Fan Fiction unserer Autoren

RE: Rotes Licht Teil 1 + 2 von Amy

 von Petra-Andreas , 03.05.2007 00:44

Kapitel 5

Freitagabend
Washington DC


Harm hielt seinen Telefonhörer in der Hand und wählte Macs Nummer. Er hatte schon mindestens fünfzig Mal angerufen, jedenfalls kam es ihm so vor, aber immer war nach dem vierten Klingeln der Anrufbeantworter angegangen und er hatte aufgelegt. Er wollte persönlich mit ihr reden. Es schien eben alles den Bach runter zu gehen, aber auch wirklich alles.



Mac saß auf ihrer Couch und ließ das Telefon klingeln. Auf dem Display konnte sie sehen, dass es Harm war, der schon zum x - ten Mal anrief. Sie wollte jetzt nicht mit ihm reden, sie kam sich so bloßgestellt vor.
>Hallo, hier ist Mac ich bin nicht zu…< begann ihr Anrufbeantworter, aber der Anrufer hatte schon aufgelegt.
Irgendetwas brauchte sie jetzt, um sich abzulenken. Entschlossen setzte sie sich an ihren Schreibtisch und holte die Akten aus ihrer Tasche. Das würde sie vielleicht auf andere Gedanken bringen. Das Telefon begann erneut zu klingeln und mit einem Handgriff zog Mac die Schnurr aus der Dose.
Zuerst würde sie die Akten nach der Dringlichkeit durchsehen, und dann mit der Wichtigsten anfangen. Mac begann die ersten Falter anzusehen, als ihr eine Akte auffiel, die nicht den üblichen Aufdruck der JAG-Ordner hatte. Sie erkannte sofort, um was für eine Akte es sich handelte. Mit zittrigen Fingern öffnete sie das Deckblatt der Personalakte und begann zu lesen.



Harm starre auf den Hörer in seiner Hand, der plötzlich keinen Laut mehr von sich gab. Na gut, dann würde er eben zu ihr fahren. Er zog seine Fliegerjacke an und schnappte sich seine Autoschlüssel.
Sie musste mit ihm reden. Früher oder später musste sie das sowieso. Schließlich arbeiteten sie zusammen. Er hoffte zumindest, dass sie das noch taten. Sie konnte ihn doch nicht ignorieren, nach dem was sie gesagt hatte.
Auf dem Weg zu Macs Apartment überlegte er, wie er am Besten das sagen konnte, was er sagen wollte. Es sollte ja nicht schon wieder ein Misserfolg werden.

Harm parkte vor Macs Apartment und schloss die Corvette ab. Von unten konnte er erkennen, dass kein Licht bei ihr brannte. Vielleicht war sie schon ins Bett gegangen. Egal, dann würde er sie eben rausklingeln. Entschlossen ging er die Stufen hoch und klopfte an ihre Tür. Nichts. Er klopfte noch einmal. Wieder nichts.
„Mac, ich bin’s. Komm schon, mach auf. Ich muss mit dir reden!“ Harm lauschte in die Stille hinein, dann klopfte er resolut an die Tür und rief: “Bitte Mac, mach schon auf!“
„Was machen sie den für einen Krach, hier, mitten in der Nacht!“
Eine alte Dame im Bademantel und Lockenwicklern auf dem Kopf spähte aus der gegenüberliegenden Tür.
„Diese jungen Leute haben aber auch keinen Anstand.“
„Entschuldigen die, Madam. Ich möchte zu Colonel McKenzie.“
„Das hört man. Sie ist aber nicht da. Das weiß ich ganz genau, sonst würde sie doch aufmachen, wenn jemand so einen Radau macht, mitten in der Nacht.“
„Es tut mir wirklich leid, wenn ich sie geweckt habe, aber es ist dringend.“
„Ja, ja, schon gut. Ich habe sowieso noch nicht geschlafen. Dabei ist es schon mitten in der Nacht!“ Die alte Dame zog den Gürtel ihres Bademantels fester um sich und trat einen Schritt in den Gang hinaus.
„Sie ist nicht zu Hause, ich habe gesehen wie sie weg gegangen ist, vor circa 10 Minuten und das obwohl es schon mitten in der Nacht ist. So eine junge Frau sollte so spät nicht alleine nach draußen gehen!“
Harm musste das Verlangen unterdrücken, Mac zu verteidigen. Schließlich war sie ein Marine und konnte mit Gefahren umgehen, falls wirklich etwas Gefährliches da draußen auf sie lauern sollte.
„Wissen sie vielleicht wohin sie gegangen ist?“, fragte er stattdessen.
„Ja, die Stufen hinunter und dann ist sie mit dem Taxi weggefahren.“

„Vielen Dank“, antwortete Harm und ging zurück zur Treppe.
Toll! Sie konnte ja überall sein. Hoffentlich machte sie keine Dummheiten und ging auf Kneipentour. Er seufzte. Im Grunde blieb ihm jetzt nichts anderes übrig, als wieder nach Hause zu fahren und zu warten bis sie zurück war oder sich meldete.

Kapitel 6


Montagmorgen 05.00 Uhr
Harms Apartment
Nähe der Union Station


Das Wochenende war die Hölle gewesen. Das war es eigentlich noch immer, nur dass das Wochenende bereits vorbei war. Harm hatte die Nacht kaum geschlafen. Endlos lange hatte er sich von einer Seite auf die andere gedreht, war aufgestanden um etwas zu trinken, hatte sich wieder hingelegt um sich dann weiter von einer Seite auf die andere zu drehen. Harm fragte sich, wo Mac nur war. Seit Freitag war sie nicht mehr in ihrer Wohnung gewesen. Er hatte sie in ihrer Wohnung und auf ihrem Handy angerufen, aber sie war nicht zu erreichen. Gestern war er sogar noch einmal zu ihrer Wohnung gefahren und hatte dann 2 Stunden im Auto auf der anderen Straßenseite gewartet. Aber sie war nicht gekommen. Er hatte keine Ahnung, wo sie war und machte sich große Sorgen. Und auch bei Harriet und Bud hatte sich Mac nicht gemeldet.

Jetzt hatte er schon seinen zweiten Kaffee getrunken und tigerte durch seine Wohnung. Sein Blick fiel auf ein Buch, das auf dem Tisch lag - Die Anfänge des Fliegens- Harm nahm es in die Hand, blätterte es durch und legte es wieder zur Seite.
Einen kurzen Augenblick lang dachte er darüber nach, alle Krankenhäuser in der Umgebung anzurufen. Vielleicht war ihr tatsächlich etwas zugestoßen. Andererseits, wenn Mac wirklich im Krankenhaus wäre, hätte er es schon erfahren. Mac hatte ihn schon vor einiger Zeit als nächsten Angehörigen in ihre Unfallkarte eingetragen.
Vielleicht war sie auch nur übers Wochenende irgendwohin gefahren, um einen klaren Kopf zu bekommen, versuchte sich Harm zu beruhigen, aber es funktionierte nicht wirklich. Erneut griff er zum Telefon und wählte Macs Nummer.
>der Anschluss ist zur Zeit nicht zu erreichen> hörte er eine Frauenstimme von Band, die er mittlerweile schon fast persönlich zu kennen glaubte. Warum zum Teufel war sie dann jetzt noch nicht zu Hause? Sie hatte doch keinen Urlaub eingereicht und außerdem würde in wenigen Stunden seine Verhandlung zu Ende geführt werden.

Die Sorgen um Mac wurden durch den Umstand seines Prozesses nicht gerade verringert.
Der Prozess! Harm stopfte sich sein Hemd in die Uniformhose und band sich dann energisch die Schnürsenkel zu. Er würde jetzt erst einmal ins Hauptquartier fahren.

Einige Zeit später
Gerichtsaal 2
JAG- Hauptquartier

Der gesamte Gerichtssaal erhob sich, als der Richter eintrat. Harm schaute noch einmal über seine Schulter zur Tür und hoffte, dass Mac noch kommen würde.
Sie konnte ihn doch hier nicht so hängen lassen. Das war wirklich nicht ihre Art!

Der Richter ging zu seinem Pult und nahm Platz.
„Bitte setzten sie sich.“
Im Saal wurde es kurz laut, während sich alle setzten.

„Frau Anwältin sie können mit ihrem Abschlussplädoyer beginnen.“

„Ja, Euer Ehren!“ Lieutenant Astor trat vor und drehte sich aber gleich wieder Richtung Gerichtstür.

Diese wurde soeben schwungvoll geöffnet und Mac trat ein, gefolgt von einem jungen, gut aussehenden Mann.

„Euer Ehren, Entschuldigen sie die Unterbrechung, aber es gibt einen neuen Zeugen.“

Gemurmel war aus dem Zuschauerraum zu hören und der Richter ließ seinen Hammer auf das Pult niedersausen.
„Ruhe bitte!“

„Der Zeuge ist uns nicht genannt worden!“, erhob Lieutenant Astor Einspruch.

„Wir haben ihn selber erst jetzt ausfindig gemacht“, richtete sich Mac an den Richter.

Dieser runzelte die Stirn. „Na gut, ich lasse den Zeugen zu. Bevor die Anklage ihn verhört, bekommt sie 20 Minuten Zeit, um ihn zu befragen.“

Mac blickte kurz zu Harm, der sie fragend anschaute. Dann schob sie Major Martin mehrere Papiere zu und flüsterte: „Gehen sie genau nach den Fragen vor, wir haben alles gründlich besprochen“. Anschließend setzte sie sich hinter Harm.
Harm beugte sich leicht nach vorne und schaute rüber zur Anklage. Neben Lieutenant Astor saß Commander Stern, die plötzlich sehr blass aussah.
„Was geht hier vor, Mac?“ fragte er über seine Schulter gewant.
„Ich erkläre dir alles später“, antwortete sie.

Der Zeuge hatte bereits Platz genommen und wurde vereidigt.
„Schwören Sie, die Wahrheit zu sagen, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit“
„Ich schwöre.“
„Sie dürfen Platz nehmen.“
Major Martin stand, mit den Zetteln in der Hand, vor dem neuen Zeugen und begann mit der Befragung.

„Bitte nennen sie Ihren Namen und ihren Beruf.“

„Mein Name ist Jason Bix und ich bin zur Zeit arbeitssuchend.“

„Was haben sie vorher beruflich getan?“

„Ich war Pilot in der Navy. Wegen einer Verletzung des Rückgrates bei einem Autounfall konnte ich allerdings nicht mehr fliegen und war gerade dabei umzusatteln.“

„Was wollten sie werden?“

„Ich habe angefangen Jura zu studieren,-“

Harm kniff die Augen leicht zusammen. Ach, was für ein Zufall, dachte er

„nebenbei habe ich im JAG-Büro in San Diego gearbeitet.“

„Dann kennen sie ja Commander Stern! Sie hat ja auch dort gearbeitet bevor sie noch Washington kam.“

„Einspruch“, Lieutenant Astor stand auf. „Die Verteidigung versucht dem Zeugen die Antwort in den Mund zu legen.“

Major Martin schaute auf seine Papiere herab, „Ähm, ich formuliere es anders.“

„Kennen sie Commander Stern?“

„Ja, ich kenne sie, sehr gut sogar.“

„Erklären sie uns bitte genauer, was sie damit meinen“

„Sie begann mit mir im Büro zu flirten und ließ nicht locker. Irgendwann bin ich darauf eingegangen. Wir haben uns privat getroffen, sind zusammen ausgegangen. Ich dachte zu dem damaligen Zeitpunkt, dass wir ein Paar wären.“

Major Martin schaute auf die nächste Frage, die auf seinem Blatt stand und kratzte sich verlegen an der Stirn.

„Es tut mir leid, Mr. Bix, dass ich ihnen jetzt diese persönlichre Frage stellen muss, aber sie ist sehr wichtig. Hatten sie mit Commander Stern Sexualverkehr?“

„Ja“

„Was ist dann passiert?“

„Sie ist ins Krankenhaus gefahren und hat behauptet ich hätte sie vergewaltigt.“

Einigen Zuhörern entfuhr ein Raunen. Harm blickte zu Mac und zog fragend eine Augenbraue hoch. Mac nickte bestätigend.

„Und hatten sie sie vergewaltigt?“

„Nein, das hatte ich nicht, es war alles einvernehmlich.“

„Bitte schildern sie uns was danach geschehen ist.“

„Es wurde Anklage gegen mich erhoben. Da ich keine Beweise gegen die Anschuldigen vorlegen konnte und Commander Stern einen Bericht des Krankenhauses und natürlich mein … meine Körperflüssigkeiten aufweisen konnte, dachte ich, ich komme mit einem Kompromiss glimpflicher davon. Deshalb habe ich den Vorschlag der Anklage angenommen und wurde unehrenhaft aus der Navy entlassen.“

„Ich habe keine weiteren Fragen an den Zeugen.“

Major Martin blickte auf seine Papiere und drehte sich dann zum Richterpult.

„Euer Ehren, ich möchte gerne von dem Recht Gebrauch machen, Commander Stern noch einmal zu befragen.“

Der Richter presste die Lippen zusammen und überlegte „Nun, eigentlich hätte die Anklage zuerst ein Anrecht darauf Mr. Bix zu befragen, aber den neuen Informationen nach, werde ich hier eine Ausnahme machen. Mr. Bix, sie dürfen den Zeugenstand verlassen!
Commander Stern, bitte treten sie vor! Ich erinnere sie daran, dass sie noch immer unter Eid stehen.“

Commander Linda Stern nahm auf dem Stuhl Platz. In ihrem Kopf drehte sich alles. Woher wussten sie nur von Jason? Es war doch alles so gut geplant gewesen, Harm wäre aus der Navy geflogen, so wie Jason damals und somit hätte sie ihr Ziel erreicht gehabt.
Damals mit Jason war es viel einfacher gewesen, es war ja gar nicht erst zu einem Prozess gekommen, weil Jason auf eine Einigung eingegangen war. Sie musste also gar nicht vor Gericht aussagen oder einen Meineid begehen.
Sie hatte damit gerechnet, dass es dieses Mal genauso einfach werden würde. Und jetzt das! Was sollte sie nur machen? Alle abstreiten? Alles zugeben? Sie wusste es nicht.

„Commander Stern, kennen sie Mr. Jason Bix?“

Ja“

„Hatten sie ein Verhältnis mit ihm?“

Linda Stern schaute zuerst zu Jason und dann zu Harm.
Das Fliegerabzeichen auf seiner dunklen Uniformjacke erschien ihr in diesem Moment überdimensional groß zu sein. Es schien geradezu zu wachsen und auf sie zuzukommen. Dann wurde es unscharf, um gleich darauf wieder deutlich hervorzustechen, allerdings heftete es nun an einem anderen Mann. Ihre Hände wurden feucht und die Härchen auf ihren Unterarmen stellten sich auf. Sie hatte die Bilder jener Nacht nun deutlich vor Augen, die Nacht in der ihr Alptraum begann. Die alt vertraute Panik begann in ihr hoch zu kriechen. Sie starrte vor sich und betrachtete hasserfüllt die Szene vor ihrem inneren Auge.

„Commander Stern! Bitte beantworten sie die Frage.“

Linda Stern war noch immer in ihrer Welt versunken. Es sah aus als starrte sie vor sich ins Leere. „Ich wollte mich rächen, für das, was damals passiert ist“, sagte sie wie in Trance.

Major Martin trat näher an sie heran und fragte in leiserem Ton nach: „Was ist damals passiert?“

„Der Freund meiner Eltern, ein Navy Pilot, hatte mich mit 13 Jahren vergewaltigt. Niemand hatte mir geglaubt. Damals hatte ich beschlossen mich an ihnen zu rächen, an den Fliegern.
Ich ging zur Navy und wurde Anwältin. Ich habe mir Fälle, die Piloten betrafen, nicht entgehen lassen. Zuerst habe ich sie unzureichend verteidigt und jeder Pilot der gehen musste, war ein persönlicher Sieg für mich. Dann kam ich nach Atlanta und lernte Jason Bix kennen. Er war ein Kollege und ich musste mir etwas anderes einfallen lassen, da kam mir die Idee, mich mit einer Vergewaltigung zu rächen, was auch funktionierte. Dann ließ ich mich nach Falls Church versetzten und Commander Rabb lief mir über den Weg. Ich dachte, ich könnte das Spiel noch einmal spielen, aber er ist auf meine Annäherungsversuche nicht eingegangen. Deshalb habe ich einige Vorfälle inszeniert und ihn darin verwickelt- Es war alsoalles ein Schwindel? Er hat sie also nie belästigt oder angefasst!“

„Nein.“

„Dann sagen sie uns noch eines, wer hat sie dann auf ihrem Handy angerufen.“

„Das war ich. Ich habe Commander Rabbs Handy aus seiner Jackentasche genommen und selber meine Nummer gewählt, damit es so aussieht, als hätte er mich angerufen.“

„Ich habe keine weiteren Fragen“, beendete Major Martin sein Verhör.

Der Richter wandte sich an Linda Stern: „Commander Stern ich ordne an, dass sie vorläufig in Untersuchungshaft kommen. Gegen sie wird Anklage erhoben. Was die Anklage gegen Commander Rabb betrifft, sie wird somit fallengelassen.“
Der Richterhammer fiel auf den Holzblock und verkündete damit das Ende des Prozesses.

Während Commander Stern aus dem Gerichtssaal abgeführt wurde, schüttelte Major Martin Harm die Hand, Harriet und Bud kamen nach vorne, um ihm zu gratulieren und Sturgis klopfte ihm auf die Schulter.
In der vorletzten Reihe saß Admiral Chegwidden, hatte die Arme verschränkt und ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen.

Harm schaute zu Mac, sie war von ihrem Stuhl aufgestanden und nahm gerade ihre Aktentasche hoch.
„Mac, kann ich mit dir reden?“
Sie blickte ihn an und nickte.
„Komm, lass uns nach draußen gehen“, schlug Harm vor und schob sie sachte vor sich durch die Menge im Gerichtssaal.


Die Schneereste der vergangenen Tage waren endgültig weggetaut. Es war zwar noch immer
kalt, aber die Sonne versuchte alles aufzuwärmen, was sie mit ihren Strahlen erreichen konnte.
Harm und Mac stiegen wortlos die Stufen des Haupteinganges runter und gingen weiter um das Gebäude herum. Hier an der Seite war man etwas abseits der Betriebsamkeit.
„Wie bist du auf diesen Zeugen gekommen?“ fragte Harm schließlich.
„Ich glaube da hat jemand mit ‚2 Sternen’ nachgeholfen.“ antwortete Mac.
Harm schaute sie erst verständnislos an, dann machte sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht breit und er nickte.
Wortlos gingen sie weiter und bei jeder ihrer Schritte, knirschte der feine Kiesweg leise.
„Ich habe mir das ganze Wochenende über Sorgen gemacht. Ich dachte schon, es ist dir etwas zugestoßen.“
Mac lächelt und schaute vor sich auf den Weg. „Ich habe den Zeugen ausfindig gemacht und habe mit ihm übers Wochenende die Befragung durchgespielt. Dann habe ich noch für deinen Anwalt die Fragen vorbereitet. Na ja, ich war eben ziemlich beschäftigt, einem guten Freund aus der Patsche zu helfen.“
„Nur einem guten Freund?“ fragte Harm.
Eine Pause entstand, als Mac nichts erwiderte.
„Mac, hör mal, was du da heute im Gerichtssaal für mich getan hast, ich bin dir wirklich dankbar dafür…“
Mac wandte ihren Blick von dem Boden ab und schaute zu Harm, der stehen geblieben war.
„…und was du am Freitag gesagt hast…“
„Harm, du musst dazu nichts sagen“, unterbrach ihn Mac.
„Nagut, dann sage ich nichts dazu“, sagte Harm, trat einen Schritt an Mac heran und schaute ihr direkt in die Augen.
Macs Herz machte einen heftigen Doppelschlag. Seine Lippen fühlten sich weich an, als sie ihre berührten. Sie spürte wie er seinen Arm um sie legte und sie näher an sich heranzog und fest hielt; als würde er sie nie wieder loslassen. Zärtlich erwiderte sie seinen Kuss. Und diesmal war sie sich sicher, dass er sie nicht küsste, weil sie unter einem Mistelzweig standen und es vielleicht so Brauch war.

The End

So, das war also meine erste FF.
Bitte, bitte gebt mir Feedback, wie sie euch gefallen hat.


Liebe Grüsse Petra

Kalorien sind kleine Tierchen, die nachts die Kleidung enger nähen.

Petra-Andreas
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Registriert am: 16.04.2007

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