Plan Palma von Julia Bergamin

#1 von elli , 29.11.2009 20:05

Autor : Julia Bergamin // FF : Plan P(alma)


Plan P(alma)


Es ist ende August, die J.A.G- Anwälte haben wie immer viele heikle Fälle zu lösen, da sind Reibereien automatisch vorprogrammiert. Bei zwei J.A.G- Anwälten stehen diese aber neuerdings immer an der Tagesordnung: Seit Wochen herrscht zwischen Mac und Harm eine gereizte Stimmung. Der Admiral kann nicht mehr länger zusehen, er befürchtet, dass ihre Fälle früher oder später darunter leiden werden. Kurzerhand verordnet er ihnen deshalb zwei Wochen Urlaub. Als Bund und Harriet davon Wind bekommen, nutzen sie diese Gelegenheit und hecken den Plan P(alma) aus. Doch bei der Planung habe sie so einige wichtige Punkte nicht berücksichtigt: Wer konnte den auch ahnen, dass Harm in Palma auf eine blonde Schönheit trifft und Mac den Flieger verpasst?


Freitag, 25 Juli ,7.31 Uhr
J.A.G Hauptgebäude, Büro von Admiral Chegwidden

Der Admiral saß in seinem Büro und ließ sich die letzten Wochen durch den Kopf gehen. Es hatte recht turbulente Fälle zu lösen gegeben, doch Mac und Harm hatten diese ohne größere Probleme erledigt. Der Admiral knirschte mit den Zähnen und murmelte zu sich selber: „ Ohne größere Probleme?“. Er schüttelte den Kopf. Ihm war es ein Rätsel, wie die beiden in letzter Zeit zusammen arbeiten konnten, wo sie doch kaum ein Wort miteinander wechselten. Er stand auf und lief in seinem Büro hin und her. Er konnte nicht länger die Augen zumachen und alles ignorieren. „Der Commander und Major scheinen ein ernsthaftes Problem miteinander zu haben:

1. Sie grüßen sich morgens nicht mehr

2. Sie gehen einander aus dem Weg

3. Sie kriegen sich wegen allem möglichen in die Haare

Der Admiral griff nach dem Telefonhörer und wählte Tiner’s Nummer: „ Tiner schicken sie mir Commander Rabb und Major McKenzie in’s Büro und zwar auf der Stelle!“. Er knallte den Hörer auf die Gabel und wartete auf seine beiden besten Anwälte. Kurze Zeit später klopfte es an der Türe. Es war Mac, der Admiral befahl ihr sich hinzusetzen und fragte: „ Wissen Sie wo zum Teufel Rabb wieder einmal steckt?!“. Mac zuckte gleichgültig mit den Schultern: „ Nein, Sir. Ich habe absolut keine Ahnung. “ Kaum hörbar ergänzte sie: „ Interessiert mich auch nicht sonderlich, wo der ist“.

A: Ja genau deswegen muss ich mit Ihnen beiden sprechen. Dass sie sich nicht füreinander interessieren, ist ihre Sache, aber wie sie in letzter Zeit miteinander umgehen! Verdammt, Major! So kann dass doch nicht weitergehen. Früher oder später werden ihre Fälle darunter leiden. Und bevor es so weit kommt...“.

Es klopfte wieder. Harm kam hinein , sah kurz zu Mac rüber , welche völlig schockiert in dem schwarzen Sessel saß, danach starrte er in das wütende Gesicht des Admirals.

H: Ähm , Admiral.? Gibt es irgendwelche Probleme?.

Der Admiral nickte:

A: Setzen Rabb! Wie ich Major McKenzie bereits gesagt habe: Sie beide können so nicht mehr weitermachen. Sie sind Partner und Partner halten verdammt noch mal zusammen und schreien sich nicht permanent an !.

Er schlug mit seiner Faust auf den Tisch um seinen Worten mehr Ausdruck zu verleihen. Harm sah verwirrt zu Mac rüber und zum ersten Mal seit Wochen erwiderte sie seinen Blick. Harm’s Kehle fühlte sich trocken an.

H: Admiral ich kann ihnen versichern dass ....“

A: Verschonen sie mich mit ihren Versicherungen! Ich habe genug gehört und gesehen. Nehmen Sie Ihre Agenda zur Hand und schreiben Sie 2 Wochen Ferien ein .Ab nächsten Montag will ich sie hier 2 Wochen lang nicht mehr sehen. Verstanden?“

Harm sankt tiefer in den Sessel und schaute den Admiral wortlos an. „ Ist der jetzt komplett verrückt geworden?“, dachte er bei sich.

Mac sprang auf und begann mit lauter Stimme zu sprechen:

M: Admiral, sie wissen doch genau das Urlaub jetzt unmöglich ist. Die Parker-Akte muss unbedingt noch in der nächsten Woche erledigt werden . Außerdem... Der Admiral stand ebenfalls auf und lief auf Mac zu. Er sah sie streng an :

A: Unmöglich, Major , scheint mir dass Sie und der Commander wieder ein normales Verhältnis miteinander haben. Ich gebe ihnen 2 Wochen Zeit um dieses wieder herzustellen. Mir ist egal wie oft Sie sich dabei anschreien oder ob Sie sich vielleicht sogar blau und grün schlagen müssen. Aber ich erwarte dass Sie „Ihr Problem“ nach 2 Wochen Urlaub gelöst haben, Verstanden?!“ Mac atmete scharf und antwortete dann so ruhig wie möglich:

M: Verstanden , Sir!

A: Commander?

H: Verstanden, Sir!

A: Gut. Und nun: Setzen Sie sich beide zusammen und sehen zu, dass sie die wichtigsten Fälle noch heute erledigen könne. Ich will Sie heute um 18:00 Uhr noch einmal in meinem Büro sehen. Wegtreten.

H und M: Aye, Aye Sir!


Freitag, 25 Juli, 14:03 Uhr, Mac’s Büro

Blätter raschelten, der Ventilator surrte, eine Uhr tickte. Doch die zwei Personen, welche sich gegenüber saßen, sprachen kein Wort miteinander.

Seltsamer weise hatten sie es aber doch geschafft, ihre Fälle in drei Stapel aufzuteilen:

– Wichtig

– Weniger wichtig

– Eilt nicht

Harm und Mac teilten die Akten schweigend auf, dabei trafen sich ihre Hände. Mac ließ die Akte sofort los, protestierte aber laut, als Harm sie zum Stapel: Weniger wichtig, legte.

M: Harm, in dieser Akte geht es um versuchten Todschlag. Dieser Fall muss so schnell wie möglich erledigt werden!

Harm stand auf und antwortete genervt:

H: Weißt du was Mac? Ich habe jetzt absolut keine Lust mit dir zu streiten. Teil die Akten von mir aus nach deinem Gutdünken auf, wir sehen uns beim Admiral wieder.

Er wollte hinausgehen, doch Mac war augenblicklich aufgesprungen und versperrte ihm die Türe.

M: Du machst es dir wirklich zu leicht, Harm. Was ist nur los mit dir? Als dich René vor 6 Wochen verlassen hat, da hab ich verstanden dass du nicht mit mir reden wolltest oder konntest. Ich hab es akzeptiert, dass du mich ignorierst und mir aus dem Weg gehst. Aber verdammt Harm! Du kannst deine schlechte Laune nicht ewig an mir auslassen, das Leben geht weiter.

Harm funkelte sie an und holte tief Luft:

H: Also jetzt hör mir mal gut zu:

1. René und ich haben uns vor 5 Wochen getrennt

2. Du bist doch diejenige, welche nicht mehr mit mir redet! Ich hab dir damals erklärt, warum ich mich von René getrennt habe, doch dass hat dich anscheinend völlig kalt gelassen oder warum bist du sonst vor mir geflüchtet?

3. Ach ja, da währen wir auch schon bei dem dritten Punkt: Am Abend nach unserem Gespräch, hast du dich anscheinend lieber mit Clayton getroffen, Küssen inklusive!

Mac’s Augen füllten sich mit Tränen, er hatte absolut recht. Ihr wurde immer noch ganz schlecht, wenn sie an diesen Abend zurückdachte. Harm hatte ihr anvertraut, welche Gefühle er für sie hegte. Aber das war ihr in diesem Moment einfach zu plötzlich gekommen. Außerdem war sie ja noch mit Clayton zusammen gewesen. Sie kaute an ihrer Lippe herum und blickte in seine blauen , vor Zorn verzerrten Augen.

„ Ich muss ihn an diesem Abend wahrscheinlich sehr verletzt haben, als ich einfach so abgehauen bin“ ,dachte sie und wusste nicht, was Sie antworten sollte.

M: Harm, Clayton und ich sind nicht mehr zusammen. Ich habe vor 2 Wochen Schluss gemacht.

Harm griff nach der Türklinge und zuckte mit den Schultern:

H: Was soll ich darauf antworten , Mac? Soll ich schweigen und dann einfach verschwinden? Oder vielleicht doch besser René anrufen und...

Weiter kam er nicht, denn jemand pochte an die Türe und trat dann herein, wobei Harm gegen Mac prallte. Durch den Stoss fiel diese geradewegs in seine Arme. Harriet bemerkte freudestrahlend wie Harm Mac in den Armen hielt und sagte:

Ha: Wie schön, dass ihr euch wieder versöhnt habt. Ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben, euch mal wieder friedlich zu sehen.

Mac machte sich wütend von Harm los und sagte herrisch:

M: Spar‘ dir dein Lächeln Harriet. Mich hat’s nur dank dir in Rabbs’Arme geschleudert.

Harriet blinzelte verwirrt. Harm verzog sein Gesicht und bestätigte:

H: Ganz richtig. Ich wollte gerade gehen, ich halte es nämlich keine Sekunde länger mit dieser Person im selben Büro aus!

Harriet reagierte blitzschnell und trat vor die Türe.

Ha: Einen Moment noch! Bud und ich machen heute eine Grillparty bei uns zuhause um 22:00 Uhr, ihr seit herzlich eingeladen!

Harm warf einen Blick zu Mac, die ihm sofort auswich. Als er aber Harriet’s flehenden Blick sah , antwortete er:

H: Na gut, so eine Einladung kann ich ja wohl schlecht absagen. Aber sag Bud er soll was vegetarisches auf den Grill schmeißen, okay?

Ha: Natürlich! Und was ist mit dir Mac?

Mac überlegte fieberhaft. Eine Grillparty bei den Roberts, klang ja ganz nett. Aber dass hieße auch: Harm den ganzen Abend lang zu ertragen und sich nach Feierabend erneut mit ihm zu streiten. “Na komm schon, gib dir einen Ruck Marine“, munterte sie sich selber auf.

M: Ich komme gerne Harriet, danke für die Einladung!


20:00 Uhr, Mac’s Appartement

Sie lag auf ihrem Bett und wusste nicht was sie heute Abend anziehen wollte. Schliesslich entschied sie sich nach mehrmaligen umziehen für ein schlichtes, hellblaues Sommerkleid.


21:01 Uhr, Mac’s Appartement

Mac begutachtete sich in ihrem Spiegel. Ob das Kleid nicht eine Spur zu kurz war? Sie drehte sich hin und her.

Sie griff nach ihren Autoschlüsseln , schloss die Wohnung ab und fuhr mit ihrem Auto los.


21:30 Uhr, Robert’s Garten

Harriet war gerade dabei den Tisch du decken und Bud kümmerte sich um den Grill.

Da tauchte auch schon hinter dem Gartenzaun auf.

M: Hey, Bud! Alles klar, funktioniert der Grill?

Bud winkte ihr zu:

B: Hi Mac. Du bist wie immer zu früh, ich habe noch nicht einmal das Fleisch fertig mariniert!

Harriet öffnete das Gartentor und begrüßte Mac fröhlich:

Ha: Ach was, hör‘ nicht auf ihn! Der mariniert jetzt schon seit einer halben Stunde dass Fleisch und kommt einfach nicht vom Fleck, keine Ahnung, was er daneben sonst noch so treibt. Was noch fehlt ist die Fruchtbowle, hast du Lust mir dabei zu helfen?

M: Sicher!

Sie warf einen Blick auf das viele Fleisch, welches Bud gerade marinierte und sagte schadenfroh:

M: Da wird sich unser Mister Fastvegetarier aber freuen..

Bud nickte, doch Harriet rief plötzlich alarmierend:

H: Oh nein! Wie konnte ich nur vergessen, dass Harm kein Fleisch isst! Mac kannst du die Fruchtbowle bitte alleine machen? Ich muss unbedingt noch Gemüse und Fisch einkaufen gehen. Hoffentlich finde ich noch etwas frisches.

Mac schüttelte den Kopf und ging in’s Haus, um die Bowle zuzubereiten. Sie hätte besser nichts gesagt, ihr behagte der Gedanke nicht, dass Harriet, welche doch schon genug gestresst war mit den ganzen Vorbereitungen, jetzt auch noch durch die Supermärkte flitzen musste, nur um etwas grünes für Harm zu finden..


22:30 Uhr, Robert’s Garten

Die Grillparty war im vollen Gange. Fast alle Gäste saßen an dem großen Gartentisch. Der Admiral mit Meredith, Tiner mit seiner Freundin, Kim und David ( Die Nachbarn der Roberts), nur Harm fehlte.

M: Kommt der jetzt etwa doch nicht, nur weil ich hier bin?, überlegte sich Mac. Doch kurz darauf tauchte Harm dann doch auf. Er trug ein grünes, leichtes Hemd, seine nasse Haaren glänzten im untergehenden Sonnenlicht.

H: Bud, Harriet, tut mir leid. Ich musste noch schnell in's Büro zurück, ein paar Sachen abholen. Nächste Woche bin ich ja vom Dienst freigestellt.


23:00 Uhr, Robert’s Garten

Alle saßen gemütlich beisammen, am Gartentisch und lobten das wunderbare Essen. Harm, der wie könnte es auch anders ein, gegenüber von Mac saß, trank einen großen Schluck von der Fruchtbowle und wandte sich dann an Harriet:

H. Hm, diese Bowle ist super! Nach welchem Geheimrezept hast du die denn Sie zubereitet?. Harriet schüttelte ihren Kopf und deutete auf Mac.

Ha: Nein, Harm. Mac hat sie gemacht, da ich noch schnell in den Supermarkt gehen musste. Aber sie ist wirklich klasse!

Mac senkte den Blick, Harm murmelte nur: „Aha“ und sagte nichts weiter .Während der Admiral und Meredith mit Kim und David in einem Gespräch verwickelt waren, lief Harriet zu Bud, der am Grill stand und flüsterte:

Ha: Ich denke es ist Zeit für unseren Plan P(alma).

Bud schaute zum Tisch . Mac und Harm schienen sich mal wieder wie üblich zu streiten. Mac fuchtelte wütend mit ihren Händen durch die Luft , stand dann auf und flüchtete in’s Haus hinein.

B: Ja, jetzt oder nie. Bevor es noch Verletzte gibt!

Harriet sprang Mac hinterher während sich Bud an Mac’s Platz setzte.

B: Möchtest du ein Bier?, fragte er und hielt Harm eine kalte Flasche hin.

H: Gerne, Danke Bud!


23:15 Uhr, Robert’s Küche

Harriet hatte Mac in ein Gespräch verwickelt und versuchte nun möglichst unbemerkt Plan P(alma) einzuschleusen.

Ha: Also der Admiral hat euch beiden tatsächlich 2 Wochen Urlaub verordnet?

M: Ja, in der Tat. Obwohl ich immer noch daran zweifle, dass er es ernst mein. Wir haben doch noch so viele wichtige Fälle zu erledigen und soo schlimm ist es mit Harm und mir auch wieder nicht...

H: Mac! Du hast diesen Urlaub mehr als nötig! Und tut mir leid dass zu sagen aber: Euch beiden zu zuschauen ist wirklich unerträglich...

M: Ach, empfindest du dass als so schlimm?

Ha: Jaah! Ich habe zwar keine Ahnung was zwischen euch passiert ist, aber ihr könnt doch so nicht mehr weiter machen...

M: Seltsam, dass selbe hat mir heute schon der Admiral gesagt. Läuft da etwa eine Verschwörung gegen Harm und mich, von der ich noch nichts weiß?

Wütend stand sie auf und lief davon. Harriet entschuldigte sich hastig:

Ha: Mac, ich hab’s doch nicht so gemeint. Hast du dir schon überlegt, wo du in den Ferien hin gehen willst?


23:45 Uhr, Am Gartentisch

Bud war erfolgreicher als Harriet. Mit dem Plan P(alma) war er schon ziemlich weit gekommen, das Ziel war bald erreicht.

B: Also Harm, wenn du in Mallorca bist musst du unbedingt in’s Hotel Palma. Harriet und ich waren letzen Sommer dort. Das Hotel ist klasse und bis zum Meer ist’s nur einen Katzensprung.

H: Klingt nicht schlecht, Bud! Wann geht der nächste Flieger?

Bud’s Euphorie verflog augenblicklich. Harm’s Frage hallte hölzern in seinem Kopf. Wann geht der nächste Flieger? Bud überlegte angestrengt. Er hatte doch erst gerade gestern nacht den Plan mit Harriet noch einmal durchgearbeitet. Langsam ließ er sich den Plan durch den Kopf gehen:


Plan P(alma)


Zweck: Harm und Mac miteinander zu versöhnen . ( Vielleicht wird aus dieser sogar ein klein wenig mehr)

Vorgehen: Bud spricht mit Harm / Harriet mit Mac

Ziel: Beide verbringen ihre Ferien in Mallorca im Hotel Palma

Flug: Harm Montag, Mac Dienstag

Komplikationen: Siehe separat geführte Liste mit „4& mehr Gefahren betreffend Plan P

Harm sprach Bud jetzt schon zum dritten mal an, dieser schien in irgend eine Traumwelt abgetaucht zu sein. Oder hatte er vielleicht schon ein Bierchen zu viel getrunken?

H: Bud, Hallo? Lebst du noch, oder befindest du dich schon in Trance von dem Alkohol?

B: Uff, was? Nein , nein. Ich musste nur gerade wegen Plan ...ähm wegen dem Flug nachdenken. Du kennst doch meinen Freund Rush, welcher beim Flughafen Dulles arbeitet, oder? Hier hast du seine Karte, ruf ihn doch morgen mal an, er kann dir sicher ein Spezial-Flugangebot machen.

H: Danke Bud! Werde ich machen. So, ich muss eine Station weiter. Nimm’s mir nicht übel, aber ich bin hundemüde.


3:00 Uhr, Harm’s Appartement

Harm war natürlich noch nicht sofort gegangen. Er hatte noch ein Bier mit Bud getrunken, ein Gespräch mit den anderen Gästen geführt und zum krönenden Abschluss hatte er sich noch einmal so richtig mit Mac gestritten.

Sie war daraufhin plötzlich aufgestanden und hatte ihn vor all den anderen als einen „gefühlskalten Idioten“ bezeichnet. Er hatte sie nur zornig angestarrt und war ebenfalls gegangen. Nun lag er in seinem Wasserbett und drehte sich von der einen auf die andere Seite. Das Bett erschien ihm heute total hart und unbequem.

„Verdammt, warum haben wir uns nur streiten müssen? Der Abend war ganz okay, und einmal hab ich sie ja sogar noch zum Lachen gebracht.“ Harm konnte sich sein Verhältnis zu Mac nicht erklären. Einmal hatten sie sich doch so nahe gestanden, doch in letzter Zeit schienen sie sich immer weiter voneinander zu entfernen...


4:51 Uhr. Robert’s Schlafzimmer

Harriet und Bud ließen sich todmüde in das große Ehebett fallen. Der Admiral und Meredith waren erst vor 10 Minuten gegangen. Bud fiel sofort in den Schlaf, doch Harriet war noch hellwach.

Ha: Hey, Liebling wie ist es gelaufen? Hat Harm den Plan geschluckt?

B: Hm...Harriet, ich bin müde...

Ha: Ich lass dich gleich schlafen. Bei mir ist alles gut gelaufen. Mac wird Rush morgen ah ne es ist ja schon heute!.. anrufen. Ich hoffe nur, Rush wir alles korrekt machen. Bud ?

B: zzz....hm...ja ja...zz

Ha: Bud! Hat Harm die Karte? Ruft er mor..heute Rush an?

B: Was? Oh , Gott, Harriet ich hab geschlafen. Erschreck mich nie wieder so! Ja, alles klar. Ich hätte dir schon gesagt, wenn etwas nicht geklappt hätte. Er freut sich schon auf den Sandstrand auf Mallorca...

Ha: Super! Jetzt muss es einfach klappen! Die erste Hürde ist geschafft. Ach, die zwei tun mir leid. Der ganze Beziehungsstress schlägt den beiden wohl ganz schön auf die Nerven., die Abwechslung wird ihnen gut tun. Sogar...

B: Harriet, halt die Klappe und lass uns schlafen!

Bud legte den Arm um seine Frau, sie kuschelte sich an ihn und ein paar Minuten später waren beide eingeschlafen.


Samstag, 9:14 Uhr , Mac’s Schlafzimmer

Mac hatte gar nicht gut geschlafen. Sie hatte viel zu warm gehabt obwohl sie nur ein dünnes Nachthemd trug. Außerdem hatte der blöde Streit mit Harm die ganze Nacht in ihrem Kopf herumgespukt.

„Warum muss mein Leben nur so bescheuert und kompliziert sein? Warum schreie ich den Mann nur immer an, für welchen ich doch so viele Gefühle habe?“

„Vielleicht weil du angst hat, Marine?“, hauchte Ihre innere Stimme .

„Ach, was ! Ich habe keine Angst, Marine’s kennen keine Furcht!“, brachte Sie die Stimme zum Schweigen, ihre Worte klangen jedoch nicht sehr überzeugend.

Mac lief aus ihrem Schlafzimmer, und schmierte sich in der Küche ein Brot mit extra viel Nutella. Während sie genüsslich kaute, beschloss Sie Rush anzurufen.


Samstag, 10: 22 Uhr, Harm’s Appartement

Pfeifend lief Harm durch seine Wohnung und begann fröhlich seinen Koffer zu packen. Soeben hatte er mit Rush telefoniert. Sein Flug wurde auf Montagmorgen um 8:00 Uhr gebucht. Harm lächelte und seufzte zufrieden, während er sich den kommenden Urlaub ausmalte: 2 Wochen ohne Arbeit, süßes Nichtstun. 2 Wochen ohne Mac! Keinen Streit, keine wütende Blicke...auch kein Lippenkräuseln, wie sie es immer tat, wenn sie sich aufregte, kein....

Ring, ring.. Harm’s Telefon klingelte. Er hob ab

H: Ja, hier Rabb?!

B: Hey, Harm. Na hast du deine Koffer schon gepackt für den Flug montags?

H: Woher weißt du, wann ich meinen Flug habe?

B: Äh, keine Ahnung. Ich hab‘ geraten, Rush bucht immer so früh wie möglich.

H. Aha. ja, danke für den Tipp Bud! Habe mit Rush einen super Preis ausgefeilt, wenn davon sein Boss wüsste! Danke für die Grillparty gestern, die Paprika war klasse!

B: Ich werde es an Harriet weiterleiten. Also ich muss dann wieder los, Harriet will noch Einkaufen gehen...dass wird ein sehr langer Tag, siehst du Harm: Schon wieder ein Vorteil Single zu sein. Du musst dich nicht jeden Samstag in die Stadt schleppen lassen und Schuhe kaufen gehen...

H: 1:0 für dich!

B: Also, Harriet ruft schon. Guten Flug und genieße die Ferien. Vergiss nicht zurückzukommen, ciao!

H: Ich versuche es, grüße an Harriet und lass Sie ja nicht zu viele Schuhe kaufen!

Harm verabschiedete sich und suchte dann den Rest seines Zeugs zusammen. Er wühlte in seiner Schublade und erwischte einem alten Krimi , welchen er aber schon gelesen hatte.


8:32 Uhr, im Flugzeug

Harm saß entspannt in seinem Flugzeugsitz. Das einzige Problem waren wie immer seine Beine.

„Verflucht, warum können die denn keine Sitze für etwas größere Personen konstruieren?“, fragte er sich ärgerlich. Eine weibliche Stimme bestätigte seinen Wunsch:

„Ja, dass habe ich mich auch schon gefragt.“ Harm sah überrascht auf und blickte in die smaragd-grünen Augen einer Blondine. Er schmunzelte, wenn sein Urlaub schon so gut begann, wie würde dann erst enden?!

„ Darf ich?“, fragte die Blondine und setzte sich nach Harm’s eifrigen nicken neben ihn. Er sah sie erst einmal einige Sekunden bewundernd an und stellte sich dann vor:

H. Äh, ich bin Harmon Rabb. Wollen Sie am Fenster sitzen?


Montag, 10:00 Uhr, West-City Kaufhaus

Während Harm neue Bekanntschaften machte, befand sich Mac in einer engen Umkleidekabine und probierte einen neuen Bikini an.

M: Ach, ich bin viel zu lange nicht mehr Shoppen gewesen, Sue! Rief sie aus der Kabine ihrer Freundin Susanne zu.

S: Ja, allerdings! Passt der Bikini? Oder soll ich dir noch den roten bringen, mit dem Sternenmuster?.

M: Warte ich komme erst mal mit dem weißen raus.

Der Kabinenvorhang wurde zur Seite geschoben und eine kurzhaarige Brünette trat heraus.

M: Und was meinst du? Macht mich diese Farbe nicht zu blass?

S: Woe, keines weg’s Mac. Er steht dir ausgezeichnet und wenn du dann noch gebräunte Haut hast vom Sonnen, wirst du wieder einmal allen Männern den Kopf verdrehen!

M: Dann nehme ich ihn nicht. Nach der Geschichte mit Clayton und Mic habe erst mal genug von dieser Spezies.

S: Wenn wir gerade beim Thema Männer sind. Rate mal wer gestern im Sky aufgetaucht ist?

Mac begutachtete sich im Spiegel und überlegte. Ihr Freundin Susanne studierte Geschichte, am Wochenende arbeitete sie meistens im Sky, einem bekannten, netten Lokal.

M: Spann mich nicht auf die Folter, wenn du mich so fragst muss es jemanden sein den ich kenne.

S: Ganz genau. Ich helfe dir auf die Sprünge: Süß, Knackig....aber wie ich höre manchmal auch ein kompletter Idiot!

M: Du meinst doch nicht etwa Harm?

S: Die Kandidatin hat 100 Punkte! Ich habe ihm einen Drink spendiert und dann mal ordentlich meine Meinung gesagt.

M: Du hast was?? Sue als ob die Situation nicht schon genug schlimm währe zwischen uns. Jetzt hast du dich auch noch eingemischt! Ah...

S: Hey, nachdem ich ihn ca. 10 Minuten zur Schnecke gemacht habe, Sprachen wir schliesslich über seine Ferien...

M: Uff, und was hat er denn für Ferienpläne? War er alleine im Club?

S: Ah schau mal einer an! Anscheinend lässt dich dieser Harmon Rabb doch nicht so kalt was? Hm, ja er war alleine, glaube ich zumindest, ich habe keine Begleiterin gesichtet.

M: Fliegt er in den Süden?

S: Ja, aber wohin weiß ich nicht mehr. Es war extrem laut, außerdem hat es plötzlich eine Schlägerei gegeben..

M: Aha, schade. Ich hätte zu gerne gewusst. wo er sich den Urlaub vertreibt...

S: Mann, ich kann einfach nicht verstehen, wie ihr zwei euch immer nur in den Haaren liegen könnt. Der Typ ist der Hammer...währe er nicht vergeben..

M: Sue, er ist nicht vergeben...

S: Noch nicht ganz, nein. Schaust du ihm beim streiten ab und zu auch in die Augen? Die sind doch einfach wunderschön. Und erst seine...

M: Sue, hör auf damit! Lass uns bezahlen gehen und danach ein Restaurant suchen. Ich sterbe fast vor Hunger...

Während die beiden mit vollen Tüten ein Restaurant nach dem anderen abklapperten, studierte Mac an Sue’s letzten Worten herum...“..Augen. Die sind doch einfach wunderschön...

„ Stimmt absolut, Sahra oder? Du hast dich schon so oft in seinen Augen verloren und da gibt es noch mehr Dinge, die dir an ihm gefallen. Viel mehr Dinge: Sein Lächeln oder die Art wie er dir guten Morgen sagt..“

Mac schlug sich mit der Hand leicht auf die Stirne und brachte so ihre innere Stimme zum verklingen. Wenn sie nicht bald von hier abflöge, würde sie noch verrückt werden. .Sue blickte etwas irritiert über die seltsame Geste ihrer Freundin und frage:

S: Alles okay, Sahra?


Dienstag, 15:04 Uhr, Palma-Strand

„Harm hast du Lust auf ne runde Beach-Volleyball?“, fragte ihn die blonde Schönheit, welche er während seines Fluges kennen gelernt hatte. Harm nahm einen großen Schluck von seinem Ananassaft und stand auf:

H: Na klar, Jones. Auf’s Gewinnen habe ich immer Lust.

Jones sprang voraus und lacht übermütig:

J: Ich bin seit 8-Jahren in einer Volley-Ball Mannschaft, du wirst dich gewaltig anstrengen müssen, um mich zu schlagen.


Dienstag , 18:53 Uhr, Palma -Strandrestaurant

Harm und Jones saßen gemeinsam an einem Tisch und aßen ein süßes Omlett.

H: Dass ist ja erstaunlich, wie lange ernährst du dich denn schon vegetarisch?

J: Seit ich denken kann. Ich hab schon als kleines Kind einfach keinen Fleischbissen runtergekriegt, und wie sieht’s bei dir aus?

Harm’s Handy klingelte plötzlich, der Name Bud leuchtete in schwarzen Buchstaben auf dem Display auf.

H: Entschuldige mich , bin gleich wieder da.

J: Keine Sorge, ich lauf dir schon nicht weg.

Harm lächelte kurz, stand auf und lief den feinen Sandstrand entlang während er den Anruf entgegennahm.


19:00 Uhr, Robert’s Haus

Leicht beunruhigt legte Bud den Telefonhörer bei Seite. Er hatte soeben mit Harm gesprochen. Bud hatte sich erkundigen wollen, wie die Reise gewesen war, da hatte ihm sein Arbeitskollege und guter Freund, von Jones erzählt. Die Blondine hatte ausgerechnet auch im Palma-Hotel ein Zimmer.

“ Plan P(alma) ist also schon gefährdet, obwohl Mac noch gar nicht angekommen ist..“.

„ Schatz, wir haben ein Problem!, rief er seiner Frau zu, die mit einem kühlen Glas Eistee auf ihn zu kam.

Eine halbe Stunde später, wurden die Robert’s mit einem weiteren Problem konfrontiert:

Mac’s Flug nach Mallorca wurde infolge eines technischen Defekts am Flieger gestrichen. Der nächste Flug nach Palma startete erst wieder am Mittwoch um 14:00 Uhr. Mac , welche vom Flughafen aus angerufen hatte, teilte ihnen mit, dass es zwar ärgerlich aber sicher kein Weltuntergang sei...

Die zwei Planer stuften den verschobenen Flug aber ziemlich nahe eines Weltunterganges ein.

Ha: Bud unser Plan wird nicht funktionieren! Wir haben einfach an zu wenig Dinge gedacht! Diese Jones klebt sicher wie Honig an seinen Fersen, oder wo auch immer. Eine Blondine mit smaragd-grünen Augen, Mac kommt erst morgen an....

B: Positivdenken Harriet! So schnell geht das bestimmt nicht! Man denke an Harm und Mac, die beiden kennen sich jetzt schon seit Jahren und es ist offensichtlich dass sie Gefühle füreinander haben, von diesen Streiten u.s.w mal abgesehen...und sie hatten ja auch noch nie was zusammen!

Ha: Schlechtes Beispiel Bud. Das glaubst du ja wohl selber nicht, dass sie sich während den Missionen nie näher gekommen sind....sie waren zusammen in anderen Ländern, schwebten in Todesgefahr, teilten sich ein Zimmer...

B: Harriet, auch wenn, dass ist Passé schon vergessen? Wir müssen jetzt an die Rettung des Planes denken!

Ha: Ja, stimmt. Warte ich hole mal die Problemliste. Sie lief in’s Schlafzimmer und holte die Liste aus dem staubigen Schubladen.

H: Also gehen wir die möglichen Probleme mal durch, da hätten wir:

Der Admiral hat einen schlechten Witz gemacht, es gibt keinen Urlaub

Die beiden lenken nicht ein

Einer der beiden wird vor der Reise krank

Das Palma ist ausgebucht

Der Flieger stürzt irgendwo ab

Die beiden prügeln sich Krankenhausreif und landen auf der Intensivstation

........


Bud unterbrach seine Frau, welche die aufgelisteten Probleme herunterrasselte und murmelte betrübt:

B: Wir haben nicht an:.

Einer der beiden trifft eine Blondine mit smaragd-grünen Augen

Ein Flug wird gestrichen...

gedacht, währe ja auch zu leicht gewesen, wenn unser Plan funktioniert hätte!“

Er setzte sich frustriert und ratlos auf den Bettrand, nahm Harriet den Eistee aus der Hand und leerte das Glas mit einem großen Schluck.

Ha: Puh, da bleibt uns nichts anderes übrig als abzuwarten. Vielleicht lösen sich unsere nicht bedachten Probleme ja von ganz alleine. Wahrscheinlich sieht diese Jones nur gut aus, entpuppt sich dann aber als langweilige Tussi...

B: Tja, Liebling...vielleicht gerade dass was Harm in der letzten Zeit gefehlt hat:

Ha: Was, eine Barbiepuppe?

B: Nein, Gespräche ohne langes überlegen, einfach lockere Diskussionen ohne die Arbeit oder komplizierte Fälle zu sprechen...

Ha: Oh jeh! Was haben wir uns da nur ausgedacht! Du hast ja recht. Wenn ich an unsere Ferien letzten Sommer zurückdenke: Endloslange Sandstrände, wunderschönes Morgenrot und jederzeit romantische Stimmung...uff hoffentlich baut Harm keinen Mist!

B: Oh ja, diese Ferien müssen wir unbedingt wiederholen. Erinnerst du dich noch an all die verlassenen Buchten? Lass uns die Sonne noch ein wenig genießen gehen.. Wahrscheinlich ist Harm heute von der Reise müde um ...

Ha: Gehen wir nach draußen in den Garten, mir wird ganz flau im Magen wenn ich mir überlege, was sich heute Abend in Palma alles abspielen könnte....


Mittwoch, 10:00 Uhr, Hotelzimmer 835A Palma

Harm drehte sich im Bett von der linken auf die rechte Seite. Das war ja vielleicht eine Nacht gewesen, ausgerechnet ihm musste so etwas passieren und erst noch am 1. Urlaubstag. Er stand auf und nahm erst einmal eine kalte Dusche. Kaum war er aus dem Badezimmer gekommen, läutete auch schon sein Handy. Verwundert nahm er ab.

H: Harriet, ist etwas passiert?

Ha: Ja, ähm Nein. Das wollte ich eigentlich dich fragen!

H: Bitte?

Ha: Ich meine: Alles in Ordnung, bist du gut angekommen? Gefällt dir das Hotel?

H: Na ja, jetzt fühle ich mich schon etwas besser. Gestern Abend war ich mit Jones essen: Fisch, Muscheln und weitere Meeresfrüchte. Ich hätte es wissen müssen..

Ha: Waren Sie nicht gut?

H: Nein, nach dem Essen war mir so etwas von übel....

Ha: Oh, Gott sei Dank!

H: Habe ich dich gerade richtige verstanden?

Ha: Oh, tut mir leid. Ich habe gerade mit Bud gesprochen. Na zum Glück geht’s dir wieder gut. Was hast du heute noch so geplant.

H: Erst einmal gehe ich mit Jones frühstücken, danach wollen wir an den Strand gehen.

Ha: Ach so. Ja, dann genieß das Wetter und nimm dich in acht vor weiteren Überraschungen.

H: Nun, die können ja nur noch besser werden. Grüße Bud von mir, Ciao.


Mittwoch, 10:23 Uhr, J.A.G- Hauptquartier

Harriet legte den Hörer auf. Überflog kurz die Dokumente welche vor ihr lagen und bemerkte dann erst, dass der Admiral vor ihr stand.

A: Alles geregelt?

Ha: Ja, Sir, alles in Ordnung. Ich habe gerade mit Commander Rabb gesprochen, er hat sich gestern den Magen verdorben. Schlechter Fisch.

A: Pech, sag ich da nur. Solange er noch heil zurück kommt und seine Arbeitmacht, stört mich dass aber nicht weiter. Haben sie per Zufall auch etwas von Lt.Colonel McKenzie gehört?

Ha: Nein, noch nicht. Aber wenn Plan P(alma) funktioniert werde ich dass sicher bald...

A: Plan P(alma)?

Ha: Ja, entschuldigen Sie mich bitte. Ich muss dringend mit meinem Mann sprechen.

Harriet griff nach ihrer Dokumentenmappe und huschte davon. Der Admiral sah ihr stirnrunzelnd hinterher. Er würde schon noch herausfinden, was es auf sich hatte mit diesem Plan P, davon war er überzeugt.


Mittwoch 20:00 Uhr, Flughafen Palma

Mac klappte nächstens zusammen, sie war total erschöpft vom Flug und hatte rasende Kopfschmerzen. Ungeduldig wartete Sie auf ihr Gepäck und stieg dann in den Car ein, der sie zum Hotel Palma bringen sollte. Während der Fahrt sah sie kaum zum Fenster hinaus, so müde war sie. Der Car hielt vor verschiedenen Hotels an. Insgesamt waren es 5 Halte, Mac hatte nur gezählt, um sich von ihrem schlechten Gefühl in der Magengegend abzulenken. Endlich hielt der Car vor dem Palma-Hotel, die letzte Station. Mac checkte im Hotel ein und nahm als erstes eine kalte Dusche. Danach ging es ihr schon viel besser. Sie packte ihre Koffer aus und legte sich für einige Stunden hin.


Mittwoch, 20:02 Uhr, 2 Etagen über Mac’s Zimmer

Jones trat aus dem kleinen Lift, lief auf Harm’s Zimmer zu und klopfte energisch an.

J: Harm, wollen wir heute Abend zusammen essen gehen?

Harm war gerade dabei sich zu rasieren, als er Jones schrille Stimme hörte, hätte er sich beinahe geschnitten. Er überlegte kurz. Dass Jones eine wunderschöne Frau war, konnte er beim besten Willen nicht abstreiten. Sie sah einfach klasse aus mit ihren blonden Haaren , den smaragd-grünen Augen und den langen Beinen. Aber er war sich nicht ganz sicher, ob er ihren Charakter mochte. Da gab es ein paar Dinge, die ihm eher negativ aufgefallen waren. Zum Beispiel, die Geschichte mit ihrer fleischlosen Ernährung. Erst heute hatte er sie im Frühstückstraum mit einem großen Speckteller vor sich erwischt. Dabei hatte sie ihm doch erzählt, sie würde schon von Kindheit an kein Fleisch anrühren. Als er sie darauf ansprach, meinte sie nur: „ Manchmal hab’ ich eben doch Lust darauf.“ Er wollte lieber nicht wissen, worauf sie sonst noch so alles Lust hatte...

J: Harm, hallo bist du da?

Er seufzte, legte den Rasierer beiseite und lief zur Türe.

H: Hi, Jones.

J: Hi. Sag mal bist du irgendwie Schwerhörig? Also was ist mit heute Abend? Gehen wir an den Strand? Ich habe gehört, dort findet heute eine Willkommens-Party für die neuen Gäste statt. Das wird sicher ein genialer Abend!

H: Ich weiß nicht Jones, mir ist nicht so nach Party-Feiern zumute.

J: Keine Wiederrede! Wir treffen uns um 22: 15 Uhr, an der Rezeption, ein „ Nein“ akzeptiere ich nicht. Also bis dann, tschüühuss...

Sie drückte ihm einen schnellen Kuss auf die rechte Wange und verschwand dann. Harm sah ihr nach, schloss die Türe und seufzte erneut. Er lief zum Fenster und sah hinaus. Harm konnte das Meer sehen und wenn er das Fenster öffnete hörte er es sogar rauschen. Er schloss für einige Sekunden lang die Augen und öffnete sie dann augenblicklich wieder. Er hatte nicht an Jones gedacht, nein , ein Bild von Mac hatte sich in seine Gedanken gedrängt. Es war verrückt, aber irgendwie fehlte sie ihm. Auch wenn sie sich in den letzten Wochen fast nur noch gestritten hatten, war es doch interessanter gewesen , als mit einer Frau auszugehen, die zwar wunderschön war aber dauernd über belanglose, unwichtige Dinge sprach wie: Mode, Party und ihre Traumkarriere als Model.

Harm trat vom Fenster weg und liess sich in einen Korpussessel fallen. Konnte man seinen Wortwechsel mit Jones wirklich als Diskussionen bezeichnen?, fragte er sich leise. Irgendwie hatte er nicht so recht Lust, mit ihr heute Abend auszugehen....und da drängte sich Mac plötzlich schon wieder in seine Gedanken. Er musste an die guten Zeiten denken, die sie miteinander gehabt hatten: An ihr Lächeln, ihre wunderschönen Augen und ihren sinnlichen Mund mit den vollen Lippen ,welche er schon einmal geküsst hatte...


Mittwoch, 22:33 Uhr, Willkommens-Party Palma Strand

Etwas unbeholfen stand Mac an der Bar und hielt ihren Limettensaft verkrampft in den Händen. Obwohl sie zwei Stunden geschlafen hatte, fühlte sie sich nicht wirklich gut.

Sie trank einen großen Schluck aus ihrem Glas und verzog dann den Mund, der Saft war etwas bitter. Sie ließ ihren Blick durch die dichte Menschenmenge schweifen; der Strand war voller Touristen die fröhlich lachten oder sogar sangen. Einige Tanzten. Mac durchkämmte die Menge weiter, sie sah ein junges Paar, welches sich gerade innig küsste. Frustrierte drehte sie sich wieder zurück und trankt erneut von ihrem Saft.


Mittwoch , 22:37 Uhr, 300 Meter rechts von der Strand-Bar

Obwohl Harm nicht zu der Willkommensparty kommen hatte wollen, stand er jetzt doch mit Jones am Strand herum und fragte sich was für eine Teufel ihn da nur geritten hatte. Jones plapperte munter vor sich her und trank dabei ein Glas ums andere....

H: Jones, meinst du nicht, du hast jetzt langsam genug getrunken?

Unbeabsichtigt, tauchte schon wieder Mac in seinem Kopf auf, dieses mal aber eher zum Negativen. Harm dachte an die Zeit, als Mac noch Alkoholikerin gewesen war...

J: Ach, dass ist doch nur Sangria. Davon könnte ich noch mindestens einen Liter trinken, und ich würde immer noch gerade stehen...

Harm schwieg, er fühlte sich gar nicht wohl. Mac hatte ihm zwar nicht oft gesagt, wie es ist wenn man dem Alkohol verfallen war, dauernd daran denken musste und wie schwierig es ist davon loszukommen. Aber dass welches sie ihm anvertraut hatte, würde er nie wieder vergessen. Jones drückte sich plötzlich an ihn und murmelte:

J: Küss mich!

H: Was?

J: Na mach‘ schon, küss mich!

H: Jones, du bist doch voll betrunken!

Jones schlang ihre Arme um ihn und lallte:

J: Ist doch gar nicht wahr, ich bin eine echte Südländerin...die halten echt viel aus!

H: Du hast mir doch erzählt, du kämest aus Norwegen?!

J: Uff, ja manchmal schon...

Sie trankt den letzten Schluck von ihrem Sangria, ließ ihr Glas einfach in den Sand fallen, zog seinen Kopf zu sich hinunter und küsste ihn. Der Kuss überrumpelte Harm völlig, er schmeckte Sangria und Zitrone. Der Duft von ihrem Parfum stieg ihm in die Nase, ihre blonden Haare streiften seine Wange. Ihr Kuss war fordernd und leidenschaftlich, Harm war blockiert. Er spürte ihre weichen Lippen auf seinen, hielt sie fest . Nach einigen Sekunden endete der Kuss. Harm war immer noch betäubt, Jones rückte näher an ihn heran und wollte ihre Lippen wieder gegen die seinen drücken, doch Harm war vorher zurück gewichen.

„ Mac?“, murmelte er unglaubwürdig und sah in Richtung Bar.

„ Hey, ich heiße Jones und nicht Mac!“, sagte die Frau an seiner Seite leicht gereizt.

Doch Harm hörte ihr schon nicht mehr zu. Gerade eben hatte er sie gesehen: Sahra McKenzie. Seine Arbeitspartnerin, mit welcher er sich im J.A.G- Gebäude immer streitet, und zugleich jene Frau, von der er seit Wochen nachts träumte. Er zog seine Augen zusammen und blickte noch einmal in Richtung Bar. Er hatte sie dort sitzen gesehen, sie trug ein schwarzes Seidenkleid, ihre kurzen braunen Haaren flatterten offen im sanften Wind, Sie trank irgend einen Fruchtsaft. Er ließ Jones stehen und sprang zur Bar, doch als er dort angekommen war, fand er seine Mac natürlich nicht vor. Energisch blickte er sich noch einmal in alle Richtungen um: Doch, von einer schönen J.A.G- Anwältin war nirgends etwas zu sehen. Frustriert ließ er sich in einen freien Sessel fallen und senkte seinen Kopf.

H: Verdammt, Harm. Was bist du doch nur für ein Idiot! Du lässt dich von einer wunderschönen Blondine küssen, empfindest dabei absolut nichts dabei und denkst so intensiv an eine andere Frau, dass du glaubst sie würde sich irgendwo auf Mallorca an einer Bar herumtreiben.

Harm befreite sich von seinen verwirrenden Gedanken und murmelte:

„ Ich scheine langsam wirklich verrückt zu werden...“

Er fühlte sich eindeutig zu alt um zum weinen, aber er konnte nicht vermeiden, dass seine Augen feucht wurden. Geplapper war hinter ihm zu hören, Jones setzte sich auf seinen Schoss und fragte:

J: Wer ist Mac? Deine Frau?

H: Ich bin nicht verheiratet!

J: Deine Freundin?

H: Jones, ich bin Single.

J: Wer ist sie dann?

Harm schüttelte den Kopf. Er wusste selber nicht was genau Mac für ihn ist. Wer ist Sahra McKenzie? Oder besser: Was ist sie für ihn? Eine gute Frage, eine Antwort darauf zu finden war schwer. Nur eine Arbeitskollegin? Nein, sie bedeutete ihm mehr, vielmehr. Seine Freundin? Irgendwie auch keine passende Umschreibung...

H: Ich weiß nicht, es ist kompliziert.

Harm schubste sie unsanft von seinem Schoss und stand auf. Sein Kopf fühlte sich heiser an, seine Gedanken kamen ihm so unklar wie noch nie vor.

J: Oh, verstehe kompliziert. Na egal. Gehen wir ins Hotelzimmer?

Harm lief gerade aus, drehte sich um und schüttelte bestimmt den Kopf:

H: Nein, Jones. Tut mir leid, ich muss jetzt erst einmal alleine sein.

J: Ach, sei doch nicht so spießig, lass uns zu mir gehen..

H: Verstehst du denn nicht Jones, ich habe keine Lust! Du kannst von mir aus weiter saufen und Party machen, vielleicht spendiert dir sogar jemand noch einen Drink.

J: Na gut, dann hau‘ doch ab. Ist mir doch egal was du heute noch machst.

Jones warf ihm einen hochnäsigen Blick zu und wankte davon. Harm lief zum Hotel zurück und sah kein einziges mal zurück. Er wollte nur noch schlafen und vergessen.


Donnerstag, 2:00 Uhr, Mac’s Hotelzimmer

Nach der dritten Dusche innerhalb 2 Stunden, und weiterem schlaflosen herumwälzen im Bett, beschloss Mac ihre Freundin anzurufen. Sie griff nach dem Telefon, welches mit einem lauten Knall auf dem Boden aufschlug, da Mac in der Dunkelheit danach gegriffen hatte. Sie wählte Sue’s Nummer und läst es 10 x klingeln, doch nur Sue’s Mailbox meldete sich :

SM: Hallo, hier ist die Mailbox von Sue Nordtown. Wenn du was wichtiges zu sagen hast, dann sprich nach dem Pfeifton, ansonsten leg auf und quatsch ne’ andere Mailbox voll. Ciao...

Deprimiert, läst Mac den Hörer sinken und holte sich eine kleine Chips- Tüte aus der Minibar. Sie lief auf den Balkon hinaus und starrte auf das schäumende, schwarze Meer hinaus. Stumm kaute sie die pappigen Chips und stellte sie dann auf das kleine Plastiktischchen welches sich auf dem Balkon befand.

M: Uh, wie lange diese Chips wohl schon in der Minibar rumliegen? Ach, was gäbe ich jetzt für ein Stück schwarze, bittere Schokolade...

Sie setzte sich auf den Plastikstuhl, holte sich dann ein Jäckchen, da ein leichter Wind wehte und fragte sich, wo sich Harm wohl um diese Zeit aufhielt. Ein wenig später, schaute sie in den Sternenhimmel und versuchte Sternbilder zu finden und zu benennen. Da sie sich jedoch noch nie so besonders für die Astronomie interessiert hatte, stach ihr kaum ein Sternbild in die Augen, dass sie hätte erkennen können


Donnerstag, 15:11 Uhr, Palma Muschelstrand

Gedankenverloren lief Harm mit einem großen Vanillie - Eis den geschmeidigen Strand entlang. Er genoss die warmen Sonnenstrahlen welche auf seine Haut schienen, schaute aufs azurblaue Meer hinaus und schleckte genüsslich an seinem Eis. Nach einigen Schritten blickte er kurz zurück, da er gerade eine bezaubernde Brünette in weißem Bikini gesehen hatte.

Fünf Sekunden später standen sich zwei J.A.G- Anwälte ungläubig gegenüber.

H: Mac, bist du es oder habe ich gerade die schlimmste Fatamorgana meines Lebens?

M: Harm?! Was machst du denn hier?

H: Du bist es tatsächlich, ich glaub’s nicht. Nun, ich mache hier Urlaub, und du? Verfolgst du mich irgendwie?

M: Was? Ich soll verfolgen. Also dass ist ja total lächerlich!

Harm schwieg, er hatte ihr gerade einen Haufen Gemeinheiten an den Kopf werfen wollen, doch bei ihrem Anblick lösten sich die Vorwürfe alle in Luft auf. Er sah in ihre funkelnden, braunen Augen und konzentrierte sich, dass seine Augen auch wirklich dort blieben...

H: Du bist nicht zufälligerweise gestern angekommen und warst danach an der Willkommensparty?

M: Doch, warum. Hast du mich gesehen?

H: Jaha. Du hast an der Bar gesessen und trugst ein schwarzes Seidenkleid.. Ähm und in welchem Hotel hast du ein Zimmer?

M: Jetzt sag mir aber bitte nicht, dass du auch in Palma bist!

H: Oh Mann, echt seltsam, Mac! Moment mal...hat dir Bud vielleicht auch eine Karte mit Rush’s Nummer gegeben?

H: Doch, genau dass glaube ich! Die zwei müssen das ganze eingefädelt haben! Dass würde auch erklären, warum sie mich hier dauernd angerufen haben...

M: Also das verstehe ich jetzt nicht.! Warum sollten sie so etwas denn nur organisieren?

H: Mac, lass uns ein Stück zusammen gehen, wir müssen uns unerhalten!


Donnerstag, 18: 38 Uhr, Palma- City

Nachdem sich Mac und Harm heftig über ihr bizarres Zusammentreffen unterhalten hatten ( Harriet

und Bud haben das ganze geplant!) und sich daraufhin glücklicherweise kein Streit zwischen den beiden entfacht hatte, bummelten Sie nun gemeinsam durch Mallorcas Hauptstadt . Sie stöberten durch die kleinen, niedlichen Geschäften und fanden schliesslich ein sympathisches Restaurant, in welchem sie etwas essen wollten.

Harm bestellte eine Flasche Mineralwasser und Mac studierte aufmerksam die Speisekarte, als von der gegenüberliegenden Seite plötzlich jemand winkte:

M: Harm, da winkt dir jemand !

H: Ha ha, nicht sehr origineller Scherz, Mac. Ich kenne , dich ausgenommen, niemanden auf Mallorca.

M: Ich scherze nicht, dir winkt eine langbeinige Blondine!

H: Oh, nein. Dass ist Jones!

Die Blondine überquerte die Strasse und umarmte dann Harm vor Mac’s Augen freudig. Peinlich berührt befreite sich Harm aus ihrer Umarmung.

H: Jones, lass mich los!

J: Was hast du denn nur? Vor ein paar Tagen hat dir dass noch überhaupt nichts ausgemacht. Ah, ich verstehe wir haben besuch! Ich bin Jones und Sie sind...? Ich weiss schon: Mac, richtig? Die geheimnisvolle Frau.

M: Für Sie immer noch McKenzie!

J: Wie sie wollen. Ham, was hast du mir gestern gesagt Harm? Deine Frau ist sie nicht, Freundin auch nicht...nur ein alter Ferienflirt?

H: Jones, hör auf damit!

M: Harm? Was hast du dieser Fremden über uns erzählt?

H: Mac, beruhig dich. Ich muss dir da etwas erklären...

M: Schon gut, deine Erklärungen kannst du dir sonst wo hinstecken. Viel Spass!

Ruckartig stand Mac auf , ließ einen verwirrt blickenden Harmon Rabb und eine lächelnde Jones zurück.

Jones setzte sich an Mac’s Platz, trank einen Schluck aus ihrem Mineralwasserglas und hielt Mac’s Tasche hoch:

J: Upps, da hat deine was- auch- immer wohl etwas vergessen...

Zornig schnappte sich Harm die blaue Tasche und sagte so laut, dass sich alle Köpfe in der näheren Umgebung zu ihm umdrehten:

H: Zwei lange Beine und eine Blonde Mähne aber keine Spur von Intelligenz! Wir sind fertig miteinander, wenn du noch einmal in meiner Nähe aufkreuzt und Mac angreifst, sorge ich persönlich dafür, dass sich deine Modelkarriere nie erfüllen wird!

Jones lächelte spöttisch, lief ihm hinterher und schüttete ihm den Rest des Mineralwassers in’s Gesicht:

J: Du bist ein echter Looser, schade um die vergeudete Zeit. Und wenn hier einer Drohungen aufstellt, bin ich dass, klar?

Sie warf ihm einen arroganten Blick zu und stöckelte dann selbstbewusst davon.


Donnerstag, 23:24 Uhr, Sue’s Appartement

Sue hackte Zwiebeln fein, schälte einige Tomaten und setzte Wasser auf. Sie war erst gerade nachhause gekommen und kochte sich Spaghetti, da sie einen riesigen Hunger hatte. Als das Wasser kochte, schüttete sie die Spaghetti in’s Wasser, trocknete ihre Hände an der Schürze ab und drehte die Stereoanlage an. Ihr Lieblingslied lief gerade im Radio: „Behind blue eyes..“

Dring, dring..dring dring....

Ihr Telefon klingelte. Genervt rührte sie die Tomatensauce um, warf ein wenige Basilikum hinein und ließ das Telefon ein paar mal läuten ehe sie abhob:

S: Ja, Sue Nordtown hier.

M: Hello, ich bin’s. Ich wollte dich nur wissen lassen, dass ich gut angekommen bin. Das Hotel ist klasse, das Meer blau und sogar Harm ist hier um mir das leben zur Hölle zu machen!

S: Harm ist in Mallorca?

M: Ja, und stell dir vor: Er ist sogar im selben Hotel wie ich!

S: Was? Woe, dass ist ja super. Dann habt ihr ja endlich mal genügend Zeit um euch auszusprechen und...

M: Wir haben bereits miteinander gesprochen. Wir sind sogar zusammen in der Stadt bummeln gegangen, alles war perfekt, bis Jones aufgetaucht ist.

S: Wer ist Jones?

M: Keine Ahnung, scheinbar hat sie Harm einige Tage vorher auf Mallorca getroffen, weißt du am liebsten würde ich..

Ding-Dong

Es klingelte an Sue’s Türe.

S: Uff, Mac, sei mir nicht böse. Aber ich glaube Bryan klingelt gerade ! Ich meld mich später wieder, okay? Und Mac?

M: Ja?

S: Mach dich nicht verrückt, nur weil Harm jetzt auch auf Mallorca ist. Geniesse deinen Urlaub, sei nicht zu streng mit dir selber und lass dich einfach mal fallen.

M: Was meinst du mit: Ich solle mich fallen lassen? Sue hallo...?

S: Mach’s gut, ich muss zur Türe. ..Ciao!

Kurze zeit später hörte Mac dass Telefon piepsen und legte traurig auf.


Freitag, 10: 44 Uhr,Hotel Palma Frühstückssaal

Mac schnappte sich einen Teller und stellte sich hinter die Schlange von anderen Hotelgästen, welche ebenfalls hungrig auf das Buffet spähten. Mac reckte ihren Kopf und erhaschte einen Blick auf all die leckeren Frühstückssachen wie :Waffeln, süße Brötchen, Eier, Flocken...Als sie vor den verschiedenen Spezialitäten stand, konnte sie sich nicht entscheiden, was sie essen wollte. So lud sie von allem ein wenig auf ihr Teller.

Als sie das Buffet verließ und sich an einen weißen Tisch setzte, quoll ihr Teller fast über. Mac biss herzhaft in eine Waffel. Nach einer viertel Stunde hatte sie ihren Teller leergegessen und holte sich zum zweiten mal ein paar Schokoladenwaffeln vom Buffet. Geniesserisch verschlang sie 2 Waffeln hinter einander, die Auseinandersetzung mit Harm gestern, hatte ihr zwar eine unruhige Nacht beschert, ihren Appetit hatte sie dadurch jedoch nicht verloren.

M: Verdammt, es hätte doch so schön werden können! Aber was soll’s: Ich werde ihn einfach ignorieren, sollte ich ihn noch einmal hier sehen. Harmon Rabb wird mir meine Ferien auf keinen Fall ruinieren können!

Sie verschlang trotzig die letzte Schokoladenwaffel und leckte sich danach die Finger. Mac schreckte auf, als sich unerwartet jemand gegenüber von ihr setze. Ein großer , schlanker Mann in weißem Hemd mit ozeanblauen Augen...Harm!

H: Guten Morgen, Marine! Hat dir noch niemand gesagt, dass man Bauchschmerzen kriegt, wenn man zu viele Waffeln isst?

Mac funkelte ihn bösartig an, schob ihren Teller beiseite und erhob sich. Doch sie kam nicht weit, da Harm nach ihrer Hand gegriffen hatte.

M: Lass mich los!

H: Nein, setzt dich wieder und hör zu, was ich dir sagen will. Danach kannst du meinetwegen davon springen, schreien oder mich sogar abschlagen!

M: Ich würde dich am liebsten schon jetzt schlagen, aber meine Nägel sind mir zum Brechen einfach zu schade.

H: Na, da bin ich aber froh!

Mac erwiderte sein Lächeln nicht und entfernte sich, doch Harm’s Griff um ihren Arm wurde stärker. Er sah ihr tief in die Augen, ließ sie dabei die ganze Zeit nicht los und erklärte ihr die Story mit Jones von A-Z. Sein Mund war völlig trocken, als er seinen Vortrag beendet hatte und er sah Mac erwartungsvoll an.

H: Mac, jetzt könntest du einer der drei Möglichkeiten wählen...

M: Uh, wie nett von dir! Nur weiss ich jetzt gerade nicht ob ich dich zuerst kalt machen soll, oder doch zunächst einmal sage, was für ein verdammter Idiot du doch einfach bist!

H: Dass hast du mir schon einmal gesagt. Glaubst du mir nicht?

M: Ach, ich weiß im Moment ehrlich gesagt überhaupt nicht was ich jetzt glauben soll!

Harm sah ihr niedergeschlagen in die Augen und beugte sich dann zu ihr hinunter. Er nahm ihre Hände in die seinen, strich mit seinen Fingern gefühlvoll über ihr Gesicht und legte seine Lippen vorsichtig auf die ihrigen.

Er küsste sie sanft auf den Mund. Sein Kuss dauerte länger, als er ihn geplant hatte. Atemlos fragte er Mac:

H: Vielleicht kannst mir jetzt sagen, was du denkst?

Mac, hatte die Augen kurz geschlossen, öffnete sie nun langsam wieder und schüttelte daraufhin den Kopf. Nasse Tränen kullerten ihr über die Wange.

M: Ich ähm..

Doch Mac war unfähig zu antworten. Stattdessen lehnte sie sich näher an ihn, drückte seine Hand und küsste ihn innig. Alles um sie herum verflüssigte sich, eine Wärme breitete sich in ihrem ganzen Körper aus , und diese Wärme kam eindeutig nicht von den tropischen Mallorca-Temperaturen....doch dann verschwand die wärme blitzartig und ein unangenehmes Gefühl stieg in ihr hoch...

Harm strich ihre Tränen aus den Augen und streichelte ihre Wange.

H: Hm...dass war....fantastisch! Sahra, geht es dir gut?

M: Mir ist auf einmal so...Oh Gott, ist mir schlecht!

H: Sahra?

Fragend starrte er ihr hinterher, als sie davonstürzte und auf der Toilette verschwand!


11:26 Uhr, Hotel Palma, Toilette

Harm stand vor der Frauentoilette und erkundigte sich nach Mac.

H: Alles in Ordnung , Mac?

M: Mpfh..f. Nein, ich fühle mich einfach schrecklich....in meinem Magen ..mpfh..dreht sich alles!

H. War mein Kuss so schlecht?

M: Mphf..urgh...Ja, was? Himmel nein! Mphf. .wunderschön…ah…zu viele ...mpff. Waffeln!

H: Mac? Ich kann dich kaum verstehen!

M: Diese bescheuerten Waffeln. Ich habe viel zu viele gegessen!

H: Uh, ich hab dir ja gesagt, dass man davon Bauchschmerzen kriegt. Kann ich dir irgendwie helfen?

M: äh..mpf...verflucht.. nein...mpff. ab! Lass mich nur...

Harm hörte wie sie noch ein paar mal würgte und dann die WC- Spülung betätigte. Er konnte gut nachvollziehen wie sie sich im Moment fühlte. Schliesslich hatte er an seinem ersten Tag hier schlechten Fisch gegessen und sich daran den Magen verdorben. Er seufzte und wollte gerade gehen, entschied sich dann aber anders. Nein, er würde nicht einfach so abhauen. Mac und er hatten die Sache noch nicht zu ende gebracht. Geduldig wartete er bis keine Würgegeräusche mehr zu hören waren und Mac leichenblass heraustrat.

M: Was, du bist immer noch hier?

H: Klar doch, ich lasse einen hilflosen Marine doch nicht einfach so alleine.

M: Harm, wir Marines sind niemals hilflos! Ich schaff dass schon !

H: Sei nicht so stur Mac und lass mich dir helfen!

Mac beachtete ihn nicht, lief verkrümmt voraus hielt sich aber den Magen vor schmerzen. Harm schüttelte seinen Kopf und machte kurzen Prozess: Er griff unter ihre Arme, hob sie hoch und trug sie bis in ihr Zimmer.


Freitag 17:39 Uhr, Mac’s Zimmer

Nachdem sich Mac am Nachmittag noch ein paar mal übergeben hatte und sich dann einige Stunden hingelegt hatte, erwachte sie zwanzig vor Sechs schon fast wieder schmerzfrei. In ihrem Bauch rumorte es aber immer noch ein wenig. Sie stand auf und lief in’s Badezimmer. Dort blickte sie in den kleinen Spiegel und begann zu fluchen:

M: Oh, shit! Sehe ich bescheuert aus! Dieses blöde Frühstücksbuffet!

Mac drehte den Wasserhahn auf und trank einen kräftigen Schluck . Sie streifte ihr hellblaues Sommerkleid ab und nahm eine lange Dusche. Danach wickelte sie sich in ein rotes Frottetuch.

M: Hm, so eine Dusche bewirkt kleine Wunder, ich fühle mich schon fast wieder Top fit.

Sie sah noch einmal in den Spiegel und dieses mal gefiel ihr das fröhlich blickende Spiegelbild. Sie hörte wie jemand kurz klopfte und dann zur Hotelzimmertüre hineinkam.

H: Mac, bist du wach? Wo steckst du? Ich habe dir etwas mitgebracht!

Mac zuckte zusammen als sie Harm’s Stimme hörte , verlor ihr Gleichgewicht und rutschte darum auf dem nassen Boden aus. Sie konnte sich gerade noch am Waschbecken festhalten, doch ihre Arme streiften ihr Parfum, dieses viel klirrend zu boden. Mac reagierte zu spät und musste zusehen, wie ihr teures Escada Parfum in tausend Stücke zersprang. Harm hörte den Aufprall und lief besorgt auf das Badezimmer zu.

H: Mac, lebst du noch?

M: Äh, ja. Ich bin nur ausgerutscht, aber mein Parfum ist futsch!

Sie trat vorsichtig um den Scherbenhaufen und schlang ihr Frottetuch enger um sich, während sie ihren Kopf zur Badezimmertüre herausstreckte.

M: Hi Harm! Kannst du mir irgendwas zum aufwischen auftreiben?

H: Pass auf die Scherben auf Mac, ich schaue mal ob ich etwas finde.

Er spähte ins Badezimmer hinein, sah auf die tausend kleine Scherben und zog die Luft tief ein.

H: Hm, Escada...

M: Hä?

H: Dein Parfum welches jetzt zersplittert auf dem Boden liegt.

M: Woher weißt du dass es Escada ist?

H: Mac, nach acht Jahren in denen wir zusammen arbeiten, hast du immer nur Escada getragen.

M: Hab ich dir dass mal erzählt?

H: Nicht dass ich wüsste...

Erstaunt sah ihn Mac an. Harm überraschte sie wieder einmal. Nie hätte sie gedacht, dass er wusste welches Parfum sie trug und erst recht nicht welche Marke.

M: Was er wohl sonst noch so alles über mich weiß ?

Als er sie immer noch ansah und keine Anstalt machte zu gehen , trat sie von einem Bein auf’s andere und sagte:

M: Also, suchst du mir jetzt was zum Aufwischen?

H: Ach so ja. Vielleicht ziehst du dir besser was ähm anziehen, äh.... zu deiner eigenen Sicherheit.

M: Du meinst , dass du mir sonst zu nahe treten könntest?

H: Das ist nicht auszuschließen.

Er lächelte schelmisch und verließ dann ihr Schlafzimmer. Während er etwas zum Aufwischen suchte, dachte er über die letzten paar Stunden nach. So einen verrückten Tag hatte er schon lange nicht mehr erlebt. Seit Jahren arbeitete er nun schon mit ihr zusammen, und während dieser Zeit ereignete sich so gut wie nichts zwischen ihnen. Doch eines schönen Tages in Mallorca, passierte plötzlich einfach alles: Sie küssten sich, er trug sie auf Händen und sah sie nur in einem Frottetuch bekleidet vor sich stehen! Wenn es in diesem Tempo weiterginge, so würden sie in drei Tagen vielleicht schon.. Oh Gott! So weit wagte er nicht voraus zu denken.

M Harm, hast du was gefunden?

H: Ah, nein noch nicht. Warte, jetzt hab‘ ich etwas.


 
elli
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zuletzt bearbeitet 29.11.2009 | Top

RE: Plan Palma von Julia Bergamin

#2 von elli , 29.11.2009 20:22

Freitag, 22:48 Uhr, Hotel Palma , Abendbuffet

Zusammen saßen Harm und Mac an einem kleinen Tisch auf der großen Terrasse. Sie aßen beide einen gemischten Salat und tranken Mineralwasser ohne Kohlensäure. An diesem Abend wehte kein Wind, es war angenehm warm, in der Ferne konnten sie das Meer sehen, sein Rauschen jedoch wurde von den vielen anderen Hotelgästen die auf der Terrasse zu Abend aßen übertönt.

H. Schon seltsam: Wenn wir zusammen arbeiten streiten wir uns nur und hier auf Mallorca sind wir plötzlich so nett zueinander. Ist dir schon aufgefallen, dass wir uns heute noch kein einziges mal angeschrieen haben?

M: Ja, du hast recht. Ich habe mich in den letzten Wochen oft gefragt, warum wir uns dass nur antun Harm. Warum es zwischen uns so schlecht läuft. Das war doch auf den früheren Missionen nie so , oder?

H: Nein, natürlich hat es auch dort manchmal solche Momente gegeben, aber die waren gar nichts im Vergleich zu den letzten Wochen..

M: Warum ist es nur so weit gekommen, Harm?

H: Hm, ich denke es liegt an unserem ganzen Beziehungskram.

M: Beziehungskram?

H: Na ja, du und Brumby, dann du und Clayton. Ich und René und irgendwo in der Mitte war noch ein: Du und ich.

M: Du und ich? Ja, irgendwie ist da schon immer etwas gewesen zwischen uns...

H: Was genau ist „es“ denn...?

Mac zuckte mit den Schultern, liess ihren Blick auf den Boden schweifen und seufzte tief.

M: Ich kann „es“ nirgends einordnen, dieses Gefühl oder unseren Kuss heute morgen...

H: Und was sagt dir dein Herz?

M: Hm, mein Herz schlägt in letzter Zeit ziemlich unregelmässig, aber ich denke dass ist ein gutes Gefühl..

Mac ließ ihre Gabel sinken, blickte überall hin nur nicht in seine Augen. Da griff Harm nach ihren Händen und drehte ihr Gesicht , so dass sie nur noch die Wahl hatte zwischen: Ihn ansehen oder die Augen schließen. Mac sah ihn an. Er senkte seine Stimme und flüsterte:

H: Ich liebe dich, Sarah McKenzie und dass schon seit sehr, sehr langer Zeit.

Mac sah ihm zwar jetzt direkt in die Augen, brachte aber kein Wort hervor. Harm hielt ihre Hände weiterhin fest, bedrängte sie nicht und wartete auf eine Reaktion ihrerseits. Doch als Mac nach einigen Sekunden immer noch keine Anstalt machte, sich zu äußern, bat er:

H: Sarah, bitte sag doch was. Schrei mich meinetwegen auch an, aber tu irgendetwas!

M: Tut mir leid Harm, ich kann einfach nicht. Ich sollte jetzt besser gehen, bitte versteh mich.

Doch Harm verstand nicht, er verstand überhaupt nichts. Er kam sich vor wie der letzte Idiot. Endlich hatte er den Mut aufgebracht, Mac seine ganze Liebe zu gestehen. Natürlich hatte er sich vorher Gedanken über ihre mögliche Reaktion gemacht. Er hatte sich sogar die schlimmsten Reaktionen ausgemalt, doch er hätte nie gedacht, dass sie womöglich nichts antworten und einfach verschwinden würde. Er fluchte laut und holte sich einen empörenden Blick vom Nachbar Tisch ein, an dem zwei ältere Leute saßen.


Freitag 22:41 Uhr , Mac’s Hotelzimmer

„Ich liebe dich, Sarah McKenzie“. Mac ließ sich Harm’s Geständnis zum tausendsten mal durch den Kopf gehen . Er hatte sie tatsächlich gesagt, die drei schönsten Worte die es im Leben gab. Und er hatte sie zu ihr gesagt. Mac glaubte immer noch zu schweben, seine Worte hatten sie tief getroffen. Sie konnte ihre Reaktion darauf selber nicht verstehen.

M: Warum bin ich nur abgehauen und habe kein Wort gesagt? Ich liebe ihn doch auch!

Das Zimmertelefon läutete, Mac hatte keine Lust es entgegenzunehmen und ließ es läuten. Doch der Anrufer blieb hartnäckig und das Telefon stand einfach nicht still.

M: Hier Mac und wer verflucht noch mal ist an der anderen Leitung?

S: Hey, ruhig Blut! Ich bin’s Sue! Ich habe dir doch gesagt, dass ich mich später noch einmal melde. Was ist denn los mit dir?

M: Ach, nichts.

S: Sarah, es ist nicht „nichts“ ! Na komm schon, erzähl es mir. Hat sich diese Jones nun an Harm rangeschmissen?

M: Nein, er hat sie in die Wüste geschickt.

S: Hey, dass ist doch toll! Warum hast du dann so schlechte Laune?

M:..............

S: Sarah, bist du noch in der Leitung?

M: Hm, ja ja ich bin noch dran.

S: Geht ihr heute zusammen aus?

M: Wir waren heute Abend essen.

S: Ja, und? Heute muss ich dir aber auch wirklich alles aus der Nase ziehen!

M: Er hat gesagt, dass er mich liebt.


Freitag, 23:43 Uhr, Mac’s Hotelzimmer

Eine Stunde später legte Mac den Hörer beiseite. Sue hatte ihr gewaltig in’s Gewissen geredet, jetzt fühlte sie sich total niedergeschlagen, ihr war nur noch zum Heulen zu mute. Verärgert griff sie zum Telefon und war dabei Harriet’s Nummer zu wählen. Mitten im wählen überlegte es sich Mac aber dann doch noch anders und legte auf.

M: Nein, diesen Gefallen mache ich ihr nicht! Harriet und Bud werde ich morgen mal so richtig schockieren, mich und Harm zusammen in den Urlaub zu schicken, auf so einen blöden Plan können auch nur die beiden kommen. Oder hat der Admiral vielleicht auch etwas damit zu tun?!

Mac stand auf und löschte das Licht. Sie wollte nur noch schlafen und hoffte nichts zu Träumen.


Samstag, 9:18 Uhr, Auf der Terrasse, Zimmer 135B

Regentropfen prasselten auf den Boden nieder, die grossen Wellen des Meeres schlugen bedrohlich wirkend auf dem Sandstrand auf. Harm verdrehte genervt seine Augen, knöpfte sein weisses Hemd zu und verliess dann die Terrasse wieder.

H: Na super! Erst versteckt sich Mac vor mir, dann muss es in meinem Urlaub auch noch regnen. Womit habe ich dass alles nur verdient?

Klopf - klopf.

Neugierig öffnete Harm die Hotelzimmertür und war überrascht als Mac davor stand. Ihr Augen waren gerötet, sie musste geweint haben. Er roch einen Duft von Rosen.....

H: Hi. Hast du einen plötzlichen Anfall von Gedächtnisschwund bekommen? Oder bist du hier , weil du jemanden zum Streiten brauchst?

M: Weder noch, Harm. Nach dem Abend gestern habe ich mir ernsthaft überlegt, ob ich vielleicht nicht besser wieder zurückfliege. Danach wollte ich noch Harriette anrufen, und ihr mal meine Meinung über diesen bescheuerten Plan sagen. Aber dass alles währe zu leicht gewesen. Ich bin schon zu oft vor Dingen in meinem Leben geflüchtet.

H: Was genau willst du mir damit sagen Mac?

M: Also 1. Es tut mir so leid wegen gestern, Harm. Keine Ahnung, was in mich gefahren ist. Ich bin einfach nicht auf das vorbereitet gewesen, was du mir gesagt hast.

H: Auf so was muss man nicht vorbereitet sein Mac...

M: Ja, ich weiß. Was ich meine ist, ach zum Teufel mit den endlos lagen Erklärungen. Könntest du deine Worte von gestern noch einmal wiederholen? Ich werde auch nicht mehr davon rennen, versprochen.

H: Ich liebe dich, Sahra McKenzie...?

M: Ich liebe dich auch Harmon Rabb.

H: Woe, du kannst es ja doch! Und ähm, was ist der 2. Punkt?

M: Lass und Harriet und Bud eine Lektion erteilen. Wir Tischen ihnen eine komplett andere Story auf und lassen sie glauben , ihr Plan hätte nicht funktioniert. Was hältst du davon?

H: Nicht schlecht! Ich möchte nicht wissen, was du sonst noch so für dunkle Seiten hast.

M: Ach, ich habe doch keine dunklen Seiten. Oder jeden falls nicht allzu viele. Ich möchte dir aber erst einmal meine guten Seiten zeigen. Ich bin mir nicht sicher, ob du mir mein Geständnis abgenommen hast?

H: Deine drei Worte? Hm, .davon musst du mich schon noch mehr Überzeugen..

M: Na, dann komm her!

Sie lächelte , schlang einen Arm um ihn und zog mit der anderen seinen Kopf sanft zu sich hinunter. Ihre Lippen trafen sich zeitgleich, eine wohlige wärme durchströmt beide. Sie küssten sich sanft, gefühlsvoll. Nach den ersten zurückhaltenden Sekunden wurden ihre Küsse impulsiver und fordernder. Eine gewaltige Leidenschaft erwachte zwischen ihnen.


9:30 Uhr, Zimmer 135 B

Nach einer halben Ewigkeit standen sie sich schwer atmend gegenüber. Harm hatte sich wieder aufgerichtet, war ein Schritt zurückgewichen, er glaubte jeden Moment den Boden unter seinen Füssen zu verlieren. Mac sah ihn irritiert an.

M: Stimmt etwas nicht?

H: Mac.. Sahra, bevor wir weiter...gehen. Bist du dir im klaren darüber , dass nach dem wir miteinander.... äh.... , warte ich fange noch einmal an. Nach diesem Morgen wird nichts mehr sein wie früher.

M: Du meinst, wir tun endlich beide das , was wir uns schon seit Jahren gewünscht haben? Und werden uns in Zukunft öfters Küssen als uns anzuschreien und einander zu ignorieren?

H: Ja, so in etwa.

M: Klingt wunderbar!

Sie griff nach seinen Händen, legte ihre Hand auf seinen Mund, als er wieder etwas sagen wollte und zog ihn in Richtung des großen Hotelbettes. Daraufhin sprachen die beiden J.A.G- Anwälte eine ganze Weile nicht mehr miteinander. Dieses mal jedoch aus deinem durchaus positiven Grund.


11:12 Uhr, Zimmer 135B

Ein lautes Klingeln, riss die beiden aneinander gekuschelten Personen aus dem Schlaf. Harm murrte etwas, griff über Mac zum Nachttisch und suchten seinen Wecker. Er blinzelte und stellte fest, dass nicht sein Wecker sonder das Telefon läutete. Mac bewegte sich und öffnete langsam ihre Augen.

M: Hm, Harm da läutet irgendwas..

H: Ach, lassen wir es doch einfach klingeln....

M: Es könnte aber wichtig sein...

H: Im Moment gibt es nur etwas was für mich wichtig ist und dass bist du!

M: Sag dass nur ja nicht vor dem Admiral! Der hätte daran wohl nicht so Freude, lass uns noch ein wenig schlafen.

Mac kuschelte sich wieder an ihn und schlummerte ein , während seine Hand liebevoll über ihren Rücken strich.


11:25 Uhr, Zimmer 135B

Mac und Harm lagen immer noch dicht beisammen, waren jetzt aber wach und sprachen über alles mögliche. Keiner der beiden machte jedoch die Anstalt, das Bett zu verlassen .

M: Vielleicht sollten wir jetzt langsam einmal aufstehen, sonst verbringen wir noch unsere restlichen Urlaubstage nur in diesem einen Bett...

H: Hm, dagegen hätte ich eigentlich absolut nichts einzuwenden! Aber wir dürfen unsere Umwelt nicht zu sehr vernachlässigen, insbesondere nicht unsere Freunde....

M: Du denkst an Harriet und Bud?

H: Genau, kommst du an den Telefonhörer ran, es wird Zeit dass wir ihnen einen kleinen Bericht erstatten...

M: Pass bloß auf, dass du dich nicht verplapperst!

H: Uh, dass wird schwer. Vielleicht stehst du besser auf und ziehst dir etwas an, damit ich auf andere Gedanken komme....

M: Na gut, wenn du mich loswerden willst, dann haue ich jetzt ab.

Sie schmunzelte, stand auf und lief in’s Badezimmer. Harm sah ihr nach.

H: Hey, Marine, ich hätte auch eine Dusche nötig. Kannst du damit nicht warten, bis ich Bud angerufen habe?

Er hörte wie sie das Wasser aufdrehte und antwortete:

M: Na dann musst du dich halt beeilen!


11:45 Uhr, Washington Central Park

Bud klappte sein Handy zusammen. Mit offenem Mund saß er auf der roten Barkbank und war wie zu Stein erstarrt. Harriet kam mit zwei Pistazien-Eis und sah ihn beunruhigt an:

Ha: Was ist los? Sorry, aber sie hatten kein Schokoladen-Eis mehr und...

B: Sie haben sich verlobt?

Ha: Was? Mac und Harm haben sich verlobt? Dass ging ja schnell..

B: Nein, Harm hat Jones einen Antrag gemacht.

Vor Schreck ließ Harriet ihr Eis fallen und sah Bud völlig entgeistert an.

Ha: Nein, bitte sagt mir, dass das nicht wahr ist. Hat dir Harm nicht erst gerade erzählt, er hätte Mac am Strand gesehen?

B: Jaha, sie haben sich miteinander versöhnt er hat ihr von der Verlobung erzählt!

Ha: Ja und wie hat sie darauf reagiert?

B: Sie hat ihm gratuliert!

Ha: Oh, mein Gott! Ich mache nie wieder einen Plan!

Bud nickte und beide saßen völlig niedergeschlagen auf dem roten Parkbank und starrten ins leere.


Mittwoch, 15:02 Uhr, Flughafen Palma

Mac saß auf einem braunen Plastiksessel und ließ die vergangenen Tagen noch einmal Revue passieren .

Da war erstens einmal das Telefonat gewesen. Mac unterdrückte en Lachen, sie hätte nur allzu gerne Bud’s Miene gesehen. „ Geschieht den beiden ganz recht!“, dachte sie bei sich.

Sie schaute zu den großen Fenstern hinaus, die Sonne schien hell, es war unerträglich heiß. Ihr Kleid klebte an ihrem Körper, sie fischte ein feuchtes Tuch aus ihrer Tasche und fuhr sich damit über ihre Stirne. Die Tage, welche sie und Harm endlich gemeinsam verbrach hatten, waren eindeutig zu schnell vorbei gegangen. Mac stand auf und vertrat sich ein wenig die Beine. Sei lief zu deinem der großen, schmutzigen Fenstern und blickte verträumt in’s weite hinaus.

M: Die Tage sind so schnell vorbei gegangen, obwohl wir doch gar nicht so viel unternommen haben? Hm, Sonntags sind wir am Strand gewesen, Montags haben wir eine Bootsfahrt um die Insel gemacht. Dienstags waren wir wieder schwimmen. Dazwischen sind wir zusammen essen gegangen, schlenderten durch die Gegend und abends...haben wir uns mehr oder weniger im selben Zimmer aufgehalten.

H: Hey, Honey! sie haben bereits zum zweiten mal unseren Flug aufgerufen. Willst du etwa doch lieber hier bleiben ?

M: Hm.. bleibst du denn auch hier?

H: Nee, die letzten Ferientage sind zwar wunderschön gewesen, aber mir ist es hier viel zu heiß. Außerdem, klingt komisch: Aber ich vermisse unsere Fälle irgendwie . Auch die weniger wichtigen, und du?

M: Ja, so ohne Arbeit fehlt einfach etwas. Und ich muss sowieso mit: Ich lasse dich nicht mehr aus den Augen, Commander!

H: Klingt gefährlich...

Er griff nach ihrer Hand und half ihr das Handgepäck in’s Flugzeug zu tragen.

„ Sweet, little home, wir kommen!“, murmelte er glücklich und drückte Mac einen Kuss auf die Wange.


Montag, 6:43 Uhr, J.A.G Hauptgebäude

Sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, viel Harriet heute irgendwie schwer. Sie war heute absichtlich früher zur Arbeit erschienen, da Harm und Mac’s Urlaub an diesem Montag offiziell beendet war. Seit Harm’s Anruf, hatten sie und Bud nichts mehr von den beiden gehört. Nicht dass sie zwei es nicht versucht hätten, aber bei den beiden ging entweder niemand an’s Telefon oder dann war die Leitung dauernd besetzt. Harriet sortierte bereits zum dritten mal ihre Akten, stand dann auf und holte sich einen warmen Kaffee. Sie setzte sich wieder hin und reckte ihren Kopf in Richtung des Liftes. Tiner trat heraus und grüßte sie freundlich.


Montag, 7:08 Uhr, J.A.G Hauptgebäude

Nach ein paar Minuten hielt der Lift erneut an und dieses mal kam Mac zum Vorschein. Harriet seufzte erleichtert und musterte Mac. Ihr Teint war bräunlich, ihre Haare glänzten und auch sonst sah sie verändert aus. Da war außerdem noch ihr Blick , den Harriet schon oft, jedoch nicht in Mac’s Augen gesehen hatte. Dieser spezielle Blick, den man hat wenn man frisch verliebt ist!

M: Hey, Harriet schön dich wieder zu sehen, gut siehst du aus! Na, wie geht’s Bud? Viel zu tun?

Ha: Äh, ja schön dass du wieder zurück bist. Wie waren deine Ferien?

M: Na ja, anfangs war’s nicht so toll , dann traf ich auch noch Harm. Aber im großen und ganzen, war’s klasse!

M: Hast du jemanden getroffen?

M: Top Secret, Harriet ! Aus mir kriegst du kein Wort heraus. Da fragst du lieber Harm über seine Verlobung aus...also wir sehen uns später, ich sollte jetzt mal los.

Harriet sah ihr enttäuscht nach, bestimmt hatte Mac jemanden kennen gelernt . Ihr Blick sprach Bände.


7: 33 Uhr, J.A.G- Hauptgebäude

Der Admiral trat mit einem nassen Regenschirm aus dem Lift und schüttelte sich.

A: Ach, dieses Sauwetter! Urlaub sollte man haben!

Während er fluchend versuchte seinen Schirm zu schließen, ging er an Harriet's Arbeitsplatz vorbei, grüßte sie kurz und lief in sein Büro. Er schloss die Türe, kam aber plötzlich wieder heraus und wechselte ein paar Worte mit Harriet.

A: Mac oder Harm schon aufgetaucht?

Ha: Ja, Sir. Der Colonel ist schon da.

A: Lässt sich etwas über ihre Verfassung sagen?

Ha: Nun, sie sieht verändert aus, aber sonst ist alles beim alten. Hoffe ich zumindest.

Harriet sah den Admiral schulterzuckend an. Sie hatte ihm vor vier Tagen von Plan P(alma) erzählt, nachdem er sie in sein Büro gebeten hatte, da sie sich mit Bud, in letzter Zeit etwas zu lange im Pausenraum aufgehalten hatte.

A: Tja, tut mir leid um den Plan. Ich hätte ihnen aber gleich sagen können, dass er mit den beiden Sturköpfen einfach nicht funktioniert! Na ja, warten wir erst einmal ab. Ich erwarte von den beiden aber, dass sie sich nach dem langen Urlaub wieder wie normale Menschen verhalten.

Ha: Nun, Admiral da dürfte es doch einige Schwierigkeiten geben, der Commander hat sich verlobt!

A: Was? Er hat sich innerhalb zwei Wochen verlobt? Dieser Mann treibt mich eines Tages noch in den Wahnsinn! Schicken sie ihn sofort in mein Büro, wenn er da ist. Verstanden?!

H: Äh...guten morgen Commander!

Unbemerkt war Harm zu ihnen gestoßen und blickte verwirrt drein. Der Admiral verdrehte seine Augen und streckte Harm dann seine Hand entgegen.

A: Na dann, ich gratuliere ihnen zur Verlobung! Um nicht gleich auf sie einzuschlagen, folgen sie mir in mein Büro, sie schulden mir eine Erklärung!

H: Guten Morgen, Admiral, Harriet. Wer hat ihnen was von verl..

Ha: Äh, möchte jemand einen Tasse Kaffee?

Schnitt ihm Harriet das Wort ab und eilte peinlich berührt davon.


Mittwoch, 9:45 Uhr, J.A.G- Pausenraum

Es herrschte wieder Alltag bei den J.A.G Anwälten, die Mallorca Ferien lagen nun schon vier Wochen zurück. Es war ein Mittwoch wie jeder andere auch, oder war da vielleicht doch etwas ein ganz klein wenig anders?

„Verflucht, hab‘ ich meinen Schokoladenvorrat denn schon komplett aufgegessen? Dass kann doch nicht sein..“, murmelte Mac und durchstöberte alle Schubladen nach einer schwarzen, bitteren Schokoladentafel. Nach einer weile stieß sie auf eine leere Packung und hielt die Alufolienreste verwundert in ihren Händen.

MI: Mann, Marine in letzter Zeit ist du ganz schön viel...

M: Na und, ich hab halt einfach Hunger..

MI: Hunger auf zwei Tafeln Schokolade pro Tag?

MI: Du erscheinst nicht mehr so pünktlich zur Arbeit..

Mac musste Lächele, als sie sich die Frage im Kopf durchgehen ließ. Ja, sie kam tatsächlich nicht mehr so früh zur Arbeit. seit sie sich mit Harm ihr Appartement teilte. Außer ihnen beiden wusste noch niemand davon( Sue ausgenommen.) Es war oft nicht ganz leicht ihre Beziehung geheim zu halten., dennoch hatte es bis jetzt eigentlich gut geklappt. Aber da gab es noch etwas was sie bedrückte, und dass ließ sich mit der zeit wirklich nicht mehr verheimlichen..

MI: Und warum ist dir morgens dauernd übel?

Mac warf die leere Packung in den Abfallkorb und setzte sich hin. Sie wusste seit sechs Tagen ganz genau, warum ihr morgens immer schlecht war, warum sie in letzter Zeit einen solchen Heißhunger auf Süßes hatte. Was sie hingegen nicht wusste war, wie sie es Harm beibringen sollte. Sie fürchtete sich vor seiner Reaktion. Mac hole sich einen Kaffe und kaute nervös auf ihren Nägeln herum. Sie würde es ihm heute Abend erzählen, sie konnte einfach nicht mehr länger warten. Sie klaute sich einen von Harm’s Bio-Haferkleiekeksen und strich sanft mit der Hand über ihren noch flachen Bauch.


Mittwoch, 10:47 Uhr, Admiral Chewiddgen’s Büro.

Der Admiral hatte mit Harm gerade über einen wichtigen Fall diskutiert, nun war alles geregelt.

A: Gut, dann währe der Fall soweit erledigt. Die Jerskey-Akte sehen wir uns morgen an. Sagen sie mal, Rabb: Was haben sie und Major McKenzie eigentlich in diesem Urlaub angestellt? Ich hatte mir vor ihrer Rückkehr bestenfalls erhofft sie würden sich nicht mehr andauernd streiten. Mittlerweile musste ich jedoch feststellen , dass seit ihrer Rückkehr kein schlechtes Wort mehr zwischen ihnen beiden gefallen ist. Gibt es da vielleicht etwas dass sie mir sagen müssen?

H: Admiral, wie kommen sie darauf dass wir zusammen im Urlaub gewesen sind? Dank dem fantastischen Plan der Robert’s sind wir uns zwar über den Weg gelaufen.. aber ...

A: Der ungewöhnliche Plan ist mir bekannt, und ich fand ihn gar nicht mal so schlecht, geklappt hat er ja anscheinend ...

H: Wie meinen Sie dass?

A: Ach machen Sie mir doch nichts vor, Commander. Meinten Sie es fällt nicht auf, wenn meine zwei besten J.A.G Anwälte in letzter Zeit ständig zu spät kommen und dann erst noch zusammen?

H: Dann haben sie dass mit der Verlobung schon von vornherein nie geglaubt?

A: Sie weichen mir aus Commander. Haben sie und der Major eine Beziehung miteinander?

Harm schwitzte, er hatte nicht erwartet, dass der Admiral so offensichtlich fragen würde. Nein, es klang mehr wie ein Befehl als eine Frage. Harm zögerte mit seiner Antwort. Dabei stand die Antwort doch eindeutig fest, seit dem Urlaub verbrachte er jede freie Minute mit Mac, er liebte sie. Sie teilten sich ihr Appartement, gingen an den Wochenenden zusammen aus. Sie ließen die Robert’s aber dennoch zappeln und hatten ihnen genau wie dem Admiral nichts von ihrer Beziehung erzählt..

A: Rabb ? Leiden sie unter Schwerhörigkeit? Oder ist die Frage für sie zu schwierig?

Harm schluckte, jetzt war der Zeitpunkt gekommen um mit offenen Karten zu spielen.

H: Ja, Admiral; der Major und ich haben eine Beziehung miteinander.

Chegwiddgen nickte , sein Gesicht zeigte keine Emotionen. Er murmelte etwas dass verdächtig nach einem „ Na endlich klang...“.

H: Äh, haben sie etwas gesagt, Admiral?

A: Ich will sie und der Major heute Nachmittag um 14:00 Uhr in meinem Büro haben, verstanden?

H: Aye, Aye Sir!

Harm fühlte wie all seine Anspannungen abfielen, als er dass Büro des Admirals verlassen hatte. Er musste unbedingt mit Mac sprechen er wusste auch schon wo er sie finden würde.


Mittwoch 11:15 Uhr, J.A.G Mac’s Büro

Mac saß an ihrem Schreibtisch gebeugt und studierte ihre Akten, dazu aß sie Bittermandelschokolade, welche sie glücklicherweise in einer ihrer Büroschubladen gefunden hatte. Ohne zu klopfen trat Harm hinein und musterte sie streng:

H: Major McKenzie, wenn Sie weiterhin so viele Schokolade essen, werden Sie bald nicht mehr in ihre Uniform passen!

Mac grinste, schob sich noch ein Stück in den Mund und lief dann auf ihn zu.

„ Da könnten Sie recht haben, Commander!“, sagte sie glücklich und drückte ihm einen Kuss auf den Mund.

H: Hm.. Schokolade und Du, ich muss bestimmt schon total überzuckert sein.

Er drückte sie fest an sich und wurde dann wieder ernst:

H: Sahra, wir haben ein Problem!

M: Was denn , haben Harriet und Bud was gemerkt?

Harm schüttelte den Kopf:

H: Nein, nicht das ich wüsste. Aber der Admiral hat mich heute morgen darauf angesprochen.

M: Der Admiral? Aber wir haben doch immer gut aufgepasst...na ja, mal abgesehen vom privaten Bereich...

Harm erklärte ihr, dass der Admiral sie am Nachmittag beide in seinem Büro erwartete . Sie setzen sich und besprachen wie sie am besten vorgehen wollten.

M: Hm, wir wussten beide dass der Zeitpunkt einmal kommen würde. Und ehrlich gesagt: Vier Wochen sind doch genug verstecken gespielt, ich habe keine Lust mehr alles zu verheimlichen. Außerdem tun mir Harriet und Bud leid. Ich finde unsere Rache hat lange genug gedauert, mit der Zeit würde dass viel zu anstrengend werden. Aber, ähm, bevor ich weiter fahre, was meinst du?

H: Ich denke gleich wie du. Beenden wir unser Versteckspielen also. Ich liebe dich Sahra, ich werde dich nie wieder hergeben!

M: Hm, mich wirst du auch nicht so schnell los. Gut, dann sprechen wir nach der Sitzung mit Admiral Chewiddgen also mit Bud und Harriet....

Harm nickte zufrieden und strich ihr über das Gesicht, es viel ihm schwer ihr Büro zu verlassen..

H: Also ich sollte dann mal los ...ähm.. die Arbeit erledigt sich leider nicht von selbst!

M: Bevor du gehst Harm, es gibt da noch etwas dass ich dir sagen muss! Ich...also..

H: Ja?

Mac brach ab und griff nach seinen Händen, sah ihm tief in die Augen und begann noch einmal.

M: Die viele Schokolade in letzter Zeit und meine Übelkeit...Harm, ich bin schwanger!

Ungläubig starrte er sie ahn und hielt ihre Hände fest.

H: Du bist schwanger? Seit wann weißt du es schon?

M: Seit sechs Tagen, ich wollte es dir noch nicht sagen, ehrlich gesagt wusste ich nicht wie du reagieren würdest,

Harm zog sie an sich , fuhr mit seinen Finger durch ihr dichtes Haar und überschüttete sie mit Küssen.

M: Ich nehme an, dass heißt du freust dich auch darüber?

H: Sarah, dass ist mit abstand die süßeste Überraschung die mir jeh gemacht worden ist! Wir kriegen ein Baby, mir fehlen die Worte um zu beschreiben was ich für dich und unser gemeinsames Kind empfinde !

Er legte seien eine Hand auf ihren Bauch und küsste sie noch einmal zärtlich. Beide waren so in ihren Gefühlen versunken, dass sie Harriet's Erscheinen nicht bemerkten. Einige Sekunden später wurden sie von ihr mit einem irritierten Blick taxiert:

Ha: Äh, ihr seit also doch zusammen, jetzt versteh ich überhaupt nichts mehr!

Mac und Harm brachen in schallendes Gelächter aus, als sie Harriet leichenblass stehen sahen:

Ha: Aber, ich dachte du hättest dich mit dieser Jones verlobt und du Mac...

Mac: ...ich kriege bald ein Baby!

Sie schob Harriet einen Stuhl hin und sagte:

M: Ich bin schwanger und zwar von Harm!

Harriet begriff, wenn das insofern möglich war, nun noch weniger.

Nach der Rückkehr, war ihr zwar aufgefallen, dass sich das Verhältnis zwischen den beiden verbessert hatte, doch mehr schien da nicht gewesen zu sein. Oh sicher, beide J.A.G- Anwälte waren in letzter Zeit ausgesprochen glücklich gewesen. Aber dafür hatte es eine simple Erklärung gegeben:

Plan P(alma) war gescheitert, Harm hatte sich mit Jones verlobt und Mac‘ schien sich in einen geheimnisvollen Fremden aus Palma verliebt zu haben.


Harriet trank einen Schluck Wasser von dem Glas, welches ihr Harm gereicht hatte und schüttelte den Kopf.

Ha: Aber, Mac,...warum ihn alles um der Welt habt ihr denn nichts gesagt? Wann seit ihr zusammen gekommen...und dann das Baby.....ähm...

H: Wir haben uns in den letzten Urlaubstagen ausgesprochen, daraus ist dann mehr geworden.

Er warf Mac einen langen Blick zu und fuhr dann weiter...

H: Wir wollten euch eins Auswischen, na ja wir waren anfangs beide sauer über euren Plan. Als wir nach dem Urlaub angekommen waren...und unsere Gefühle nun ja stärker den je geworden sind, da haben wir beschlossen, euch sowie dem Admiral vorerst nichts zu sagen...

Harriet begann sich zu entspannend, ihr Gesicht wechselte von einem leichenblass in ein zartes rosa:

Ha: Oh, ich hätte es wissen müssen. J.A.G- Anwälte sollte man niemals unterschätzen! Wie konntet ihr mir und Bud dass nur antun? Wir haben es ja nur gut gemeint! Oh.. wie schön.. weißt du schon was es wird, Mac?

Der Admiral stand im Türrahmen und blickte böse hinein..

A: Gibt es irgendwas zu feiern? Oder sind sie alle so der maßen unterbeschäftigt?

Erschrocken fuhren die drei Freunde auseinander, Harriet verließ das Büro und murmelte Mac zu:

Ha: Wie wär’s mit einer Grillparty heute Abend, es gibt noch einiges zu klären!

Mac seufzte:

M: Uh, nach der Schokolade die ich heute schon alles gegessen habe, aber...es gibt wirklich viel zu sagen. Selbe Zeit wie letztes mal?

Harriet nickte und machte sich auf die Suche nach Bud um ihm die glückliche Nachricht zu überreichen.

Harm sah ihr nach, schaute sich kurz um und als er keinen Admiral sehen konnte, trat er noch einmal in Mac’s Büro schloss sie in seine Arme und murmelte:

H: Bald werden wir zu dritt sein, unglaublich! Man sollte viel öfters Pläne aufstellen, besonders Pläne welche mit P beginnen

Mac nickte zustimmend und genoss seine Umarmung. Was auch alles noch kommen würde in der Zukunft, sie würden dem gemeinsam gegenübertreten. Und das war einfach ein unbeschreiblich tolles Gefühl!


The End:-)





 
elli
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zuletzt bearbeitet 29.11.2009 | Top

   

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