Die Stars des FBI

#1 von Petra , 05.08.2007 00:35


Ihre Arbeit ist umstritten und geheimnisvoll: Profiler fassen Verbrecher, indem sie versuchen, die Welt mit deren Augen zu sehen. Von Anfang an faszinierte das Profiling Medien und Öffentlichkeit - und inspirierte Autoren und Regisseure zu Bestsellern und Blockbustern. Bei "Criminal Minds" kann man jetzt den legendären Agenten der Behavioral Analysis Unit (BAU) bei der Arbeit zusehen.

Für Profiler gehört es zum Beruf, sich auch in die brutalsten und gefährlichsten Psychopathen hineinzuversetzen, ihre Handlungen zu verstehen. Anhand von Indizien, Tatortspuren und Umständen eines Verbrechens schließen sie auf das Verhalten des Täters, versuchen darin Muster zu erkennen, um so eine möglichst konkrete Vorstellung von der Person des Täters zu bekommen. Was war sein Motiv? Ist er ein irrational agierender Wahnsinniger oder handelt er in kalter Berechnung? Wie sucht er seine Opfer aus? Und was sagt die Art, wie er sie getötet hat, über ihn aus?

Deutsche Kriminalisten vermeiden den Begriff Profiling und sprechen lieber von "operativer Fallanalyse". Die Ermittlungsmethode ist hierzulande umstritten und gilt als noch nicht ausgereift. Ganz anders in den USA: Dort arbeitet die Elite des FBI im Behavioral Analysis Unit (BAU, etwa: "Einheit für Verhaltensanalyse"). Gerade einmal 26 Agenten erstellen hier unter anderem Täterprofile von unbekannten, gefährlichen Serientätern.

Schon bei der Jagd auf "Jack the Ripper", der 1880 mehrere Prostituierte in London ermordete und verstümmelte, versuchten die Ermittler ein Profil des Killers zu entwerfen. Seitdem sind - vor allem in den USA - viele Serienmörder und Terroristen mithilfe von Täterprofilen gefasst worden. Seit seinen Anfängen übt dabei das Profiling eine ungeheure Anziehungskraft auf viele Menschen aus: Schon "Jack the Ripper" war ein Medienstar, das Rätsel um seine Identität täglich eine Schlagzeile wert. Vielleicht ist es die Faszination für die düsteren Abgründe der menschlichen Seele, das Wissen um die dunklen Seiten auch der eigenen Pysche, die den Beruf des Profilings so fantasieanregend machen.

Es ist diese Faszination, die Autoren wie Thomas Harris zu Bestsellern wie "Das Schweigen der Lämmer" und diabolischen Figuren wie Hannibal Lector inspirierte. Längst sind die mit großem Erfolg auf der Leinwand gelandet. Mit "Criminal Minds" geht nun der Profilerkrimi in Serie: Im Mittelpunkt steht dabei die Ermittlungen der berühmten BAU - hochspannend und dabei erschreckend realistisch.

Quelle: Premiere.de


Liebe Grüsse Petra

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Petra
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