Studentenwohnheim
Florida Keys
Später Nachmittag
Harm hatte es geschafft eine Militärmaschine für sich und Mattie zu organisieren, sodass sie Lukas so schnell wie möglich besuchen konnten. Nun kamen sie grade am Studentenwohnheim an, in dem Lukas seine Wohnung hatte.
„Oh Dad, ich bin ja so froh das das alles so gut geklappt hat. Lukas wird bestimmt wahnsinnig überrascht sein wenn er uns sieht.“, rief Mattie freudestrahlend. Sie war wahnsinnig glücklich darüber, dass sie ihn endlich wieder sehen konnte, und dabei waren sie noch nicht einmal eine Woche getrennt gewesen.
Harm bezahlte das Taxi und betrat dann mit Mattie zusammen das Wohnheim.
„Äh, Harm, in welchem Apartment wohnt Lukas denn?“, fragte Mattie, nachdem sie das Wohnheim betreten hatten und feststellten, dass an den Briefkästen keine Namen sondern nur die Apartmentnummern standen.
„Ich hab keine Ahnung. Fragen wir uns einfach durch. Irgendwer wird’s schon wissen.“
Es dauerte nicht lange, bis die beiden das richtige Apartment gefunden hatten. Voller Vorfreude klopft Mattie an die Tür.
< Hoffentlich ist er jetzt auch da >, dachte sie.
Als sie jedoch sah, wer die Tür öffnete, verschwand diese Vorfreude ganz schnell wieder und auch Harm war sich nicht sicher, was er sagen oder tun sollte.
„Ja bitte, was kann ich für sie tun?“, fragte Jesse, die die Tür geöffnet hatte.
„Verzeihen sie bitte, aber ich glaube wir wurden zum falschen Apartment geschickt.“, erklärte Harm.
„Oh, aber das macht doch nichts. Zu wem wollen sie denn? Vielleicht können wir ihnen weiterhelfen.“, fragte nun Allie nach, die mittlerweile ebenfalls zur Tür gekommen war.
„Nun, wir sind auf der Suche nach meinem Sohn. Er wohnt erst seit gestern hier. Wir wollten ihm einen kleinen Überraschungsbesuch abstatten. Sein Name ist Lukas. Lukas Rabb.“
„Oh, ja, also, sie sind schon beim richtigen Apartment.“, antwortete Jesse etwas schüchtern.
„Ja, Lukas ist nur im Moment nicht hier. Er…..nun ja, es gab da so ein kleines Missverständnis und….. na ja, und jetzt liegt er im Krankenhaus.“, fuhr Allie fort.
„Was?“, riefen Mattie und Harm nun gleichzeitig.
„Es ist nichts ernstes, zumindest glauben wir das, weil James noch nicht angerufen hat. Das ist der vierte in unserer WG hier.“
Doch darauf reagierten weder Harm noch Mattie. Sie waren von der Nachricht, dass Lukas im Krankenhaus liegt, noch viel zu geschockt.
„Er ist im Städtischen Krankenhaus. Sie können sicher Lukas Wagen nehmen. Er steht noch unten auf dem Parkplatz. Soll ich ihnen die Schlüssel holen?“, fragte Allie nach einer Weile. Ihr war das Schweigen der beiden ziemlich unheimlich.
Harm nickte und keine zwei Minuten später hatte er die Schlüssel in der Hand und er und Mattie machten sich auf den Weg zum Krankenhaus, wo sie beide mal ein ernstes Wort mit ihm reden wollten, wenn es ihm denn gut ging.
Städtisches Krankenhaus
Miami, Florida
Später Abend
Als Harm und Mattie im Krankenhaus ankamen, war es bereits später Abend. Sofort gingen die beiden zur Aufnahme um zu erfahren, wo Lukas lag und wie es ihm ging. Als sein Vater bekam Harm die Informationen sehr schnell und die beiden machten sich auf den Weg zu Lukas Zimmer.
Vor dem Zimmer trafen sie auf James, der dort seit seiner Ankunft wartete. Da er nicht mit Lukas Verwand war, bekam er auch keinerlei Informationen. Er hatte dennoch beschlossen zu warten, in der Hoffnung, dass man ihn zu Lukas lassen würde, wenn dieser aufgewacht war.
Als Mattie und Harm aus dem Fahrstuhl kamen und James sie erblickt, ging er sofort auf sie zu. Er hatte die Fotos in Lukas Zimmer stehen sehen und wusste deshalb, dass die beiden zu ihm gehörten.
Grade wollte James die beiden über die ganze Situation aufklären, als ein Arzt aus Lukas Zimmer kam.
Als Harm erkannte, dass der Arzt aus Lukas Zimmer kam, sprach er ihn sofort an.
„Entschuldigen sie bitte. Mein Name ist Captain Harmon Rabb Junior. Ich bin der Vater von Lukas Timothy Rabb. Und das ist meine Tochter Mattie.“, stellte er sich und Mattie vor.
„Ziehtochter.“, korrigierte Mattie ihn. Seit der Sache in der Schule bestand sie wieder darauf, dass Harm sie so bezeichnete, damit es wegen der Beziehung keine Missverständnisse mehr gab.
„Guten Abend. Ich bin Doktor Jakobs, der behandelnde Arzt. Ihr Sohn hatte großes Glück. Zwar hat er eine Gehirnerschütterung, sonst hat er jedoch keine weiteren Verletzungen davongetragen, außer einem blauen Auge. Wir werden ihn zur Vorsicht über Nacht hier behalten, aber das ist wirklich nur eine reine Vorsichtsmaßnahme.“
„Danke Doktor.“
Daraufhin nickte Doc Jakobs ihm kurz zu und machte dann mit seiner Visite weiter.
Harm und Mattie wollten grade das Zimmer von Lukas betreten, als James Sie ansprach.
„Ähm, entschuldigen sie. Ich bin James, einer von Lukas Mitbewohner.“, stellte er sich etwas schüchtern vor. „Ich wollte sie nicht stören. Ich wollte nur fragen ob ich irgendetwas für sie tun kann?“, fragte er höflich. Doch es war nicht seine gute Erziehung, die aus ihm sprach, sondern eher seine Schuldgefühle.
„Nun, zuerst könnten sie mir mal erklären was überhaupt vorgefallen ist.“, erwiderte Harm.
James atmete einmal tief durch, dann erzählte er Harm die ganze Sache von Anfang an. Dessen Augen weiteten sich von Wort zu Wort mehr. Er konnte einfach nicht glauben, was ihm da grade erzählt wurde.
Als James endlich fertig war, wussten weder Harm noch Mattie, was sie zu der Sache sagen sollten.
James wartete noch eine Weile, hielt es dann aber für besser zu verschwinden, bevor Harm seine Sprache wieder fand und er sich ein Donnerwetter anhören konnte. Er konnte ja nicht wissen, welcher Teil der Geschichte Harm so sprachlos gemacht hatte.
Als James gegangen war, fingen Harm und Mattie sich wieder und betraten leise Lukas Zimmer.
Er lag in dem Krankenbett und schlief. In seiner rechten Hand steckte eine Kanüle für eine Transfusion und er trug eines dieser äußerst schicken Krankenhaushemden. Als die beiden ihn da so liegen sahen, vergaßen sie für einen Augenblick ihren ganzen Ärger, vor allem Mattie. Sie holte sich einen Stuhl aus der Ecke und setzten sich an sein Bett, während Harm sich auf die Bettkante setzte und seinem Sohn durchs Haar streichte.
„Hey mein Junge, ich bins, dein Dad. Mattie ist auch hier.“, flüsterte er ihm zu.
Langsam öffnete Lukas seine Augen. Er hatte noch wahnsinnige Kopfschmerzen und das Licht in dem Zimmer war nicht grade förderlich, weshalb er die Augen dann doch wieder schloss.
„Was macht ihr denn hier?“, fragte er leise.
„Naja, du sagtest doch du vermisst mich so sehr, also hat Harm vorgeschlagen dir einen Überraschungsbesuch abzustatten.“
„Ja, aber glaub mir, hätte ich gewusst was für einen Müll du hier verzapfst, dann wäre ich noch viel eher gekommen.“, fügte Harm noch hinzu.
„Luke, wieso hast du allen erzählt du seihst schwul?“, fragte Mattie nun ohne umschweife. Ihr brannte diese Frage schon lange auf der Zunge.
Lukas stöhnte. Er hatte schon genug Kopfschmerzen und deshalb nur sehr wenig Lust, ihr das ganze zu erklären, zumal er die Befürchtung hatte, das Mattie mal wieder völlig ausrasten würde.
„Das würde mich auch mal interessieren. Genauso wie es mich interessieren würde wieso du mich angelogen hast.“, schloss Harm sich an.
„Ganz einfach. Mattie, wenn ich dir die Wahrheit gesagt hätte, hättest du wahrscheinlich mehr als einmal am Tag darüber nachgedacht, ob ich nicht mit einer der beiden etwas anfangen würde. Und du Dad, du hättest wahrscheinlich sofort darauf bestanden, dass ich in eine andere Wohngemeinschaft komme oder doch in eine eigene Wohnung ziehe.“
„Das hätte ich nicht getan, weil ich dir nämlich vertraue.“, versuchte Harm zu widersprechen.
„Ja, aber du hättest ihnen nicht getraut. Und jedes Mal, wenn ich eine Arbeit verhauen hätte, hätte ich mir wahrscheinlich anhören können, dass es daran lag, dass ich mich auf andere Sachen konzentriert habe, statt auf mein Studium.“, meinte es zu Harm. Dann wandte er sich an Mattie.
„Und was dich angeht. Du wirst nun einmal wahnsinnig schnell eifersüchtig. Ich weiß nicht wieso, vielleicht weil die anderen deiner Meinung nach besser aussehen als du, aber das ist mir nun einmal völlig egal. Für mich zählen nun einmal die inneren Werte und da schlägst du die meisten um längen. Ich habe ihnen gesagt das ich Schwul sei, damit ich von Anfang an meine Ruhe vor ihnen habe, denn glaube mir, hätte ich gesagt ich hätte eine Freundin, hätten sie mit Sicherheit angefangen unsere Beziehung zu torpedieren, zumindest Jesse. Ich dachte wenn ich für sie nicht weiter interessant bin hätte ich meine Ruhe. Ich konnte ja nicht ahnen, dass die drei mich in so eine Beziehungskiste mit reinziehen.“ Als er fertig war, ließ Lukas sich erst einmal stöhnend in seine Kopfkissen fallen. Sein Schädel schmerzte immer noch wahnsinnig.
„Also, ich glaube du spinnst jetzt völlig. Ich bin nicht schnell eifersüchtig. Ich kann es nur nicht haben wenn man mich belügt. Das solltest du wissen, immerhin kennen wir uns nun schon so lange Zeit. Und wenn ich eifersüchtig geworden wäre, hätte das sicher einen Grund gehabt. Zum Beispiel dein verspäteter Anruf gestern. Ich dachte wir würden uns gegenseitig vertrauen? Aber wenn du mich schon wegen solcher Kleinigkeiten belügst, wie soll ich mir dann sicher sein, dass du mir treu bist. Wie soll ich darauf vertrauen, dass du der Versuchung standhältst. Glaubst du die lassen dich in Ruhe nur weil du sagst du seihst Schwul? Nein mein Lieber, genau das Gegenteil ist nämlich der Fall. Sie werden wegen jeder Kleinigkeit zu dir kommen, werden dir von ihren Problemen erzählen und sie werden keinerlei Hemmungen haben und dann mein Lieber, dann will ich dich mal sehen. Dann kannst du mir noch soviel Treue schwören, ich wette, du wirst dann genauso reagieren wie andere Kerle in deinem Alter auch. Ein schnelles vergnügen macht doch nichts. Und sie ist ja auch soweit weg, sie wird es schon nicht erfahren.“ Mattie hatte sich mittlerweile richtig in Rage geredet und wollte grade zum nächsten Schlag ausholen, als Lukas sie unterbrach.
„So siehst du das also. Ich bin also wie jeder andere Kerl auch, ja? Ich bin also jemand dem Treue nichts bedeutet. Na gut, wenn du so von mir denkst bitte. Dann macht es dir ja sicher nichts aus wenn wir uns trennen. Denn wenn du sowieso damit rechnest, dass ich dich betrüge, dann hat unsere Beziehung eh keinen Sinn mehr. Ständig habe ich versucht dir zu beweisen wie viel mir an dir liegt. Ich hätte damals sogar ein Leben bei euch aufgegeben, nur um mit dir zusammen zu sein. Ich hätte mein Stipendium, meinen Abschluss, sogar mein Studium hier, einfach alles hätte ich für dich aufgegeben und du dankst es mir damit indem du mir sagst, dass ich eh nicht treu wäre. Findest du das etwa fair? Die Welt dreht sich nicht nur um dich Mattie. Nicht nur du hattest eine schwere Vergangenheit. Nicht nur du hast ein Recht auf Liebe.“ Lukas Stimme wurde immer lauter und seine Schmerzen immer stärker. Nicht nur die im Kopf, sondern auch die in seinem Herzen. Bei jedem von Matties Worten war es mehr gerissen und jetzt wo er die Worte aussprach, die in seinem Kopf umherschwirrten und er Matties Tränen sah, brach es endgültig.
Harm konnte und wollte sich das ganze nicht mehr mit anhören.
„Ok, jetzt reicht es aber. Was ist denn nur los mit euch? Noch vor drei Tagen wart ihr unzertrennlich. Nur der Gedanke an deinen Weggang hat jeden von euch fast zum heulen gebracht, und jetzt? Ihr habt in den letzten Tagen mehr gestritten als in den vergangenen zwei Jahren in denen ihr zusammen wart, wie kann das sein? Ihr seid Meilen weit auseinander, normalerweise ein sicheres Indiz dafür, dass Streitereien endlich aufhören, aber bei euch wird es immer schlimmer. Ihr habt beide großen Mist gebaut, aber jeder von euch sucht die Schuld beim anderen. Wenn Mac jetzt hier wäre würde sie euch beiden wohl ordentlich die Leviten lesen. Ihr solltet euch mal langsam darüber klar werden was Liebe wirklich bedeutet, und zwar alle beide. Und hier noch weiterdiskutiert wird, fahren Mattie und ich jetzt wieder. Aber wir kommen morgen wieder und holen dich ab und bis dahin solltet ihr beide wissen was ihr wollt. Los Mattie, wir fahren.“, und ohne ein weiters Wort zog Harm Mattie aus dem Zimmer und ließ einen verwirrten und erschöpften Lukas zurück, während er sich mit einer mindestens ebenso verwirrten Mattie auf dem Weg zu ihrem Hotel machte.
Beach Hotel
Miami, Florida
Zimmer 403
Mattie hatte sich gleich von Harm verabschiedet und war auf ihr Zimmer gegangen. Ihr schwirrte einfach viel zu viel im Kopf herum und sie wollte nur noch ihre Ruhe haben.
So war Harm nun allein. Er beschloss Mac anzurufen und sie über die ganze Situation aufzuklären und sich von ihr einen Rat zu holen. Zum ersten Mal seit langem fühlte er sich mächtig hilflos.
„Hallo Flyboy!“, begrüßte Mac ihn sofort. Sie hatte seine Nummer auf dem Display erkannt.
„Hey!“, antwortete dieser nur erschöpft. Die Sache zwischen Lukas und Mattie raubte ihm seine letzte Kraft.
„Was ist los? Ist etwas passiert?“, fragte Mac sofort. Sie spürte sofort, dass etwas nicht stimmte.
„Lukas, er liegt im Krankenhaus.“
„Oh mein Gott, ist es etwas Ernstes?“, rief Mac aufgewühlt.
„Nein, nicht wirklich. Er hat eine Gehirnerschütterung. Die Ärzte behalten ihn zur Beobachtung eine Nacht da.“
„Was ist denn passiert?“
„Er hat eins vor die Rübe bekommen, weil jemand meinte er mache sich an seinen Freund ran.“
„Wie? Du meinst wohl Freundin.“
„Nein, ich meinte das was ich gesagt habe. Lukas ist in einer gemischten WG gelandet, mit zwei äußerst attraktiven Mitbewohnerinnen, und damit die ihn in Ruhe lassen, hat er ihnen kurzerhand erzählt er wäre Schwul.“
„Was? Du verarschst mich doch, oder?“
„Nein. Und eher er sich versah saß er in einer dieser Beziehungskisten und hat einen vor den Latz bekommen.“, schloss Harm ab.
„Also man kann deinen Sohn ja wirklich keine Minute alleine lassen.“, flachste Mac. Eigentlich war es als Scherz gedacht. Sie konnte ja nicht ahnen, dass Harm im Moment überhaupt nicht nach Scherzen zu mute war.
„ Was soll das denn schon wieder heißen? Willst du damit sagen, dass es meine Schuld ist? Darf ich dich daran erinnern, dass ich ihn erst seit knapp drei Jahren kenne. Und da war er bereits so alt, dass man die Fehler seiner Erziehung nicht mehr wirklich ausbügeln konnte.“
„Hey, ist ja gut Harm. Es sollte doch nur ein Scherz sein. Was ist denn los bei euch? Du reagierst doch nicht nur so weil Lukas im Krankenhaus liegt. Da ist doch noch was, was dich bedrückt. Also los, raus mit der Sprache.“
„Zwischen Lukas und Mattie stimmt es im Moment überhaupt nicht. Die beiden haben sich wegen der Sache vorhin mächtig in die Wolle gekriegt.“
„Ach Harm, wie oft streiten wir uns denn?“
„Ja, aber keiner von uns ist der Meinung, dass eine Trennung besser wäre.“
„Was. Das ist doch nicht dein Ernst? Wer hat das denn gesagt?“, fragte Mac erschrocken nach.
„Luke. Er meinte Mattie würde ihm nicht vertrauen und die Tatsache, dass sie ihm vorwarf er würde sich sicher bei der nächst besten Gelegenheit an eine seiner Mitbewohnerin ranmachen, hat diese Sache nicht unbedingt widerlegt.“, berichtete Harm den Streit in Kurzfassung.
„Oh, na da kriselt es aber gewaltig.“
„Mac, wenn die beiden sich jetzt trennen, wie sollen denn dann demnächst die Familientreffen ablaufen? Vor allem, wenn einer der beiden mit einem neuen Partner auftaucht? Mac, ich brauche deine Hilfe. Die beiden dürfen sich einfach nicht trennen.“, Harm war mittlerweile der Verzweiflung nahe. Er hatte große Angst, dass durch diese Sache seine Familie kaputt gehen könnte.
„Nun warte doch erst einmal ab. Vielleicht beruhigen sich die beiden ja auch wieder. Glaub mir, die sind so wie wir zwei, die gehören einfach zueinander. Und das wissen sie auch. Sicher, im Moment ist alles nicht grade einfach, aber dass stehen die zwei schon durch. Morgen fahrt ihr noch einmal zu Lukas und dann sollen die beiden über alles noch einmal in Ruhe reden, mit dir als Schiedsrichter. Glaub mir, wenn ich könnte würde ich auch sofort kommen, aber du weißt ja was der Arzt gesagt hat.“
„Ja, ich weiß, du sollst dich schonen. Ich liebe dich Mac. Und unsere Kinder auch.“
„Ich liebe dich auch Harm. Und ich liebe auch die Kinder und deshalb darfst du ihn ausrichten, dass jeder von ihnen eine Audienz bei einem äußerst schlecht gelaunten Marine bekommt, wenn sie die Sache nicht wieder hinbiegen.“
Nun musste Harm schmunzeln. Er wusste, dass Mattie und Lukas genug Respekt vor Mac hatten und es auf so ein Treffen nicht unbedingt anlegen würden.
„Ist gut, ich richte es ihnen aus.“
„Schlaf gut Harm, und mach dir nicht allzu viele Sorgen.“
Nach einem ellenlangen „Ich liebe dich“ schafften es die beiden dann endlich aufzulegen. Kurze Zeit später schlief Harm dann auch schon ein, aber es war weiß Gott kein ruhiger Schlaf.