I am ready von Farina

#1 von Petra , 04.05.2007 01:28

Titel: I am ready
Autor: Farina
farina_1901@yahoo.de
Inhalt: Mal sehen, hab erst angefangen...

kleine Anmerkung: das ganze spielt so um die 8. Staffel, also Mac und Webb waren noch nicht zusammen
(hatte anfangs nichts geschrieben, wann es spielt, aber es ist jetzt vor der 9. Staffel(die kenn ich auch noch nicht...))


Danke an Inque fürs erste mal lesen und einschätzen.


Part 1.1

JAG-Hauptquartier

Mac saß an ihrem Schreibtisch in ihrem Büro und durchblätterte einige Akten. Sie hatte sich vorgenommen, den schon etwas größer gewordenen Berg an Mappen vor ihr wenigstens um die Hälfte zu verringern, bevor sie nach Hause fuhr. Aber richtig konzentrieren konnte sie sich nicht. Sie musste immer wieder an ihren Streit mir dem Commander denken. Sie hatten schon öfter mal Meinungsverschiedenheiten gehabt, aber diesmal war es doch etwas anderes. Sie hatten bei ihrem letzen Fall wieder einmal gegeneinander gearbeitet. Harm hatte zusammen mit Commander Manetti die Verteidigung übernommen und Mac zusammen mit Sturgis die Anklage. Es war auch eigentlich alles so verlaufen, wie die meisten Fälle, bis es im Gerichtssaal zu einem großen Streit zwischen ihnen gekommen war. Mac hatte Harms Mandanten im Zeugenstand förmlich auseinander genommen, woraufhin Harm Einspruch erhob, mit der Begründung, dass sie nichts beweisen könne, woraufhin Mac entgegnete, dass er genauso wenig seine Einschätzung untermauern könnte und nicht mehr objektiv in dem Fall war, da sein Mandant ebenfalls Marineflieger war. Diese Aussage wollte Harm nicht auf sich sitzen lassen und warf Mac vor, dass sie dies auch nicht immer hundertprozentig war. Sie waren ziemlich laut geworden woraufhin Richter Sebring die Weiterführung der Sitzung auf den Nachmittag verlegt hatte. Am Nachmittag wurde dann das Urteil verkündet, was zu Gunsten Macs ausfiel. Natürlich war sie glücklich und stolz gewesen, diesen Fall gegen Harm gewonnen zu haben, aber trotzdem ging ihr der Streit nicht mehr aus dem Kopf. Das Ganze war Gestern geschehen und den Heutigen Tag hatten Harm und sie damit verbracht zu versuchen, sich aus dem Weg zu gehen. Aber so konnte es auch nicht weitergehen. Es war eigentlich nur ein harmloser Streit gewesen, den sie schnellstmöglich vergessen sollten, aber irgendwie war es auch anders, als andere Streitigkeiten gewesen. Ansonsten ging es bei Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen immer um rein berufliche Dinge und Ansichten. Diesmal, so hatte Mac das Gefühl, war es mehr persönlich gewesen. Bis jetzt hatten sie so gut es ging alles Persönliche aus ihrer Arbeit herausgehalten, aber diesmal hatte das, wie es schien, nicht geklappt.
„Jetzt mach dir mal keinen Kopf, Marine“, sagte Mac zu sich selbst „Er wird sich schon wieder einkriegen, das wird schon wieder vorbeigehen.“
Sie starrte wieder auf den Stapel vor sich und nahm, nachdem sie die eben durchgearbeitete Mappe weggelegt hatte eine neue um sie durchzugehen. Sie kam aber nicht weit, da es nach kurzer Zeit an der Tür klopfte. Nach einem „Herein“ von Mac öffnete Petty Officier Tiner die Tür und sah sie erstaunt an.
„Ich hatte noch Licht gesehen, Ma’m“.
„Ja, ich hatte mir vorgenommen noch ein paar Akten durchzusehen, bevor ich fahre“, antwortete Mac auf seine unausgesprochene Frage, was sie so spät noch hier mache.
„Es ist schon ziemlich spät, Ma’m“ gab Tiner zurück „Wollen sie nicht Morgen weiterarbeiten“.
„Ich denke, sie haben recht, Tiner“, antwortete Mac. Tiner setzte sein bestes Lächeln auf und sagte noch „Gute Nacht, Ma’m“, bevor er wieder aus der Tür ging.
Mac stand auf und ging aus ihrem Büro. Als sie gerade die Tür hinter sich zu gemacht hatte, blieb sie erstaunt stehen.

Ein ebenso erstaunter Harmon Rabb jr. stand fast genau vor ihr und war, wie es schien, auch gerade dabei zu gehen.
„Oh, ich wusste gar nicht, dass du auch noch hier bist“, sagte Mac, woraufhin sie die Antwort bekam „Das selbe könnte ich auch sagen, was hast du hier noch gemacht?“
„Ich habe noch ein paar Akten durchgesehen“, antwortete Mac und hängte gleich die Frage an „Und du?“
„Dasselbe, hab auch noch was durchgelesen. „Der Admiral hatte mir ein paar Akten gegeben, die ich mir ansehen sollte“
„Aha“, erwiderte Mac und dachte dabei ‚oh man, was Besseres fällt dir nicht ein? Eigentlich wäre das jetzt die Gelegenheit, über den Streit zu sprechen und das Ganze zu vergessen. Also los!’
„Hast du noch kurz Zeit?“, fragte sie, sobald sie den Gedanken zu Ende gedacht hatte.
„Tut mir leid, eigentlich ist es gerade schlecht“, antwortete Harm und an seiner Stimme konnte Mac hören, dass er das ernst meinte.
„Ich treffe mich noch mit meinem Bruder, deswegen muss ich jetzt los. Worum geht es denn?“
„Ach, ist nicht so wichtig“, entgegnete Mac „Das hat auch noch Zeit bis Morgen.“
„Ok, dann mach’s gut, bis dann“, sagte Harm noch, bevor er das JAG-Hauptqatier verließ.
Zurück blieb eine Mac, die sich über sich selbst aufregte, da sie nicht gesagt hatte, worum es ihr ging und ihr das Gespräch wichtig war. Kurze Zeit später verließ auch sie das Gebäude und fuhr nach Hause.


Part 1.2

Am nächsten Morgen war Harm schon sehr früh im Büro. Er fragte sich, was Mac am Abend zuvor noch hatte besprechen wollen. Es tat ihm leid, dass er keine Zeit mehr gehabt hatte. Seit ihrem Streit hatten sie versucht, sich aus dem Weg zu gehen. Warum eigentlich? Fragte er sich. Sie hatten schon öfter Meinungsverschiedenheiten gehabt. Aber diesmal war es anders gewesen, persönlicher. ‚Ich sollte mit ihr darüber reden’ dachte er und wollte aus seinem Büro gehen, um zu sehen, ob sie schon da war. ‚Aber was genau soll ich sagen und wie soll ich anfangen’ war sein nächster Gedanke. Er wollte gerade weiter darüber nachdenken, ob er wirklich mit Mac reden sollte, als er sie durch die Tür ins Hauptquartier kommen sah.
Er ging aus seinem Büro und auf sie zu.
„Guten morgen.“, sagte er, als er sie erreicht hatte.
„Hallo“, gab Mac zurück und wollte weiter in ihr Büro gehen.
„Hey, warte“, rief Harm und hielt sie am Arm fest. Mac drehte sich erstaunt um.
„Also jetzt hab ich Zeit“, sagte Harm, mit einem kleinen Grinsen auf seinem Gesicht „Wollen wir reden?“
Jetzt war Mac völlig überrascht. Seit wann wollte Harm denn reden? Eigentlich war sie es doch, die über die Sachen diskutieren wollte.
„In Ordnung“, antwortete Mac „Aber nicht hier oder?“, fragte sie und guckte sich im Büro um, in dem außer ihnen auch noch, Bud, Harriet und Tiner anwesend waren.
„Lieber nicht“, gab Harm zurück „Lass uns in mein Büro gehen.“
Sie waren gerade auf dem Weg in Harms Büro, als Tiner hinter ihnen her rief,
„Colonel, Commander, der Admiral möchte sie beide in seinem Büro sprechen!“
Mac und Harm sahen sich mit einem immer-im-unpassendsten-Moment Blick an, drehten wieder um und machten sich auf den Weg zum Büro des Admirals.
„Kommen sie herein“, ertönte Chegwiddens Stimme, nachdem sie angeklopft hatten.
Mac und Harm traten ein und standen stramm, vor dem Schreibtisch ihres Vorgesetzten.
„Setzen sie sich“, erwiderte dieser und wies auf zwei Sessel vor dem Schreibtisch. Sie setzten sich und warteten gespannt ab, was der Admiral jetzt sagen würde.


Part 1.3

„Deswegen, schlage ich vor, dass sie beide sozusagen undercover Major Summer beschatten, um herauszufinden, ob er etwas mit dem Waffenschmuggel zu tun hat“, schloss der Admiral, nachdem er Harm und Mac in allen Einzelheiten von dem Vorfall berichtet hatte.
„Es gibt, wie ich bereits erwähnte, keine eindeutigen Hinweise, aber er war zum Tatzeitpunkt nicht in seinem Büro, obwohl er kurze Zeit später einen wichtigen Termin dort hatte. Außerdem behauptet seine Frau, dass er in letzter Zeit sehr verschlossen und öfter unterwegs war als sonst“
„Und wo hält er sich zur Zeit auf?“, fragte Harm.
„Er befindet sich, wie mir mitgeteilt wurde, zur Zeit beruflich in Rom. Die CIA nimmt an, dass es nur eine Tarnung ist, um sich mit den Hintermännern des Waffenschmuggels zu treffen. Ich habe schon einen Flug für sie beide gebucht und ein Zimmer in dem Hotel, indem Major Summer eingecheckt hat gemietet.“
„Und wann geht unser Flug?“, war die nächste Frage, diesmal von Mac gestellt.
„Heute Abend um 2100“, antwortete der Admiral, als wäre nichts Besonderes dabei.
Harm und Mac sahen sich erstaunt an.

Um halb 8, abends, hatte Harm Spaghetti Bolognese zubereitet und wartete auf Mac. Sie hatten beschlossen, vor ihrem Flug nach Rom gemeinsam zu essen du danach zusammen zum Flughafen zu fahren.
Um kurz nach halb, klopfte es an der Tür und Harm öffnete.
„Hey, du bist genau richtig, habe gerade das Essen fertig“, begrüßte er Mac, die mit einer Reisetasche in der Hand vor ihm stand.
„Klingt gut“, antwortete diese und stellte die Tasche neben der Tür ab.
„Wie wäre es, wenn du Teller und Besteck suchst und ich in der Zeit das Essen auf den Tisch stelle, denn zum Tischdecken bin ich noch nicht gekommen“.
„Einverstanden“, antwortete Mac und begann den Tisch zu decken.

Eine halbe Stunde später, als sie dabei waren, dass Geschirr abzuwaschen, sagte Harm.
„Es tut mir leid, dass ich Gestern Abend keine Zeit hatte. Worüber wolltest du denn reden?“
Mac, die gerade ganz in Gedanken versunken einen Teller abtrocknete sah ihn einen kurzen Augenblick verwirrt an.
„Ähm“, fing sie an „Es war gar nicht so wichtig.“
„So hat es aber nicht geklungen“, erwiderte Harm, „Ging es um unseren letzten Streit?“
„Ja“, gab Mac zu. „Wir hatten schon öfter Meinungsverschiedenheiten, aber irgendwie war dieser Streit anders. Wir sind uns die letzten Tage auch immer aus dem Weg gegangen.“
„Es tut mir leid, was ich zu dir gesagt habe“, antwortete Harm.
„Mir tut es auch leid, was ich darauf erwidert habe“, stimmte Mac zu.
„Wir haben beide Sachen gesagt, die wir nicht wirklich erst meinten und nur gesagt haben, um den andern zu verletzen. Wollen wir nicht versuchen den Streit zu vergessen?“
„Das wäre glaub ich das Beste“, antwortete Mac, „immerhin müssen wir zusammen einen Auftrag erledigen.“
„Obwohl“, warf Harm ein „Ein streitendes Ehepaar wäre doch die perfekte Tarnung oder?“
Gleich nachdem er diese Bemerkung fallen lassen hatte, war er sich nicht mehr sicher, ob das gut gewesen war. Mac sah ihn an, als wüsste sie nicht genau, was sie von der Aussage halten sollte.
„Oh“, sagte Harm schnell, um die kurzzeitige Stille zu beenden „Ich glaube, wir sollten uns auf den Weg zum Flughafen machen, wenn wir den Flieger nicht verpassen wollen.“
„Und wenn doch, dann entführen wir einfach eine Tomcat oder eine MIG29“, antwortete Mac darauf und lächelte ihn an.


Part 2.1

„Taxi!“, rief Harm zum wiederholten Male, nachdem sie eine halbe Stunde zuvor den Flughafen verlassen und mit der Taxisuche begonnen hatten.
„Ich glaube, das wird nichts mehr“, sagte Mac und setzte sich auf eine Bank „Die paar Taxis die hier vorbeikommen sind alle schon besetzt.“
„Und was schlägst du vor?“, kam es von Harm.
„Hast du einen Stadtplan? Vielleicht ist das Hotel gar nicht so weit weg und wir können es zu Fuß erreichen.“
„Moment“, antwortete Harm, ging zu seiner Reisetasche, die neben der Bank stand auf der Mac saß, machte sie auf und fing an in einer der vielen Nebentaschen zu suchen.
„Webb hat mir noch einen mitgegeben, er meinte es würde nie schaden, wenn man weiß, wo man sich befindet. Ah…ich glaube, ich hab ihn.“
Er holte einen schon etwas zerknitterten und nicht sehr ordentlich zusammengefalteten Stadtplan aus der Tasche und versuchte ihn auf der Bank auszubreiten. Dies erwies sich als schwieriger als gedacht, da der Wind mit der Zeit etwas aufgefrischt hatte.
„Hey, du könntest mir ruhig helfen, anstatt da zu sitzen und zu grinsen“, rief Harm als ihm durch eine Windböe der gesamte Stadtplan entgegen flog und er Mühe hatte, ihn festzuhalten.
„Das sieht echt zu komisch aus. Kommt mein Marineflieger etwa nicht mit einem einfachen Stadtplan klar?“, fragte Mac neckisch und grinste nur noch mehr.
„Aber ihr Marines könnt das, ja?“, fragte Harm zurück.
„Na klar“, war die passende Antwort von Mac und sie stand auf und fing an Harm zu helfen. Sie versuchte die oberen Ecken fest auf die Bank zu drücken, während ihr Partner die unteren festhielt. Als jedoch eine weitere starke Windböe kam und etwas zu stark an dem Plan zerrte, entstand ein recht großer Riss und bald darauf hatten Harm und Mac jeder einen Teil des ehemaligen Stadtplans in der Hand.
„Ich glaube, das war nichts“, entschuldigte sich Mac und sah Harm an.
„Tja, dann müssen wir wohl suchen“, erwiderte dieser.
„Oder auch nicht“, sagte Mac plötzlich, nachdem sie sich umgesehen hatte und ging zurück zur Hauptstraße.
„Es gibt hier doch noch Taxis“, sagte sie glücklich und zeigte auf ein leeres Taxi, dass gerade am Taxistand anhielt.
„Da haben wir ja noch mal Glück gehabt“, antwortete Harm und zusammen gingen sie auf das Taxi zu.


Part 2.2

Als sie eine halbe Stunde später im Hotel ankamen sagte Harm:
„Gut dass wir ein Taxi bekommen haben, ich glaube ohne Stadtplan hätten wir das nicht gefunden.“
Kurze Zeit später standen sie an der Rezeption.
„Es tut mir leid“, antwortete der Mann an der Rezeption auf Harms Frage nach dem reservierten Zimmer.
„Bei der Reservierung ist uns ein kleiner Fehler unterlaufen.“
„Und der wäre?“, erkundigte sich Harm.
„Es wurde leider nur ein Einzelzimmer gebucht…Wissen sie, wir haben zur Zeit einige personelle Probleme. Wir haben einen kleinen Personalmangel und leider wurde die Reservierung von einer unserer Aushilfskräften ausgeführt und dabei wurde die Reservierung falsch aufgegeben… Unsere Zimmer haben alle eine große, ausklappbare Couch.“, fügte der Mann hinter dem Tresen noch schnell an, als er Harms wenig erfreuten Gesichtsausdruck sah.
„Es tut mir wirklich leid, aber jetzt auf die Schnelle lässt sich leider auch kein anderes Zimmer organisieren, es ist alles belegt .“
Als Harm ihn mit einem recht finsteren Gesichtsausdruck ansah, sah er schnell auf den Monitor des Computers und versichte Harm:
„Ich sehe aber gerade, dass Morgen ein Zimmer frei wird. Ich verspreche, dass ich mich darum kümmern werde, dass sie ab Morgen ein angemessenes Zimmer bekommen.“
„Das hoffe ich“, antwortete Harm darauf und funkelte den Mann etwas genervt an.


Harm und Mac brachten ihr Gepäck in ihr Zimmer und verbrachten den Rest des Nachmittages damit, sich die Gegend anzusehen und nach Major Summer Ausschau zu halten, der jedoch nicht auftauchte.
Wie der Admiral ihnen berichtet hatte, befand er sich bei einem beruflichen Treffen, sollte jedoch spätestens am nächsten Tag wieder im Hotel ankommen.
Abends aßen sie im Hotel zu Abend und gingen anschließend auf ihr Zimmer.
„Also von mir aus kannst du das Bett haben und ich werde es mir auf der Couch bequem machen“, schlug Harm vor „Sie sieht eigentlich gar nicht so unbequem aus.“
„In Ordnung“, antwortete Mac „Aber falls wir Morgen immer noch dieses Zimmer haben, tauschen wir.“
„Wenn der Mensch von der Rezeption sein Versprechen hält, bekommen wir ab Morgen ein Doppelzimmer und müssen uns nicht um das Bett streiten.“ erwiderte Harm.

Mitten in der Nacht wachte Mac plötzlich auf, als sie eine Hand an ihrem Rücken spürte. Sie schlug die Augen auf. Sie lag mit dem Gesicht zur Wand und konnte nur das Mondlicht sehen, das auf die Schräge über ihr viel. Langsam drehte sie sich um und erblickte einen schlafenden Harm neben sich.
„Was ist denn?“, kam es von ihm, als sie ihn leicht anstupste.
„Was machst du hier? “, wollte die völlig überraschte Mac wissen „Ich dachte du wolltest unbedingt auf der Couch schlafen.“
„Ähm…naja“, fing Harm seine Erklärung an. „Auf dem Sofa zu liegen ist doch nicht so angenehm wie ich dachte. Es ist um ehrlich zu sein ziemlich unbequem.“
„Und da dachtest du dir, du kommst einfach mit in das bequeme Bett.“, unterbrach Mac seine Erklärung.
„Ja“, konnte Harm darauf nur antworten. „Du hast auch erst gar nichts mitbekommen. Ich liege bestimmt schon 2 Stunden hier. Auf der Couch ist es echt nicht auszuhalten.“
„Du hast mich leider angeschubst“, antwortete Mac „sonst wäre ich vielleicht noch gar nicht wach geworden“.
„Und nun?“, fragte sie weiter.
„Das Sofa ist eine Zumutung. Da kann kein normaler Mensch länger als eine Stunde drauf liegen“, antwortete Harm und sah Mac mit einem Dackelblick an.
„Du könntest dich jede Stunde auf eine andere Seite legen“, konterte Mac.
„Und eigentlich hat dieses Bett fast die Breite von einem Doppelbett“, erläuterte Harm weiter.
Bevor Mac etwas darauf erwidern konnte, sahen sie beide zur Tür, denn auf dem Gang waren auf einmal Schritte zu hören.
„Ob das unser Verdächtiger ist“, fragte Mac und sah Harm an. Dieser zuckte mit den Schultern und antwortete „Keine Ahnung, aber das läst sich herauskriegen.“
Und er stieg leise aus dem Bett und ging zur Tür.
Die Schritte näherten sich und kurz darauf war das Öffnen einer Tür auf dem Gang zu hören. Die Schritte wanderten weiter, in die Richtung, aus der auch das Geräusch der Tür gekommen war. Kurz darauf wurde die Tür wieder geschlossen und es war nichts mehr zu hören.
Harm öffnete leise die Tür und wollte auf den Gang hinaus gehen, als Mac, die inzwischen hinter ihm stand, ihn am Ärmel festhielt und fragte:
„Was hast du vor? Du weißt doch gar nicht, ob das Jemand war, der zu Major Summer wollte.“
„Der Admiral meinte, dass wir unser Zimmer auf der selben Etage haben wie er, also könnte es schon sein, dass unser Major Summer Besuch bekommen hat. Vielleicht ein ‚Geschäftspartner’.“
„Und was hast du vor?“, fragte Mac weiter.
„Ich gehe den Gang hinunter gucke, ob ich was entdecke.“
Und noch bevor Mac etwas anderes erwidern oder vorschlagen konnte, war er aus der Tür und langsam den Gang entlang.
Sehr weit kam er jedoch nicht, da sich drei Türen weiter die Türklinke neigte und ein Mann mit einer Reisetasche aus dem Zimmer kam. Schon als sich die Klinke bewegte, hatte sich Harm umgedreht und ging wieder auf seine eigene Zimmertür zu.
„Hallo Schatz, ich bin wieder da“, sagte er, lächelte Mac an und umarmte sie, als er die Tür erreichte.
„Fällt dir irgendwas an der Tasche auf?“, fragte Harm. Er flüsterte Mac die Frage ins Ohr und hielt sie weiter fest. Mac spielte das Spiel mit, schlang ihr Arme um ihn und sah auf den Gang.
„Sie sieht wie eine normale Reisetasche aus“, antwortete sie.
„Oder, Moment“, warf sie noch schnell ein „Was ist das denn?“. Als der Mann an ihnen vorbeiging musterte Mac ihn genau.
„Was ist?“, wollte Harm sofort wissen.
„An der Tasche sehe ich zwar nichts auffälliges, aber unser ‚Freund’ trägt auf jeden Fall eine Waffe bei sich und das ist schon etwas verdächtig.“

"Warum grinst du so?", fragte Harm, als er, nachdem er sicher war. dass
ihr Verdächtiger die Hoteletage verlassen hatte, Mac losließ und sie
ansah.
"So sieht also eine verdeckt Ermittlung aus", antwortete diese und
grinste Harm weiter an.
"Naja,", war seine Verteidigung "Man kann ja auch das Nützliche mit dem
Angenehmen verbinden".
Gleich, nachdem er das gesagt hatte, war er sich nicht mehr sicher, ob
das eine gute Idee gewesen war, denn Mac sah aus, als wüsste sie nicht
genau, was sie mit dieser Aussage anfangen und was sie von ihr halten
sollte.
"Ähm... wollen wir nicht wieder reingehen?", fragte er schnell, um die
sich ergebende Stille zu beenden.
Sie gingen wieder in ihr Hotelzimmer und setzten sich auf die Couch.
„Wie geht es jetzt weiter?“, fragte Mac und sah Harm an.
„Naja, wir haben noch keine eindeutigen Beweise. Ich denke, wir sollten unseren Verdächtigen Morgen beschatten, vielleicht finden wir noch was eindeutiges raus.“
„Ja, das sollten wir“, antwortete Mac „Mit deiner Aussage allein, das sein Besuch eine Waffe trug, können wir recht wenig anfangen. Aber da er in 2 Tagen zurück fliegt, denke ich, sollten wir doch in den nächsten Tagen noch etwas herausfinden. Auf jeden Fall müssen wir aufpassen, wann er Morgen oder besser gesagt Heute sein Hotelzimmer verlässt.“
„Das sollten wir“, warf Harm ein „Ich schlage vor, da es inzwischen 2 Uhr nachts ist und jeder Mensch etwas schlaf braucht, schlafen wir bis um 6 und halten dann abwechselnd Wache, bis er sein Zimmer verlässt. Von mir aus kann ich die erste Schicht übernehmen.“
„In Ordnung“, stimmte Mac zu.
„Was ist mit dem Bett und dem Sofa?“, fragte Harm noch leise nach.
„Wehe du schnarchst oder schlägst um dich“, erwiderte Mac und lächelte Harm an.
„Ich danke dir“, antwortete dieser und lächelte.
Er hielt sein versprechen ein, bewegte sich kaum und schnarchte auch nicht.
Um 6 stand er auf, zog sich an und setzte sich aufs Sofa und fing an in einem Magazin zu blättern, das auf einem kleinen Tisch lag. Er konnte jedoch nicht wirklich etwas lesen. Zum Einen war alles in italienisch geschrieben, was das Verständnis erschwerte und außerdem konnte er, nachdem er einmal kurz über den Rand der Zeitung zu Mac geschaut hatte, den Blick nicht von seiner Partnerin lenken, die mit dem Gesicht zu ihm gewand ruhig und seelig schlief. Die Decke war, als Harm aufgestanden war, leicht vom Bett heruntergerutscht. Als Mac sich nun im Schlaf drehte, sodass sie auf dem Rücken lag, rutschte die Decke fast gänzlich vom Bett, sodass sie nun nur noch ihre Beine zudeckte. Harm stand auf, ging vorsichtig und leise zum Bett und wollte Mac wieder richtig zudecken, als diese die Augen aufschlug.
„Was ist los?“, fragte sie schlaftrunken und sah Harm überrascht an.
„Ähm“, fing dieser an „Ich habe die Decke beim Aufstehen aus Versehen etwas vom Bett gezogen und wollte dich wieder richtig zudecken.“
Mac lächelte ihn an und wollte gerade etwas antworten, als sie hörten, wie auf dem Gang eine Zimmertür geöffnet wurde.
Mit einem Zeichen bedeutete Harm Mac leise zu sein und ging zur Tür. Er öffnete sie vorsichtig einen Spalt und sah auf den Gang.
„es ist unser Mann“, sagte er, nachdem er die Tür vorsichtig wieder geschlossen hatte.
„Dann folgst du ihm unauffällig und achtest darauf, wo er hin will“, schlug Mac vor „Und ich mach mich schnell fertig und komme gleich nach.“
„Ok“, willigte Harm ein und ging vorsichtig auf den Gang.

"Ich hoffe, ich bin nicht zu spät und er ist noch nicht weg", sagte Mac, als sie 3 Minuten später in der Eingangshalle des Hotels ankam und nach einem Blick durch die Halle, Harm vor einem Zeitungsständer ausgemacht hatte.
"Hast du an die Kamera gedacht?", fragte Harm.
"Klar", bekam er als Antwort und Mac hielt die kleine Kamera, die Webb ihnen mitgegeben hatte hoch.
"Jetzt müssen wir ihn nur noch finden"
"Er hat das Hotel gerade verlassen, aber er hat sich beim Abgeben des Schlüssels kein Taxi rufen lassen, deswegen würde ich davon ausgehen, dass er zu Fuß gehen wird", war Harms Antwort.
"Oder, er hat sich schon ein Taxi gerufen", stichelte Mac "Es gibt Handys."
Harm gab sich geschlagen und schlug vor, einfach nach draußen zu gehen und nachzusehen.

Sie hatten Glück. Als sie das Hotel verließen, sahen sie Major Summer gerade am Parkplatz des Hotels vorbeigehen und in eine Nebenstraße einbiegen.
"Na dann", sagte Harm und sah Mac an "gehen wir mal unauffällig hinterher."
"Meinst du, er hat dich Gestern Abend gesehen und erkennt dich jetzt wieder?", fragte Mac.
"Das wäre ja eigentlich nur von Vortel für uns", antwortete dieser "er hält uns für ein Pärchen, das in Italien Urlaub macht. Ich denke nicht, dass er glaubt, sich vor uns verstecken zu müssen. Allerdings sollten wir uns denke ich trotzdem im Hintergrund halten, um keinen Verdacht zu erwecken."
Sie gingen zügig die Straße entlang, um Major Summer nccht zu verlieren.
"Mist, er ist weg", fluchte Harm, als sie in die Nebenstraße eingebogen waren, in die auch Summer gegangen war. Er konnte ihn nirgends sehen.
"Das kann nicht sein", erwiderte Mac "dann hätte er sich in Luft auflösen müssen."
Sie sahen die Straße hinunter, aber diese war bis auf eine ältere Dame mit einem Gehwagen und zwei spielenden Kindern leer.
"Er muss in eine Nebenstraße oder so gegangen sein", vermutete Harm "die Straße ist zu lang. Er kann sie nicht in der kurzen Zeit, in der wir die andere Straße hinunter gegangen sind ganz entlang gegangen sein."
"Nein, ich denke nicht, dass er in eine Gasse oder Nebensstraße gegangen ist", erwiderte Mac.
Harm sah sie verdutzt an und Mac nickte, anstatt zu antworten, mit dem Kopf zur gegenüberliegenden Straßenseite.
Harm folge ihrem Blick und entdeckte ihren Verdächtigen vor einem kleinen Kiosk, ein kleines Stück weiter die Straße hinunter auf der anderen Straßenseite. Er hatte hinter einem Zeitungsständer gestanden und war deswegen nicht zu sehen gewesen. Jetzt, als er zur Kassiererin ging, erkannte Harm ihn wieder.
"Dann habe wir ja noch mal Glück gehabt", sagte er "jetzt sollten wir ihm aber unauffällig folgen."
Sie gingen in normalem Tempo los, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Als Major Summer die nächste Kreuzung errreicht hatte, blieb er stehen und sah in die Nebenstraße hinein.
"Was machen wir jetzt?", fragte Mac etwas unsicher.
"Am besten bleiben wir erstmal stehen", kam die Antwort von Harm.
Aber zu spät. Summer hatte sich umgedreht und sah die Straße zurück direkt zu ihnen.
"Ich glaube, es wird Zeit für unsere Tarnung", sagte Harm, erfasste Macs Hand und bedeutete ihr loszugehen. Mac sah ihn jedoch nur ziemlich überrascht und überfordert an und machte keine Anstalten zu gehen.
"Er hat uns gesehen, wir können hier nicht einfach stehenbleiben, hier gibt es nichts, was wir vorgeben könnten anzusehen", fing Harm an.
"Äh, ja klar", kam die Antwort von einer ziemlich überrumpelten Mac und sie gingen langsam los.
Sie gingen die Straße entlang und als Major Summer sie sah, schenkte er ihnen nur ein kurzes Lächeln.
"Nochmal Glück gehabt", sagte Harm, als sie außer Hörweite waren, "er hat, denke ich, nichts bemerkt."
"Ja, das denke ich auch", stimmte Mac zu und dachte 'Eigentlich müssen wir jetzt nicht mehr Hand in Hand gehen'. Aber sie musste sich eingestehen, dass es ihr auch sehr gut so gefiel, wie es gerade war. Kaum hatte sie diesen Gedanken zu Ende gedacht, ließ Harm ihre Hand los und sah sich unauffällig nach hinten um.
"Er geht hinter uns, lass uns in die nächste Nebenstraße gehen".
Sie bogen an die nächsten Straßenecke ab und warteten. Kurze Zeit später ging Major Summer an der Straße vorbei.

Sie gingen kurz darauf um die Straßenecke und sahen, wie Major Summer auf einen Parkplatz zuging, auf dem um diese frühe Zeit nur ein paar einzelne Autos parkten. Harm und Mac gingen auf den Parkplatz zu und blieben außer Sichtweite hinter einem Container stehen.
"Gib mir mal bitte die Kamera"sagte Harm.
"Bitteschön 007", witzelte Mac und grinste ihn an. "Und nun?"
"Ich denke", antwortete Harm "Jetzt müssen wir erstmal abwarten."
Das mussten sie jedoch nicht sehr lange, denn schon bald darauf, fuhr ein dunkel blaues Auto auf den Parkplatz und als der Fahrer ausstieg, erkannte Harm ihn wieder. Es war der Mann, dem sie den Abend zuvor im Hotel begegnet waren.
Er ging auf Major Summer zu und beide gaben sich die Hand. Dann überreichte der andere Mann Summer eine Tasche.
"Ich denke, da haben wir erstmal was", sagte Harm, nachdem die beiden Männer die Tasche und auch noch Geld ausgetauscht hatten. "Ich hab alles aufgenommen."
"Gut, und wie geht es jetzt weiter?", erkundigte sich Mac.
"Der Admiral hat mir eine Adresse und einen Namen aufgeschrieben" , antwortete Harm und faltete einen kleinen Notizzettel auseinander, " Wir sollen uns dort melden, wenn wir was interessantes herausgefunden haben."
Sie fragten den nächsten Taxifahrer nach dem Weg und da es nicht weit war, beschlossen sie zu Fuß dort hinzugehen.
"Hat der Admiral gesagt, wer uns dort erwartet?", erkundigte sich Mac und bekam ein "Nein, ich habe keine Ahnung", zurück.
Kurze Zeit später standen sie vor einem großen Gebäude, dass von aussen aussah, als würde es hauptsächlich Büroräume enthalten.
Sie gingen zum Empfang und fragten nach dem Namen, den der Admiral aufgeschrieben hatte.
"Um zu Herrn Müllrich zu kommen, nehmen sie am besten den Fahrstuhl, steigen im 4.Stock aus, ein kleines Stück den Gang rechts hinunter und dann das Zimmer Nummer 231B", erläuterte die Frau den Weg.
"Danke für die Auskunft", bedankte sich Harm und sie machten sich auf den Weg zum Zimmer 231B.

Sie klopften an die Tür von Zimmer 231B und kurz darauf öffnete ihnen ein Mann mittleren Alters mit dunklen, kurzen Haaren und einer Brille. Er trug ein graues Jackett und lächelte sie freundlich an.
„Sie sind bestimmt Commander Rabb und Colonel MacKenzie:“, begrüßte er sie. „Es freut mich, dass sie zu mir gefunden haben. Mein Name ist Peter Müllrich.“
Harm und Mac gaben ihm beide die Hand zur Begrüßung und setzten sich mit Peter Müllrich zusammen an einen runden Tisch, der an einer Seite des kleinen Bürozimmers stand.
„Weshalb genau, sollten wir uns bei ihnen melden, wenn wir etwas herausgefunden haben?“, fragte Harm.
Anstatt eine Antwort zu geben, nickte Müllrich in Richtung einer Tür, die von dem Büro in ein anderes Zimmer führte. Harm und Mac folgten seinem Blick und staunten nicht schlecht, als sie ein ihnen nur zu gut bekanntes Gesicht erkannten.
„Er ist ein Bekannter von mir und ich dachte, über diesen Weg bekomme ich am Besten die Informationen, die wir brauchen“, antwortete Clayton Webb auf Harms Frage.
Harm und Mac sahen sich an.
„Der Admiral hätte uns sagen können, dass wir hier auf sie treffen werden“, ergriff Mac das Wort.
„Um ganz ehrlich zu sein“, fing Webb an zu erklären „stand noch nicht richtig fest, ob ich wirklich pünktlich hier sein konnte, deswegen habe ich Peter, sozusagen als Kontaktmann engagiert. Glücklicher Weise, konnte ich doch hier her kommen und so kann ich die Informationen gleich entgegen nehmen. Ansonsten hätte Peter sie hier behalten und ich wäre in den nächsten Tagen angekommen.“
„Weiß der Admiral bescheid, dass sie hier auf uns gewartet haben?“, wollte Harm wissen, er traute Webb nicht wirklich über den Weg. Sie hatten schon oft ‚Aufträge’ von ihm erledigt und meistens war es nicht so ganz ungefährlich gewesen.
„Ja, er ist eingeweiht“, antwortete Webb „und es gäbe da noch eine kleine Sache…“
Fehler! Textmarke nicht definiert.
"Das ist nicht zu fassen!", beschwerte sich Harm, als er abends mit Mac durch den Park in der Nähe ihres Hotels ging.
"Ich finde ja auch, man hätte uns eher informieren können, aber jetzt können wir nicht mehr viel ändern", versuchte Mac ihn zu beruhigen.
Sie hatten den Auftrag bekommen, noch einmal Major Summer zu beschatten. Laut den Informationen der CIA, sollte er sich nochmal mit dem Mann, mit dem er sich auch den Abend davor getroffen hatte und der Mark Misters hieß, treffen.
Sie hatten beide nicht gerade einen Luftsprung gemacht, aber da der Admiral angerufen und ihnen höchstpersönlich den Auftrag gegeben hatte, Webb zu unterstützen, hatten sie sich nicht widersetzen wollen.
Nun gingen sie durch den Park, in dem laut CIA das Treffen stattfinden sollte.
"Wie oft haben wir schon irgendwelche Sachen für Webb und seine Leute erledigt?", fing Harm wieder an.
"Keine Ahnung", war Macs Antwort "Ich glaube, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen".
Sie gingen auf einen kleinen Teich zu, um den ein Weg führte.
"Hast du schon irgendetwas von Summer gesehen?"", fragte Harm.
"Nein, aber ich hoffe, er taucht bald auf, es sieht aus, als würde es demnächst anfangen zu regnen", antwortete Mac und sah nach oben zum Himmel.
Harm folgte ihrem Blick und musste ihr zustimmen. Die anfangs noch nur vereinzelt auftretenden Schäfchenwolken hatten sich zu dunklen Regen oder vielleicht sogar Gewitterwolken formiert. Der Wind hatte außerdem etwas aufgefrischt und von den Leuten, die noch vor Kurzem ebenfalls im Park spazieren gegangen waren, war auch nichts mehr zu sehen.
"Ok, das war definitiv das letzte mal, dass wir einen Auftrag für Webb erledigen", schimpfte Harm, als auch eine viertel Stunde später nichts von Major Summer zu sehen war.
"Na toll", war Macs Antwort "Jetzt fängt es wirklich noch an zu regnen."
"Also ich merke noch nichts von", sagte Harm, aber noch bevor er den Satz richtig zu Ende sprechen konnte, hatte auch er Regentropfen abbekommen. .
"Ich habe nichts gesagt", fügte er schnell seinem Satz hinzu, fasste nach Macs Arm und rief, während er mit ihr zusammen loslief, "Da vorne ist eine große Baumgruppe, lass uns versuchen uns dort unterzustellen."
Inzwischen hatte es ziemlich doll angefangen zu regnen.
Sie erreichten zwar schon bald eine große Kiefer, aber sie waren trotzdem als sie ankamen ziemlich durchnässt.
"Ganz so hatte ich mir den Auftrag eigentlich nicht vorgestellt", beschwerte sich Mac und sah an sich hinunter. Die vor dem Regenguss hellblau gewesene Jeans war größten Teils in dunkle Blautöne übergegangen, ihre Bluse klebte und ihre Haare tropften. Sie sah zu Harm, der auch nicht besser aussah.
"Was machen wir jetzt?", fragte der "Hier warten bis es aufhört? Zur Zeit sieht es nicht danach aus."
Mac sah zu den dunklen Wolken hinauf und nickte.
"Außerdem kommt hier auch Regen durch und jetzt sind wir eh schon nass."
"Was glaubst du, kommt Major Summer hier Heute noch vorbei?", fragte er weiter.
"Ich würde nicht drauf wetten und um ehrlich zu sein, ist mir das jetzt auch ziemich egal", antwortete Mac.
"Dann lass uns schnell zurück zum Hotel, aehr angenehem finde ich es hier nämich auch nicht", stimme Harm ihr zu und sie liefen los.
Kaum hatten sie den Park verlassen, ließ der Regen nach und auch die Sonne kam vorsichtig wieder hinter den Regenwolken hervor.
"Wir gehen trotzdem zurück ind Hotel", sagte Mac, als Harm sie fragend ansah "Ich habe keine Lust mit nassen Klamotten auf Verbrecherjagd zu gehen."
Sie gingen weiter und erreichten nach kurzer Zeit das Hotel.
"Ey, ich habe den Boden gerade gewischt!",wurden sie von einer Reinigungskraft ausgeschimpft, als sie den durch die Einganghalle gingen. Harm sah sich nach hinten um.
"Oh", sagte er nur, als er die Schuhabdrücke von sich und Mac sah. Sie waren klar und deutlich auf dem Boden zu sehen.
"Was wird das denn?", fragte er, als Mac anfing ihre Schuhe auszuziehen.
"Was wohl, ich gehe in Socken weiter. Ich habe keine Lust, hier noch saubermachen zu müssen."
Noch bevor Harm etwas antworten konnte, hatte sie die Schuhe ausgezogen und in die Hand genommen und ging weiter.
"Dann warte kurz", rief Harm ihr hinterher und fing auch an seine Schuhe auszuziehen.

Mac hatte ihn jedoch, wie es schien nicht gehört, denn sie ging einfach weiter den Gang entlang zum Thresen, holte den zimmerschlüssel und ging dann zum Aufzug.
Harm wollte gerade hinterherlaufen, als er im Augenwinkel etwas bemerkte und sich vorsichtig umsah.
Er hatte richtig geguckt, Major Summer kam gerade in die Eingangshalle.
"Mist", dachte Harm "dann haben wir ihn wohl doch verpasst... obwohl...moment"
Er sah nochmal hin. Major Summer konnte nicht im Park gewesen sein, denn seine Kleidung war trocken. Er musste wo anders gewesen sein.
"Na warte, Webb", dachte Harm "wegen ihnen standen wir im Regen."
Er wollte sich gerade auf den Weg zum Lift machen, um Mac vielleicht doch noch einzuholen, da kam eine Hotelangestellte auf ihn zu.
"Sind sie Commander Harmon Rabb?", wurde er gefragt und bejate.
"Ich soll ihnen ausrichten, dass wir leider erst übermorgen ein zweites Zimmer frei haben."
'Na toll', dachte Harm 'noch zwei Nächte auf dem ätzenden Sofa.'
"Gibt es keine andere Möglichkeit? Vielleicht so etwas wie ein Zustellbett?", hakte er noch nach.
"Moment, da muss ich mit dem Hotel-Manager sprechen", antwortete die Hotelangestellte und ging zum Telefon, das auf dem Thresen stand.
Ungeduldig wartete Harm auf das Ergebnis der Nachfrage, aber dieses ließ auf sich warten. Nach ungefähr 5 Minuten, kam die Frau wieder zu ihm.
"Es gibt tatsächlich ein zustellbett. Sie haben Glück. Ein Page wird es ihenn in ca. 1 bis 2 Stunden auf ihr Zimmer bringen."
"Dankeschön", sagte Harm und machte sich nun endlich auf den Weg zum Fahrstuhl.

Nach weiteren 4 Minuten stand er endlich vor der Zimmertür. Er hatte sich schon geärgert, dass er nicht die Treppe genommen hatte, denn der Fahrstuhl hatte sehr lange gebraucht, da er auf auf jeder Etage halten musste und Harm bis in den 12 Stock fahren musste.
Jetzt war er kurz vor der Tür, doch als er ankam musste er feststellen, dass die Tür zu war.
'Ach ja', viel es ihm ein 'Mac hat den Schlüssel mitgenommen.'
Er klopfte an, doch nichts heschah
"Was soll das denn?", rief er, als er zum zweiten mal an die verschlossene Zimmertür klopfte. "Mac, würdest du bitte aufmachen."
Es war nichts zu hören.
'Sie ist doch aufs Zimmer gegangen, oder?', dachte Harm nach. 'Sie muss da sein. Oder ist etwa etwas passiert?'
"Komm schon, lass mich rein!", rief er wieder. Langsam bekam er ein mulmiges Gefühl.
Er wollte gerade ein weiteres Mal nach ihr rufen, da öffnete Mac die Tür.
"Das ist gar nicht lustig, ich dachte schon...", fing Harm an eine Moralprdeigt zu halten, stoppte aber mitten im Satz.
"Du kamst ja nicht an Land, deswegen hab ich schonmal geduscht", fing Mac an sich zu entschuldigen.
Aber Harm hörte gar nicht genau zu. Er starrte nur Mac an, die nur in ein Handtuch gewickelt an der Tür stand.
'Sie sieht so wunderschön aus', dachte Harm.
"Willst du jetzt reinkommen oder nicht?", riß ihn Mac aus seinen Gedanken."Ich hatte nicht vor, ewig nur mit einem Handtuch in der Tür zu stehen".
"Äh, was?....Ja, äh, klar", stotterte Harm vor sich hin und ging ins Zimmer.
"Hast du einen Geist gesehen?", fragte Mac, als Harm sie immernoch gedankenverloren anstarrte.
"Äh, nein, aber ich ahbe etwas anderes in Erfahrung gebracht", kam als Antwort. Langsam hatte Harm wieder alle seine Gedanken geordnet.
"Gut, ich zieh mr nur schnell was an, dann kannst du mir die Neuigkeiten berichten."
Und schon verschwand Mac wieder im Bad und Harm sah ihr nach.
Zwei Minuten später war Mac wieder da. Sie hatte nur eine einfache Jogginghose und ein T-Shirt an.
"Also, was ist passiert?", fragte sie neugierig.
"Ich habe Major Summer gesehen. Er war definitiv nicht im Park, denn seine Kleidung war trocken", antwortete Harm.
"Tja, unsere ist das leider nicht geblieben", antwortete Mac "Wo wir gerade dabei sind", sie zeigte auf Harm nasse Klamotten "vielleicht solltest du was anderes anziehen, es sei denn du willst überhall Wassertropfen hinterlassen."

Eine viertel Stunde später kam Harm geduscht und aus dem Badezimmer.
"Wir erledigen nie mehr irgendwelche Aufträge für die CIA", beschwerte sich Harm und setzte sich zu Mac aufs Bett "Das ist mir entschieden zu nass", witzelte er "und herausbekommen haben wir nichts"
"Was machen wir jetzt eigentlich?", fragte Mac "Wollen wir Morgen nochmal mit Webb reden?"
"Damit wir noch einen Abend im regen stehen dürfen". Harm war sichtlich nicht gerade sehr angetan von Webb und seinen Methoden.
"Naja, der Admiral hat eingewilligt", erwiderte Mac.
"Na, von mir aus", willigte Harm ein.
"Und was mache wir jetzt?", sie sahen aus dem Fenster. Es hatte aufgehört zu regnen.
"Wollen wir hier um Hotel zu Abend essen?", fragte Harm "das Restaurant soll wirklich gut sein."
"Einverstanden", stimmte Mac zu "ich zeih mich nur noch schnell um."
Mac verschwand im Bad und Harm suchte schonmal den Zimmerschlüssel und ging zur Tür. Kurze Zeit später war Mac fertig und gingen auf den gang hinaus.
Bei dem Versuch, die Zimmertür abzuschließen, ließ Harm jedoch den Schlüssel fallen und beide hatten gleichzeitig die Idee ihn aufzuheben.
"Autsch", sagte Mac, als mit den Köpfen zusammenstießen.
"Oh, Entschuldigung", sagte Harm.
Sie richteten sich beide wieder auf und sahen sich an.
"Alles ok?", erkundigte er sich.
"Ja, ich denke schon", antwortete Mac.
Kurze Zeit sagte keiner mehr etwas, sie sahen sich einfach nur an und jeder dachte darüber nach, was er jetzt tun sollte. Aber keiner wollte diesen Augenblick beenden. Vorsichtig strich Harm Mac eine Strähne aus dem Gesicht hinters Ohr. Mac lächelte ihn an und fasste, als er sie wieder zurücknehmen wollte, nach Harms Hand. Sie hatte sie gerade berührt, als...
"Sind sie Mister Rabb?", ertönte eine Stimme und ein Mann kam auf sie zu. Harm und Mac gingen erschrocken ein Stück auseinander und Harm bejate die Frage.
"Wir haben Zustellbett bekommen können. Wir bringen es in der nächsten halben Stunde in ihr Zimmer."
Harm war noch etwas in Gedanken und antwortete nur mit 'ja' und 'danke'.
"Wollen wir los?", fragte Mac und rieß ihn damit vollständig aus seinen letzten Gedanken an den Augenblick.
"Ja, lass uns losgehen", antwortete er.

2 Tage später.
Auf Befehl des Admirels waren Harm und Mac noch länger in Rom geblieben und Major Summer noch etwas länger beschatten zu können. An den letzten 2 Tagen, hatten sie jedoch nichts, was sie verwenden könnten, herausgefunden.
Sie hatten es bei einem gemeinsamen zimmer belassen, aber noch ein zweites Bett bekommen, sodass beide gut schlafen konnten.
Harm war schon seit zwanzig Minuten wach. Da Mac noch schlief, wie ein Murmeltier stand er leise auf und ging ins Bad um zu duschen. In den letzten 2 Tagen, hatte er immer wieder an den kuezen Augenblick denken müssen, als er und Mac sich direkt angesehen und sie nach seiner Hand gegriffen hatte. Wieso musste denn dieser Hotelangestellte dazwischen funken. Was wäre passiert, wenn er nicht aufgetaucht wäre? Aber er endschied sich dafür, diesen Gedanken erstmal zu verbannen. Er wusste nicht mal, wie Mac darüber dachte oder ob sie überhaupt über den Augenblick nachdachte.
10 Minuten später kam er geduscht aus dem Bad. Er sah zum Bett rüber. Mac war inzwischen aufgewacht und sah ihn an. Aber sie sah gar nicht gut aus.
"Was ist los?", erkundigte sich Harm.
"Hab mich glaub ich etwas erkältet", antwortete Mac "Mein Kopf fühlt sich an, als würde ein ganzes Geschwader Tomcats darin herumfliegen und mir ist kalt."
"Wie wäre es mit einem schönen, warmen Tee?", schlug Harm vor.
"Ja, gern", kam es von Mac zurück.
"Ich geh schnell runter und hol einen aus dem Frühstücksraum, bis die einen hergebrach haben, ist es Morgen früh."
"Danke", sagte Mac noch und schon war Harm aus der Tür raus. Sie überlegte, ob sie noch etwas weiterschlafen sollte, das war ja angeblich die beste Medizin. Kaum hatte sie darüber nachgedacht, war sie auch schon wieder eingeschlafen.
Aber sie schlief nicht gut. Sie träumte, dass der Raum immer kleiner wurde, die Wände immer näher kamen. Die Decke wurde niedriger und kam auf sie zu. Als sie das Gefühl hatte, das die Decke gleich auf sie herabstürzen würde, strich ihr plötzlich etwas über die Stirn. Sie zuckte zusammen und drehte den Kopf herum und sah...
Harm, der sich auf ihr Bett gesetzt hatte und versuchte, sie so vorsichtig wie möglich zu wecken.
"Hey", sagte er leise "alles ok, das war nur ein Traum. Hier, ich hab Tee mitgebracht."
Vorsichtig setzte sich Mac im Bett auf, ihr Kopf fühlte sich inzwischen etwas besser an, die Tomcats hatten zur Landung angesetzt.
Sie trank den Tee und wollte dann aufstehen. Aber als sie zwei Schritte gegangen war, wurde ihr doch ziemich schwindelig und Harm stützte sie schnell.
"Hey, vorsichtig", sagte er.
"Schon ok", gab sie zurück "Mir gehts wieder gut."
"Das glaub ich kaum", entgegnete Harm.
"Doch, alles bestens, du kannst mich loslassen", gab Mac etwas genervt zurück.
"Hey, auch Marines dürfen mal krank sein", erwiderte Harm.
"Ich bin nur etwas erkältet", gab Mac zurück. Aber es klang nicht sehr überzeugt.
"Oder vielleicht doch etwas mehr", musste sie zugeben, denn ihr wurde mit einmal ziemlich kalt und sie fing an zu zittern.
"Was hab ich gesagt", sagte Harm "komm, leg dich wieder hin."
"Na gut, einverstanden", stimmte Mac zu.
Sie ging zurüch zum Bett, legte sich hin und zog die Decke bis unters Kinn. Aber sie frohr immernoch.
"Ist dir immernoch kalt?", fragte Harm besorgt.
"Ja, etwas", antwortete Mac.
Harm setzte sich wieder auf ihr Bett und sah sie an.
'Na toll', dachte Mac 'ich habe weitaus gefährlichere Sachen überlebt und jetzt setzen mich ein paar kleine Grippe-Viren außer Gefecht. Das ist nicht fair'
"Was wird das denn?", fragte sie überrascht, als Harm seine Schuhe auszog, sich aufs Bett legte und zu ihr unter die Decke krabbelte.
"Na, was wohl", war seine Antwort "ich wärme dich, damit du aufhörst zu zittern."


tbc


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

 
Petra
Chefchen/Administrator
Beiträge: 9.041
Registriert am: 16.04.2007


   

What if/Was wäre wenn Mac und Mic geheiratet hätten von Kleine Mac
Unausgesprochene Liebe von Kate

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor