr Nachname, und wo wohnt sie? Ich werde sofort meine Leute auf diese Spur ansetzen.”

“Peterson, sie ist mit einem Bestattungsunternehmer zusammen. Ich weiß nicht, wo sie jetzt wohnen.”

Gibbs nahm darauf wieder sein Telefon.
“Kate, überprüfen Sie die Vermisstenkarteien nach einer Renee Peterson. Hat Tony schon etwas herausgefunden?”
‘Ja hat er, ich gebe Sie weiter. Tony, er will Sie sprechen.’
‘Boss?’
“Nun sag schon, was hast du?”
‘Ja Boss, also das einzige, was ich gefunden habe, ist sein letzter bekannter Aufenthaltsort, und das war ein Motel in der Nähe von Leavenworth.’
“Fahr sofort da hin und quetsch den Hotel Besitzer aus. Nimm Abby mit, zur Spurensicherung im Hotelzimmer.”
Gibbs legte wieder - so wie es seine Art war - auf, bevor Tony etwas sagen konnte.

“Möglicherweise ist dieser Hartcastle unser Fotograf. Aber in welchem Zusammenhang stehen Palmer und Hartcastle?” fragte der Admiral mehr sich selbst, und war dann doch überrascht, dass Harm antwortete.

“Während der Verhandlung kam ein Gerücht auf, das besagte, dass Hartcastle dem DSD Informationen zu gespielt haben soll. Das war aber alles. Es konnten keine Beweise dafür gefunden werden, deswegen konnte Sarah das nicht vor Gericht verwenden”, antwortete Harm, der sich inzwischen wieder beruhigt hatte.

“Commander, konnten Sie sonst noch etwas erkennen?” fragte der Admiral, bevor Harm noch etwas vergaß.

“Nein Sir, ich konnte nur sehen, dass sie beiden leben. Sie sind bewusstlos und hängen an einem Tropf. Ich konnte aber nicht erkennen, was das für eine Flüssigkeit war. Und Hartcastle stand in einer Ecke und drehte ein Messer mit der Spitze in seinem Finger und grinste.”

In dem Moment klingelte Gibbs' Telefon.
“Gibbs.”
‘Kate, hier. Renee Peterson wurde vor fünf Tagen als vermisst gemeldet. Ihr Verlobter hatte die Anzeige aufgegeben, und die Polizei hat bis jetzt noch keine Spur.’
“Gut Kate, suchen Sie weiter.”
Und wieder hatte Gibbs aufgelegt.

Er drehte sich zu Harm um. Er war jetzt eindeutig überzeugt, dass diese Visionen wahr waren.

“Renee wurde schon vor fünf Tagen als vermisst gemeldet. Er hatte wohl zu erst versucht, so an sie heranzukommen.”
“Nein Gibbs, das kann nicht Palmer gewesen sein. Palmer ist erst vor zwei Tagen ausgebrochen. Ich vermute, Hartcastle hat sich Miss Peterson geschnappt.”
Gibbs nickt zustimmend, während der Admiral das sagte.

“Wir wissen jetzt zwar, wer sein Komplize ist und dass er noch eine Geisel hat, aber wir wissen immer noch nicht, wo sie sein könnten”, sagte Gibbs mit verzweifelter Wut. Dann trat der Gunny neben ihn.
“Doch Sir, fragen Sie ihren Partner doch mal, bis wann Hartcastle in dem Motel war.”

Gibbs sah sich seinen Gegenüber an und konnte nicht fassen, das er nicht selbst darauf gekommen war. Er griff sofort wieder zu seinem Telefon.
“Tony? Bis wann war Hartcastle in dem Motel.”
‘Ähm warte Boss, ich habs gleich. Ahh, hier steht es. Er war bis vor drei Tagen dort Gast, ich wollte gerade mit Abby losfahren.’
“Gut mach das, wir kommen auch.”
Und wieder war sein Telefon zugeklappt.

Harm konnte sich denken, was Gibbs erfahren hatte und sprang auf.
“Gunny, Sie kehren ins Hauptquartier zurück, wir werden mit Ihnen in Kontakt bleiben.”
Der Gunny wollte gerade widersprechen, als Harm weitersprach.
“Keine Widerrede, wir brauchen jemanden, der uns hilft. Von Bud kann ich das nicht verlangen. Er hat dabei zu viel zu verlieren.”

Der Gunny konnte zu seinem Bedauern nicht widersprechen.
“Aye, Sir.”

“Ich fahre, ich habe genug Platz für uns alle in meinem SUV.”
Sie machten sich kurz darauf alle auf den Weg.

Auf dem Weg zum Auto griff der Admiral nach seinem Handy und rief einen alten Freund auf der Andrews Air-Force-Base an, um ihn an eine alte Schuld zu erinnern.

“So, wenn wir in Andrews ankommen, steht eine Maschine für uns bereit.”

Gibbs nickte und nahm sein Telefon.
“Tony, wir treffen uns auf der Andrews Air-Force-Base.”
Und schon wieder war das Telefon zugeklappt.

Auf dem weg zum Flughafen war es totenstill im Auto. Skates saß neben Harm auf dem Beifahrersitz und machte das Radio an, um wenigstens ein bisschen Musik zu hören. Als sie aber hörte, was gerade angespielt wurde, wollte sie zum nächsten Sender umschalten. Harm hielt sie aber davon ab, indem er ihre Hand festhielt.

Ain't no sunshine when she's gone
It's not warm when she's away
Ain't no sunshine when she's gone
And she's always gone too long anytime
She goes away

Wonder this time where she's gone
Wonder if she's gone to stay
Ain't no sunshine when she's gone
And this house just ain't a home
Anytime she goes away

And I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know, I know, I know, I know
I know, I know I know, I know, I know

Hey I'll leave the young thing alone
But ain't no sunshine when she's gone
Ain't no sunshine when she's gone
Only darkness everyday

Ain't no sunshine when she's gone
And this house just ain't no home
Anytime she goes away
Anytime she goes away
Anytime she goes away
Anytime she goes away

Skates spürte sofort, was das Lied für ihn bedeutete, und wischte ihm die Tränen aus dem Gesicht. Gibbs rollte erst mit den Augen, als er das Lied hörte. Aber als er sah, was auf den Vordersitzen vor sich ging, hielt er es für besser, seine Klappe zu halten.

“Harm, fahr rechts ran. Ich fahre weiter.”
“Nein danke, Skates, es geht schon.” Als er jedoch die Hand des Admirals auf seiner Schulter spürte, fuhr er sofort rechts ran und tauschte mit Skates den Platz.


20 Minuten später auf der Andrew Air-Force-Base

Alle kamen gleichzeitig an und begrüßten einander.
“Hey Boss, ich hoffe doch, dass wir nicht wieder mit so einer Transportschüssel fliegen müssen.”
“Halt die Klappe, Tony.”

Skates und Abby verstanden sich auf Anhieb. Sie wussten sofort, dass sie viele Gemeinsamkeiten hatten.
Der Admiral führte sie an einigen Hangars vorbei, bis sie vor einem Flugzeug stehen blieben.

Tony strahlte über beide Ohren, als er das Flugzeug sah.
“Super Boss, eine Gulfstream.”
“Tony, halt die Klappe.”

Ein Mechaniker kam auf den Admiral zu und machte Meldung.
“Sir, ich befürchte, wir haben keine Piloten, die sie fliegen können. Es tut mir leid.”
“Ja, mir auch”, sagte er schmollend, weil er nun genau wusste, wer fliegen würde. Er drehte sich zu Harm und Keeter um.
“Meine Herren, leider kann man uns keine Piloten zu Verfügung stellen. Keeter, würden Sie fliegen?”
“Ja, Sir, mit dem allergrößten Vergnügen.” Keeter strahlte über beide Ohren.

Abby wandte sich an Skates. “Warum strahlt er denn so?”
Skates sah ihre neue Freundin an. “Ach, hat man Ihnen das wohl noch nicht gesagt. Commander Rabb und Commander Keeter sind Piloten, und ich bin RIO.”

Tony, der das Gespräch zwischen Abby und Skates mitbekommen hatte, fragte dann ängstlich: “Ihr seid doch nicht etwa Kampfpiloten?” Er brauchte aber auf keine Antwort zu warten, das Strahlen in Keeters und Skates' Gesichtern sagte ihm alles.

“Ich hoffe, die haben an Board irgendwelche Kotztüten.”
Alle stiegen ein, und Abby setzte sich neben Harm, weil sie spürte, dass etwas nicht stimmte.

“Haben Sie Probleme, Commander?”
“Nein danke, es geht schon Miss Sciuto.”
“Nennen Sie mich Abby, das machen alle.”
“Ich bin Harm”, sagte er dann, während er wieder aus dem Flugzeug sah.

Abby ließ aber nicht locker und wollte wissen, was los war. Sie sah ihren Boss an, der ihr aber auch nichts sagte. Dann beschloss sie, nach vorne ins Cockpit zu gehen.

“Hallo Skates, hallo Keeter. Kann ich Sie mal was fragen?”
“Na klar doch, was gibt es denn?”, sagte Skates mit ihrer freundlichen Stimme.

Skates erzählte ihr alles, bevor sie die Starterlaubnis erteilt bekamen.
“Abby, setzen Sie sich bitte wieder hin und achten Sie ein wenig auf Harm.”
“Ja natürlich.”

Sie drehte sich im Schockzustand zu Harm um, ging langsam auf ihn zu und setzte sich neben ihn hin.
Auf einmal sah sie, dass er krampfhaft die Tränen der Wut unterdrückte. Sie legt ihre Hand auf seine, wofür sie auch mit einem kleinen Lächeln von Harm belohnt wurde.
“Hat Skates es Ihnen erzählt?”
“Ja, hat sie. Es tut mir Leid.”
Er zögerte ein wenig bis er antwortete. “Danke.”

Gibbs sah sich das Ganze an und drehte sich zu A.J. um.
“Sagen Sie Admiral, hat der Commander immer so einen Schlag bei Frauen?”
“Fragen Se lieber nicht.”

In dem Moment startete auch schon das Flugzeug.

Als die Maschine in der Luft war, wollte Harm seine Augen schließen, als ihm auf einmal “Chloe” einfiel.
A.J. schreckte hoch, weil er auch gerade angefangen hatte zu dösen.

“Admiral, wir müssen Chloe noch Bescheid sagen.”
“Ich verstehe Sie ja, Commander, aber ich denke, dass ist keine so gute Idee. Sie würde sich nur Sorgen machen, und das können wir jetzt nicht gebrauchen.”
“Ja Sir.” Er lehnte sich wieder zurück und schloss die Augen. In seinen Händen hielt er immer noch Sarahs T-Shirt.

Plötzlich fing er an zu schwitzen, und seine Pupillen tanzten wieder wie wild unter seinen Augenlidern.

Abby hatte das beobachtet und wollte ihn gerade wieder aufwecken, als sie aber vom Admiral zurückgehalten wurde.

“Aber Sir, wir müssen ihn aufwecken, er hat einen Alptraum.”
“Nein, Miss Sciuto. Ich glaube nicht, dass das ein Alptraum ist.”
“Sir? Was soll das denn sonst sein?”
“Abby, beruhige dich. Der Admiral hofft, dass der Commander eine Vision hat”, sprach Gibbs, bevor A.J. etwas sagen konnte.


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
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RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#7 von Petra , 03.05.2007 01:25

Zur gleichen Zeit im JAG Hauptquartier

Der Gunny trat aus dem Fahrstuhl. als ihm auch schon Bud entgegenkam.
“Gunny. wissen Sie, wo der Commander ist?”
“Ja Sir, das kann ich Ihnen aber nicht sagen.”
“Wieso können Sie mir das nicht sagen, Gunny?”
“Es war der Befehl des Commanders, Sie dürfen von nichts erfahren. Es geht darum, dass Sie sich und ihre Familie nicht in Schwierigkeiten bringen.”
“Na gut, ich verstehe. Ich wollte dem Commander nur ein Päckchen geben, dass gerade hier abgegeben wurde.”
“Sir, das können Sie mir geben. Ich bin hier, weil ich den Commander ständig auf dem Laufenden halten soll.”
“Okay, dann sagen wir mal so, ich habe Sie nie hier gesehen, und ich habe nie dieses Päckchen bekommen, das ich hier auf den Tisch lege.” Bud zwinkerte dem Gunny zu und drehte sich anschließend um, um wieder in dem Büro des JAG zu verschwinden.

Der Gunny öffnete das Päckchen und erschrak, als er sah, was darin war.
Er griff sofort nach seinem Telefon und wählte die Nummer von Commander Rabb.

Im Flugzeug

Alle schreckten hoch, als sie das Klingeln aus Harms Jackentasche vernahmen.
“Miss Sciuto, holen Sie mir schnell das Telefon aus seiner Tasche, er darf nicht aufwachen.”

Abby fischte mit gekonnten Fingern das Telefon aus der Tasche und gab es A.J., der sofort ran ging.
“Chegwidden.”
‘Sir, Gunny Galindez hier, Sir.’
“Was gibt es Gunny?”
‘Im Hauptquartier wurde ein Päckchen für den Commander abgegeben, und ich habe es geöffnet.’
“Erzählen Sie, was war drin?”
‘Eine braune und eine blonde Locke, Sir. Ich denke, das Päckchen ist von Palmer.’
“Gut Gunny, bringen Sie es umgehend zur Spurensicherung zum NCIS. Einen Moment, Gunny.”

Der Admiral drehte sich zu Gibbs um.
“Es wurde ein Päckchen abgegeben, der Gunny soll das zu Ihrem Hauptquartier bringen. Wer soll es bekommen?”
Gibbs stand sofort auf und griff sich das Telefon vom Admiral.
“Gunny, hier Gibbs. Bringen Sie das Päckchen zu Händen Special Agent Caitlin Todd und sagen Sie ihr, dass ich Sie geschickt habe. Ich übergebe wieder an den Admiral.”
“Gunny? Chegwidden hier. Haben Sie sonst noch irgendwelche Neuigkeiten?”
‘Nein, Sir.’
“Wie macht sich Lieutenant Roberts?”
‘Ganz gut, Sir. Ich habe noch keine Beschwerden über ihn gehört.’
“Alles Klar. Bringen Sie also jetzt das Päckchen zum NCIS, und warten Sie dort auf die Ergebnisse.”
‘Aye Sir.’
Der Admiral steckte anschließend das Telefon weg.

In diesem Moment schrie Harm laut auf.
“Sie weiß es, sie weiß es!”
Er saß schweißgebadet in seinem Sitz und keuchte.
“Commander? Wer weiß was?” fragte der Admiral neugierig.
Harm kam langsam wieder zur Ruhe.

“Sie weiß, dass wir kommen. Sie hat mit mir gesprochen.” In diesem Moment schossen ihm die Tränen ins Gesicht. Abby bekam durch das eben gesagte eine Gänsehaut. Sie zog seinen Kopf zu sich herüber und legte ihn auf ihre Schulter.

Dabei überlegte Abby, wie sie sich das eben gehörte erklären sollte. 'Das gibt’s doch gar nicht, ich dachte Skates übertreibt, als sie mir die Beziehung der beiden erklärt hatte. Aber das hat sie nicht, ich hätte nie gedacht, dass es so was gibt.'

Nach einigen Minuten nahm Harm seinen Kopf wieder zurück und bedankte sich mit einem Lächeln. Er lehnte sich zurück und überlegte, ob er wieder die Augen schließen sollte. Er hatte Angst es zu tun, es war ein schmerzhafter Anblick, sie in seiner Vision dasitzen zu sehen. Aber er wusste auch, dass es die einzige Chance war, sie zu finden. Somit schloss er die Augen, und sein Hände verkrampften sich um Sarahs T-Shirt.

Abby beschloss, nach vorne ins Cockpit zu gehen, und Skates und Keeter von dem bisherigen zu unterrichten.

Als Abby den beiden alles erzählt hatte, drehte Skates sich zu Keeter um.
“Kommst du einen Augenblick alleine klar, ich muss zu Harm.”
“Natürlich, wenn mich das hübsche Mädchen hier hinter uns nicht alleine lässt.”
“Danke Keeter.”
“Klar bleibe ich hier, wenn du mir zeigst, wie man fliegt?”

Skates stand auf und ging schnellen Schrittes zu Harm und setzte sich neben ihn. Als sie sah, dass er die Augen geschlossen hatte und seine Pupillen wie wild unter seinen Augenlidern herumtanzten, legte sie ihre Hand wieder auf seine Hände, so wie sie es schon in seinem Apartment gemacht hatte.

Der Rest des Fluges verlief ruhig, und Harm hatte leider auch keine Visionen mehr. Er war aber froh, dass Skates sich neben ihn gesetzt hatte.
“Wir landen gleich, musst du nicht wieder nach vorne?”
“Nein, Abby hat mir versprochen auf Keeter aufzupassen. Ich denke, die bekommen das auch alleine hin. Er hat ihr vorhin auch mal das Steuer überlassen. Sie war einfach begeistert.”
“Danke, dass du hier bist, Skates”, kam es mit zittriger Stimme von Harm.
“Du weißt doch Harm, ich vertraue dir. Und ich hoffe auch, irgendwann wirst du die Maschine mal landen, in der ich mit dir sitze, und nicht immer aussteigen.” Die beiden mussten dabei laut lachen.

“Hallo ihr dahinten, hier spricht euer Copilot und ich wollte euch nur mal sagen, dass ich die Maschine gleich mal landen werde.” Alle wussten was jetzt kam und waren froh, dass sie ihre Sicherheitsgurte schon festgeschnallt hatten. Außer Tony, der die ganze Zeit ruhig auf seinem Platz gesessen hatte. Er wollte gerade nach vorne laufen, als die Maschine in den Sturzflug ging, und aus dem Lautsprecher kam ein lautes “Yeeeaaahhhhhhhhhh........” von Abby.

Nach ein paar Sekunden zog sie, zum Glück für Tony, die Maschine wieder gerade. “Das ist cooooool!” Kam es wieder aus dem Lautsprecher. “Ich hoffe, euch ist nicht schlecht geworden.”
“Danke Abby, herzlichen Dank. Ich dachte, es wäre schon schlimm mit Kampfpiloten zu fliegen, aber mit dir fliege ich nie wieder!" Alle mussten laut lachen.

Den Rest der Landung übernahm Keeter, während Abby ihm jede Bewegung nachmachte.

2330 Z-Zeit (17:30 Uhr CST)
Fort Leavenworth, Kansas

Alle stiegen aus der Maschine aus und gingen auf die zwei SUV´s zu, die ihnen vom NCIS zur Verfügung gestellt wurden.

“So, ich würde vorschlagen, wir fahren erstmal zu dem Motel und schauen uns da um”, sagte Harm in Richtung seines CO’s.
“Gut, das machen wir”, sagte Chegwidden. Er drehte sich darauf zu Gibbs um und sagte: “Sehen Sie, Gibbs, wie einfach das geht?” Er sah wieder nach vorn, da er sowieso keine Antwort von Gibbs erwartete.

2400 Z-Zeit (18:00 Uhr CST)
15 Meilen nördlich von Leavenworth
Spring Motel

Als sie an dem Motel ankamen, sprangen alle aus den Autos und wollten gerade zur Rezeption gehen, als auf einmal Webb aus einem der Zimmer trat.

A.J. rannte sofort los, und bevor Webb auch nur wusste, was los war, hatte er die Faust des Admirals im Gesicht. Er hörte nur noch ein Knacken und fiel danach bewusstlos zu Boden.
Die anderen kamen hinterher gelaufen und sahen geschockt zu, was da passierte, außer Gibbs. Der stellte sich neben den Admiral hin und sah auf den bewusstlosen Webb herunter. “Wenn er wieder aufwacht ,bin ich aber dran, ihm was zu brechen.” Der Admiral brummte darauf nur: “Einverstanden.” Und ging weiter zur Rezeption.

“Guten Tag, ich bin Admiral A.J. Chegwidden, und ich möchte mir aufgrund einer JAG-Ermittlung das Zimmer von Jon Hartcastle ansehen.”
“Da kommen Sie zu spät. Der Typ da draußen, dem sie gerade Ihre Faust näher gezeigt haben, ist schon da drin.”
“Danke.” Der Admiral drehte sich wieder um und ihn widerte es an, wie es in der Rezeption aussah.

Er ging raus, nahm den bewusstlosen Webb am Kragen und schleifte ihn in das Zimmer, aus dem der vorher noch gekommen war.
Er warf ihn aufs Bett und holte ein Glas Wasser.

Die anderen waren in der Zwischenzeit auch in das Zimmer gekommen und warteten darauf, was der Admiral tun würde.

“Gibbs, nehmen Sie seinen Arm, und halten Sie sich zum Brechen bereit.”
In Gibbs kam Freude auf. Er nahm Haltung an und brüllte: “Aye, aye, Sir!.”

A.J. schüttete Webb das Glas Wasser ins Gesicht, während Gibbs den Arm des Agenten festhielt.

Webb wachte langsam auf und sah sich um. Er wunderte sich, woher die ganzen Leute kamen. Sein Blick ging zu seinem linken Arm, der von Gibbs festgehalten wurde.

“Webb, ich würde jetzt keine allzu hastigen Bewegungen machen, mir fehlt nämlich nicht mehr viel und Ihr Arm lässt sich nie wieder flicken”, sagte Gibbs zu ihm und musste grinsen.

“Ich würde darauf hören, was der Mann da sagt. Er ist ein ehemaliger Gunny des US-Marine-Corps, und Sie wissen ja, was wir immer sagen. Einen Ex-CIA-Agenten gibt es nicht, und das Gleiche gilt für Marines und SEALs. Ich würde Ihnen nun also vorschlagen, dass Sie die Fragen des Commanders zu unserer aller Zufriedenheit beantworten.” A.J. stellte, nachdem er das gesagt hatte, das Glas weg und nahm sich den rechten Arm. Sein Gesicht zeigte, dass er zu allem bereit war.

“Harm, das ist jetzt ihr Auftritt”, sagte ein grinsender Ex-SEAL zu dem Ex-Piloten.

“Danke A.J.. Was machen Sie hier, Webb?”

Webb versuchte, sich von den beiden Männern zu befreien, als er auf einmal ein Ziehen im rechten und linken Arm spürte.

“Webb, ich glaube, der Admiral hatte sie doch vorgewarnt. Sie sollten nicht versuchen, sich zu befreien. Zusammen kennen die beiden mindesten 200 Möglichkeiten, wie man Sie mit einer Hand umbringen kann. Also beantworten Sie lieber meine Frage.”

“Ist ja schon gut. Wir haben auf den Fotos ein Spiegelbild von Jon Hartcastle entdeckt.”

“Warum haben Sie den NCIS nicht darüber informiert, dass diese Fotos existieren?”
“Warum wohl, der NCIS kann doch nichts. Ahhhhhhhhh!” Ein leises Knacken war im linken Unterarm zu hören.

Gibbs grinste von einem Ohr zum anderen. “Oh, keine Sorge, das war nur die Speiche, die Elle ist noch in Ordnung.” A.J. war begeistert, dass der Marine ihm gegenüber tatsächlich zu allem bereit war.

“Sehen Sie Webb, das passiert, wenn Sie uns,unzureichende Antworten geben.”
Die anderen standen um das Bett herum und wussten nicht, ob sie begeistert oder entsetzt sein sollten.

“Ähm Gibbs, Sie haben doch Webb bestimmt auch jemanden zugeteilt, bevor Sie zu mir gekommen sind. Oder?”

“Genau, wo ist denn Special Agent McGee?”

“Nicht doch Gibbs, die Frage muss ich doch stellen, sonst können Sie ihm doch nicht noch die Elle brechen. Also Webb, wo sind Commander Mattoni und Special Agent McGee? Und bitte, lügen Sie ein wenig.” Er verschränkte bei dieser Frage seine Arme vor der Brust und ließ sein arrogantes Fliegerlächeln heraushängen. Er hatte aber alle Mühe, sich in diesem Moment so zusammenzureißen. Denn eigentlich gab es ja einen ziemlich wichtigen Grund, warum er hier war.

“Die habe ich mit einem meiner Leute auf eine falsche Spur geschickt.”

“Sie Schwein, dafür müsste ich Ihnen jetzt eigentlich alles brechen, was ich in die Finger kriege. Abby, ruf sofort McGee an und sag ihm, er soll mit Commander Mattoni zurück zu Kate fahren und ihr helfen.”

“Klar Gibbs mach ich.” Abby nahm ihr Telefon aus der Tasche und ging vor die Tür, um zu telefonieren. Währenddessen machten die anderen mit ihrem Verhör weiter.

“Webb, ich will jetzt alles wissen, was auch Sie wissen.”

“Ich weiß nicht mehr als Sie jetzt auch, Harm.”

“Unzureichende Antwort. A.J., Gibbs, darf ich bitten.”

Plötzlich durch zogen beide Arme ein ungeheurer Schmerz. Webb war nicht mal in der Lage zu sagen, welcher Arm mehr weh tat.
Der Admiral und Gibbs nahmen als nächstes seine Oberarme in die Hände.

“Webb, ich kann mir vorstellen, dass Sie jetzt unglaubliche Schmerzen haben, aber das ist mir egal. So oft wie wir schon ihr kleines mieses Leben gerettet haben, hätte ich ein wenig mehr Offenheit von Ihnen erwartet. Arbeiten Sie jetzt mit uns oder nicht?”

“Ja, ist ja schon gut. Greifen Sie in meine Innentasche des Jackets, da ist eine Tüte mit Sand, den ich hier gefunden habe. Ich würde sie ja selber herausholen, aber dazu bin ich ja nun nicht mehr in der Lage.”

Harm ging näher an Webb heran und holte die Tüte mit dem Sand aus seiner Jackettasche heraus.

“Geben Sie das Abby, vielleicht kann Sie was damit anfangen”, sagte Gibbs zu Harm, während er immer noch den Oberarm festhielt.

“Abby, können Sie damit was anfangen?” Harm hielt ihr die Tüte entgegen.
“Ja klar, da muss ich mal gucken, was ich mit meinem mobilen Labor machen kann.” Sie drehte sich zu Skates um und fragte diese dann: “Hey, wollen Sie nicht mitkommen und sich mal ansehen, wie forensische Ermittlungen gemacht werden?”
Skates war begeistert über dieses Angebot. “Ja, klar komme ich mit.”

Die beiden Frauen gingen dann los, und Abby schaute dabei zu Skates rüber. “Hey passen Sie auf, ich habe da so eine Regel. Jeder, der mit mir einmal in meinem Labor gearbeitet hat, wird geduzt. Also wenn Sie damit nicht einverstanden sind, dann kann ich Sie nicht helfen lassen”, sagte Abby dann mit einem breiten herausfordernden Lächeln.
“Nun sülz nicht soviel rum, ich glaube du hast noch zu arbeiten”, war die grinsende Antwort von Skates.
“Klasse, so liebe ich das. Ich wusste schon, warum ich dich mag. Nicht, dass du denkst, ich will mit dir du weißt schon. Ich bin einfach nur ein Mensch, der seine Gefühle ausspricht”, gab Abby verlegen als Erklärung.
“Ich versteh schon. Los komm, wir müssen arbeiten.”

Zur gleichen Zeit im Hotel

“Webb, was wissen Sie sonst noch?”
“Sonst weiß ich nichts mehr, und jetzt lassen Sie mich endlich los.”
“Na gut, ich gebe mich damit erstmal zufrieden, aber ich warne Sie! Sollten Sie uns noch etwas verschwiegen haben, dann sind Ihre Beine dran, ohne Vorwarnung. A.J., Gibbs, Sie können ihn wieder loslassen. Keeter holst du mal die Verbandskästen aus den Autos!”
“Ja klar, bin schon unterwegs.”

Zur gleichen Zeit vor dem Hotel

“Hier, mit dem Laptop und dem Handy stelle ich eine Verbindung zu meinem Computer im Hauptquartier her, und dann können wir die Daten vergleichen. Als erstes mache ich eine Aufnahme von dem Sand unter dem Mikroskop bei 300-facher Vergrößerung.” Während Abby das alles erklärte, machte sie eine Aufnahme von dem Sand unter dem Mikro.
“So und diese Aufnahme schicke ich jetzt zu meinem Computer und weise diesen an, diese Aufnahme in einer Datenbank zu vergleichen. Das dauert jetzt ein wenig. Wir können uns ja was aus dem Automaten zu essen holen.”
“Okay. Hey Abby, ich muss sagen, das ist echt 'ne interessante Sache, die du da machst.”
“Danke Skates, aber ich sage dir eines: das ist nicht halb so interessant wie die Fliegerei. Das hat vorhin richtig Spaß gemacht zu fliegen.”
“Du sagst es, aber leider komme ich nicht allzu oft dazu, es zu tun.”
“Häh, das verstehe ich nicht, ich denke du bist Pilot.”
“Nein, ich bin RIO.”
“Was’n da der Unterschied?”
“Na, der RIO sitzt hinten und muss sich um das Radar, die Waffen, den Funk und einige andere Dinge kümmern. Und da muss man schon einen guten Piloten haben, der einem vertraut, damit man mal das Zepter übernehmen kann. Immer wenn ich mit Harm fliege, dann lässt er mich auch mal ein paar Runden drehen.”
“Ach, ist Harm dein Pilot?”
“Nein.” Skates lachte laut auf.
“Ich fliege nur mit Harm, wenn er mal wieder seine Flugstunden abreißen muss. Du weißt doch, er ist Anwalt.”
“Ja stimmt, und ein verdammt gutaussehender dazu.”
“Sag das nicht zu laut, sonst bekommst du noch Probleme mit einem Marine.”
“Was? Vor Gibbs habe ich keine Angst, der ist Butter in meinen Fingern.”
“Ich meine nicht Gibbs, ich meine Mac.”
“Seine Freundin ist ein Marine. Wie sieht die denn aus, die muss ja zwei Meter groß sein und kurz geschorene Haare haben, und das Tatoo wollen wir auch nicht vergessen.”
“Bis auf das Tatoo liegst du da falsch. Mac ist eine wunderschöne Frau. Wenn du sie siehst, dann weißt du, was ich meine. Sie und Harm sind für einander geschaffen.”
“Das habe ich im Flugzeug gemerkt, als er aus einer Vision aufgewacht ist und uns diese dann erzählt hatte. Da habe ich Gänsehaut bekommen, und ich sage dir eines, ich kriege selten Gänsehaut. Das ist wohl das Wahre zwischen den beiden.”
“Ja, das ist es. Nach sechs Jahren haben sie es auch endlich erkannt.”
"Sechs Jahre kennen die sich schon, und da ist nie was gewesen?”
“Nein, sie hatten schon immer das gleiche für einander empfunden, aber keiner hatte sich getraut mit dem anderen darüber zu reden.”

Die beiden Frauen gingen weiter zu dem Automaten und nahmen sich jeder ein Thunfisch-Sandwich. Alles andere, was in dem Fenster zu sehen war, sah schon irgendwie merkwürdig aus. Sie packten die Sandwiches aus und rochen daran. “Ihhhhhhhhhh!” kam es im Chor von beiden, und die Sandwiches flogen im hohen Bogen in den Papierkorb.

“Ich glaube, wir gehen lieber wieder zum Wagen zurück. Vielleicht hat mein Computer schon was gefunden.”
Neugierig drehte sich Skates dann zu Abby um. “Sag mal, was hoffst du denn da eigentlich zu finden?”
“Naja, weißt du, du hast doch gesehen, dass der Sand eine rötlichglitzernde Farbe hatte? Und diese Datenbank, die ich da gerade durchsuchen lasse, enthält alle Orte auf der Welt mit eine Analyse das dortigen Sandes. Aufgrunddessen hoffe ich sagen zu können, wo der Sand herkommt. Vielleicht bringt uns das ja dann weiter.”
“Ach so. Na dann hoffe ich mal, dass dein Computer uns nicht im Stich lässt.”

Die beiden Frauen gingen weiter zum Auto und unterhielten sich nur noch um belanglose Dinge.

Zur gleiche Zeit im Hotelzimmer.

Keeter kam mit den beiden Verbandskästen aus den Autos und gab diese dann an Gibbs und A.J. weiter. Die beiden begannen sofort mit der Versorgung der gebrochenen Unterarme. Sie taten das mit einer Präzision, als wären es gar nicht die beiden gewesen, die das gemacht hatten.
Harm saß auf einem Stuhl und stützte seine Arme auf die Beine, um seinen Kopf in seinen Händen zu vergraben.

“Also Harm was, machen wir jetzt? Harm? Harm? Hey Harm alter Kumpel, was ist los mit dir?” Als Harm nicht antwortete, schüttelte Keeter ihn an den Schultern, und A.J. kam sofort angestürzt.
“Harm? Können Sie mich hören?”
“Hey Admiral, sehen Sie doch, wie er zuckt.”
“Gut Keeter, lassen Sie ihn, vielleicht hat er ja eine Vision.”
“Aye Sir.” Der Admiral dreht sich wieder um und ging zu Webb, um sich seinem gebrochenen Unterarm zu widmen.

In dem Moment schreckte Harm wieder hoch: “Lass sie in Ruhe, du Schwein!”
Er sah sich geschockt im Zimmer um und fing nur langsam wieder an zu realisieren, wo er war. Der Admiral sprang dann doch wieder zu Harm und fragte, was er gesehen hatte.

“Hey Harm, erzählen Sie uns, was Sie gesehen haben.”
“Ich weiß nicht A.J., ich habe keine Ahnung, ob das eine Vision war oder ein Alptraum.”

Keeter setzte sich neben Harm auf einen Stuhl, der unter seinem Gewicht ein wenig knarrte, und legte zur Ermutigung seinem alten Kumpel die Hand auf den Arm.
“Harm, es ist egal. Erzähl uns schon, was du gesehen hast.”
“Ich weiß es nicht so genau, es war alles so verschwommen. Ich glaube Palmer ist jetzt bei ihnen. Er ging schleifenförmig um Sarah und Renee herum und ließ dabei immer wieder ein Messer über ihre Körper gleiten. Mehr konnte ich nicht sehen, auch Hartcastle war nicht zu sehen.”

In diesem Moment kamen die beiden Frauen ins Hotelzimmer gestürmt.
“Ich glaube, wir wissen jetzt, wo sie sein könnten.”

Kurze Zeit später saßen alle um den Tisch herum mit einer ausgebreiteten Karte. Skates setzte sich direkt neben Harm, um ihm die Hand zu halten. Er bedankte sich mit einem Lächeln und drehte sich wieder zu der Karte um, um zu hören, was Abby für Ausführungen machen würde.
“Also Jungs, passt auf. Laut der Analyse ist dieser Sand nicht gerade selten, aber zu unserem Glück gibt es im Umkreis von 500 Meilen nur eine Stelle, wo dieser Sand vorkommt, und das ist genau hier.” Sie zeigte auf einen Punkt in der Karte, der nicht beschriftet war und ungefähr 50 Meilen südöstlich ihrer jetzigen Position lag.

“Also gut, worauf warten wir denn noch, was sitzen wir hier noch so rum!” sagte Gibbs, als er aufgesprungen war.

Alle gingen zu den Autos und öffneten den Kofferraum des zweiten Wagen. Dort fanden sie alles, was sie jetzt noch brauchen würden. Es lag für jeden ein MP5 Navy und eine 9mm-Barreta mit jeweils fünf Ersatzmagazinen im Auto.

Jeder hatte sich damit ausgestattet, und Skates wollte Abby auch zwei Waffen geben, als diese dankend ablehnte.

“Nein danke, ich fass diese Dinge nicht an, das kannst du vergessen. Ich berechne dir die Flugbahn einer Kugel oder sonst was, aber ich nehme keine Waffen in die Hand.”

Gibbs nahm daraufhin die Waffen Skates wieder ab und legte diese in den Kofferraum zurück. Bevor sie einstiegen, verteilte Gibbs noch an jeden Funkgeräte mit einem kleinen Headset, das man sich hinter das Ohr klebte und kaum auffiel.

Sie stiegen in ihre Autos und ließen den verletzten Webb alleine in dem Hotelzimmer zurück.

Es war eine angespannte Situation, keiner sagte etwas. Abby sah von einem zum anderen und konnte die Entschlossenheit in jedem sehen. Sie legte ihre Hand auf die Schultern von Harm, der vor ihr saß und flüsterte ihm leise zu: “Ich hoffe, das sie es wert ist.” Es war aber nicht mit einer vorwurfsvollen Stimme, sondern mit einer liebevollen und warmherzigen Stimme, denn sie wußte genau, was Mac ihm bedeutete.

Er legte seine Hand auf ihre, die immer noch auf seiner Schulter ruhte. “Das ist sie, das ist sie. Sie ist alles wert.” Abby überfiel wieder eine Gänsehaut und war einmal mehr begeistert, zu sehen und auch zu fühlen, was die beiden einander bedeuten, auch wenn sie Mac bis jetzt noch nicht kennengelernt hatte.

Die 50 Meilen kamen allen wie eine Ewigkeit vor. Als sie endlich ankamen, sprang Harm aus dem Auto und sah sich suchend um. Abby sprang sofort hinterher, um ihn zu beruhigen.
“Harm, beruhigen Sie sich wieder. Der Sand kommt hier auf einer Fläche von zehn Meilen vor.”

Die anderen waren inzwischen auch ausgestiegen und gingen zu Abby, die immer noch versuchte, Harm zu beruhigen.
“Ich sehe hier aber nichts.” Er sah sich das felsige Gelände an und machte dabei eine ausladende Armbewegung.

Der Admiral stellte sich neben ihn und sagte dann: “Ich würde vorschlagen, wir teilen uns in drei Teams auf. Skates und Keeter, Sie gehen da entlang. Ihr Funkname ist Drossel 1 und 2. Gibbs und Dinozzo, Sie gehen da entlang, ihr Funkname ist Fink 1 und 2. Und ich gehe mit Harm da lang, unser Funkname ist Starr 1 und 2. Sobald einer was gefunden hat, geht er in Deckung und ruft die anderen zur Verstärkung.” Alle nickten ihm zu und zogen ihre Waffen, um diese noch mal zu überprüfen.

Jeder von ihnen hatte fünf Ersatzmagazine dabei. Auch wenn das ein wenig viel Bewaffnung sein dürfte, wollten sie auf Nummer sicher gehen.

Der Admiral drehte sich dann zu Abby um. “Ms Sciuto, Sie bleiben hier bei den Autos und bleiben mit uns in Funkkontakt.”
Abby nickte nur kurz. “Ja Sir.” Denn ihr war die Ernsthaftigkeit der Lage bewusst.

“Gut, gehen wir.”
Abby rief ihm aber noch mal hinterher. “Hey Admiral, wenn Sie sie gefunden haben, sagen Sie Bescheid, und ich komme zu Ihnen gefahren.” Der Admiral nickte ihr nur zu und drehte sich wieder um.

Der Admiral und Harm waren keine zwei Meter gelaufen, als Harm auf einmal zusammenbrach. A.J. rief sofort in sein Funkgerät: “Fink, Drossel auf Position bleiben!”

Abby, die das gesehen hatte, rannte sofort los. Als sie ankam, hatte A.J. Harm schon auf den Rücken gelegt.

A.J. konnte Abby gerade noch davon abhalten, Harm wach zu schütteln. “Nein, Ms Sciuto, lassen Sie ihn, er hat eine Vision. Sehen Sie auf seine Augen.” Er zeigte dabei mit dem ausgestreckten Finger auf Harms Augen. Abby ging näher ran und erkannte, dass seine Pupillen unter den Augenlidern tänzelten. Plötzlich zeichnete sich ein Lächeln auf Harms Lippen, und er öffnete die Augen. Der Admiral kniete sich zu ihm hinunter und sprach ihn an. “Harm, alles in Ordnung?”

“Es ging mir nie besser, A.J., ich weiß, wo sie ist.” Der Admiral griff sofort zu seinem Funkgerät. “Fink, Drossel, auf meine Position aufschließen.” Der Admiral half Harm aufzustehen und klopfte ihm den Staub von seiner Brust. Innerhalb von 30 Sekunden waren Skates, Keeter, Gibbs und Tony bei ihnen.
“Was ist los Admiral?” fragte Gibbs.
“Harm hatte wieder eine Vision, und er weiß, jetzt wo sie ist.”

Alle sahen Harm verständnislos an.
Harm drehte sich um und hob den Finger. “Sie ist da drüben. Sie wird in einer Wellblechhütte festgehalten. Die Hütte steht neben einem Hanger, und es gibt dort auch eine kleine Rollbahn.”

“Woher wissen Sie das so genau?” fragte Gibbs dann skeptisch.
“Sie ist wach und war mal kurz draußen. Es geht beiden gut, und es scheint mir so, dass Palmer nicht ahnt, dass wir hier sind.”

“Das ist gut. Können Sie uns ungefähr aufzeichnen, wie es da aussieht?” fragte der Admiral wieder voll konzentriert und mit einem SEAL-Blick, der keine Zweifel zuließ.

“Ja, Natürlich.” Harm kniete sich zu Boden und versuchte, eine möglichst detailgetreue Karte in den Boden zu zeichnen.

Nachdem er fertig war, sah er seinen CO an. “Admiral, was denken Sie?”
Dem Admiral war klar, dass Harm sich jetzt auf seine Kampferfahrung bezog, sonst hätte er ihn nicht Admiral genannt. A.J. gab den anderen ein Zeichen, sich niederzuknien, was sie auch sofort taten.

“Skates, Dinozzo, Sie gehen im weiten Bogen an der Rollbahn vorbei und hinter dem Hangar in Stellung. Harm, Sie und Keeter gehen hier vor dem Hangar in Stellung. Gibbs und ich werden hier hinter diesem Felsen in Stellung gehen. Haben das alle verstanden?” Alle nickten zustimmend.
“Ms Sciuto, Sie halten sich im Auto bereit, zur Not können wir auch alle mit einem Auto fahren. Fahren Sie mit dem Wagen bis zu diesem Punkt, aber langsam, und warten Sie dort, bis ich Ihnen weitere Befehle gebe.” Abby nahm Haltung an und sagte “Aye, Sir.” Gleich danach lief sie los, um ins Auto zu steigen. Der Admiral sah noch mal allen in die Augen.

“Viel Glück, Jungs ..... und Mädels.” Er gab Skates ein unverkennbares SEAL-Grinsen, das sie mit einem Nicken beantwortete.
“Abrücken.” Kaum hatte A.J. das ausgesprochen, liefen alle los. Skates und Dinozzo drehten nach rechts ab, damit sie unbemerkt auf die Rückseite des Hangars kommen konnten. Die anderen vier blieben zusammen, bis sie zu einem Felsplateau kamen und sich dort trennten.

Nach zehn Minuten hatten alle ihre Stellungen eingenommen und warteten auf weitere Befehle von A.J.

Er flüsterte in sein Funkgerät: “Stellung halten und beobachten. Melden Sie mir sofort, wenn Sie etwas Auffälliges sehen.”
“Ja, Sir”, kam es kaum hörbar von den anderen.

Sie lagen eine Stunde da, ohne das etwas passierte, und es wurde mittlerweile schon dunkel. Plötzlich hörte Harm etwas und griff zu seinem Funkgerät.

“A.J., hier Harm.”
‘A.J. hört.’
“Ich höre Sie. Sie diskutiert mit Palmer. Und ich glaube, ich höre Renee weinen.”
‘Hören Sie sonst noch eine männliche Stimme?’
“Nein Si...., doch Sir jetzt, hör ich noch eine männliche Stimme. Die beiden Männer scheinen sich zu streiten.”
‘A.J. Ende’
“A.J. an Skates und Dinozzo.”
‘Wir hören’, kam es von Skates.
“Rücken Sie langsam auf die Rückseite der Hütte vor. Und vermeiden Sie Geräusche.”
‘Aye, Sir.’

Der Admiral kam ein wenig aus der Deckung heraus, um zu sehen, wie Skates und Dinozzo vorankamen. Dann zog er sich wieder zurück.

Plötzlich hörte er ein lautes Knacken. Er griff zum Funkgerät.
“Meldung.”
‘Dinozzo hier, ich bin auf einen Ast getreten.’
“Dinozzo, du Idiot”, kam es wütend von Gibbs.
‘Entschuldigung Boss, wir gehen jetzt weiter.’

Sie gingen beide langsam weiter, bis sie an der Rückwand angekommen waren. Skates betätigte nur zweimal den Sprechknopf des Funkgeräts, um zu signalisieren, dass sie da waren.

A.J. wollte gerade weitere Befehle durchgeben, als der komplette Platz in gleißend weißes Licht gesetzt wurde, und eine Stimme aus irgendwelchen versteckten Lautsprechern kam.

“Harmon Rabb jr. Mein Kompliment, dass sie sich so anschleichen konnten. Aber es wundert mich doch, dass sie so lange gebraucht haben, um mich zu finden.”

Der Admrial betätigte sein Funkgerät.
“Rabb, reagieren Sie nicht darauf. Er will sie provozieren.”
‘Aye, Sir. Bleibe in Stellung.’

“Raaaaaabbb, Sie enttäuschen mich. Wollen Sie denn gar nicht mit mir sprechen? Ach ja, ich vergaß. Sie sind ja hier, um jemand anderen zu sprechen. Ich würde vorschlagen, Sie kommen heraus, sonst hat ihre kleine blonde...... Ach nein, das ist ja ihre Ex-Freundin. Ihre neue Freundin ist ja diese hier, mit den seidenen braunen Haaren. Hmm, die duften aber gut. Sag mal Harm, weißt du welches Shampoo sie benutzt? Das gefällt mir. Ach, was erzähle ich denn hier, komm heraus und dann unterhalten wir uns. Ich komm auch heraus, aber mach dir keine Gedanken. Der Abzug meiner Waffe an der Schläfe deiner hübschen Freundin ist sehr empfindlich.”
Harm saß da und wusste nicht, was er tun sollte. Er griff zum Funkgerät.
“A.J. hier Harm, ich geh zu ihm.”
‘Das gefällt mir nicht, aber es geht ja nicht anders. Machen Sie keine Dummheiten’
“Aye, Sir.”

Harm stand auf und rief dann zur Wellblechhütte hinüber.
“Palmer, ich komme jetzt raus!”

Er ging mit der Baretta im Anschlag mit Ziel auf die Tür einige Schritte zur Seite.
“Palmer, ich bin jetzt draußen.”
“Gut gemacht Rabb. Dann will ich Ihnen mal meine hübsche Gesellschaft zeigen.”

Die Tür der Wellblechhütte öffnete sich, und Palmer kam mit Mac als Schutzschild vor sich heraus. Mac war geknebelt, und ihre Füße und Hände waren gefesselt, so dass sie keine Möglichkeit hatte, sich zu wehren. Die Waffe von Palmer war auf ihren Kopf gerichtet.

In dem Moment, als Harm in Mac´s Augen sehen konnte, wurde er von einer Unmenge Emotionen durchflutet, dass seine Beine langsam weich wurden. ‘Meine Sarah, da ist sie ja endlich. Wie ich sie doch liebe. Aber wie kriege ich sie von ihm weg?’

“Palmer, lass sie gehen, das ist eine Sache zwischen uns beiden.”
“Da machst du es dir aber ein bisschen zu einfach. Aber was sehe ich denn da. Hey Jon, komm doch mal raus. Dieser Rabb denkt doch echt, er könnte mich reinlegen.”

Auf einmal kam Renee aus der Tür und wurde von Jon Hartcastle als Schutzschild benutzt.

“Was soll das, Palmer? Warum ziehst du Renee da mit rein?”
“Ach weißt du, Rabb, mein Partner hier ist manchmal ein bisschen schwerhörig. Er wusste nicht, dass du nicht mehr mit ihr zusammen bist, als er sie geholt hatte. Aber ich fand es dann doch ein gutes zusätzliches Druckmittel. Ach, und außerdem wäre es schön, wenn dein Freund auch heraus kommen könnte, oder denkst du wirklich, ich habe die Fußabdrücke hinter dir nicht gesehen?”
Harm wollte gerade überlegen, ob er lügen sollte, da kam Keeter aber schon aus der Deckung und stellte sich direkt neben Harm, mit der Waffe auf Jon Hartcastle gerichtet.


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
Petra
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RE: Das TagebuchTeil 1,2, 3 von TeaKay

#8 von Petra , 03.05.2007 01:27

“Oh, ich fürchte, wir haben jetzt eine Patt-Situation. Ach nein, stimmt ja gar nicht. Wir haben ja diese beiden hübschen Mädels hier.”
“Laß sie gehen, das machen wir beide ohne Waffen aus.”
“Rabb, denkst du wirklich, ich falle darauf rein? Nachher jagt mir dein Kumpel noch eine Kugel in den Rücken.”
“Oder Jon macht das bei mir”, warf Harm dann als Gegenargument ein.
“Ach, der Anwalt hat da wohl gerade gesprochen. Hmmm, nein. Das gefällt mir nicht. So wie es jetzt ist, gefällt es mir ganz gut. Lass mir mal einen Moment Zeit zum Überlegen.”

‘Harm, hier A.J. Gibbs und ich sind in Position für optimalen Schuss mit der MP5. Es ist aber Ihre Entscheidung. Sie wissen, dass die MP5 auf so eine Entfernung nicht ganz genau ist. Wenn Sie bereit sind, drehen Sie ein wenig ihren rechten Fuß und zählen bis drei. Bleiben Sie auf jeden Fall da, wo Sie sind. A.J. Ende.’

Jetzt arbeitete es in Harm. Sollte er es riskieren, dass Mac und Renee verletzt werden könnten, oder war das Risiko einfach zu groß. Er wusste nichts mehr, gar nichts mehr. Er wusste nur noch, dass er Sarah irgendwie von Palmer wegholen musste.

Er drehte seinen Kopf ein wenig zu Keeter, und als er sah, dass Keeter ihm unmerklich zunickte, war die Entscheidung getroffen.

Er fing langsam an, seinen rechten Fuß zu drehen, und zählte innerlich die Sekunden ab. Es war eine Ewigkeit. Er schloss die Augen und seine ganzen letzten Wochen, in denen er mit Sarah so glücklich war, spielten sich vor seinem inneren Auge ab. Er öffnete langsam die Augen und sagte: “Drei.”
In diesem Moment hörte er zwei Schüsse.

Zur gleichen Zeit
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Büro des Admiral

“Tiner, Schicken Sie mir mal den Gunny rein.”
‘Sir, tut mir leid. Der ist immer noch nicht vom NCIS zurück.’
“Gut, danke. Wissen Sie denn, zu wem er da wollte?”
‘Ja, Sir, er wollte zu Special Agent Todd.’
“Gut, dann versuchen Sie, mich mit ihr zu verbinden.”
‘Aye, Sir.’

‘Sir, Special Agent Todd ist auf Leitung eins.’
“Danke Tiner.”

“Lieutenant Roberts hier, hallo Special Agent Todd.”
‘Hallo Lieutenant.’
“Ich wollte mal fragen, ob Gunnery Sergeant Galindez noch bei Ihnen ist?”
‘Ja, einen Moment. Ich übergebe.’
‘Galindez.’
“Hallo Gunny, hier spricht Lieutenant Roberts. Haben Sie schon irgendetwas herausgefunden?”
‘Sir, Sie wissen doch, dass ich Ihnen nichts sagen darf.’
“Das ist mir egal Gunny. Ich will wissen, ob Sie schon etwas herausgefunden haben!”
‘Ja Sir, das haben wir. Auf dem Päckchen, das der Commander heute bekommen hat, waren die Fingerabdrücke von Palmer und von Jon Hartcastle, dem vermeintlichen Komplizen von Palmer. Die braune Haarlocke konnte eindeutig identifiziert werden. Sie ist von Colonel MacKenzie, und bei der blonden Locke wissen wir nur, das sie von einer Frau stammt.’
“Also heißt das definitiv, dass der Colonel von Palmer entführt worden ist?”
‘Mit hoher Wahrscheinlichkeit, ja.’
“Danke, dass Sie mir Bescheid gesagt haben. Und ich bitte Sie, egal was der Commander Ihnen gesagt oder befohlen hat, sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie etwas wissen.”
‘War das ein Befehl, Sir?’
“Nein Gunny, ich bitte Sie nur darum als Freund, und als Freund des Colonels und des Commanders möchte ich alles wissen.”
‘Ja Sir, ich verstehe.’
“Roberts Ende.”

Eine besorgte Harriet kam in das Büro des JAG hereingestürmt.
“Bud, hast du schon was erfahren?”
“Ja liebes, aber leg dich bitte wieder hier auf die Couch. Hast du Ensign Sato gebeten, zu uns nach Hause zu fahren, damit sie sich um A.J. kümmern kann?”
“Ja, sie ist schon unterwegs.”
“So, jetzt leg dich erst mal hin.”

Bud stand auf und ging zu seiner Frau, um sie zu der Couch zu begleiten. In dem Moment, wo Harriet sich auf die Couch setzen wollte, kam der SECNAV hereingestürzt, und ein verunsicherter PO Tiner kam hinterher.
“Sir, entschuldigen Sie, er ging einfach an meinem Tisch vorbei.”
“Schon gut, Tiner, lassen Sie uns alleine.”

Tiner schloss schnell wieder die Tür hinter sich, als er raus ging.

“Was zum Teufel geht hier eigentlich vor? Ich versuche seit Stunden den Admiral zu erreichen, und dann sind Sie hier in seinem Büro! Wo ist der Admiral? Und warum nehmen Sie keine Haltung an, wenn ich reinkomme?”
Bud und Harriet nahmen sofort Haltung an.
“Sir, wenn ich erklären dürfte”, fing Harriet an zu erzählen. “Mein Mann..... Also Lieutenant Roberts hat mir befohlen, mich für einen Moment hinzulegen, weil mir nicht gut war.”
“Und warum fahren Sie dann nicht nach Hause? Es ist doch schon längst Feierabend.”
“Sir, ich habe noch eine ganze Menge auf meinem Schreibtisch zu erledigen, was ich heute noch machen wollte, und deswegen wollte ich mich nur einem Moment ausruhen.”
“Aha, und wo zum Teufel ist der Admiral?”
Nun war es an Bud, zu sprechen.
“Sir, ich weiß nicht, wo der Admiral ist. Er hat mir heute Mittag die Leitung des JAG-Büros überlassen und ist dann gegangen. Er hat mir nicht gesagt, wo er hin wollte.”
“Und das soll Ich ihnen glauben?”
“Ja Sir.”
“Sehen Sie zu, dass Sie dem Admiral Bescheid geben, dass ich ihn sprechen will, umgehend!”
“Ja, Sir”

Danach stürmte der SECNAV wieder aus dem Büro. Nur kurze Zeit später kam Tiner mit zwei Taschentüchern herein und überreichte sie den beiden Lieutenants.

“Sir, Ma’am, ich denke die brauchen Sie jetzt.”
“Danke Tiner.”

Danach verließ Tiner wieder das Büro, und Bud und Harriet wischten sich lachend die Spucke aus ihren Gesichtern.
Plötzlich wurde Harriet wieder ernst und sah ihren Mann an.

“Was ist nun, weißt du schon etwas?”
“Leg dich erst mal hin.”

Harriet tat, was ihr Mann gesagt hatte, und legte sich hin. Er nahm einen Stuhl und setzte sich neben sie hin. Während er ihre Hand hielt, fing er an zu erzählen.
“Heute ist ein Päckchen gekommen, und der Gunny hat es zum NCIS gebracht zur Spurenanalyse. Es wurden Palmers Fingerabdrücke und eine Strähne des Colonel darin gefunden.”
Harriet setzte sich wieder auf und fiel Bud weinend in die Arme.

“Es ist alles meine Schuld, Bud. Was soll ich nur tun? Sie wollte ja nicht bei uns über Nacht bleiben.”
“Ist ja schon gut Liebes. Aber du weißt doch, wie Sarah ist. Sie ist ein Dickkopf, und du hättest sie auch in 100 Jahren nicht überreden können, bei uns zu übernachten”, versuchte Bud seine Frau zu trösten.
“Ja ich weiß. Aber es ist auch so, die beiden lieben sich schon so lange und jetzt, wo sie miteinander glücklich sein könnten, passiert so etwas.”
“Ich weiß Liebes, ich weiß. Aber ich bin mir sicher, dass Sarah nichts passiert ist, dafür wird Harm schon sorgen.”


Zur gleichen Zeit an der Wellblechhütte

Liebe, Hass, Verzweiflung, Wut. Was ist passiert, warum fällt sie? Ich verstehe nicht, ich denke A.J. und Gibbs sind so gute Schützen. Wie fällt sie? Warum kann ich mich nicht bewegen? Nun beweg dich schon! Was macht Keeter? Er sagt was zu mir, ich kann ihn aber nicht verstehen. Wieso höre ich nicht, was er sagt? Was ist mit Sarah? Meine Sarah, warum bist du umgefallen? Erklärt mir das doch bitte jemand. Ich liebe sie doch so. Es darf ihr nichts passiert sein. Ich verstehe nicht. Keeter, was sagst du da? Sprich doch deutlicher. Sag mir, warum Sarah umgefallen ist? Erkläre es mir. Erkläre es mir.

Eine Sekunde später

Harm schüttelte den Kopf, als er endlich die Stimme von Keeter wahrnahm.
“Hey Harm, alles in Ordnung mit dir? Du kannst deine Waffe runternehmen. Ich gehe zu Renee. Geh du zu Mac.”
“Mac,...... Sarah, was ist mit ihr? Warum liegt sie auf dem Boden und rührt sich nicht mehr? Nein, Sarah, das darfst du mir nicht antun. Lebe Sarah, lebe. Ich komme zu dir.”

Er rannte los, nahm ihren Oberkörper in den Arm und fing an zu weinen. Plötzlich bemerkte er eine Bewegung. Er sah zu ihr runter und sah in ihre Augen.
“Sarah du lebst. Geht es dir gut? Warte, ich nehme dir die Fesseln ab.”
Er entfernte zuerst den Knebel aus ihrem Mund.

“Harm, ich wusste, dass dich meine Nachrichten erreicht haben. Ich liebe dich, Harm.”
Da hörte Harm auf, ihre Handfesseln zu entfernen und nahm sie in seine Arme. “Ich liebe dich auch Sarah. Ich lieb dich.”

Er wandte sich schnell wieder ihren Fesseln zu, um diese zu entfernen. Danach half er ihr aufzustehen, und sie sahen sich beide tief in die Augen. Sie bekamen gar nicht mit, dass alle inzwischen um sie herumstanden und den Puls von Palmer und Hartcastle überprüften.

Sie waren wieder Lichtjahre weit weg, und dieses Mal war keiner in der Lage, sie von da wieder weg zu holen. Nach zehn Minuten kam Abby mit einem der Autos, und die anderen deckten die Leichen von Palmer und Hartcastle zu.

Als Abby aus dem Auto stieg und dieses unzertrennliche Paar sah, kamen ihr sofort die Tränen. Skates sah das und ging sofort zu ihr, um sie in die Arme zu nehmen.
“Das war es wert”, stammelte Abby mit zittriger Stimme. Worauf Skates fragte: “Was meinst du, Abby?”
“Ich meine diesen Augenblick, sieh dir die beiden an. Diesen Augenblick zu erleben, war alles wert.”
“Ich weiß Abby, ich weiß.” Nun standen auch Skates die Tränen in den Augen.

Sarah spürte gar nichts mehr von der Außenwelt, sie spürte nur noch Harm. Sie bekam nicht mit, dass Keeter ihr inzwischen eine Decke übergelegt hatte. Sie wollte nur noch mit ihrem Harm hier stehen bleiben, für den Rest ihres Lebens.

Tony stand bei Renee, um sie zu trösten. “Hey, Ms. Peterson, es wird alles wieder gut. Wir haben Sie da rausgeholt.” Renee weinte immer weiter, bis sie sich zu Harm und Mac umdrehte und dieses unbeschreibliche Bild sah. “Ich habe es immer gewusst. Ich weiß, dass er sie glücklich machen kann.” Ihre Tränen flossen nun nicht mehr vor Angst, sondern vor Rührung.

Die anderen packten schon mal alles zusammen und holten das zweite Auto. Nach 20 Minuten ging A.J. zu den beiden und haute ihnen auf die Schulter, um zu versuchen, sie wieder in die Realität zurückzuholen. Nach zwei glücklosen Minuten lösten sich ihre Blicke voneinander und sahen überglücklich ihren CO an.

“Na endlich. Wissen Sie eigentlich, wie lange Sie sich gerade gegenseitig in die Augen gesehen haben? 40 Minuten...”
“38 Minuten und 27 Sekunden, und es war immer noch zu wenig”, unterbrach ihn eine freudig strahlende Sarah.
Der SEAL rollte mit den Augen.
“Wir wollen jetzt los. Ich rufe gleich im Hauptquartier an und sage Bescheid.”

Zur gleichen Zeit
JAG-Hauptquartier
Falls Church, Virginia
Büro des Admiral

‘Sir, der Admiral ist für Sie am Telefon.’
“Sofort durchstellen, Tiner”

“Admiral, gibt es etwas Neues?"
‘Hallo Bud. Ja, wir haben gute Neuigkeiten.’ Man konnte sein Grinsen durch das Telefon hören. ‘Wir haben Mac und Renee gefunden, sie sind beide wohlauf.’
“Das ist ja großartig, Sir.”
Bud war vor Aufregung aus dem Stuhl gesprungen, wovon Harriet aufwachte. Sie sah ihren Mann fragend an, und er nickte ihr freudestrahlend zu. Harriet sprang sofort auf und lief zu ihrem Mann, um ihn zu umarmen.
‘Ist bei ihnen alles in Ordnung, Bud?’
“Oh ja Sir, Harriet freut sich nur so über diese gute Nachricht.”
‘Ich verstehe. Wir werden hier in der Nähe in einem Motel übernachten, und morgen kommen wir zurück. Ich wollte nur, dass Sie dem SECNAV aus...’
“Oh Sir, der SECNAV war heute schon hier.”
‘Damit hatte ich schon fast gerechnet. Egal, wir sind morgen im Laufe des Tages wieder da. Gute Nacht Bud.’
“Gute Nacht Sir.”



Liebes Tagebuch,
dies war die Geschichte, wie wir das erste Mal voneinander getrennt waren. Leider eher unfreiwillig, aber mit einem wundervollen Wiedersehen.”

Sarah schlug mit einem freudestrahlenden Gesicht ihr Tagebuch zu und legte es wieder genauso sanft in die unterste Schublade, wie sie es zuvor herausgeholt hatte.
Harm kam langsam von hinten auf sie zu und schlang seine Arme um sie. Sie legte dann sanft ihre Hände auf seine Arme und lehnte sich in seiner Umarmung an seine Brust.

“Was machst du denn hier, Harm?”

“Ich wollte unbedingt mal wissen, wer oder was so gut ist, dass es dich aus unserem Bett locken kann. Aber wie ich sehe, bist du bei deinem Tagebuch in guten Händen.”

“Ich bin gerade fertig und wollte gerade wieder zu dir zu kommen, um mich an dich zu kuscheln.”
“Na dann komm, ich bringe dich.”

Er hob sie zärtlich hoch in seine starken Arme und trug sie wieder ins Schlafzimmer.



TBC....


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
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